Wie Brüssel für TTIP wirbt

Mit einer breit angelegten Kampagne will die EU-Kommission über TTIP informieren und Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Besonders in Deutschland sieht man Nachholbedarf bei der Aufklärung der Bürger. Das Verhältnis zu kritischen Bürgerinitiativen bleibt jedoch angespannt. Ein Video-Interview von Eric Bonse mit Lutz Güllner, zuständig für die Kommunikation der EU-Kommission in Sachen TTIP.

Seit zwei Jahren führt die EU-Kommission in Brüssel die Verhandlungen über das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP. Während die Gespräche mit den USA nach Plan verlaufen, hat die Kommission große Mühe, die europäische und deutsche Öffentlichkeit von Sinn und Nutzen des geplanten Abkommens zu überzeugen. Die neue EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström setzte bei ihrem Amtsantritt im Herbst 2014 auf mehr Transparenz – doch bisher ohne großen Erfolg.

Nun versucht es Brüssel mit einer breit Aufklärungs- und PR-Kampagne, die sogar auf den neuen sozialen Medien läuft. CARTA-Autor Eric Bonse unterhielt sich mit Lutz Güllner, Leiter der Kommunikation in der Generaldirektion Handel der EU-Kommission in Brüssel. Der deutsche „Spindoktor“ äußert sich unter anderem zur Frage, ob und welchen Wohlstandsgewinn der Freihandel bringt – und warum die Bürgerinitiative „Stop TTIP“ nicht zugelassen wurde.

 

 


Zwischen Europa und den USA wird seit Juli 2013 das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP verhandelt. Die Verhandlungen finden hinter verschlossenen Türen statt, das Spiel der Interessen ist schwer zu durchschauen. Das mit Mitteln der Rudolf Augstein Stiftung realisierte Carta-Dossier möchte mit einer Reihe von Beiträgen mehr Licht ins Dunkel bringen – mit aktuellen Berichten, Interviews und Videos. Aus Brüssel berichtet Eric Bonse.

 


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