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Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit

Monday | 25.03.2019

Beiträge von Miriam Meckel

Der Merkel-Feminismus

Das ist der Merkel-Feminismus: Alle mächtigen Männer der CDU solange wegzuloben oder zu befördern, bis sie selbst gehen, lahm gelegt oder jenseits des entscheidenden politischen Einflussradius angelangt sind. Es ist zugleich ein einsamer Feminismus - dessen wichtigster Referenzpunkt Merkels Machterhalt selbst bleibt. […]

Mehr Mut zum Dialog

Auch deutsche Politiker setzen in Sachen Onlinewahlkampf verstärkt auf Twitter, doch den meisten mangelt es an einer konkreten Kommunikationsstrategie. Zuhören und Dialog sind gerade hier gefragt. […]

12 Fragen zur Bundestagswahl

1. Welche Drogen braucht man in der ARD, um mitten im Wahlabend die Lindenstraße zu zeigen? 2. Welche Phase genau war in diesem Wahlkampf die, die als „heiße Phase“ bezeichnet wird? 3. Warum dringen die doch beachtlichen programmatischen Unterschiede zwischen den Parteien im öffentlichen Diskurs kaum noch durch? 4. Ab wie viel Prozent der Wählerstimmen ist eine Partei keine Volkspartei mehr? 5. Kann Nichtwählen in einer Demokratie überhaupt ein geeignetes Mittel der demokratischen Meinungsäußerung sein oder ist das eine contradictio in adiecto? 6. Warum wurden die exit polls aufgrund der vorangehenden Twitterleaks diesmal wie eine geheime Verschlusssache behandelt, während einzelne Meinungsforschungsinstitute Tage vor der Wahl ihre Prognosen als Gewissheiten veröffentlichen dürfen? 7. Haben sich die politisch bewussten digital natives mit der Gründung einer Partei und dem Weg in die politische Institutionalisierung einen Gefallen getan? 8. Begreift die SPD jetzt mal, dass die Tabuisierung von Themen und Gegnern politisch nicht funktionieren kann? 9. Wollte schon mal jemand nur Kanzlerin/Kanzler von einem Drittel der Deutschen sein statt von allen? 10. Was legitimiert eigentlich die Ausschließeritis der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl, wenn doch Koalitionen Wahlergebnisse abbilden sollen und nicht umgekehrt? 11. Wie werden wir in vier Jahren den Begriff der „sozialen Marktwirtschaft“ interpretieren? 12. Warum spenden die Parteien nicht ihre gesamten Wahlkampfbudgets an die Bundeszentrale für politische Bildung und initiieren im Bundestag eine Verfassungsänderung, die eine Ad-hoc-Wahl (heute ankündigen, morgen wählen) ermöglicht? [via MiriamMeckel] […]

Lauter kleine Diederiche

Deutschland hat noch immer viele Diederiche. Sie fürchten sich vor allem davor: klar und eindeutig Stellung zu beziehen und eine eigene Haltung zu entwickeln. Für mehr Mut zur abweichenden Meinung, plädiert Miriam Meckel. […]