Schriftsteller aus aller Welt gegen Überwachung

| 10.12.2013 | Ein Kommentar

562 Autoren aus über 80 Ländern verlangen eine internationale Übereinkunft für den Schutz der Privatsphäre und gegen die Rundumüberwachung.

Die FAZ und 31 weitere Zeitungen veröffentlichen heute den Aufruf und die Namensliste der Unterzeichner. Darin heißt es u.a.:
 

  • Überwachung verletzt die Privatsphäre sowie die Gedanken- und Meinungsfreiheit.
  • Massenhafte Überwachung behandelt jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen. Sie zerstört eine unserer historischen Errungenschaften, die Unschuldsvermutung.
  • Überwachung durchleuchtet den Einzelnen, während die Staaten und Konzerne im Geheimen operieren. Wie wir gesehen haben, wird diese Macht systematisch missbraucht.
  • Überwachung ist Diebstahl. Denn diese Daten sind kein öffentliches Eigentum: Sie gehören uns. Wenn sie benutzt werden, um unser Verhalten vorherzusagen, wird uns noch etwas anderes gestohlen: Der freie Wille, der unabdingbar ist für die Freiheit in der Demokratie.
Schriftsteller-Aufruf

 
Hier ist der Appell in englischer Sprache.

Außerdem in der FAZ ein Interview mit Juli Zeh und Ilija Trojanow, die sich schon lange mit Bürgerrechten beschäftigen: Alles ist gesagt, jetzt müssen wir handeln