Offene Baustellen

Carta-Autor Heiko Hilker und Uwe Kammann, Geschäftsführer des Grimme-Instituts, vermissen bei der Medienpolitik den großen Wurf.

Die klassische Rundfunkpolitik der Länder stehe vor (nicht auf?) einer ganzen Reihe von Baustellen, schreiben die Autoren bei Vocer. Wie sieht ein zeitgemäßer Telemedienauftrag aus, der auch das Internet umfasst? Was wird aus den zaghaften ersten Transparenzinitiativen von ARD und ZDF? Was wird aus dem Jugendmedienschutzstaatsvertrag?

Hilker und Kammann sprechen von einem „Reformstau“ und verlangen „ein neues medienpolitisches Gesamtkonzept“, das spätestens bis Anfang 2016 stehen sollte. „Die Medienpolitik ist in der Pflicht, ihren Gestaltungsauftrag anzunehmen. Andernfalls wird sie ihn verlieren.“ Was für die Autoren offenbar eine bedrohliche Perspektive ist.