Bullrun & Edgehill: Auftakt zum Bürgerkrieg?

Was wollen die Geheimdienste GCHQ und NSA mit der Namensgebung für ihre Spähprogramme „Edgehill“ und „Bullrun“ ausdrücken? Dass wir uns in einem Bürgerkrieg befinden?

Die beiden heute enttarnten Entschlüsselungs-Programme „Edgehill“ & „Bullrun“ sind nach zwei berühmten Schlachten benannt. Diese Schlachten fanden nicht etwa in konventionellen Kriegen statt, sondern auf heimischem Boden. Es waren Schlachten im englischen bzw. im amerikanischen Bürgerkrieg.

Das heißt: Die Geheimdienste GCHQ und NSA lassen durch ihre Namensgebung erkennen, dass sie ihre Arbeit nicht als Terrorismusbekämpfung begreifen, sondern als Bürgerkrieg. Mit Edgehill und Bullrun haben sie uns den Krieg erklärt.
 

  • Die Schlacht von Edgehill am 23. Oktober 1642 war die erste Feldschlacht des Englischen Bürgerkrieges (1642-1649). Ihr unentschiedener Ausgang führte dazu, dass das Gemetzel noch viele Jahre dauern sollte.

  • Die Erste Schlacht am Bull Run fand am 21. Juli 1861 statt und war die erste große Landschlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865). Auch da zeigte sich, dass der Krieg zwischen Union und Konföderierten noch lange dauern würde.

 
Beide Schlachten bezeichnen also eine Art Auftakt bzw. den Beginn eines lang andauernden und intensiven Bürgerkriegs.

Die Geheimdienste GCHQ und NSA werden die Namen für ihre beiden Spähprogramme mit Bedacht gewählt haben. Sie wollten damit wohl zum Ausdruck bringen, dass sie sich am Beginn eines langen Krieges mit den Bürgern befinden.

Das sollten wir uns bewusst machen. Die Geheimdienste haben uns den Krieg erklärt.