Iskra Geshoska: Kritisches Denken lernt man in der Schule nicht

Iskra Geshoska setzt sich in Mazedonien für selbstorganisiertes Lernen jenseits des staatlichen Schulsystems ein. Im Carta-Interview erklärt sie, was „dialogisches Lernen“ für sie bedeutet.

Iskra Geshoska hat in Skopje die NGO „Kontrapunkt“ mitgegründet. Der Name ist Programm: Die Organisation will einen Kontrapunkt zur offiziellen Kulturpolitik bilden – die es eigentlich gar nicht gibt. In Mazedonien gilt Kultur noch immer als Privileg von Eliten, meint Geshoska. Wer versucht, etwas Unabhängiges auf die Beine zu stellen, macht sich sofort politisch verdächtig.

Im Carta-Interview erzählt die Aktivistin, wie die kulturelle Subkultur in Mazedonien aussieht, und stellt ihr Projekt „Deschooling classrooms“ vor. Ein Experiment selbstbestimmten Lernens, deren Initiatoren sich auf Jacques Rancière und Ivan Illich berufen.
 

 
Das Gespräch entstand im November 2013 im Rahmen des „Complicity“-Kongresses der Berliner Gazette.