Carta

Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit

Mittwoch | 20.09.2017

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Name: Konstantin Neven DuMont
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Letzte Kommentare

"...dass uns allen CARTA als Plattform fehlt"

Ich finde es nach wie vor traurig, dass Robin Meyer-Lucht so unerwartet von uns gegangen ist. Wir brauchen Menschen wie ihn, die sich nicht alles gefallen lassen. Sein Leben interessierte mich auch deshalb so sehr, weil wir uns immer gut verstanden haben. Es fühlte sich an, als ob wir für eine gemeinsame Sache kämpfen würden. Ich hoffe sehr, dass wir das Projekt in seinem Sinne weiterführen.

Carta macht Pause ...

Wann gründen wir eine Medien-Genossenschaft?

Guttenberg und das anti-elitäre Sarah-Palin-Ticket

Für die intellektuelle Elite brechen schwere Zeiten an. Die Spaßgesellschaft ist auf dem Vormarsch.

In eigener Sache: Carta stellt sich neu auf

@Paul Ney:

Bei fast allen Medienangeboten müssen Beiträge zunächst durch irgendwelche Nadelöhre (z.B. Chefredaktion oder Ressortleitung), bevor sie zur Veröffentlichung freigegeben werden. Bei Carta gefällt mir, dass Autoren ihre Werke selber veröffentlichen können. Das entspricht meinen Vorstellungen von Meinungsfreiheit und Demokratie.

Mit der oben erwähnten Meinungsvielfalt wollte ich zum Ausdruck bringen, dass gesellschaftliche Herausforderungen von unterschiedlichen politischen Perspektiven beleuchtet werden sollten. Das findet in den gängigen Angeboten viel zu selten statt.

Exklusivität wird in Zukunft immer wichtiger. Ein aufstrebendes Portal sollte sich intensiv mit dieser Frage auseinandersetzen.

In eigener Sache: Carta stellt sich neu auf

Zunächst wird von einer kleineren Gruppe ein professionelles Konzept samt Businessplan erstellt. Darüber finden bereits Gespräche statt. Danach wird ein größerer Kreis eingeladen, um für eine Mitarbeit zu werben. Das Ganze sollte einen genossenschaftlichen Charakter haben, ohne dabei eine bestimmte politische Richtung zu suggerieren. Deutschland fehlt ein Portal, in dem eine große Meinungsvielfalt vorhanden ist.

In eigener Sache: Carta stellt sich neu auf

Meines Erachtens geht es nicht nur um das Thema Finanzierung. Ebenso wichtig ist, dass die „richtigen“ Experten zusammenfinden. Damit meine ich nicht nur angesehene Autoren, sondern auch Techniker, Vermarkter und Lobbyisten.

Ferner bin ich der Ansicht, dass ein erfolgversprechendes Debattenportal mehr als nur Meinungsbeiträge braucht. Investigative Reportagen bzw. originäre Inhalte sind unabdingbar. Neben Texten, Bildern und Grafiken sollten auch Bewegtbilder (z.B.Interviews) und Podcast angeboten werden. Ein eingebundener News-Aggregator wäre auch gut.

Reichweitenverlängerungen in die Offlinewelt sind ebenfalls sinnvoll (z.B. durch eine regelmäßig erscheinende Zeitschrift, Bücher oder Filme).

Die größte Herausforderung sehe ich in der Akquise der Mitstreiter. Viele kompetente Köpfe wollen lieber in kleineren Einheiten arbeiten. Dabei wäre gerade in diesem Bereich eine stärkere Teambildung dringend nötig.

Ich verabschiede mich bei Carta

Die Monetarisierung von Blogs steckt noch in den Kinderschuhen. Dieser Bereich wird in Zukunft anziehen. Es bleibt natürlich jedem überlassen, daran zu glauben oder nicht.

Ich verabschiede mich bei Carta

Ich kann Oppongs Aufregung nicht verstehen. Es sollte doch allgemein bekannt sein, dass es bei Carta immer noch kein Geld zu verteilen gibt. RML hatte sich das ursprünglich mit Sicherheit anders vorgestellt.

Abgesehen davon sollten Mitglieder einer Organisation unterschiedliche Meinungen aushalten können. Ob Meinungsunterschiede dabei öffentlich ausgetragen werden dürfen, kann nicht pauschal beantwortet werden. Bislang ist es in den meisten Unternehmen üblich, dass Mitarbeiter ihre Chefs nicht öffentlich kritisieren dürfen. Taten sie es doch, kam es in der Regel zum Bruch.

Insbesondere bei Medienunternehmen finde ich das bedauerlich. Meinungsfreiheit sollte auch innerhalb einer Medienmarke möglich sein. Ich bin sogar überzeugt davon, dass derartige Unternehmen in Zukunft Wettbewerbsvorteile haben werden. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass ich Oppongs Beitrag für intelligent halte.

So, jetzt wünsche ich allen Beteiligten erstmal ein gutes neues Jahr. 2011 wird bestimmt interessant ;-).

Strohfeuerfrei!

@Wolfgang Michal: Ich kann mich schon gar nicht mehr an den Zeitpunkt erinnern, als ich das letzte Mal im Kino war. Wahrscheinlich liegt das an den oftmals zu laut eingestellten Lautsprechern. Offensichtlich ist mein Gehör einfach zu sensibel. Außerdem haben mir meine Freunde mitgeteilt, dass es sich bei diesem Film um eine Produktenttäuschung handeln soll. Was sagen Sie denn zu diesem Film? Der Trailer hat mir gut gefallen. Übrigens habe ich überhaupt kein Problem damit, auf einen angeblich bedeutsamen Film ein wenig zu warten.

Die sechs Monate hören sich in der Tat lange an. Wir können diese Frist gern verkürzen. Machen Sie doch einfach einen Vorschlag.

P.S. Meine Laune ist heute Nachmittag ein wenig gesunken. Stefan Niggemeier ist mal wieder in Sachen Verschwörungstheorien gegen mich unterwegs: Daraufhin habe ich folgenden Kommentar gepostet:

„Sehr geehrter Herr Niggemeier,

leider muss ich erneut feststellen, dass Sie abstruse Verschwörungstheorien über mich veröffentlichen. Was soll das? Nachdem ich die zwei anonymen Kommentatoren überführt hatte, fragte ich Sie, wie ich mit diesem Problem umgehen soll. Warum haben Sie diese Frage nicht beantwortet?

Von anonymen Kommentaren halte ich grundsätzlich nichts. Das liegt vor allem daran, dass anonyme Kommentare von Entscheidungsträgern nicht ernst genommen werden. Deshalb bin ich ein überzeugter Verfechter von Klarnamen im Netz. Ulrike Langers These, dass dieser Beitrag Tagesgespräch beim DuMont Verlag werden wird, teile ich ich nicht. Wie gesagt, anonyme Kommentare werden dort nicht ernst genommen. Ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Spaß mit Ihren zahlreichen Zweitnicks.

Freundliche Grüße
Konstantin Neven DuMont

P.S. Kommen Sie lieber noch einmal bei CARTA.info vorbei. Das ist wesentlich konstruktiver.“

Hier ist der beanstandete Link: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/eine-systematische-stoerung/

Strohfeuerfrei!

@Wolfgang Michal: Vom Spendenaufruf bis zum Fundraising-Dinner gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zur Zeit ist das aber noch zu unausgegoren.

Demnächst wird übrigens ein ähnliches Projekt vorgestellt. Ich bin gespannt, wie die Blogosphäre darauf reagieren wird.

In ungefähr sechs Monaten findet ein BarCamp Blog:Print statt. Die Organisation liegt bei Thomas Knüwer. Das Vernetzungsthema wird mit Sicherheit eine große Rolle spielen.

Strohfeuerfrei!

@Robin: Ist das wirklich eine strukturkonservative Idee? Ihre Antwort überrascht mich nicht. Sie entspricht dem derzeitigen Zeitgeist. Egoistische Individualität besiegt die Solidargemeinschaft. Eine gemeinsame Vermarktung ist aber besser als nichts. Packen wir es an.

Strohfeuerfrei!

@felix schwenzel: Auch wenn mein Zweitname zufälligerweise Felix ist, sollten Sie nicht sämtliche Verleger in einen Topf werfen.

Strohfeuerfrei!

Wolfgang Michal: „Sie stellen das Risiko-Kapital, die Blogger die Ideen.“

Umgekehrt wäre es mir lieber. Sie wissen doch, Subsistenzwirtschaft, FR und ähnliche Aktivitäten fressen zur Zeit sehr viel Kapital. Gern engagiere ich mich aber als „Fundraiser“.

Wolfgang Michal: „Glauben Sie, dass Sie das aushalten würden (falls die Blogger das aushalten)?“

Ohne Probleme würde ich das aushalten. Ich freue mich sogar schon darauf, wenn Deutschland der internationalen Gemeinde partikularinteressensfreie Lösungsansätze präsentiert.

Strohfeuerfrei!

Sehr geehrter Herr Michal,

dank Ihnen mache ich mir jetzt auch noch Gedanken zur Eigen-PR von Sascha Lobo. Im Prinzip ist er ja ein netter Kerl, wovon ich mich schon persönlich überzeugen konnte. Mich stört aber dieses ständige „Rumgebashe“. Erst kritisieren einige Protagonisten der Blogosphäre alte Apparate, um anschließend selbstreferentielle Plattitüden abzusondern. Das kann es auf Dauer nicht sein. Der Vorschlag, dass sich einigermaßen bekannte Blogger auf einer gemeinsamen Plattform zusammentun, ist viel attraktiver. Zugegeben, die Verhandlungen über die Verteilung der Einnahmen ist kein einfaches Thema, ein Ding der Unmöglichkeit ist es aber auch nicht.

Viele Grüße
Konstantin Neven DuMont

P.S. Ich kann meinen Kommentar zum Kongress „Demokratie und Öffentlichkeit“ nicht mehr finden. Können Sie mir das erklären?

Das Urheberrecht als Waffe gegen „geleakte“ Dokumente

Der Veranstalter der Konferenz „Öffentlichkeit und Demokratie“ teilte mit, dass die Vorbereitung dieses Kongresses zwei Jahre gedauert hat. Als Förderer der Demokratie habe ich mich selbstverständlich eingebracht. Deshalb ging ich am Samstag pflichtbewusst zum Wissenschaftszentrum im Stadtbezirk Mitte. Auf zwei Veranstaltungen durfte ich meine Ansichten unters Volk bringen. Schön war, dass meine Ausführungen den anwesenden Diskutanten im Großen und Ganzen gefallen haben. Nicht so schön ist, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter zu wünschen übrig lässt. Auch die Rednerliste sollte m. E. das nächste Mal ausgewogener sein. Ansonsten fand ich die Idee aber gut.

Spiegel Online – die wahre Krake im Netz

Mich interessiert die Beantwortung der Frage, warum Entscheidungsträger oftmals schlecht informiert sind. Liegt das auch an Spon und Co.? Vor drei Tagen wusste unser Außenminister zum Beispiel noch nichts über die Rolle der World Health Organization (WHO) im Zusammenhang mit der Schweinegrippe.

Ich finde das schade. Deutschland könnte der Welt zukunftsweisende Antworten in Bezug auf brennende Fragen unserer Zeit anbieten. Individuelle Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz müssen sich nicht gegenseitig ausschließen.

Hier ist meine Vision für das Jahr 2018: Die Massenmedien verdichten sich auf wenige Anbieter aus dem ÖRR und der privaten Wirtschaft. Daneben gibt es unendlich viele Blogs. Ob die Welt dann besser sein wird, weiß ich nicht.

Meines Erachtens wird es eine Einheitspartei geben. Diese Partei wird sich nicht auf Rechts oder Links konzentrieren, sondern eine offene Debatte mit den diversen Interessensvertretern und Parteien führen.

Spiegel Online – die wahre Krake im Netz

@ Wolfgang Michal: Das ist eine Ausrede. Meines Erachtens haben Sie Angst, dass jemand Ihre These widerlegen könnte. Deshalb nennen Sie keine Namen.

Gute Nacht ;-)

Spiegel Online – die wahre Krake im Netz

@ Wolfgang Michal: Sie schreiben, dass es hervorragende medienkritische Angebote in Deutschland geben würde. Schade, dass Sie keine Beispiele nennen. So macht unsere Diskussion nur wenig Sinn.

Imhof über Online-Journalismus: “Wir haben ein veritables Systemproblem”

@Jens Best: Sie schreiben, dass es keine Einigung geben würde. Das ist schade. Wir brauchen mehr vermittelnde Menschen. Das sogenannte Lagerdenken hilft dem Gemeinwohl nicht weiter. Bei Gelegenheit werde ich Ihnen das beweisen.

"Orientierung in der digitalen Welt"

@Max Franke: Proportional betrachtet haben Bertelsmann oder Axel Springer nicht weniger Journalisten abgebaut als wir. In Bezug auf die digitalen Erlösmodelle dürfen Sie die Größenunterschiede dieser Unternehmen nicht vergessen. Google News sehe ich eher skeptisch. Mir geht es in erster Linie darum, Menschenrechte zu verteidigen, sozial Benachteiligte zu unterstützen, den Umweltschutz zu fördern, Bildung zu verbessern und das Gesundheitssystem präventiver zu gestalten. Bislang ist nicht erkennbar, dass Google besonders viel zum Erreichen dieser Ziele unternimmt.

Die Meinungsbildungsprozesse werden durch die unterschiedlichen Partikularinteressen zunehmend behindert. Dabei spielen Blogger, Journalisten, Politiker, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, private Medien, Netzinfrastrukturbesitzer und Suchmaschinenbetreiber alle eine Rolle. Es geht mir nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen. Ich glaube sogar, dass die meisten Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen agieren, ohne ausschließlich auf ihr eigenes Portemonnaie zu achten.

Dennoch gibt es genügend Anzeichen, dass etwas grundsätzlich schiefläuft. Betrachten Sie zum Beispiel die jahrelange Debatte um die Situation von Kindern und Jugendlichen in unseren Problembezirken. Um Bevölkerung, Politik und Medien auf dieses Problem aufmerksam zu machen, startete ich vor zwei Jahren in Köln eine Fernsehsendung namens „Quo vadis Colonia“. Mehrfach habe ich Appelle artikuliert, dass wir in diesen Gebieten mehr investieren müssen.

Damit ist nicht nur Geld gemeint, sondern auch konzeptionelle Veränderungen. Stattdessen wurde vor allem Sozialabbau betrieben. Finden Sie es nicht auch merkwürdig, dass Lehrer, Sozialarbeiter oder Sozialhelfer eine so kleine Lobby in Deutschland haben? Anstatt über fortschrittliche Konzepte von Menschen aus diesem Kreis zu diskutieren, beschäftigen sich die meisten Politiker oder Medienschaffenden lieber mit Sarrazin oder sich selber. Was sagt uns das?

Köhler-Rücktritt: Blogschau

Horst Köhler hat unbequeme Wahrheiten ausgesprochen. Dafür gebührt ihm Respekt. Oftmals fehlten ihm aber überzeugende Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit. Köhler ist weg, Armut, Krieg und Umweltprobleme bleiben. Mit seinem Abgang wollte er vor allem Politiker und Journalisten zur Selbstreflexion anregen. Die meisten Kommentare zu seinem Rücktritt legen die Vermutung nahe, dass ihm das nicht gelungen ist.

Konstantin Neven DuMont antwortet der "Digitalen Linken"

@rml: Was halten Sie denn vom bisherigen Entwicklungsstand der E-Partizipation? Ich habe dazu in meinem Kommentar bereits Stellung genommen. Bevor Sie diese Frage beantworten, lesen Sie bitte folgenden Link.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,446203,00.html
Umfrage: Mehrheit der Deutschen zweifelt an der Demokratie – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

@raiis: Ihr Kommentar gefällt mir.

@Joachim Vranken: Ich finde es toll, dass Sie hier mitmischen. Als Geschäftsführer der Firma Kalaydo beweisen Sie, dass Sie etwas vom Netz verstehen. Außerdem zeigen Sie deutlich auf, dass Mediejournalisten wie Stefan Winterbauer (Meedia) Unsinn über unsere Unternehmensgruppe veröffentlichen. Als Initiator von Kalaydo freue ich mich vor allem, dass mittlerweile schwarze Zahlen geschrieben werden. Verdienen Sie bitte ganz viel Geld, damit wir auch in Zukunft möglichst viele investigative Journalisten beschäftigen können.

Beste Grüße

Konstantin Neven DuMont antwortet der "Digitalen Linken"

Ob die Digitalisierung gut oder schlecht für unsere Demokratie ist, kann aufgrund fehlender wissenschaftlicher Grundlagen zur Zeit nicht abschließend beantwortet werden. Zurückgehende Wahlbeteiligungen weisen allerdings auf eine zunehmende Politikverdrossenheit hin. Politik, Wissenschaft, Netzwirtschaft und Medien sollten sich verstärkt mit diesem Missstand beschäftigen und nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Meines Erachtens werden die ungelösten Strukturprobleme des deutschen Medienmarkts zu einem weiteren Abbau journalistischer Arbeitsplätze führen.

Insbesondere in den Städten und Kreisen wird diese Entwicklung Auswirkungen auf die Prozesse der Meinungsbildung haben. Der Verkauf von journalistischen Inhalten wird aufgrund der Digitalisierung zurückgehen. Dennoch werden wir mit dem Thema „Paid Content“ experimentieren, auch wenn damit voraussichtlich geringere Reichweiten erzielt werden. Daneben wird es eine Vielzahl von kostenlosen Angeboten geben. Die journalistische Qualität dieser Angebote wird einen ernstzunehmenden Einfluss auf die Aufgeklärtheit der Wählerinnen und Wähler vor Ort haben.

Obwohl zahlreiche Politiker das vielversprechende Thema E-Partizipation unterstützen, spielt es immer noch keine zentrale Rolle in der politischen Willensbildung. Offensichtlich reicht es nicht aus, die Bevölkerung zum Debattieren einzuladen. Die Politik sollte auch ihre eigenen Abläufe kritisch hinterfragen. Meines Erachtens könnte eine direktere Demokratie in Form von Volksentscheiden das politische Interesse einiger Nichtwähler erhöhen. Der Fraktionszwang gehört ebenfalls auf den Prüfstand.

Auch die Medien könnten ihren Beitrag dazu leisten. Die Anstalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und private Anbieter nehmen immer noch viel zu selten Bezug auf Beiträge oder Sendungen vermeintlicher Wettbewerber. Selbst Verlinkungen werden häufig aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. An dieser Stelle möchte ich noch auf einen weiteren Grund hinweisen, warum das Thema E-Partizipation zur Zeit noch unterentwickelt ist.

Im Internet wird bei gesellschaftspolitischen Debatten häufig vom eigentlichen Thema abgelenkt. Diskreditierungen einzelner Personen stehen dann plötzlich im Vordergrund. Inhaltliche Diskussionen sind in der Folge oftmals gar nicht mehr möglich. Insbesondere auf den Seiten von Stefan Winterbauer (MEEDIA), Thomas Knüwer (Indiskrektion Ehrensache), Juergen Scheele (DIE LINKE) oder Stefan Niggemeier (Medienjournalist) habe ich diese Erfahrung gemacht.

Meine Teilnahme an Diskussionen auf Seiten wie Facebook haben mich allerdings davon überzeugt, dass auch konstruktive Dialoge im Web 2.0 möglich sind. Auch in diesem Zusammenhang macht es mir nichts aus, wenn Protagonisten wie zum Beispiel Knüwer auf meiner Profilseite behaupten, dass Entscheider wie ich die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland gefährden würden. Ich frage dann ganz in Ruhe nach, wie er zu so einer These kommt. Dass so vielbeschäftigte Menschen wie er dann keine Zeit mehr haben zu antworten, soll das basisdemokratische Potential des Internets aber in keinster Weise schmälern.

Schrille Diskussion um "Causa Niggemeier"

@50hz: Grundsätzlich glaube ich nicht, dass es an einer kritischen Auseinandersetzung mit Medienschaffenden mangelt. Eine Kollegenschelte meinerseits wäre zur Zeit eher kontraproduktiv.

@Sascha Pallenberg: Die Finanzierung von Journalisten durch den Endkunden erzeugt meines Erachtens eine höchstmögliche Qualität. Staatlich subventionierter Journalismus hat seine Tücken. Das hat der Fall Nikolaus Brender erst vor kurzem bestätigt. Rein werbefinanzierter Journalismus führt oftmals zu oberflächlichen Inhalten, wie bei vielen Anzeigenblättern beobachtet werden kann. Im Netz findet man ebenfalls genügend Beispiele.

Momentan favorisiere ich eine gemeinsame Vermarktungsplattform von Inhalteanbietern und Autoren. Darin eingestellte Artikel sollen für wenige Cent angeboten werden. Es wäre sinnvoll, wenn möglichst viele Verantwortliche von dieser Idee überzeugt werden können. Die bisherige Resonanz ist durchaus positiv.