Daniel Schwerd

Die Piraten machen ja nichts zu #PRISM und #Tempora

 | 38 Kommentar(e)


Pirat Daniel Schwerd ist stocksauer über die Berichterstattung in der Presse. Die beklagt die zu geringe Sichtbarkeit der Partei angesichts der Steilvorlagen aus den USA und Großbritannien.

05.07.2013 | 

 
 
Liebe Presse, ich habe Hals.

In diversen Veröffentlichungen von Euch liest man derzeit viel vom “Versagen” der Piraten, die “merkwürdig still” seien angesichts der Datenschutzskandale um die Abhörprogramme PRISM und Tempora des britischen und amerikanischen Geheimdienstes.

Von uns käme dazu ja nichts.

Darf ich gerade mal laut werden?

ANSTATT DASS EINER VOM ANDEREN ABSCHREIBT, DASS WIR DAZU NICHTS ZU SAGEN HABEN, NEHMT DAS GEGENTEIL ZUR KENNTNIS!

Um es Euch in mundgerechte Häppchen aufzuteilen:

Es gibt Pressemitteilungen dazu auf Landes- und Bundesebene, Interviews und vielbeachtete Podiumsdiskussionen (z.b. mit Katharina Nocun im WDR), Petitionen, konkrete Pläne der europäischen Piraten, Blogartikel und offene Briefe. Piraten waren schon mehrfach in Demonstrationen auf der Straße und vor dem amerikanischen Konsulat, selbst einen lustigen Flashmob gab es. Von Piraten organisierte Cryptopartys zur digitalen Selbstverteidigung schießen allerortens wie Pilze aus dem Boden. Nicht zuletzt die Online-Kampagnen und Petitionen “AntiPRISM.eu” und “Stopwatching.eu”, der sich Bürger anschließen können. Letztere alleine wären schon einen tollen Bericht wert.

Und das sind nur die Informationen, die ich selbst durch eine oberflächliche Google-Suche auf die Schnelle gefunden habe – jeweils die Allererste. Es gibt mehr.

Auch die Landtagsfraktionen der Piraten sind politisch aktiv. Allein im Landtag Nordrhein-Westfalens gibt es von den 20 Piraten zum Thema insgesamt fünf politische Anträge:

Weiter gibt es diverse kleine Anfragen zum Thema – hier die im Nordhein-Westfälischem Landtag:

Es hat auch schon Ausschussbefassungen und mündliche Anfragen dazu gegeben.

Am vergangenen Mittoch haben wir im Landtag eine Pressekonferenz gegeben, zu der Sie, liebe Presse, persönlich eingeladen wurden. Gekommen ist ein Journalist. Selbstverständlich wurden vorher Einladungen und nachher Pressemitteilungen dazu verschickt.

Ich habe unsere Anträge auch verschiedenen Redaktionen direkt geschickt, man möge doch darüber im Thema Prism und Tempora berichten. Von den meisten kam gar keine Rückmeldung. Von einer kam die interessante Antwort: “Haben wir schon reichlich. Aber wie wäre es mit einem Kommentar, weshalb man von den Piraten gerade jetzt so wenig sieht?”

Das zeigt die Schizophrenie der Situation: Man will eben nicht berichten, sondern lieber ein paar O-Töne haben, warum wir nichts tun.

Kann es sein, dass Sie deswegen von den Piraten nichts hören, weil Sie im Moment lieber weghören? Weil es nicht ins bevorzugt kolportierte Bild von der Chaotentruppe ohne Konzept passt, die sich mit sich selbst beschäftigt? Weil man lieber abschreibt, was der Kollege zuvor geschrieben hat, statt sich selbst Gedanken zu machen und selbst zu recherchieren? Piraten und Sachpolitik? Das geht ja gar nicht.

Tun Sie Ihre Arbeit! Wir tun unsere.

 
Daniel Schwerd ist Sprecher für Wirtschaft, Netz- und Medienpolitik der Piratenfraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen und stv. Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Landtags. Crosspost von @netnrd · Politik aus Notwehr.

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38 Kommentare

  1. Petra |  05.07.2013 | 10:42 | permalink  

    Jawoll…. Richtig so…
    Die Medien wollen die Piraten NICHT in Sachfragen, sondern nur als Kanonenfutter für die Wahlkampagnen der “etablierten” Parteien.

  2. Jakob Band |  05.07.2013 | 10:52 | permalink  

    @ Daniel Schwerd

    Ich fände es mal interessant, wenn Herr Schlömer, Ihr Parteivorsitzender, sich mal zum Thema Zusammenarbeit der Bundeswehr mit der NSA äußern würde.

    Da gibt es z.B. die Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr in Bad Aibling, wo eine solche Zusammenarbeit stattfinden soll:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeweitverkehrsstelle_der_Bundeswehr

    Herr Schlömer kann da als Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums doch sicherlich auf dem kurzen Dienstweg schnell was in Erfahrung bringen.

    Stattdessen postet er so hochnotpeinliche Empfehlungen dass sich die Leute im Netz selber schützen sollen:

    http://www.piratenpartei.de/2013/06/25/verloren-im-neuland/

    Das ist doch eine totale Bankrotterklärung.

    Wer sich solch einen Parteivorsitzenden wählt, kann noch so geistreiche Artikel schreiben, noch so sinnvolle Aktionen planen und noch so lustige Flashmobs veranstalten, ernst genommen wird man dabei sicherlich nicht.

    Zwar halte ich die Kritik von Prof. Lepsius zur Frage der Kleinparteien falsch, aber ich sehe auch, dass die von den Geheimdiensten wahrscheinlich eng begleiteten Neugründungen, dazu führen werden, dass letztlich das linksliberale Lager, zu dem sich die meisten Piraten, die ich kenne, eigentlich zählen, geschwächt wird.

    Diese gezielte Zersplitterung der Linken wird schon seit Gründung der BRD durch die westlichen Geheimdienste betrieben.

  3. Presse übersieht Engagement der Piratenpartei zu PRISM - Literatur, Demokratie und Social-Media-Kultur – Literatur, Demokratie und Social-Media-Kultur |  05.07.2013 | 11:23 | permalink  

    [...] Netz- und Medienpolitik der Piratenfraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen, hat nun einen Brandbrief auf charta.info veröffentlicht, der eben diesen Umstand der Nichterwähnung anprangert. Wie dem Beitrag anhand [...]

  4. vera |  05.07.2013 | 13:10 | permalink  

    Christian Bartels zitiert heute im Altpapier Thomas Steinfeld aus der gedruckten SZ, S. 11:

    “Nicht einmal unter den Benutzern des Internets, also unter den Beobachteten, scheint es eine ernsthafte Debatte über Gründe und Zweck der Überwachung zu geben, keine jedenfalls, die man außerhalb der communities bemerken könnte. Das liegt auch daran, dass sich im Internet, unendlich vieler Ankündigungen zum Trotz, keine neue politische Öffentlichkeit entwickelt, die mit der alten konkurrieren könnte. Im Gegenteil: Im besten Fall bleiben die vertrauten Formen der politischen Auseinandersetzungen erhalten.”

    So isses.

  5. Jakob Band |  05.07.2013 | 13:28 | permalink  

    @ Vera

    Das ist doch Schmarrn!

    Hier auf Carta findet so etwas statt, auch in den Foren diverser Onlineseiten der “klassischen Presse”. Bei Telepolis oder dem Freitag, die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

    Es ist aber zu beobachten, dass in einigen Foren Teilnehmer, die früher an den Debatten teilgenommen haben, aus Verunsicherung?, sich derzeit nicht an den Diskussionen beteiligen.

    Daneben gibt es eine Reihe von Kommentatoren, die mit immer den gleichen Argumenten versuchen alles zu verharmlosen. Ob die das aus Dummheit oder aufgrund ihres Dienstverhältnisses tun, kann man natürlich ohne die Instrumentarien, die die NSA hat, als einfacher Internetnutzer nicht, beurteilen.

  6. Gedankenverbrecher |  05.07.2013 | 13:32 | permalink  

    Nun. Es ist wie Ghandi seinerzeit schon sagte:

    Erst lachen sie über dich, dann ignorieren sie dich. Dann werden sie dich bekämpfen. Und zum Schluss gewinnst du.

    Nachdem wir die Lach-Phase erfolgreich hinter uns gelassen haben werden wir jetzt ignoriert.
    Wenn wir das auch überstehen wirds übel.
    Aber zumindest besteht die Hoffnung, dass es dannach besser wird.

    Und um noch etwas zum Thema Medien VS Piratenpartei zu bringen, zitiere ich (meines Wissens nach) Peter Scholl-Latour

    “Pressefreiheit in Deutschland bedeutet die Meinungsfreiheit von zwei Dutzend schwerreichen alten Männern.”

    In diesem Sinne
    Schönes Wochenene
    Gedankenverbrecher

  7. vera |  05.07.2013 | 13:43 | permalink  

    @Jakob
    Eben. Steinfeld schreibt ja, “keine jedenfalls, die man außerhalb der communities bemerken könnte”.

  8. Jakob Band |  05.07.2013 | 13:46 | permalink  

    @ Vera

    Man könnte, wenn man wüsste, wie man nach #neuland kommt.

  9. Wolfgang Michal |  05.07.2013 | 15:06 | permalink  

    Natürlich gibt es die neue politische Öffentlichkeit, die etwa das hier zustande bringt: http://apps.opendatacity.de/stasi-vs-nsa/
    Sie ist nur nicht so vermachtet und so selbstgefällig wie die alte.

  10. vera |  05.07.2013 | 15:12 | permalink  

    @Jakob
    #neuland ist die breite Öffentlichkeit?!

    @Wolfgang
    Nö, ist sie nicht. Aber auch nicht so wirksam. ‘Öffentlichkeit’ ist immer noch, was in den Tagesthemen oder in heute kommt. Deshalb wird ja auch Merkel wiedergewählt.

  11. Im Hamsterrad von Politik und Medien |  05.07.2013 | 15:33 | permalink  

    [...] Der Piraten-Politiker Daniel Schwerd, Mitglied im NRW-Landtag in Düsseldorf, hat ein anderes Problem. Es ist die fehlende Aufmerksamkeit der Medien für die vielfältigen Stellungnahmen seiner Partei [...]

  12. Jakob Band |  05.07.2013 | 15:55 | permalink  

    @ Vera

    #neuland ist aber in der Lage in die Tagesthemen zu kommen, was man an den Fällen Köhler, Guttenberg und Co. ablesen kann. Wenn man so etwas früher gemacht hat, musste man viel mehr Leute kennen, oder die Sache blieb lokal begrenzt.

    Deshalb sind die Geheimdienste ja auch so aktiv in den Foren. Und wenn man sich die “Bewegungen” in Nordafrika, der Türkei oder Brasilien anschaut, wird man feststellen, dass hier das Netz eine zentrale Rolle gespielt hat.

    Das muss nicht unbedingt demokratisch sein, aber diese Vernetzung, die schnelle Kommunikation, die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit tausende fernsehgerecht auf die Straße zu bekommen, ist auf der einen Seite für Geheimdienste enorm verführerisch, um in fremden Staaten Unruhe und Umsturz zu inszenieren, es ist auf der anderen Seite aber noch viel bedrohlicher, da im eigenen Land das selbe Aufruhr-Potential ja auch besteht. Daher ist es in dieser Logik absolut konsequent, die eigenen Leute im Netz zu überwachen und so viel wie möglich Daten über die dort Aktiven zu sammeln.

    Das sollte uns allen bewusst sein, wenn wir hier mitschreiben. Es gibt eine politische Öffentlichkeit im Netz, die ein gewaltiges Potential hat.

    Und wer glaubt, die deutschen Schnüffler würden sich grundsätzlich anders verhalten, soll sich mal mit den Aktivitäten der “Verfassungsschützer” im Umfeld der Stuttgart 21 Proteste befassen. Selbst die Grün-Rote Regierung in BaWü scheint panische Angst vor ihren meist berenteten “Wutbürgern” zu haben:

    http://www.kontextwochenzeitung.de/pulsschlag/111/stuttgart-sucht-den-hochverraeter-440.html

  13. Jakob Band |  05.07.2013 | 16:10 | permalink  

    Ich bin mir sicher, dass die demokratisch nicht wirklich legitimierten “zuständigen Stellen” seit langem darüber nachdenken, wie sie die viel besungene “Schwarmintelligenz” zum einen in den eigenen Ländern unter Kontrolle halten und zum anderen in den anderen Ländern als Killerschwärme loslassen können.

    Ein Blick in die Fauna ist da vielleicht hilfreich:

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/raetselhaftes-bienensterben-zombies-im-stock-1.1250258

  14. acepoint |  05.07.2013 | 16:20 | permalink  

    Fakt ist, es wird kaum wahrgenommen, sieht man einmal von Ausnahmen wie Auftritten von Katharina Nocun oder den beiden Domscheit-Bergs ab. Warum nicht? Jetzt kann man nicht ganz zu unrecht den Medien an dieser Stelle wirklich einen Vorwurf machen, man kann sich aber auch an die eigene Nase packen. Meiner Meinung nach hat dieser jetzige Zustand drei Ursachen:

    1. Wir (die Piratenpartei) haben in den vergangenen 12 Monaten Kredit verspielt. Selbstverschuldet und zwar gewaltig. Das muss erst einmal wieder aufgeholt werden.

    2. Wir (die Piraten, die sich in diesem Thema engagieren), leben in einer Bubble. Wir versetzen uns nicht in OttoNeulandNormalbenutzer und setzen viel zu viel Wissen voraus. Ein schönes Beispiel habe ich gerade auf Facebook und Twitter entdeckt. Da wird dieses Spontanplakat http://twitpic.com/d0xrvr verbreitet. Aber ohne irgendeine für Laien nachvollziehbare Erläuterung. Eingeweihte werden über dieses Bild also schmunzeln, der Rest versteht es nicht einmal.

    3. Politische Botschaften und Aktionen müssen personalisiert werden und/oder mit einer nachvollziehbaren Emotion besetzt sein. Sonst ist die Chance auf Verbreitung ungefähr genauso groß wie die jetzigen Umfragewerte der Piratenpartei.

    Das wird sehr deutlich an drei Beispielen:

    a) Die Aussage von Anke Domscheit-Berg gestern Abend bei Illner über den »feuchten Traum der Stasi« war der meistzitierte Satz in der Berichterstattung zu dieser Talkshow.

    b) So etwas wie »Vorsicht Amazon Wunschliste« (http://www.achim-mueller.org/listings-aus-den-usa) oder »Vorsicht bei der Internetrecherche?« (http://www.heise.de/tp/artikel/25/25318/1.html) weckt Emotionen, weil auch Laien das anhand dieser drastischen Beispiele nachvollziehen können.

    c) Das hier von der NRW-Piratenfraktion wurde bisher neunmal kommentiert: https://www.piratenfraktion-nrw.de/2013/07/piraten-haben-snowden-fur-den-bundesverdienstorden-vorgeschlagen/ und fand Resonanz in den Medien. Das hier – eine Bleiwüste – keinmal: https://www.piratenfraktion-nrw.de/2013/07/wir-setzen-prism-und-tempora-auf-nrw-agenda/

    Provokante Frage: Wieviel Aufmerksamkeit hätte der Flashmob in Düsseldorf wohl erhalten, wenn sich daran 20 MdL aus NRW beteiligt hätten und einige ausgewählte Journalisten vorher (nicht in allen Details) informiert worden wären?

    Nochmal: Politische Botschaften und Aktionen müssen personalisiert werden und/oder mit einer nachvollziehbaren Emotion besetzt sein!

    Ciao

    Achim

  15. Gullideckelverstecker |  05.07.2013 | 16:36 | permalink  

    Ich finde es sehr schade, dass die Nachrichten-Blätter nicht aufzeigen, dass momentan eigentlich alle Parteien bis auf die Piraten nur konzeptloses Wahlgetöse gegen den Überwachungsskandal richten… wie der Artikel schön aufzeigt, gäbe es für so eine Darstellung genug Indizien. Das Komische ist auch, dass sich das Ausland dahingehend ganz anders verhält; dort stellt man den Sachverhalt sehr wohl so dar [1], bloß hier halt nicht.

    [1]
    - http://oi40.tinypic.com/4pxvys.jpg
    - http://www.xakep.ru/post/60832/
    - http://news.rtl.lu/news/national/447085.html

  16. Jakob Bond |  05.07.2013 | 16:48 | permalink  

    @ acepoint

    Guttenplag ist das beste Beispiel dafür, dass man auch ohne Personalisierung am Anfang viel erreichen kann.

    Es muss dann aber das Ziel sein, bekannte oder anders relevante Personen für das Thema zu interessieren und diese sich positionieren zu lassen. Das muss nicht unbedingt jemand aus der Gruppe sein, die sich für das Thema engagiert, meist ist es sogar besser, wenn es jemand ist, der neutral erscheint. Bei Guttenberg war glaube ich der Durchbruch von #Neuland ins #Altland geschafft, als sich Professor Lepsius im Fernsehen dezidiert zur Sache geäußert hat.

    Gerade das Beispiel der Grünen hat gezeigt, dass eine Fixierung auf bestimmte Personen in einer Partei dazu führen, dass nicht mehr über Sachthemen die Gruppenziele definiert werden sondern nur noch nach emotionalen Beziehungen und der Erhalt der Peer-Grouo zum eigentlichen Ziel wird. Dann ist es für Aussenstehende auch sehr einfach, die Partei zu steuern, wenn der Aussenstehende es schafft, den oder die Leader auf die eigene Seite zu bringen. Das beste Beispiel ist das Schoßhündchen von Madeleine Albright.

  17. vera |  05.07.2013 | 16:49 | permalink  

    @Jakob
    Dass das Potential vorhanden ist, wird nicht bestritten, aber Potential allein ist keine ausreichende Schwungmasse.

    @acepoint
    Ja, das sind die Knackpunkte. Viele Piraten wehren sich gegen die Anwendung bewährter Grundsätze der Öffentlichkeitsarbeit bloß, weil es ‘die Etablierten’ so machen. Fehler. Man muss die Öffentlichkeit da erreichen, wo sie ist, mit den Mitteln, die sie versteht, auf den Wegen, die sie kennt. Alles andere ist Elitengedöns.

  18. vera |  05.07.2013 | 16:54 | permalink  

    Das hier ist doch mal ein echter Service der Saar-Piraten, mal sehen, wer es merkt: http://piratenfraktion-saarland.de/2013/07/presseinformation-neuer-service-fur-journalisten/

    Auf unserer Homepage finden Sie unter Presse nun die Kategorie O-Ton-Service, dort versorgen unsere Abgeordneten Sie ab sofort mit O-Tönen.
    Gleichzeitig erhalten Sie eine Nachricht in Ihr e-Mail Postfach, mit dem neuen O-Ton, sobald dieser vorliegt.
    Web 2.0-Nutzer können alle Presseinformationen direkt über Twitter erhalten. @4Piraten_Presse folgen und Sie sehen alle wichtigen Informationen auf Ihrer Twitter-Timeline.

  19. acepoint |  05.07.2013 | 17:33 | permalink  

    @Jakob:

    »Guttenplag ist das beste Beispiel dafür, dass man auch ohne Personalisierung am Anfang viel erreichen kann.«

    Deshalb schrieb ich »und/oder« ;-). Guttenplag ist auch dehalb ein gutes Beispiel, weil das Thema Doktorarbeit in Deutschland danach anhand der Person Guttenberg extrem emotionalisiert wurde. Ich hab auch nur versucht, drei meiner Meinung nach wichtige Knackpunkte zu finden. Es gibt bestimmt noch mehr mit niedrigerer Gewichtung.

    Ciao

    Achim

  20. Thomas |  05.07.2013 | 19:24 | permalink  

    Ehrlich gesagt interessiert das keinen. 1 Mio Mini-Aktonen interessieren die überregionale Üresse nicht, Flashmobs sind sowas von 80er. Wenn die Piraten es nicht mal schaffen, eine professionelle Kampa-Website online zu stellen, wo alle diese Aktionen gebündelt und koordiniert werden und wenn sie es nicht schaffen, auf die Straße zu gehen und die Leute Face 2 Face oder mit Plakaten und Flyern aufzuklären, dann haben sie ihre Lektion nicht gelernt und werden gnadenlos und verdientermaßen an der Bundestagswahl scheitern.

  21. Vom Versagen der Medien | Tante Jays Café |  06.07.2013 | 07:38 | permalink  

    [...] und die Verwerfungen ausloten muss, die Prism und Tempora auslösen. Und ihr ignoriert die Piraten, die derzeit als *einzige* einigermaßen konstruktiv versuchen, das ganze zu hinterfragen und [...]

  22. Michael |  06.07.2013 | 11:14 | permalink  

    Mimimi nennt man das.

    Nur selten mal waren “Anfragen” “Pressemitteilungen” “Statements” irgendwie bei irgendeiner Partei wirkmächtig – zu hundertausenden werden Redaktionen jedes Jahr mit Stellungnahmen überflutet. Für MdB’s Ausweis ihrer Aktivität, nicht aber ihrer Wirksamkeit.
    Die Masse an Einzellinks in diesem Rant zeigt, dass die Piraten es nicht verstanden haben, ein zentrales PRISM-Portal zu schaffen, von dem aus alle Aktivitäten aller Piraten ganz einfach zu erreichen sind. Ein Info-Portal für digitale Neulinge, in dem schnell die wichtigsten Erkenntnisse verlinkt sind.
    Es wurschtelt halt desintegriert jeder vor sich hin. Die Piratenpartei hat gar nicht die Struktur, durch eigene Aktivitäten Gegenöffentlichkeit herzustellen.
    Schon die These, dass es jetzt “überall” Cryptocafes gebe kann ja mit dem Link zu den Rhein-Neckar-Aktivitäten nicht belegt werden. Wer hoffnungsfroh klickt, um eine Aktion in der Nähe zu finden, der kuckt traurig.
    Es scheint doch so, dass die Piraten das Netz und die Funktion von Portalen, Linklisten, Kuratieren selbst nicht verstanden haben. Und jetzt Mimimi machen.

    Und die beiden Domscheid-Bergs mögen PP-Mitglieder sein – sie sind aber keine Vertreter der Piratenpartei, daher darf des die PP doch nicht wundern, dass ihre Präsenz nicht den Piraten zugerechnet wird.

    Äh: machen. Nicht jammern.

  23. Mike |  06.07.2013 | 20:46 | permalink  

    Überwachungsprogramme gibt es doch schon deutlich länger und es gab einige Demos an denen sich vereinzelt Piraten beteiligt haben. Aber mit so einem Thema hätte man auch Wahlkampf machen müssen und nicht darauf hoffen, dass man mit Polemik gegen Künstler Raubkopierer als Wähler gewinnen kann.
    Eben auch weil das Thema von keiner anderen Partei besetzt wird. Die CDU/CSU und die SPD sind selbst große Freunde der Überwachung, die Grünen finden es auch toll, solange es nicht Amerikaner sind, die FDP hat zwei Leute, die strikt dagegen sind, Die Linke ist die Partei, die die Stasi verantwortet. Von daher wäre das Thema offensichtlich gewesen.
    Mag allerdings auch daran liegen, dass man sich von Selbstdarstellern wie Marina Weisband oder dem absoluten PR-Gau Julia Schramm an der Nase hat herumführen lassen. Die zwei haben wenigsten noch Geld aus der Sache mitgenommen.
    Des weiteren gibt es diese übliche Arroganz von Leuten, die meinen weil sie sich einen Socialmediaaccount zulegen konnten das Internet vollkommen verstehen. Anstatt mal andere Leute mitzunehmen, die dem eher skeptisch gegenüber stehen. Es gibt so tolle Argumente dafür, aber man hat sich selbst lieber als Elite inszeniert, die so lächerlich wirkte als würde sich jemand als Autokenner darstellen, weil er tanken kann.

  24. Wolfgang Wegener |  07.07.2013 | 13:07 | permalink  

    Die Bundestagswahl ist für die Piraten doch eh schon gelaufen.

    Also entweder man setzt hinsichtlich der politischen Arbeit voll und ausschließlich aufs Internet – damit wird man wohl die 5 Prozent nicht schaffen. Das Problem dabei ist nämlich, dass die eigenen Websites ja zwangsläufig parteiisch sind und damit ein Glaubwürdigkeitsprobleme haben. Das kann man nur zum Teil nur dadurch beheben, indem man den Faktenantel hoch- und den Meinungsanteil niedrig hält: Sonst liest das kaum jemand, der neu überzeugt werden könnte.

    Oder man setzt auf Holzpresse, ÖRR etc., also vermeintlich neutrale Medien. Dann allerdings muss man deren Spiel mitspielen, sonst wird das nichts. Diese Medien wollen in der Regel keine komplexen inhaltlichen Erörterungen, die sie ihren Lesern und Hörern vermeintlich nicht zumuten können bzw. selbst nicht durchdringen wollen, sondern die wollen Gesichter. Und zwar nicht zu viel, sondern einige wenige. Und die sollten die Botschaften kurz und prägnant sowie authentisch unters Volk bringen.

    Ohne den Willen der piratischen Mitglieder, sich hinter echten Rampensäuen unter- und einzuordnen (Beinfreiheit zu geben), kommt dann das raus, was wir hier sehen. Wer eine so lausig unwirksame Pressearbeit macht, gehört als Vorstand gefeuert. Normalerweise. Aber der Vorstand kann ja angesichts dieser Mitgliederschar auch nichts dafür. Ich jedenfalls wäre als Vorsitzender unter Absingen häßlicher Lieder nach dem Motto: Macht doch euren Dreck alleine! schon längst zurückgetreten.

    Mag ja abgehoben klingen, jetzt, aber ich bin sicher, die Zukunft wird mir recht haben. Bis auf die Zensursula-Kampagne war da nicht viel, das allerdings war erste Sahne. Eigentlich schade um die Piraten. Tschüss.

  25. #Piraten im Regen | ... Kaffee bei mir? |  09.07.2013 | 00:06 | permalink  

    [...] aufgrund ihrer unbestreitbaren Andersartigkeit als Partei zu exponieren. Vor einigen Tagen noch forderte Daniel Schwerd, u.a. Sprecher für Wirtschaft, Netz- und Medienpolitik der Piratenfraktion im [...]

  26. Deutschlandweite Proteste › MyBlog |  09.07.2013 | 11:28 | permalink  

    [...] Brief von Daniel Schwerd an die Presse: Die Piraten machen ja nichts zu PRISM und [...]

  27. Thomas Elbel |  11.07.2013 | 16:27 | permalink  

    Zitat Mike (http://www.carta.info/60602/die-piraten-machen-ja-nichts-zu-prism-und-tempora/#comment-43178): “Aber mit so einem Thema hätte man auch Wahlkampf machen müssen und nicht darauf hoffen, dass man mit Polemik gegen Künstler Raubkopierer als Wähler gewinnen kann.”

    Gott sei’s getrommelt und gepfiffen.

  28. Mikel |  15.07.2013 | 08:25 | permalink  

    Die Piraten sind durch. Verk***t, wie man so sagt. Mit destruktiven Narzissten wie Lauer, naiven Träumern wie Weisband und monothematischen, albern shitstormenden Zottelnerds kann man keine Gesellschaft glaubwürdig gestalten. Weil es vor allem ein Irrglaube ist, das Internet könne eine Gesellschaft gestalten, das können nur Menschen. Schade, die folgenden vier Jahre nach der Bundestagswahl vielleicht erstmal zur Besinnung kommen und konsolidieren. Skeptisch bin ich trotzdem.

  29. Neulich im Landtag NRW – Pirat redet – Kamera aus – Kaffeepause « Nick Haflingers Blog |  16.07.2013 | 19:04 | permalink  

    [...] Themenkomplex PRISM/TEMPORA und Piraten in den Medien sei desweiteren noch auf einen Beitrag meines Fraktionskollegen Daniel Schwerd auf Carta [...]

  30. Protokoll vom 20. Juli 2013 « trackback.fritz.de |  20.07.2013 | 16:34 | permalink  

    [...] Überwachungspolitik Markus Beckedahl über (un)rechtmäßige Überwachung durch in- und ausländische Geheimdienste und was die Politik in Deutschland tut um Eure Daten zu schützen. [...]

  31. TRB 337: Netzneutralität, Überwachungspolitik, Bespitzelt, @zwoelfzeilen « trackback.fritz.de |  20.07.2013 | 20:22 | permalink  

    [...] durch in- und ausländische Geheimdienste und was die Politik in Deutschland tut um Eure Daten zu schützen. 22:05 Linktipps 29:14 Michael Blume wurde vom Verfassungsschutz überwacht. 41:59 Linktipps [...]

  32. Piraten tun was gegen Prism | Flaschenpost |  25.07.2013 | 11:30 | permalink  

    [...] mehr verwundern die Presseberichte, dass die Piraten nichts zum Thema sagen würden. Im Radio, im Fernsehen und den gedruckten Zeitungen ist vom Schweigen der Piraten die [...]

  33. Moritz |  04.08.2013 | 18:16 | permalink  

    krass… ich bin schockiert. Eigentlich bin ich Piratensympathisant, musste aber auch keine Antwort, wenn Freunde mich fragten was mit den Piraten los sei…

    Dabei war ich relativ sicher von Mainstreammedien unabhängig zu sein, denn ich folge ja den Piraten auf Google+. Grade hab ich das überprüft und festgestellt dass das Profil wohl tot ist. Evtl. sollte man die über 400 anderen Follower informieren
    https://plus.google.com/u/0/109548795664836700702/posts

  34. Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website |  13.08.2013 | 09:04 | permalink  

    [...] Die Piraten machen ja nichts zu #PRISM und #Tempora Pirat Daniel Schwerd ist stocksauer über die Berichterstattung in der Presse. Die beklagt die zu geringe Sichtbarkeit der Partei angesichts der Steilvorlagen aus den USA und Großbritannien. Quelle: carta [...]

  35. Warum tut die Regierung eigentlich nichts gegen PRISM und Tempora? | Die Nacht ist vorgedrungen |  13.08.2013 | 15:13 | permalink  

    [...] mehr so ganz glaube. Weil, so muß ich im Netz lesen, die Piraten schon ziemlich viel tun (guckstu hier), aber niemand das berichtet und die Etablierten eigentlich nichts tun (haben die denn kein [...]

  36. K. West |  13.08.2013 | 20:57 | permalink  

    Es ist schon eine Menge, doch leider wird es nicht immer so wahrgenommen:
    https://www.piratenpartei.de/2013/07/08/was-machen-die-piraten-eigentlich-gegen-uberwachungsprogramme-wie-prism-und-tempora

    Ebenso wird wahrgenommen, wie sehr nicht nur der Geheimdienst- und Abhörskandal problematisch ist, sondern vielmehr die starke Zunahme an Verletzungen im Bereich Datenschutz und -sicherheit ( vgl. http://www.projekt-datenschuz.de ), der grundsätzliche Umgang mit Daten und die Datensensibilität ( ob Firmendaten, Bilder oder Privatdaten ) als auch die Schäden durch Wirtschafts- und Industriespionage mit immerhin 4 Milliarden € Schaden pro Jahr ( lt. Corporate Trust Studie, wonach auch 20% der Firmen auch schon von Spionage betroffen war ).

    Aber: Es scheint den Deutschen und Europäern zu gut zu gehen,
    um sich mit solch “Lapalien” zu beschäftigen.

  37. So wird Politik gemacht « Ein Hund und seine Geier |  14.08.2013 | 01:44 | permalink  

    [...] Linke und die Piraten werden totgeschwiegen, außer man kann über irgendwelche – meist handelt es sich dabei auch [...]

  38. Wahlinfo – 5 % – drunter oder drüber? Wie geht es weiter mit den Piraten? Szenario 1: Wir kommen 2013 in den Bundestag. |  31.08.2013 | 09:00 | permalink  

    [...] wir erst einmal im Bundestag, bekommen wir viel mehr mediale Aufmerksamkeit. Denn ca. 90 % unserer Aktionen wurden bisher von den Medien ignoriert. Und unsere Themen verdienen Gehör: Ob es sich um Überwachung, Inklusion, Transparenz oder das [...]

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