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Mittwoch | 22.11.2017

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Letzte Kommentare

Die Null-Euro-Utopie

Übrigens vergebe ich das „Setzen, sechs“ ausdrücklich nicht an Thomas Elbel – um Missverständnisse zu vermeiden. ;)

Die Null-Euro-Utopie

@Thomas Elbel:

Erstaunlich, wie aus technologieverliebten Gedankengängen interessante Argumente über Kultur werden können. So ist beispielsweise Fotografie „nur ein Abbild von Realität“ – daraus folgt eine quasi nicht existente Schöpfungshöhe. Genaugenommen ist seit dem Fehlen eines Negativs – als physikalische „Kopie“ von Realität – ein Foto in seiner digitalen Version auch nur noch eine binäre Zahlenreihe aus Nullen und Einsen, also folglich Information bar jeglicher anderen Inhalte und ggf. Inhaltsebenen.

Womit wir dann auch wieder beim Thema „Nullen und Einsen“ wären, denn so kann man sich einen Kulturbegriff innerhalb weniger Sätze auf Null zurückschreddern…. und dafür vergebe ich ganz persönlich ein gepflegtes „Setzen, sechs!“. ;)

Die Null-Euro-Utopie

Alles Nullen und Einsen. Das Drama des Digitalzeitalters: Ihre Gleichsetzung. ;)

Imhof über Online-Journalismus: “Wir haben ein veritables Systemproblem”

@noName Psst … Rost, nicht Rust ;-)))))
@Robin Meyer-Lucht Bürgschaft? Hui ;-)

Imhof über Online-Journalismus: “Wir haben ein veritables Systemproblem”

@noName Besonders interessant: Mancher vordergründig „Trampelpfadtreter“ beherrscht durchaus reflektiertes Argumentieren … insofern bin ich Fan von „Butter bei die Fische“. Noch lieber, wenn nicht anonym kommentiert wird. ;-)
Das hat die Blogosphäre nicht nötig, um mit Herrn Imhof zu sprechen.

Imhof über Online-Journalismus: “Wir haben ein veritables Systemproblem”

@Robin Meyer-Lucht: „Da es wohl noch keine abschließenden Antworten auf diese Fragen geben kann, gilt es, vor allem die ihre Offenheit immer wieder zu thematisieren.“

Dazu gehören Dialogfähigkeit und Diskussionskultur, die ich hier auf Carta immer wieder erfreulich und sehr bereichernd finde.

„Ich glaube, die Diskussion sollte an dieser Stelle mit weniger Gewissheiten auskommen.“

Genau diese Gewissheiten, die ich im ersten Kommentar als „Trampelpfade des Denkens“ bezeichnet habe, stören mich ungemein. Kurt Imhofs Kritik pauschal als „Zeitverschwendung“ zu bezeichnen, zeugt für mich nicht gerade von der Bereitschaft, den Diskurs über unterschiedliche mediale Vorlieben und Gewohnheiten ebenso unterschiedlicher Nutzergruppen weiter zu führen.
Die Konstruktion vermeintlicher Gegensätze zwischen „Blogosphäre“ und „Old-School-Journalismus“ ist dabei so öde wie überholt, weil sie nicht mal in Ansätzen zu einer gemeinsamen Weiterentwicklung beiträgt.

Und Imhofs Befürchtung, schlechterer Journalismus habe mit der Zeit eine schlechtere Demokratie zur Folge, kann ich durchaus nachvollziehen: Das aktuelle Beispiel der Sarrazin-Debatte ist diesbezüglich erschreckend deutlich. Einige populistische Äußerungen, ordentlich krachend in einer Boulevard-Zeitung zelebriert, andererseits mindestens ebenso populistische Bekundungen von kühler Distanzierung bis zu Abscheu. Im allgemeinen Getöse reibt sich das Rechts-außen-Spektrum freundlich lächelnd die Hände und erfreut sich an den Steilvorlagen, wesentliche Themen (u.a. die Verlängerung der AKW-Laufzeiten) gehen fast völlig unter.

@Fritz „Dabei tritt noch strafverschärfend auf, dass der “Gratis”-Journalismus sich über Klicks und Besucherzahlen refinanzieren soll: Also werden die Themen nach oben gerückt, die möglichst viele Klicks anziehen. Aber wo ist da das wirkliche Problem? Das Problem ist, dass vermutlich 80% bis 90% der Bevölkerung keine besonders große Sehnsucht nach dem haben, was die Informationselite “Qualität” nennt.“
Exkurs in die Praxis, zu den „Klickstrecken“ auf vielen Internetpräsenzen von Printmedien: Sie sind Gegenstand von Kritik, Thema für Qualitätsdebatten rauf und runter, Grund für Beschwerden beim Presserat, siehe Loveparade, Winnenden, Apeldoorn. ABER sie generieren „Klicks“ auf Teufel komm raus und gehören zu den Cash Cows der Zugriffszahlen jenseits von Qualität und Ethik. Wundert es jemanden ernsthaft, dass eher controlling- denn journalismusaffine Verlagsmanager die Debatte um solche journalistischen Entgleisungen eher zögerlich angehen?

@Jens Best „…das Web hat keinen Selbstzweck, es ist der unerträglichste Spiegel, den wir uns je geschaffen haben und den Blick hinein gilt es ohne erschrecktes Geschrei auszuhalten.“
Völlig d’accord. Selbstkritik ist wichtigstes Mittel der Weiterentwicklung. Dazu gehört, sich mit konservativeren Denkmodellen ebenso auseinanderzusetzen wie mit der meinungsfreudigen und -starken Blogosphäre. Weil beide nicht voneinander zu trennen sind und letztlich mehr gemeinsam haben, als sie einander zugestehen (können? wollen?) und als auf den ersten oberflächlichen Blick ersichtlich ist.

Imhof über Online-Journalismus: “Wir haben ein veritables Systemproblem”

Eine reflektierte Antwort von @Jens Best inmitten überwiegend pauschaler Kritik an ebenso pauschalen Statements im Imhof-Interview!
(Manchmal finde ich es erheiternd, dass die Verteidiger des „Old-School-Journalismus“ genausowenig ihre Trampelpfade des Denkens verlassen wie die meisten Webaffinen. Überwiegend finde ich dashöchst bedauerlich. Denn beide „Kreise“ sind überschaubar, was die Personen angeht, die Schnittmenge der Kreise leider mehr als übersichtlich – Dialog und gemeinsame Weiterentwicklung geht anders.)

Burda-Vorstand zum Leistungsschutzrecht: Die “gesetzliche Einführung von Paid Content”

Aufschlussreiche Zitate in so brav geführtem Interview: „gesetzlich verordneter Paid Content“, „Der Journalist braucht grundsätzlich einen Verlag, um …“
http://twitter.com/AmirKassaei/status/20461850513 sei dazu am Rande zitiert.