Kerstin Ludwig

Alternative für Deutschland: Ein Wahlprogramm?

 | 98 Kommentar(e)


Nicht jeder, der eine Liste schreiben kann, gründet gleich eine Partei. Das ist auch gut so.

20.04.2013 | 

Jessas, ist das Design der Webseite krawallig. Wer immer das verbrochen hat, hat … ach egal. Es geht ja um Inhalte, nicht wahr? Ich hab mir die Jungs mal angeguckt. Gleich auf der ersten Seite findet man ein Wahlprogramm:

 

Punkt 1: Währungspolitik

Wen überrascht’s – Austritt aus dem Euro. Und hier kommt gleich die geballte Wirtschaftskompetenz zum Tragen, die sich in dieser Partei versammelt hat.

Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.

Hier ist schon der erste große Irrtum. Der Irrtum, Deutschland könnte ohne Euro überleben.

Wir sind eine Exportnation. Wir importieren Rohstoffe und exportieren fertige Produkte. Die Zeiten, da wir Know-how exportiert haben, sind vorbei, da haben uns, dank einer über Jahrzehnte vergeigten Bildungspolitik, inzwischen alle Nationen überholt. Wir sind also auf billigen Einkauf und teuren Verkauf angewiesen.

Kursschwankungen haben das aber immer wieder gefährdet. Der Euro hat das ganze System vereinheitlicht, man hat eben nicht mehr -zig Währungen, in denen man rumspielen muss, sondern nur noch eine. Es gibt innerhalb der Eurozone keine Kursschwankungen mehr. Was sich auch gut auf die Exporte auswirkt.

Hinzu kommt: Wenn der Euro als Gegengewicht zum Dollar wegfällt, wird wieder alles in Dollar umgerechnet, mit der Konsequenz, dass die Bedeutung als Leitwährung wieder zunimmt. Und was das für die Wirtschaft bedeutet, möchte ich mir nicht wirklich ausmalen. Die US-Währung ist hier schon viel zu mächtig.

Wir fordern, dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.

Gut, richtig und vor allem überfällig. Nur fürchte ich, dass nicht wirklich verstanden worden ist, was diese Finanzkrise eigentlich ist: Die Öffnung gigantischer Geldwäscheanlagen, wo öffentliches Geld in privates Geld  gereinigt wird.

Banken holen sich verbilligte Kredite bei der EZB geben diese an die “Pleiteländer” weiter die zahlen damit die Schulden an die Banken (!) zurück verbilligter Kredit wird zurückgezahlt Zinsgewinn bleibt bei der Bank.

Und dann natürlich die Hedgefonds, die mit den Ländern derzeit spielen, als wären sie in einem gigantischen Pokerturnier. Das muss unterbunden werden. Aber ich fürchte, mit dem Austritt aus dem Euro hätte man diese Hyänen erst geweckt.

Der Rest ist das übliche Gerede, das vor allem zeigt: Die Mechanismen der Krise wurden nicht verstanden. Die Leute sehen die Symptome, denken sich “Oh, wenn wir die bekämpfen, dann geht’s uns besser” und sehen nicht, dass sie ein Pflaster auf einen tiefliegenden Abszess kleben wollen, in der Hoffnung, dass schon alles gutgehen wird.

 

Punkt 2: Europapolitik

Hier wird im Grund genommen die Absage jeglicher Solidarität innerhalb des europäischen Binnenlands propagiert, die über den kurzfristigen Gewinn hinausgeht. Es ist vor allem die Prämisse, dass Staaten wie Griechenland, Spanien und Italien pleite sind – was sie nicht sind.

Der Grundsatz, dass Staaten nicht pleitegehen können, dass sie wohl einen Staatsbankrott ausrufen und danach ihre Finanzen wieder konsolidieren können – aber eben nicht wie eine Firma insolvent werden und dann nie wieder einen Cent zahlen – ist völlig untergegangen. Es gibt eine Reihe von Beispielen für Staatsbankrotte, die die Staaten wieder haben handlungsfähig werden lassen. Und zumindest für mich spricht nichts dagegen, dass man die Krisenländer geordnet in diesen Staatsbankrott gehen lässt, den Hedgefonds ‘ne lange Nase dreht und dann mal guckt, wie man weitermacht. Mehr Geld ins System zu pressen, um den Status quo zu etablieren, halte ich zumindest für den falschen Weg.

Und natürlich wird zum Schluss wieder die vorhersehbare Verschlankung der EU gefordert.

Hätten die Politiker der Alternative für Deutschland die EU wirklich verstanden, hätten sie gefordert, dass die undemokratischen Strukturen in demokratische Strukturen umgewandelt werden müssen, was auch bedeutet, dass z.B. der Posten des Präsidenten der Europäischen Kommission nicht mehr im Hinterzimmer verhandelt, sondern bei den Europawahlen gewählt wird. Und dass die Kommissare keine Kommissare mehr sind, sondern dass sie Ministerrang bekommen. Und als Minister direkt dem Präsidenten unterstellt sind. Und dieser eben dem Parlament Rede und Antwort zu stehen hat.

Eben eine Regierung, wie sie sich gehört, und in der Tat Schluss mit der Lobbyarbeit, wie sie jetzt zutage tritt.

Die Forderung der Alternative für Deutschland geht hier fatal fehl und ist geprägt von Kirchturmdenken und Besitzstandswahrung.

 

Punkt 3: Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

Hier verstricken sie sich gleich im ersten Punkt und merken es noch nicht einmal.

Wir fordern, den Rechtsstaat uneingeschränkt zu achten. Staatliche Organe dürfen sich selbst in Einzelfällen nicht über Gesetze und Verträge hinwegsetzen. Vielmehr sind diese nach ihrem Buchstaben und nach ihrem Geist zu respektieren.

Das sollten sie mal einem Juristen erklären. Am besten drei Juristen. Einen Vertrag vorlegen, und dann eine Deutung machen lassen nach dem “Geist des Vertrags”. Dann sollte man vielleicht auch einen Exorzisten bereithalten, denn es werden viele Geister werden.

Verträge sind immer Auslegungssache. Zwei Parteien legen einen Vertrag aus; sind die Meinungen zu unterschiedlich, wird gestritten. Im Extremfall vor Gericht, dafür sind sie ja da.

Die Achtung des Rechtsstaats ist ein hohes Gut, und sie wird in den letzten Jahren viel zu sehr mit Füßen getreten. Sei es, dass die Regierung mal wieder in Karlsruhe gestoppt werden muss, wenn sie wissentlich und willentlich verfassungswidrige Gesetze erlässt, in der Hoffnung, dass schon keiner klagen wird und sie damit durchkommen; sei es das Versagen sämtlicher Verfassungs”schützer” im Rahmen des NSU-Skandals – wo man hinguckt, bestehen Gefahren für unseren Rechtsstaat. Aber das Ganze an Verträgen festzumachen und zu hoffen, man werde sich schon verstehen, funktioniert nicht.

Ansonsten ist das der erste Punkt, dem ich zustimme. Doch wie will man das im Detail umsetzen? Wie will man verhindern, dass zum Beispiel die BILD-Zeitung in ihrem Kampagnenstil Volksabstimmungen kapert und in ihrem Sinn beeinflusst?

Hier finde ich auf der gesamten Seite kein Wort dazu. Die Vorhaben klingen gut, doch wie sie im Detail ausgestaltet werden, hätte ich schon gerne gesehen. Vor allem und insbesondere vor dem Hintergrund, dass eben von einem AfDler bereits demokratiewidrig gefordert wurde, dass nur noch “wertvolle” Menschen wählen dürfen sollen.

 

Punkt 4: Staatsfinanzen und Steuern

Vereinfachung der Steuersätze: Sofort. Kahlschlag durch den Steuer- und Steuererleichterungsdschungel: Sofort. Kein Problem. Derzeit ist das alles viel zu kompliziert und keiner blickt mehr durch. Aber dann:

Wir fordern, die Schuldenbremse zu achten und die Schuldenberge abzubauen. Auch Deutschland hat viel mehr Schulden als zulässig.

Und es muss und wird meiner Meinung nach noch viel mehr werden.

Zunächst einmal: Diese 90-Prozent-Marke, die nicht überschritten werden darf, weil dann das Wirtschaftswachstum einbricht und die Wirtschaft kollabiert, also ins Minuswachstum fällt, ist nicht mehr haltbar. Die beiden Forscher haben sich schlichtweg verrechnet. Der eiserne Satz, dass die Verschuldung eines Landes nicht über diese Marke hinausgehen darf, ist nicht mehr haltbar. Das Gegenteil ist der Fall, das Wachstum wird zwar weniger, aber eben nur um 0,1 – 0,2%.

Um es logisch zu betrachten: Warum sollte es auch schrumpfen?

Die Weltwirtschaft unterliegt Schwankungen. Im Volkswirtschaftsunterricht habe ich einst gelernt, dass die Entwicklung einer Wirtschaft im Idealfall parabelförmig ist, sie hat Aufschwünge und Abschwünge. Es ist Aufgabe der Politik, auf die jeweiligen Situationen zu reagieren: zu starke Aufschwünge zu bremsen (weil die eben auch negative Auswirkungen haben) und Abschwünge aufzufangen.

Eine Handlungsmöglichkeit wäre, dass die Politik sich entgegengesetzt zur jeweiligen Wirtschaftslage verhält. Bei Aufschwüngen braucht sie den Motor durch staatliche Aufträge nicht weiter anzuheizen. Kommt es zu Abschwüngen, muss sie Geld in die Wirtschaft pumpen – zum Beispiel durch Steuererleichterungen oder durch üppige Auftragsvergabe, um die Effekte des Abschwungs zu vermindern.

Das tun die Regierungen in Deutschland aber schon seit vielen Jahren nicht mehr. Es wird gespart. Egal, wie die Wirtschaftslage ist, es wird gespart. Wenn’s denn ganz schlimm kommt, wie beim Krisenbeginn 2008, wird halt mal ein Bonbon gegeben wie die Abwrackprämie. Aber korrektes antizyklisches Verhalten sieht deutlich anders aus, ist konsequenter, und vor allem: Es kommt bei den Menschen an.

Der rigide Sparkurs der Regierung mag dafür gesorgt haben, dass unsere Wirtschaft an der Oberfläche gut dasteht. Sie wird aber um den Preis verrottender Infrastruktur, eines massiv sinkenden Bildungsniveaus und einer Massenverelendung erkauft. Da der soziale Friede in einer Gesellschaft auch davon abhängt, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht allzu groß ist und dass Arme genug haben, um den täglichen Lebensbedarf sicherzustellen, bekommen wir hier in Deutschland allmählich ein Problem.

Die Reaktion auf dieses Problem – den wachsenden Unmut der Bevölkerung – lautet regelmäßig, dass man neue “Sicherheitsgesetze” etabliert, die “Terrorismus” verhindern sollen, aber im Grunde genommen nur eines tun: die Menschen davon abhalten, auf die Straße zu gehen.

Wo sie es dennoch tun, werden sie mit Wasserwerfern und Knüppeln auseinandergetrieben. Stuttgart 21 hat das bewiesen.

Die Staatsfinanzen können nur saniert werden, wenn die Menschen auch genug Geld haben, um Steuern zu zahlen. Doch ganze Bevölkerungsschichten werden systematisch finanziell ausgeblutet, um die Wirtschaft zu befriedigen. Solange das nicht geändert wird, wird sich auch nichts an den herrschenden Verhältnissen ändern.

Die Alternative für Deutschland ist an dieser Stelle keine Alternative, da sie die bestehenden Verhältnisse nur zementieren will, weil sie eben auch die ständig wiederholten Mantras glaubt.

 

Punkt 5: Alterssicherung und Familie

Die Alterssicherung soll also an den niedrigen Zinsen kranken. Wieder jemand, der das Nettoprinzip der Rentenauszahlung nicht verstanden hat. Was mich nicht weiter wundert, denn diese Art Märchen wird seit Norbert Blüm verbreitet.

Die Rentenkassen bilden nur kurzfristige Rückstellungen, im Grunde genommen wird das eingezahlte Geld auch im selben Monat wieder ausgezahlt. So lange mehr Junge als Alte da sind, funktioniert das auch alles prima. Das kann es aber nicht mehr, weil die Alten immer älter werden und die Jungen keine sozialversicherungspflichtige Arbeit mehr bekommen.

Die Gesundheit der Rentenkasse an den Zinsen festzumachen, ist nicht hilfreich.

Deutschland hat zu wenige Kinder. Toller Satz, das Mantra wird ja auch ständig wiederholt. Es stimmt aber nicht: Der Geburtenrückgang ist zwar eine Tatsache, aber solange der Nachwuchs direkt nach der Ausbildung in prekäre Arbeitsverhältnisse gezwungen wird, kann man auch nicht erwarten, dass er in die Kassen einzahlt. Und da hier das Nettoprinzip greift, kommt monatlich nicht mehr genug Geld rein, um die laufenden Ausgaben decken zu können.

Tja. Das ist pure Arbeitsmarktpolitik. Den Leuten wieder genug Geld und gute Jobs geben, und man hat mit einem Schlag kein Problem mehr in der Rentenkasse.

 

Punkt 6: Bildung

Soso, die Bildung soll eine Kernaufgabe der Familie werden. Vorsichtshalber wird das nicht weiter ausgeführt.

Das ganze riecht sehr stark nach Homeschooling. Und das ist nach wie vor strikt abzulehnen. Es gibt nach wie vor keine Gründe (aber auch nicht einen), Kinder zu Hause zu unterrichten, wenn sie in die Schule gehen können. Kinder im familiären Umfeld zu isolieren, kann nicht der Sinn von Bildung sein.

Eine gute Forderung lässt sich jedoch finden: Die Rückkehr zu den Diplom- und Staatsexamen. Aber schleunigst! Seit Bologna sind die Universitäten eher weiterführende Schulen als Orte der Gelehrsamkeit. Ebenfalls unverzüglich aufhören muss die Anforderung an das Lehrpersonal, Drittmittel in bestimmten Höhen hereinzuholen und Erfolge an der Drittmittelakquise zu messen, statt an den  Erfolgen der Schüler.

Ein Professor ist erfolgreich, wenn seine Schüler etwas bei ihm lernen. Und nicht, wenn er die Uni finanziert, weil er irgendwelchen Sponsoren die Hand schüttelt.

 

Punkt 7: Energiepolitik

Die erneuerbaren Energien sollen gefördert werden, aber nicht zu sehr. Das EEG soll neu aufgelegt werden (was eine gute Idee ist); die Strompreise sollen bezahlbar bleiben, was ebenfalls eine gute Idee ist. Nur wie das umgesetzt werden soll, das wird gerade nicht gesagt. Es führen gerade in der Energiepolitik viele Wege nach Rom, doch welchen will die AfD eigentlich gehen?

Interessant, dass die AfD z.B. Transparenz bei Subventionen nur bei erneuerbaren Energien haben will. Subventionstransparenz bei Atomenergie finde ich nirgends.

 

Punkt 8: Integrationspolitik

Hier findet man nach all dem Populismus den einen Satz, der die Alternative für Deutschland als das entlarvt, was sie sind: Xenophob.

Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.

(Das kanadische Vorbild wird hier sehr gut erklärt.)

Es ist die Angst vor der immer wieder beschworenen “Überfremdung”, die daraus spricht; vor den Millionen und Abermillionen da draußen, die zu Hause sitzen und sich den ganzen Tag überlegen, wie sie denn nun nach Deutschland kommen, weil ja hier die Leute vom Staat gefüttert werden.

Das Menschenbild hinter diesem einen Satz ist so falsch wie fatal. Und, wie gesagt, hochgradig fremdenfeindlich. Dieser eine Satz macht die AfD von einer Populistenpartei zu einer Partei am äußerst rechten Rand. Hier tritt Gedankengut von NPD und Co. zutage.

Deutschland ist nicht überfremdet. Aber wir haben ein Integrationsproblem, und zwar ein beidseitiges. Das zu leugnen, hieße, die Augen zu verschließen. Aber die Lösung kann nicht sein, die Grenzen zuzumachen. Einwanderung innerhalb der EU ist sowieso nicht zu verhindern, und die EU-Bürger, die nach Deutschland kommen, haben hier vollen Anspruch auf Sozialleistungen. Familienzusammenführungen lassen sich genauso wenig verhindern.

Südamerikaner versuchen eher, in die USA zu kommen, als nach Deutschland. Bleiben die afrikanischen Staaten. Um es sehr klar zu sagen: Diese Einwanderer suchen nicht Wohlstand, sie wollen “nur” überleben. Wenn jemand aus einem der Bürgerkriegsstaaten dieses geschundenen Kontinents flüchtet, dann tut er das mit dem, was er auf dem Leib trägt – um sein Leben und das der Seinen zu retten.

Wenn man solche Einwanderungen verhindern will, muss der Westen endlich aufhören, versteckte Kolonialmacht zu spielen, um günstiger an Rohstoffe zu kommen und davon absehen, etwa die örtlichen Schneider erwerbslos zu machen, indem unsere Altkleider auf afrikanischen Märkten verkauft werden. Die Menschen in ihrer Heimat endlich machen lassen, statt ständig zu intervenieren.

Das gilt natürlich nicht, wenn wieder mal ein Völkermord geplant ist – dann muss eingeschritten werden. Doch wie es aussieht, sind die Europäer in diesen Fällen verdammt gut im Wegsehen.

Aber Grenzen dichtmachen – das ist definitiv nicht die Lösung. Und wozu auch? Wir sind Binnenland. Bevor ein Flüchtling bei uns landet, ist er schon durch eine Reihe von anderen Ländern gegangen. Und dank diverser Regelungen wie “Sichere Drittstaaten” kommen hier kaum noch Asylbewerber und Flüchtlinge an. Wie viele aktuell pro Jahr? Noch 1000? Oder ist die Zahl schon dreistellig?

 

Fazit

Die Alternative für Deutschland ist keine. Denn abgesehen von den Fehlern, die ich im Wahlprogramm finde: Es wird an keiner Stelle gesagt, wie das umgesetzt werden soll. Es wird eine Reihe von Forderungen gestellt, es werden Probleme beschrieben, aber nirgends Lösungen angeboten.

Die Forderungen werden in populistischer Manier aufgelistet – und wenn man hinguckt, sieht man … genau.

Mit Forderungen allein bietet man keine Alternative. Das geht nur, wenn man auch Lösungsvorschläge macht. Wenn man klar Ross und Reiter benennt. Wenn man auch sagt, wie das Ganze finanziert werden soll. Einfach nur eine Reihe von Forderungen aufstellen und dann bei der Lösung kneifen, ist feige.

Feige Politiker haben wir schon mehr als genug. Wir brauchen Mut. Und Rückgrat. Beides kann ich bei der AfD nicht erkennen.

Crosspost von Tante Jays Café

Programmhinweis: PHOENIX – UNTER DEN LINDEN, mit Livestream:
Für wen retten wir den Euro? – Montag, 22. April 2013, 22:15 Uhr

Michaela Kolster diskutiert mit

- Dietmar Bartsch, Stellv. Fraktionsvorsitzender der Linken
- Prof. Bernd Lucke, Vorstandssprecher “Alternative für Deutschland”

 

Mehr zu : | | | | | | |

CARTA Kaffeekasse

98 Kommentare

  1. Böhm |  20.04.2013 | 11:27 | permalink  

    Der Schreiber dieses Artikels hat es wohl nicht ganz verstanden… es geht nicht darum, in den alten Schienen mit einer neuen Partei weiter rumzuwurschteln, sondern eine neue Rechtsstruktur und Rechtssicherheit sowie Freiheit und akkurates Auskommen für die Menschen zu gestalten. Das geht nur mit etwas ganz neuem, nicht mit dem alten – alt eingesessenen…! Klar, oder?! ;-)

  2. Tante Jay |  20.04.2013 | 12:01 | permalink  

    @Böhm, ich würde mir wirklich wünschen, wir *hätten* eine Alternative. Aber die bloße Auflistung von Forderungen ohne den geringsten Ansatz, WIE diese Forderungen umzusetzen sind, ist keine Alternative.

    Das ist dann lediglich den Leuten nach dem Mund reden. Und DAS wiederum nennt man Populismus. ;-)

  3. Vera Bunse |  20.04.2013 | 12:10 | permalink  

    Es ist gar nicht so schwer:

    Für die Nutzung der Kommentarfunktion auf CARTA sollen im Interesse der Autoren und Nutzer folgende allgemeine Grundregeln gelten:

    • Der Kommentierende gibt seinen Klarnamen (mindestens Vornamen) und eine zutreffende E-Mail-Adresse an.
    • Die Kommentierung bezieht sich auf den dazugehörigen Text und erörtert seine Inhalte.
    • Der Tonfall der Kommentierung ist analytisch, sachlich, fair.
    • Die Kommentierung zielt auf die Inhalte des Textes – nicht darauf, die Person des Autors zu diskreditieren.
    • Die Beleidigung oder Entwürdigung von Personen jeder Art ist unzulässig.
    • Rassismus, Hasspropaganda, Aufforderung zur Gewalt gegen Personen, Institutionen oder Unternehmen ist selbstredend ebenfalls unzulässig.
    • Nazivergleiche sind unerwünscht.
    • Die Verlinkung auf Seiten, die nichts mit dem kommentierten Text zu tun haben, ist unerwünscht.

    Die Redaktion von CARTA behält sich vor, Kommentare, die diesem Kodex aus ihrer Sicht nicht entsprechen, zu löschen oder zu kürzen.

  4. Oh wow | Tante Jays Café |  20.04.2013 | 12:29 | permalink  

    [...] Das hier ist so eine Anerkennung, unerwartet und ich freu mich richtig drüber. [...]

  5. Torsten Balkow |  20.04.2013 | 12:47 | permalink  

    Eine differenzierte Betrachtung. Respekt. Jedoch möchte ich einige Punkte Ihrer Argumentation ansprechen:
    - Der Euro hat die Exporte in der €-Zone steigen lassen. Zeitgleich leider auch die Target-Salden. Der Steuerzahler zahlt also die Rechnung für diesen “Erfolg”.
    - Bildungspolitik ist auch ein Thema der AfD. Die Orientierung an den besten Bildungssystemen der BRD dürfte doch auch nach Ihrem Geschmack sein.
    - Die Geldwaschmaschine wurde verstanden. Die EZB kauft von unserem Steuergeld Schrottpapiere den Banken ab. Die AfD fordert eine sofortige Beendigung des Ankaufprogramms.
    - Wenn ich einem Land einen Schuldenschnitt anbiete anstatt es ständig mit weiteren Krediten und Kürzungsforderungen zu belasten ist das solidarisch.
    - DIe AfD fordert eine Verschlankung der EU, weil man glaubt in kleineren politischen Gebilden demokratische und subsidiäre Prinzipien leichter durchführen zu können.
    - Wir sind wohl einer Meinung, in dem Punkt, dass wieder mehr Geld beim Bürger ankomen muss. Am leichtesten wird das doch wohl gehen, wenn wir wieder Steuergerechtigkeit erlangen. Da würde dann der Reichere wieder mehr und nicht der Clevere weniger bezahlen.
    Einen schönen Tag noch

  6. carsten |  20.04.2013 | 12:54 | permalink  

    Sehr geehrte Frau Ludwig,

    man kann deutsche Arbeitsplätze nicht mit einer Währung sichern, die Arbeitsplätze in den europäischen Partnerstaaten zerstört.
    Wer das will, handelt nationalistisch und anti-europäisch. Der Euro spaltet Europa, deshalb brauchen wir neue Währungen.
    Weil Deutschland eine Exportnation ist, ist es unser ureigenstes Interesse, dass es in ganz Europa Wirtschaftswachstum und Nachfrage gibt.
    Die Kritik der anderen Parteien ist verlogen, denn offenbar geht es ihnen gar nicht um die “Rettung” der anderen europäischen Staaten.
    Als es in der EU noch nationale Währungen gab, konnten alle Staaten wachsen und gedeihen. Gelegentliche Aufwertungen der DM haben Deutschland eher genützt als geschadet,
    weil die Inflation gebremst wurde und der Wettbewerbsdruck unsere Produktivität erhöht hat. Die AfD fordert eben nicht den Ausstieg Deutschlands aus dem Euro.
    Tatsächlich fordern wir, dass zunächst die Südländer ausscheiden und eigene Währungen einführen. Deutschland wird also keineswegs gegenüber unseren wichtigsten Absatzmärkten
    unkontrolliert aufwerten. Eine verbesserte Wettbewerbssituation der Südländer ist für die deutsche Wirtschaft locker verkraftbar.

  7. Tante Jay |  20.04.2013 | 12:58 | permalink  

    “Bildungspolitik ist auch ein Thema der AfD. Die Orientierung an den besten Bildungssystemen der BRD dürfte doch auch nach Ihrem Geschmack sein.”

    Sicher. Wenn mir jemand sagen kann, WAS das beste Bildungssystem in Deutschland ist. Homeschooling? Privatschule? Das bayrische? Sächsische? Niedersächsische? Nordrhein-Westfälische?

    Es fehlen hier konkrete Parameter und WAS das beste Bildungssystem in Deutschland sein soll. Und es setzt voraus, das wir mehr als eins haben – was ebenfalls nicht stimmt. Das Bildungssystem ist föderal organisiert, jedes Bundesland kocht seine eigene Suppe und es ist richtig, wenn hier endlich mal angesetzt wird. Doch WIE die AfD das machen will, das sagt sie nicht.

    Wer sagt denn, dass der Lösungweg der AfD das nicht alles viel schlimmer macht?

    Was Schuldenschnitt und Stopp des Ankaufs angeht: Bitte sich hier mal (und das meine ich ernst) mit Beppe Grillo auseinandersetzen.

    “Wir sind wohl einer Meinung, in dem Punkt, dass wieder mehr Geld beim Bürger ankomen muss. Am leichtesten wird das doch wohl gehen, wenn wir wieder Steuergerechtigkeit erlangen. Da würde dann der Reichere wieder mehr und nicht der Clevere weniger bezahlen.”

    Sind wir. Aber *wie* die AfD das machen will, bleibt sie schuldig. Das ist mein Hauptvorwurf an ihr “Wahlprogramm” – es ist eine große Stichwortliste mit großen Worten doch keiner Substanz. Sobald man mal tiefer gräbt und sich fragt, wie die AfD das denn alles erreichen möchte – Totenstille.

    Um es mal zu vergleichen: Die Piraten hatten beim Start *erheblich* mehr zu bieten und sind in den Medien völlig zerlegt worden. Die AfD bietet eine grob strukturierte Stichpunktliste und wird gehypt?

  8. peter scherf |  20.04.2013 | 13:19 | permalink  

    frau ludwig , bei ihnen wird leider deutlich das sie keinerlei ahnung von währungspoltik haben, entsprechend dürftig ist auch ihre “argumentation”
    nur in aller kürze ein paar stichworte für sie:

    ja D ist ein exportland und das war es auch schon zu DM zeiten, auch damals im übrigen exportweltmeister.
    die exporte in die eurozone ( die übrigens immer weniger wichtig werden) sind selbst bezahlt, man verschenkt also güter- stichwort target 2 salden.
    eine starke aufgewertete DM hätte auch immense vorteile, billiger rohstoffexport , billiger import der vorprodukte , die später veredelt in den export gehen.

    nebeneffekt:der binnenmarkt würde enorm gestärkt, da die menschen weniger geld für rohstoffe/energiekosten /heizöl/benzin ausgeben bleibt mehr geld zum ausgeben—> das wäre ein wunderbares konjunkturprogramm.

    nirgendwo in der welt gibt es supranationale währungen, weil diese schlicht nicht existieren kann.

    hingegen gibt es viele viele beispiele von ländern denen es mit eigener währung wunderbar geht – schweiz, norwegen, australien, kanada-das nur eine kleine aber feine auswahl.

  9. peter scherf |  20.04.2013 | 13:22 | permalink  

    ps: und im übrigen gibt es eine sehr konkrete programmatik wie ein ausstieg aus dieser verhängnissvollen einheitswährung zu geschehen hat.

    googeln sie z.bsp. einfach nach parallelwährungen
    prof starbatty
    oder prof markus c kerber (guldenmark)

    die vorschläge liegen auf dem tisch und sie sind weitaus durchdachter als ein “alternativlos” so weiter geld vesenken zum schaden aller länder.

  10. Hajo |  20.04.2013 | 13:57 | permalink  

    peter scherf, Ihre Argumente im Kommentar von 13.20kann ich halbwegs nachvollziehen, bis auf “billiger rohstoffexport ”
    hoppla! welche Rohstoffe?
    in Ihrem zweite Kommentar beziehen Sie sich auf – ja, wie soll ich schreiben? – “Wissenschaftler”
    na ja, ob DAS – angesichts der letzten Wissenschaftspleiten – die richtigen Referenzen sind?
    zum Thema AfD schreibe ich einfach: jedem seine Chance
    .. zum Erfolg, aber auch zur Pleite.

  11. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 14:00 | permalink  

    Erstens: Es gibt sehr wohl funktionierende supranationale Währungen. Eine davon kennen sie vielleicht: Es ist der Dollar.

    Die USA sind von der Struktur her mit der EU vergleichbar, nicht mit der Bundesrepublik Deutschland. Also ist das Argument, dass Europa nicht funktionieren kann, schon mal kaputt. In den USA funktioniert das seit 200 Jahren.

    Mit Auf und Ab – aber es funktioniert. Selbst die Südstaaten denken nicht mehr ernsthaft dran, die Union zu verlassen.

    Belege dafür, dass die Eurozone immer weniger wichtig wird? Fehlen.

    Der Vorteil vieler Währungen ist tatsächlich ein Ausgleichssystem, was jetzt im Euro fehlt. Durch gezielte Auf- oder Abwertung der eigenen Währung kann man die Konjunkturentwicklung bremsen oder beschleunigen – und dieses Instrumentarium fehlt.

    Und hier gebe ich gerne zu, fehlt mir das Wissen um zu sagen, ob es dafür Ersatzmechanismen gibt. Grundsätzlich würde ich sagen: Wurde mit dem ESF geschaffen, aber eben mit falschen Prämissen.

    Auch stimme ich insoweit zu, dass Geld, das in Banken gesteckt wird, nicht gut aufgehoben ist.

    Aber den Europolis-Thinktank des Herrn Prof. Kerber jetzt als Beispiel für gelungene Währungspolitik zu nennen ist… naja.

    Im übrigen erklärt das nach wie vor nicht, warum das Wahlprogramm der AfD nur eine zweiseitige Stichpunkt-PDF ist – und wo die LösungsWEGE sind.

    Es kann doch wohl nicht ihr Ernst sein, dass jemand, der das kritisiert, auf Google verwiesen wird?

  12. carsten |  20.04.2013 | 14:44 | permalink  

    Ich muss nochmal anmerken, da ständig auf dem Parteiprogramm der AfD rumgetrampelt wird. Es handelt sich bei der AfD um Partei in der im Moment nur Ehrenamtlich mitgearbeitet wird. Daher kann von einer jungen Partei niemand erwarten das nach 3 Monaten ein 100-Seitiges Wahlprogramm erarbeitet wurde was mit den Steuerfinanzierten etablierten Parteien zu vergleichen wäre. Vielleicht ist das auch gerade die Möglichkeit aktiv Politik zu gestalten, was ich in den alten Parteien nicht erkennen kann, da in diesen die Minderheiten in die Ecke gedrängt werden und wahrscheinlich Mundtot gemacht werden.
    Desweiteren ist in Frage zu stellen, was von den versprochenen Versprechen der einzelnen Parteien nach der Wahl übrig bleibt. Politik und Gesetze werden in Zukunft, wenn es so weitergeht leider sowieso nur noch aus Brüssel kommen, diese Gesetze die dort von kleinen NGO’s erstellt werden und an die einzelnen EU-Länder zum abnicken geschickt werden hat mit meinem Verständnis für Demokratie und Freiheit nichts mehr zu tun.

    Ein schönes Wochenende allen.

  13. Frank Mey |  20.04.2013 | 15:46 | permalink  

    Einen guten Tag,

    ich finde es schon erstaunlich, mit welchen Oberflächlichkeiten gegen eine neue Partei “argumentiert” wird.
    Frau Ludwig. Ich hab da mal ein paar Fragen:

    1.Die Zeiten, da wir Know-how exportiert haben, sind vorbei, da haben uns, dank einer über Jahrzehnte vergeigten Bildungspolitik, inzwischen alle Nationen überholt.

    Belegen Sie das Bitte. Ich sehe, daß die deutsche Wirtschaft, gestützt auf den Mittelstand, hunderte von Unternehmen als Weltmarktführer ausweist.
    Ich frage Sie jetzt: geht das tatsächlich ohne Know-How?
    Achja, und ALLE Nationen: ich habe nicht den Eindruck, hier in einem 3.-oder4.Weltland zu leben.

    2. Die US-Währung ist hier schon viel zu mächtig.

    Welche Aussage möchten Sie damit zum Ausdruck bringen? Der Dollar war und IST immer noch der Welt Leitwährung. Geht es uns besser, wenn der Dollar schwächer ist? Oder nicht mehr existent?
    Warum ist es schlimm, alles in Dollar abrechnen zu müssen?

    3. Sie nehmen das Statement zur sogenannten Rettungspolitik heraus, schreiben das es gut und richtig ist, um anschließend zu schreiben, es hat keiner den wahren Sinn dieser Währungskrise erfaßt?
    Herr Lucke hat das Problem sehr wohl erfaßt und artikuliert es ständig. Das Schließen des Zockercasinos!
    Warum werfen Sie ihm dann vor, nur Pflaster rüber kleben zu wollen?

    4. Ihre Aussagen über die Europapolitik mußte ich 30mal lesen. Es wurde nicht besser. Was wollen Sie denn nun?
    Auf der einen Seite werfen Sie der AfD Unsolidarität vor, auf der anderen Seite haben Sie persönlich nichts gegen Staatsbankrotte…
    Das was Sie dort beschrieben haben will diese Partei. Schuldenschnitt= geordneter Staatsbankrott= Einführung der neuen alten Währung ergo Erholungspolitik.

    5. Rechtsstaatlichkeit

    Aha. Für Sie sind Verträge also Auslegungssache.
    Sind sie übrigens nicht. Verträge werden im Vornherein ausgehandelt, auch und im Besonderen Kompromisse zu erzielen. Danach hat sich dann aber auch JEDER daran zu halten. Frau Ludwig. An die europäischen Verträge hält sich niemand mehr. Und Gerichte, die auf dieser Ebene eingreifen können, machen es nicht!
    Nicht umsonst hat das Bundesverfassungsgericht, wie das deutsche Parlament, sämtliche Rechtsbrüche und Aufweichungskriterien der Verträge abgenickt.

    6. Die Alternative für Deutschland ist an dieser Stelle keine Alternative, da sie die bestehenden Verhältnisse nur zementieren will, weil sie eben auch die ständig wiederholten Mantras glaubt.

    Sie widersprechen sich wieder selbst!
    Ein einfacheres Steuersystem läßt den Menschen mehr Geld in der Tasche.
    Und der Abbau von Schulden ist gut für den funktionierenden Staat, weil er dadurch seine Handlungsfähigkeit ausbaut.

    7. Integrationspolitik

    Jedes Land hat das Recht, die Bestimmungengen, nach denen Menschen zu wandern dürfen fest zu legen!
    Kanada ist für Sie also ein an die NPD-geistshaltung angelegter Staat? Finnland hat übrigens auch ein sehr restriktives Einwanderungsgesetz. Keiner würde die finnische Regierung aber als nationalistisch oder rechtspopulistisch bezeichnen.
    In Deutschland ist das sehr wohl möglich. Für mich nicht nach zu vollziehen.
    Sie können ja gerne gegen so ein Gesetz sein, werfen Sie aber nicht honorigen Menschen vor, sie wären dadurch automatisch fremdenfeindlich!

    Ich hätte auch gerne noch zu den anderen Punkten etwas ausgeführt, ich glaube aber das sprengt den Platz.

    Eine Partei, die sich im Hauruckverfahren gegründet hat, Frau Ludwig, sollte noch etwas Zeit zur Belebung und Ausfüllung Ihrer Kernthesen gegeben werden. Und es werden sich dann bestimmt auch Ihre so vermißten Lösungsvorschläge finden lassen.

    Letztlich versuchen Sie eine Einordnung der bereits vorgestellten Thesen und auch schon beschriebenen Instrumente. Ihre Argumente, welche Sie dagegen bringen, sind aus meiner Sicht aber häufig nicht themengebunden, abschweifend und im Kern nicht zielführend.

  14. Hasso Waldner |  20.04.2013 | 15:58 | permalink  

    Die CDU hat dreissig Jahre gebraucht, um ein komplettes Wahlprogramm vorzulegen. Ich kann Ihnen versprechen, die Alternative für Deutschland wird da deutlich schneller sein. Im übrigen habe ich das Gefühl, dass diejenigen, die kritisieren, dass die AfD noch kein komplettes Wahlprogramm hat, nicht traurig darüber sind, dass dem so ist. Hätte sie eins, wäre den Kritikern eins von zwei Gegenargumenten abhanden gekommen. Da bliebe dann nur noch der Vorwurf des Rechtspopulismus, den sich inzwischen immer weniger trauen, zu erheben. Denn auch die Kritiker merken langsam: die AfD-Mitglieder sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. quasi, wie DU und ICH.

  15. peter scherf |  20.04.2013 | 16:02 | permalink  

    @Hajo -zu ihren beitrag nr 10: D ist ein rohstoffarmes land , wird sind großimporteur von rohlöl, erdgas um nur 2 wichtige zu nennen und diese rohstoffe werden in Dollar gehandelt. eine aufgewertet DM würde dann natürlich die importe massiv verbilligen.

    dazu kommen dann noch eisen und andere metallerze, steinkohle, die liste ist sehr sehr lang.

    und zu den thema wissenschaflter – unter den wissenschaflter bei der AfD sind genau die namen , die schon vor der euroeinführung gewarnt haben, was passieren wird.

    das finde ich jedenfalls bessere referenzen als z.bsp. ein herr schäuble zu bieten hat, der hat vor der euroeinführung alle kritik vom tisch gefegt und meint heute genauso verfahren zu können.

  16. Hajo |  20.04.2013 | 16:04 | permalink  

    sorry, Kerstin Ludwig, aber die “funktionierende supranationale Währung.. Dollar” ist ja wohl ein Witz: Die drucken doch im Zweifelsfall einfach (und ohne Widerspruch) nach
    (Nachsatz: “cosi fan tutti”, aber das war nicht Ihre Aussage ;-) )

  17. Hajo |  20.04.2013 | 16:13 | permalink  

    sorry peter scherf, ich dachte, Sie meinen es im Ernst (ich glaub’ halt immer an das Gute im Menschen ;-) )
    unter “Rohstofflieferanten” verstehe ich keine “Durchleiter”, aber was soll’s?
    .. und was Ihre “Wissenschaftler” betrifft: ich unterstell’ erst einmal in diesem Metier Profilierungsucht
    oder, wie ein Freund (selbst BWLer) sagte: “lieber ein’ Abszeß am After als ein Wirtschaftswissenschaftler”

  18. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 16:18 | permalink  

    Hajo: Und die ziehen das gedruckte Geld auch wieder aus dem Wirtschaftskreislauf raus. Das machen die seit Jahrzehnten so und es funktioniert – sonst wären die nicht immer noch weltweit die Leitwährung.

    Carsten: Gleiches Recht für alle. Die AfD hat sich, wie die Piraten, als Partei aufgestellt und ist als Partei angetreten. Dann muss man sich, ebenso wie die Piraten, an verschiedenen Dingen, die eine Partei ausmachen, eben messen lassen. Auch die Piraten sind ehrenamtlich organisiert, dennoch haben sie inzwischen ein sehr umfangreiches Wahlprogramm erarbeitet.

    AfD? *grillenzirpen*

    Peter Scherf: Was den Vorwurf des Rechtspopulismus angeht: Den halte ich nach wie vor aufrecht. Na-tür-lich geht es nur darum, die Protestwähler des rechten Lagers abzufischen.

    Strauß sagte einst, es darf keine Partei geben, die rechts der CDU/CSU steht. Das will die AfD aushebeln bzw. hat es schon gehabt.

    Und alleine der Punkt mit der “Einwanderung in die Sozialsysteme” beweist das.

    Wenn ich so etwas lese, will ich aber auch Zahlen sehen: Um welche Bevölkerungsgruppen geht es, wieviel Geld wird da monatlich für aufgewendet und wie will man das künftig verhindern.

    Und nein, ich geh nicht nach den Antworten googeln. Die AfD will eine Alternative sein, also soll sie mir die Antworten liefern.

  19. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 16:22 | permalink  

    Hajo, die meisten Wissenschaftler wollen genau das: Wissen. Sie wollen wissen, wie etwas funktioniert.

    Pauschal gerade Wirtschaftswissenschaftlern zu unterstellen, sie wollen nur die Wirtschaft an die Wand fahren, ist unfair.

    Man muss aber zwischen Volkswirtschaftlern und Betriebswirtschaftlern unterscheiden.

    VWLer gucken auf das große Ganze – die BWLer auf eine Firma und wie man die optimieren kann. Der Rest ist denen egal, die dackeln dann zur nächsten.

    Darum dürfen halt auch Regierungen eigentlich nicht auf BWLer hören – die sind oft zu eingleisig im Denken.

    Allerdings sieht man an den Neocon-Thinktanks, dass auch die VWLer manchmal ziemlich verbohrt sein können.

    Hier ist übrigens die “Mitte der Gesellschaft” der AfD zu verorten: Bei den Neocons – und bei allem Respekt: DIE haben abgewirtschaftet.

  20. peter scherf |  20.04.2013 | 16:24 | permalink  

    in den usa gibt es einen regierung(ein gewählter präsident), eine volkswirtschaft (auch wenn es natürlich regionale unterschiede gibt, die sind aber viel viel geringer
    als zwischen ländern der eurozone), eine sprache, eine währungtradition, arbeitskräftemobilittät und ein gemeinsames staatsverständnis

    wo sehen sie das in der eurozone? dort gibt es 17regierungen,
    17volkswirtschaften, viele verschiedene sprachen, unterschiedliche
    inflationsraten und zwar viel stärkere unterschiede als in den us-bundesstaaten.
    und wichtig!! völlig unterschiedliche sozialsysteme.

    dies paßt nicht unter das dach einer währung und muß zwangsläufig zu verwerfungen führen die wir jetzt sehen.

    im übrigen bitte reden sie nicht von europa. wenn sie die eurozone meinen,
    denn es sind viel mehr menschen in europa ohne den euro als umgekehrt und den ländern ohne euro schweiz, norwegen zum beispiel geht es prächtig.
    insofern ist der merkel-spruch scheitert der euro , scheiter europa schon fast eine frechheit.

    der ausgleichmechanismus ist die transferzahlung , das heißt D u.a. werden dauerhaft 10% ihres BIP -das sind hohe 3stellige mrd zahlungen leisten , um die den euro künstlich am leben zu halten. das dies sowohl ökonomisch als auch politisch zu keinem guten ergebnis führen kann, sieht man ja schon an den
    spannungen die es in D beim länderfinazausgleich gibt (und das sind kleinbeträge im vergleich)
    das dies politisch durchhaltbar ist, bezweifle ich. es ist aber , noch wichtiger, auch ökonomisch nicht lange durchhaltbar- denn 100-200mrd jede jahr , müßten dann
    ja in D entweder eingespart werden oder als steuererhöhung hereinkommen oder beides. das ist das geld was hier fehlen wird und dann wird es in ein paar jahren auch mit der stärke der wirtschaft vorbei sein.

    auch wichtig, es wird griechenland, spanien ua nicht nützen, sie kommen nicht
    aus ihrer wirtschaftlichen misere heraus und mutieren zu dauerhaften tranferleistungsempfängern . und das soll ein modell sein? ein geber und nehmer verhältnis?
    nein da war die EG ein bündnis souveräner staaten in freudnschaft und wirtschaft verbunden , weitaus besser und zum nutzen aller.

    das thema parallelwährungen und wie man genau vorgeht, den euroraum geordnet!! aufzulösen ist komplex und nicht in einem parteiprogramm ablegbar, aber es gibt -und da mußte ich ihen widersprechen- eben sehr wohl ausgearbeite konzepte in buch und aufsatzform.

  21. Tim |  20.04.2013 | 16:26 | permalink  

    liebe autorin,

    welcher partei stehen sie denn nahe?
    es wäre interessant den artikel mit diesem backgroundwissen zu lesen.
    vielen dank, tim.

  22. peter scherf |  20.04.2013 | 16:35 | permalink  

    @ hajo das habe ich nun nichtmal im ansatz verstanden was sie damit ausdrücken wollen?

    fakt ist: D impotiert massiv rohstoffe, weil es selber kaum welche hat. und diese rohstoffe werden mit einer aufgewerteten DM billiger.

    und BWL und VWL sind nun ganz verschiedene paar schuhe, das dürfen sie ihrem bwler freund ausrichten ;)

  23. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 16:41 | permalink  

    Die USA haben 5 Regierungen plus eine Bundesregierung. Für jeden Staat eine.

    Die einzelnen Staaten haben eigene Gesetzgebungshoheit, wo der Bund nicht reingreifen darf (darum auch z.b. die z.T. sehr unterschiedliche Handhabung der Todesstrafe und der oft in Europa gemachte Fehler, Eingaben gegen die Todesstrafe beim Präsidenten statt beim Gouverneur abzugeben), die Staaten haben eine eigene Gerichtsbarkeit, wo auch der Supreme Court nur in Ausnahmefällen eingreifen darf.

    Die sind in vielen Dingen, weil 200 Jahre Vorsprung, weiter als wir hier in Europa, die wir immer noch mit den Verwerfungen und Ressentiments der Kriege kämpfen, aber wenn man sich die Geschichte gerade des Bürgerkrieges mal genauer anguckt (und nicht nur “Vom Winde verweht” guckt). Und gerade kurz nach dem Bürgerkrieg gab es eine Menge Wirtschaftskrisen und dicke Probleme für die Wirtschaft. Und? Trotzdem haben die noch eine gemeinsame Währung und eine gemeinsame Wirtschaft.

    Die USA haben übrigens in vielen Staaten offiziell Spanisch als Zweitsprache (Florida z.B.), weil es eine Menge Latinos gibt. Dazu kommt noch das Päckchen Native Americans mit ihrer jeweiligen Kultur (ja, die dürfen sie tatsächlich ausleben) und das große Kontingent an Asiaten. Chinatown in San Francisco heißt nicht umsonst so – da kommt man mit chinesisch weiter als mit englisch. Die USA eine homogene Bevölkerung? Sorry, aber der Witz war richtig gut :-)

    Wenn man in die USA guckt, dann kann man recht gut sehen, wie Europa in 200 Jahren aussehen *könnte* – wenn man mal endlich macht. Wenn man eben den Europapräsident nach amerikanischem Vorbild installiert. Wenn man eben die Kommissare abschafft und ihnen statt dessen Ministerrang gibt. Aber – und hier ist einer der Punkte wo die AfD recht hat: Dann ist die Politik durch die Hintertür nicht mehr möglich.

    Was spricht übrigens dagegen, Griechenland, Spanien und Italien (und Zypern) geordnet in den Staatsbankrott gehen zu lassen und dann von vorne anzufangen? Außer den weinenden Hedgefonds, natürlich? Und genau das muss auch im Euro möglich sein.

    Ansonsten sind Transferleistungen keine Einbahnstraße. Es ist ja mitnichten so, dass nur gezahlt wird. Durch verschiedene Kanäle kommt ja auch Geld zurück – das nennt man dann Wirtschaftskreislauf.

    Das hier eine Menge Verbesserungspotenzial ist (um es nett auszudrücken, Stichwort fehlgeleitete Subventionen) – Ja. Uneingeschränkt.

    Aber die Lösung kann nicht sein, sich aus der Eurozone herauszuziehen.

  24. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 16:43 | permalink  

    @Peter scherf: Hajo hat sich auf den Kommentarteil bezogen:

    die exporte in die eurozone ( die übrigens immer weniger wichtig werden) sind selbst bezahlt, man verschenkt also güter- stichwort target 2 salden.
    eine starke aufgewertete DM hätte auch immense vorteile, billiger rohstoffexport , billiger import der vorprodukte , die später veredelt in den export gehen.

    “Billiger Rohstoffexport” – welche Rohstoffe exportiert Deutschland denn in nennenswertem Ausmaß?

  25. peter scherf |  20.04.2013 | 16:46 | permalink  

    @kerstin ludwig, billigerer rohsdtoffimport muß es natürlich heißen.

  26. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 16:58 | permalink  

    Ich gestehe, das hatte ich auch etwas verwirrt, aber andere Dinge waren wichtiger.

    Der Punkt ist doch der: Es stehen hier zumindest in Wirtschaftsfragen zwei grundlegende Dinge gegenüber:

    Ich, der ich sage: Völlig egal, wieviel Schulden wir machen, die “magische 90%-Grenze” ist nicht mehr haltbar, aber *jetzt* muss Geld in die Wirtschaft gepumpt werden und zwar richtig übel. Die Infrastruktur muss wieder erneuert werden und das kann man offensichtlich den Konzernen nicht überlassen, wenn man sich den Zustand der Energienetze und die Auswüchse im Telefonmarkt so anguckt. Da muss der Staat ran und ja auch Steuergelder. Notfalls über Schulden finanzieren. Die Binnennachfrage stärken indem man den Leuten wieder mehr Geld in die Hand gibt. Den Mittelstand stärken, indem man Basel x endlich lockert (ist das noch II oder schon III?) – Die Basel-Regelungen haben gerade den Mittelstand völlig ausgetrocknet. Da muss wieder Geld rein.
    Der Bildungssektor muss wieder mit Geld unterfüttert werden. Von der Lehrerausbildung bis hin zu den Schulgebäuden und der Ausstattung.

    Oder die Neocons rund um die Euroskeptiker, die auf Austerity stehen, glauben, die Sparpolitik in Deutschland hätte die Wirtschaft gesunden lassen und man müsse nur so weitermachen und die Sparmaßnahmen noch verschärfen. Die glauben, wenn der Staat einen Überschuß erzielt, würde es auch automatisch den Leuten gutgehen.
    Die auf Menschen wie Ayn Rand unreflektiert reinfallen und Atlas Shrugged tatsächlich für eine Richtungsweisung und nicht für einen fiktionalen Roman halten.

  27. Christian |  20.04.2013 | 17:03 | permalink  

    Der Satz “Der Irrtum, Deutschland könnte ohne Euro überleben” sagt schon alles. Tut mir leid Frau Ludwig, aber leider können Sie mein Selbstbewußtsein nicht mit noch so vielen “Fakten” erschüttern, dass ich nicht glauben könnte: Ich, Deutschland, Europa, die Welt und das Universum können auch ohne Euro existieren. Sie werden sehen, dass es geht…

  28. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 17:16 | permalink  

    Tim: Warum ist das wichtig? Ich bin hier wirklich neugierig.

  29. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 17:25 | permalink  

    christian: Wollen sie wirklich wieder zu Europa vor dem Schengenraum und vor dem Euro zurück?

    - Wenn man mal kurz ins Nachbarland will: Pass vorzeigen an der Grenze, Grenzkontrolle, DM in Gulden wechseln. Münzen waren nicht wechselbar, was auch bedeutet, dass man irgendwann eine veritable Münzsammlung hatte.

    Ich zumindest. Ich bin dann irgendwann dazu übergegangen, vor dem Verlassen des Landes das gesamte Münzzeug irgendwem in die Hand zu drücken (ich bin zugegebenermaßen aber auch ein Münzmagnet).

    Es hat genervt. Heute: Problemlose Grenzpassierung. In den Läden wird mit Euro bezahlt. Ganz normal.

    Bestellen Europaweit? Und bezahlen? Auslandsüberweisung? YAY, war das ein Theater.

    Heute gehts schön einfach. Ich kann innerhalb von Europa problemlos Geld überweisen und auch vor allem Bargeld abheben, ohne mich blutig zu zahlen. Es gibt zwar noch Abhebungsgebühren, die sind aber bei weitem nicht so hoch wie sie einst waren.

    Und wer glaubt, dass die anderen Länder uns das Leben nicht schwermachen würden, wenn wir aus dem Euroraum ausscheren und unser eigenes Süppchen kochen, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. SO mächtig ist Deutschland dann doch nicht.

    Und ein wenig kommt uns auch unsere Geschichte noch “zugute” – wir werden eh äußerst misstrauisch beäugt. Und wenn wir aus dem Euroraum rausgehen, dann kann man sich auch an 5 Fingern abzählen, wie schnell wir wieder isoliert sind.

    Ein starkes Deutschland in der Mitte Europas, ungebunden durch die ganzen Bande bilateraler Verträge und “gezähmt” durch die EU – das will ganz sicher niemand.

    Alleine deshalb ist es schon politische Traumtänzerei, zu glauben, Deutschland könnte sich einfach so aus dem Euro zurückziehen und aus Europa.

  30. Hajo |  20.04.2013 | 17:39 | permalink  

    peter scherf (22):
    (unberücksicht der Kommentare Ihre Antwort zeigt, dass Sie’s nicht verstanden haben:)
    D besitzt nahezu KEINE (!!!) Rohstoffe
    wie sollen wir somit solche exportieren (ohne zu “mauscheln”)? Können Sie mir das plausibel erklären????
    (sorry, ich hätte dazu mehr zu schreiben, verkneife es mir aber, aus Rücksicht auf die “Netiquette” dieses Blogs)

  31. peter scherf |  20.04.2013 | 17:45 | permalink  

    wer verhindert denn den offiziellen staatbankrott griechenlands, spanien zyperns- das sind doch die eurofanatischen retter von cduspdfdpgrünen.

    die AfD -alternative für deutschland ganz sicher nicht, die wnedent sich ja ganz entschieden gegen diese aktionen.

    warum haben sie eigentlich so großmachtsfantasien , wenn ich so provokant fragen darf? was ist gegen kleine staaten wie schweiz, norwegen, kanada einzuwenden ?

    warum wollen sie unbedingt die vereinigten staaten von euroland? wo soll da der vorteil liegen ? – bitte kommen sie mir jetzt aber nicht mit währugnsumtausch im urlaub ;) – oder man könnte sich sonst nicht gegen das böse böse china behaupten.

    dann würde ich nämlich sagen, sie hängen rassistischem antichinesischem denken an ;)

  32. peter scherf |  20.04.2013 | 17:46 | permalink  

    ps: schengen gab es schon vor dem euro, lange vor dem euro.

    und gitbe s auch mit nicht euroländern wie polen oder dänemark oder zeigen sie dort noch ihren pass?

  33. peter scherf |  20.04.2013 | 17:48 | permalink  

    @hajo, rohstoffimporte!!!!! werden billiger !!!!! ;) -alles andere wäre auch völlig unlogisch.

  34. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 17:51 | permalink  

    Die AfD tauscht aber die Pest mit der Cholera. Ohne zu sagen, wie der Tausch stattfinden soll, nur das.

    Wo habe ich Großmachtsfantasien? Europa ist seit Gründung der EU endlich mal ein Kontinent, wo nicht alle 5 min. irgendwelche Kriege ausbrechen. 70 Jahre Frieden – das haben wir nicht dem Verstand der Leute zu verdanken, sondern der EU. Und ich hätte das gerne noch weitere Jahrzehnte so, am liebsten für immer.

    Das hat nichts mit “Großmachtsphantasien” zu tun, sondern ausschließlich mit der Anerkennung der Tatsache, dass dieses Gebilde “Europäische Union” endlich mal geschafft hat, was über Jahrhunderte keiner geschafft hat: Den Großmachtsphantasien der einzelnen Staaten einen Riegel vorzuschieben.

    Und das “böse böse China” hab ich hier nicht erwähnt? Warum auch? Das wär ein neues Fass, das aufgemacht würde und das hier nicht hingehört, weils themenfremd ist.

  35. peter scherf |  20.04.2013 | 17:59 | permalink  

    aber was hat der frieden mit dem euro zu tun. frieden gab es auch vor dem euro , gott sei dank .

    soviel schlechte stimmung /hetze/vorurteile gabs es vor dem euro allerdings nicht.

    was hat der euro mit der EG zu tun, auch die gab es schon vor dem euro.

    wo sollen denn nun die vorteile des euros liegen, wenn sie davon so überzeuigt sind- da bleiben also nur ihre gulden-urlaubs münzen als argument??

  36. peter scherf |  20.04.2013 | 18:00 | permalink  

    ps: das es frieden und wohlstand gab , verdanken wir der monatnunion, der EWG später EG – alles länder mit ihrer eigenen währung und eigener haftung und poltik .

    da hat kein troika kommissar von außen reinregiert.

  37. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 18:02 | permalink  

    Wir fangen hier mit Hamsterrädchen an und ich schlage vor, wir einigen uns darauf, das wir uns nicht einigen können, ja? ;)

    Ein Wort noch zum Abschluß, bevor ich das hier beende: Man kann den Euro und die EU nicht mehr trennen. Wenn man den Euro nicht mehr will, geht man auch aus der EU raus.

    Zumindest für die Euro-Länder gilt das und insbesondere für Deutschland.

    Allerdings finde ich an der Stelle hochspannend, wie geschickt sie von dem Satz “wir wollen Zuwanderung in unsere Sozialsysteme verhindern” abgelenkt haben. :-)

    In diesem Sinne – schönen Abend noch :-)

  38. peter scherf |  20.04.2013 | 18:10 | permalink  

    darauf können wir uns einigen ;)

    nichtsdestoder euro wird so oder so scheitern, schon aus ökonomischen gründen.
    die verantwortlichen poltiker werden sich dann wieder aus der veranntowrtung stehlen , so wie kohl heute seine dicken pesnion genießt, trotz seiner poltischen fehlentscheidungen.

    was am kanadischen einwanderungsmodell (analog dem australischen) schlecht ud böse rechtspopulistisch sein soll, entzieht sich mir.

  39. sven51 |  20.04.2013 | 18:39 | permalink  

    nun ja politik hin oder her, ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass der euro ein fehler ist. wir deutschen verschenken rettungspakete in milliardenhöhe, mit diesem geld hätte man auch mal was für die armut in unserem land machen können (z.b. sozialschwache unterstützen, mehr bildung, mehr kita-plätze, mehr für behinderte und bedürftige oder auch einfach neue arbeitsplätze schaffen). aber nein, lieber alles verschenken, wir haben es ja. und was mich nervt sind umfragen, wo es heißt, 17% der bevölkerung wollen noch die DM wieder haben. ich kann mich nicht dran erinnern, dass man mich gefragt hat bei dieser umfrage. ausserdem ist es ja schonmal ein thema gewesen, dass jedes euroland neben dem euro seine eigene währung wieder bekommen sollte. auch die privatisierungen sind totaler müll, danke europa. man sieht ja was aus der post geworden ist nach der privatisierung.
    festangestellte wurden entlassen und zeitarbeiter (servicepartner) eingestellt. nur uum die reichen noch reicher zu machen.

    ich sage offen:
    - nein zum euro
    - nein zur privatisierung
    - und ja, die reichen etwas mehr zur kasse bitten und nicht die die eh kaum noch was haben weil sie alles bezahlen müssen.

    mfg und ein schönes we

  40. Hajo |  20.04.2013 | 18:49 | permalink  

    peter scherf: “@hajo, rohstoffimporte!!!!! werden billiger !!!!! ;) -alles andere wäre auch völlig unlogisch.”
    verzeihen Sie, aber das ist absolute Kaffeesatz- oder Glaskugelleserei, sonst nichts.
    Die Rohstoffpreise orientieren sich ausschliesslich an Angebot und Nachfrage und, wer Anderes verbreitet, sagt – ohne falsche Rücksichten – die Unwahrheit (wie man da ansonsten bezeichnet, ist Ihnen sicherlich bekannt).

  41. Hajo |  20.04.2013 | 19:09 | permalink  

    also, ich will ja mal meinen Standpunkt darstellen (die Diskussion, auf ich mich (!) eingelassen habe, wird mir zu diffus ..):
    ich freue mich, wenn ich (ob privat oder geschäftlich) Staatsgrenzen überwinden kann, ohne mir über Umrechnungskurse Gedanken machen zu müssen.
    das ist alles, denn wenn ich einen 20 g “schweren” Taschenrechner mitnehmen müsste (vielleicht wäre ein Handy (das man heutzutage ohnehin mit herumschleppt) mit Rechner-Funktion ausreichend).
    Ansonsten könnte ich mich mit Umrechnungen recht gut anfreunden, denn ich besitze die Kenntnisse (samt Verständnis) des Dreisatzes ;-)

  42. Klaus.P. |  20.04.2013 | 20:09 | permalink  

    “Wo habe ich Großmachtsfantasien? Europa ist seit Gründung der EU endlich mal ein Kontinent, wo nicht alle 5 min. irgendwelche Kriege ausbrechen. 70 Jahre Frieden – das haben wir nicht dem Verstand der Leute zu verdanken, sondern der EU. Und ich hätte das gerne noch weitere Jahrzehnte so, am liebsten für immer.

    Ich bin jetzt das erste Mal hier, aber ich muß gestehen: Eine solch sachlich falsche Argumentation erfordert meinen Widerspruch.

    Zunächst einmal zur Begriffsbestimmung, denn hier werden von Ihnen, Frau Ludwig, Synonyme verwandt, die selbst einer oberflächlichen Betrachtung nicht standhalten.

    Europa ist ein Teil des eurasischen Kontinents, also eine geographischer, kein politischer Begriff.

    Die EU als Nachfolger der EG, der EWG und so weiter ist Stand heute ein politisches Konstrukt, dem 27 Staaten angehören.

    Die Euro Zone ist eine Teilmenge der EU, nämlich der Länder, deren “Währung der Euro ist” (offizieller Terminus) mit eigenen Institutionen, genannt seien exemplarisch EZB (mitsamt des Zahlungssystems, ganz wichtig!), dem EFSF und ESM.

    Das Schengen Abkommen ist ein multilaterales Abkommen, welches mit EU und Euro Raum überhaupt nichts zu tun hat. UK nimmt nicht Teil, die Schweiz wohl.

    So, und jetzt zu Ihrem Zitat:

    Nicht die EU hat über Jahrzehnte den Frieden gesichert, sondern, wenn überhaupt die E(W)G, über den Anteil der NATO und den des “eisernen Vorhangs” kann man ebenfalls diskutieren.

    Erst mit der EU und später (1999) mit der Einführung des Euros haben sich, anfänglich unbemerkt, ob gewollt oder nicht unbemerkt wäre Spekulation, wieder Risse aufgetan, die mittlerweile die Ausmaße des San Andres Grabens annehmen!

    Auch wenn per Dekret die Straße eine Einbahnstraße ist kann es durchaus klüger sein den Rückwärtsgang einzulegen. Wenn die Einbahnstraße nämlich Sackgasse ist oder in einen Abgrund führt.

    MfG

    tbc

  43. Klaus.P. |  20.04.2013 | 20:26 | permalink  

    Teil 2

    “Verträge sind immer Auslegungssache. Zwei Parteien legen einen Vertrag aus; sind die Meinungen zu unterschiedlich, wird gestritten. Im Extremfall vor Gericht, dafür sind sie ja da.”

    Da haben Sie grundsätzlich Recht, allerdings, um dieses Wortspiel zu betreiben, vor Gericht kommen Sie nicht “Recht”, sondern ein Urteil.

    Ich halte es schon für sehr bedenklich, wenn der § 123 AEUV (Verbot der Länderfinanzierung durch die Zentralbanken) durch die EZB, vorsichtig ausgedrückt, lax ausgelegt wird.

    Schauen Sie sich die Positionen (primär 5 und 6) der EZB an. Über ELA, LTRO will ich da gar nicht reden.

    Der § 125 AEUV wurde eindeutig gebrochen. Zitat Christine Lagarde: “We´re breaking all the rules”.

    Wurde nachträglich durch eine sog. “schmale Änderung” im § 136 AEUV vermeintlich bereinigt.

    MfG

    tbc

  44. Kerstin Ludwig |  20.04.2013 | 20:40 | permalink  

    Sven: Du sagst nein zu allem – sagst du denn auch wie es besser geht?

  45. Klaus.P. |  20.04.2013 | 20:53 | permalink  

    Teil 3

    “Hier wird im Grund genommen die Absage jeglicher Solidarität innerhalb des europäischen Binnenlands propagiert, die über den kurzfristigen Gewinn hinausgeht. Es ist vor allem die Prämisse, dass Staaten wie Griechenland, Spanien und Italien pleite sind – was sie nicht sind.”

    Werte Frau Ludwig, zumindest für den Fall Griechenland kann man definitiv sagen:

    Dieser Staat ist pleite!

    Edmond About schrieb bereits 1858:
    “Die Mittel, die zur Verfügung standen, wurden von der griechischen Regierung ohne irgendeinen Nutzen für das Land selbst verprasst.”

    Und weiter:
    “Griechenland ist das einzige bekannte Beispiel eines Landes, das seit dem Tag seiner Geburt im totalen Bankrott lebt. Wenn Frankreich oder England sich nur ein einziges Jahr in dieser Lage befänden, würden wir dort schreckliche Katastrophen erleben. Griechenland lebt nun schon seit zwanzig Jahren in Frieden mit einem Staatsbankrott. Alle griechischen Budgets, vom ersten bis zum bisher letzten, weisen ein Defizit auf.”

    Diese Situation ist seit drei Jahren wieder gegeben, nur leider hat man dem Land nicht den Hauch einer Chance gegeben, diese Pleite zu erklären.

    Wäre nämlich seinerzeit für Sarkozy die absolute Katastrophe gewesen, da primär die BNP und die SocGen sehr stark in Griechenland engagiert waren.

    84 % Prozent der sog. Hilfen sind via Durchlauferhitzer Griechenland wieder an die Investoren gegangen.

    Geschröpft wurden die, die keinen Widerstand leisten konnten, die Reeder zahlen nach wie vor keine Steuern, die Kirche den halben Steuersatz, wobei die Personalkosten dre Kirche ironischerweise noch vom Staat beglichen werden.

    Die Situation in Spanien (Immobilien- und Bankenkrise) und Italien muß natürlich separat betrachtet werden.

    Aber das alles nur zur Erläuterung, denn genau diese vermeintlich fehlende Solidarität soll gemäß AfD, so habe ich es verstanden, diesen Ländern zugebilligt werden.

    Eigentlich Marktwirtschaft in Reinkultur: Wer Geschäfte tätigt ist alleine sowohl für Gewinne als auch Verluste zuständig.

    Ich darf da aus dem AfD Programm zitieren:


    ● Wir fordern, dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.
    ● Wir fordern, dass hoffnungslos überschuldete Staaten durch einen Schuldenschnitt entschuldet werden.
    ● In der Schuldenkrise müssen Banken ihre Verluste selbst tragen oder zu Lasten ihrer privaten Großgläubiger stabilisiert werden.

    Entspricht doch eigentlich Ihren Wünschen, haben es nur die “falschen Leute” formuliert?

    MfG

    tbc

  46. peter scherf |  20.04.2013 | 20:59 | permalink  

    @hajo, wenn die DM aufwertet gegenüber dem dollar, ist es keine kaffeesatzleserei , sondern ein fakt, dann sinken für uns die rohstoffimportpreise. denn rohstoffe werden nunmal in dollar gehandelt.

  47. Jörg Hustedt |  21.04.2013 | 07:24 | permalink  

    Schön, dass Sie Menschen wie mich noch als “Junge” bezeichnen mögen.
    In der Partei gibt es übrigens auch “Mädchen” (so in Ihrem Alter, schätze ich).

    Ich finde es durchaus sehr schade, dass nicht jeder, der nicht schreiben kann, sich nicht trotzdem und mit fremder Hilfe aufmacht eine Partei zu gründen, um öffentlich seine abweichende Vorstellung von Politik zu äußern und somit zu zeigen, dass er sich etwas anderes wünscht als das althergebrachte.

    Für geistig sehr unfexible Menschen ist es allerdings besser, sich ein Leben lang an die Altparteien zu klammern, die haben es ja schon immer gekonnt…

    Weiter so, weiter so.

    Man kann ja eh nichts machen.

    Oder, wie der ehemalige Hamburger Innensenator Helmut Schmidt drängelnde Anrufer fernmündlich spöttisch beschied: “Einen Moment, bitte, Sie werden gleich regiert.”

    Ach, ja. DAS waren noch Zeiten. Fehlt nur noch die “Herdprämie” für die Mutti und alles ist wieder in bester 50-er-Jahre-Ordnung.

    Schönen Sonntag.

  48. Tim Holzner |  21.04.2013 | 09:44 | permalink  

    Sehr geehrte Frau Ludwig,
    teilweise schaudert es mich bei soviel zur Schau gestelltem Unwissen und gefährlichen Halbwahrheiten. Auf jeden Ihrer logischen Brüche und Argumentationsfehler einzugehen würde den Rahmen sprengen, nur zu einigen exemplarischen Punkten in aller Kürze folgende Anmerkungen:

    1. Punkt 1: Gleich ihre erste These zur Auflösung bzw. Notwendigkeit des Euros ist schlicht und ergreifend falsch. Deutschland war auch vor Einführung des Euros eine der weltweit stärksten Exportnationen, in einigen Jahren zudem Exportweltmeister. Wie erklären Sie sich diese Tatsache? Ist wirklich der Euro der Grund für die deutsche Exportstärke oder könnte diese vllt. auch andere Ursachen haben? War der starke deutsche Export vor Einführung des Euros reines Glück? Fragen über Fragen….
    Zudem gehen gerade einmal 35% des deutschen Exports in Länder der Eurozone, 65% des Exports gehen in die anderen EU-Staaten und ins außereuropäische Ausland. Warum sollte der deutsche Export in Staaten der jetzigen Eurozone zusammenbrechen, wenn es keine gemeinsame Währung mehr gäbe? Kaufen Briten, Norweger und Polen etwa keine deutschen Produkte? Und kommen wirklich alle von der deutschen Wirtschaft benötigten importierten „Rohstoffe“ aus den Ländern der jetzigen Eurozone? Sie sehen vllt. schon…
    Wirklich fatal ist es für eine Exportnation wie Deutschland allerdings, wenn die Nachfrage in den Krisenstaaten mangels Wirtschaftswachstum und Rezession immer mehr in den Keller geht, und genau diesen Effekt sehen wir doch trotz aller verlogenen sog.”Rettungspakete” nun bereits seit Jahren. Zudem wird der deutsche Export bereits seit Beginn der Krise alleine durch die deutsche Notenbank bezahlt, Gesamtschulden der Krisenländer derzeit 500 Milliarden, Tendenz steigend (Target 2 Salden). Deutschland ist auf ein wachsendes Umfeld angewiesen gerade weil wir Exportnation sind, dementsprechend ist die geordnete Auflösung des Euro-Währungsraumes notwendig, um den Krisenländern die Möglichkeit einer Abwertung der jeweiligen Währung und der damit einhergehenden Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen. Selbst wenn Deutschland ohne den Euro wirklich wirtschaftlich schlechter dastehen sollte, muss man in diese Kosten/Nutzen-Rechnung als vernünftig denkender Mensch die bereits eingegangenen Haftungsverpflichtungen Deutschlands im Zuge der geschnürten Rettungspakete einstellen. Dies wird aber bei der geradezu propagandistisch vorgetragenen Mär vom unverzichtbaren Euro der uns allen Wohlstand und Reichtum beschert hat jedoch stets vermieden.

    Und zum Thema ohne Euro auch keine EU-Mitgliedschaft nur soviel: Sind Polen, GB und Norwegen keine Mitgliedsländer der EU oder müssen diese ihrer Meinung nach demnächst einmal ganz schnell aus der EU ausscheiden? Sie sehen schon…

    2. Nach Ihrer Argumentation ist die DM also auch als supranationale Währung gewesen, schließlich haben wir in Deutschland auch 16 Landesregierungen und 1 Bundesregierung…macht irgendwie wenig Sinn so zu argumentieren oder? Fakt ist: In Washington wird eine einheitliche Wirtschaftspolitik betrieben, eine solche wird es in der EU aber aufgrund gegenläufiger und verständlicher wirtschaftlicher Eigeninteressen niemals geben.

    3. Zu Ihrer Passage hinsichtlich der Auslegung von Verträgen und Gesetzen nur soviel: Es geht nicht um die stets zulässige Auslegung von Verträgen und Gesetzen, sondern es geht vielmehr darum, dass die Grenzen dieser Rechtsauslegung bereits vor langer Zeit verlassen wurden: Die äußerste Grenze einer jeden Rechtsauslegung bildet stets der Wortlaut, jenseits des Wortlauts beginnt das Feld der Analogie. Die Wortlautgrenzen wurden bereits seit Beginn der Krise geradezu gesprengt.

    4. Ihre Unkenntnis hinsichtlich der Anzahl von Asylanträgen mit der Intention der Zuwanderung in unsere Sozialsysteme ist erschreckend; vllt. sollten Sie sich einmal fortbilden was dieses Themenfeld betrifft, und damit Sie nicht suchen müssen hier zugleich ein informativer Link zu diesem Thema:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article112762386/Zahl-der-Asylbewerber-steigt-2012-drastisch.html

    5. Da Sie anscheinend auch ganz heiß darauf sind der AfD rechtspopulistische Tendenzen zu unterstellen, habe ich mir erlaubt den vierten Teil der AfD Glosse nachstehend einzufügen; ich bin mir sicher, dies wird Ihre Arbeit für die nächsten kirtischen AfD Artikel ungemein erleichtern:

    Die AfD-GLOSSE #4

    Manche Medien werfen unserer jungen Partei gerne vor, sie fische am rechten Rand oder sei irgendwie rechtspopulistisch angehaucht. Bisweilen gehen den Pressevertretern die Ideen für Beweise aus, was ihre Artikel mitunter etwas eintönig macht. Deswegen liefern wir den Journalisten hier und heute 10 Gründe, warum die Alternative für Deutschland garantiert und alternativlos rechtspopulistisch ist:

    Top 10: Sie kann sich ein friedliches Europa ohne den Euro vorstellen
    Top 9: Sie führt verdächtig häufig das Wörtchen „Volksabstimmung“ im Wahlprogramm
    Top 8: Manche der Parteimitglieder besitzen einen deutschen Schäferhund
    Top 7: Viele Mitglieder der AfD wurden in den Sommer 2006 und 2010 dabei gesichtet, wie sie betrunken vor einer großen Leinwand gestanden haben und lautstark „Deutschland! Deutschlaaaand!“ gegrölt haben
    Top 6: Eines der Parteimitglieder isst gerne in einem Restaurant, dessen italienischer Besitzer früher einen Nachbarn hatte, der im selben Kegelverein wie ein NPD-Mitglied war. Die AfD hatte nachweislich davon erfahren, den Mitgliedsantrag aber dennoch nicht abgelehnt
    Top 5: Die AfD möchte in ein Gremium gewählt werden, welches im Reichstagsgebäude tagt
    Top 4: Unter den Mitgliedern sind auffällig viele, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen
    Top 3: Die Partei hat das Wort „Deutschland“ im Namen
    Top 2: Von 1500 Parteitagsbesuchern hatte einer eine deutsche Flagge dabei
    Top 1: Der Parteitag fand 6 Tage vor dem Geburtstag Hitlers statt

    6. Wie Sie von der These es sei Kernaufgabe der Familie die Bildung zu fördern auf eine Forderung nach Homeschooling schließen entzieht sich mir vollkommen. Diese propagierte These soll lediglich klarstellen, dass der Bildungssektor ein entscheidender Punkt für die positive Entwicklung Deutschlands in der Zukunft ist, und dass derzeit in diesem Bereich zu viel im Argen liegt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Holzner

  49. Hajo |  21.04.2013 | 13:11 | permalink  

    Peter Scherf (46) Wer sagt denn, dass der Dollar in Zukunft noch Leitwährung bleibt?
    Ist das etwa in Stein gemeisselt?
    Wenn ja, in welchen: Basalt oer vielleicht doch eher Sandstein?
    und wenn Sie jetzt schreiben, dass sich dies nicht ändern wird, schreibe ich, dass D in der Euro-Währungsunion bleiben wird ..

  50. Kerstin Ludwig |  21.04.2013 | 14:16 | permalink  

    @Tim und alle anderen: Es ist schön, dass ihr eure Partei so schön verteidigt und ganz viele Argumente liefert, warum ich falsch liege. Doch:

    Warum schreibt ihr das in ein Forum? Warum steht das nicht im Wahlprogramm? Warum muss man der AfD hinterhergoogeln und nachrecherchieren, wenn man etwas wissen will? Warum wird man von euch auch noch *aufgefordert* euren Positionen hinterherzugoogeln, was an sich schon eine stramme Leistung ist?

    Gleiches Recht für alle und die Messlatte für neue Parteien wurde seit den Piraten gelegt: Wahlprogramm schreiben, dass sich auch Wahlprogramm nennt.

    Die (komplett ehrenamtlich organisierten) Piraten haben inzwischen ein recht ausgefeiltes, über das man sich durchaus streiten kann, aber man hat etwas in der Hand. Man kann argumentieren.

    Und die AfD? *grillenzirpen*

    Ihr wollt eine Alternative für Deutschland sein. Die Alternative kann aber nicht lauten: “Wir wollen!” sondern sie muss heißen: “Wir wollen x, indem wir…” – und das fehlt einfach.

    Ihr seid eine junge Partei? Ja. Aber dann hättet ihr euch halt selbst mehr Zeit geben müssen, um das zu erarbeiten.

    Habt ihr nicht. Ihr habt euch jetzt gegründet. Und geglaubt, dass eine Stichpunktliste reicht als Wahlprogramm.

    Dann muss sich die AfD aber auch an dieser Stichpunktliste messen lassen – und alles rumgestreite nutzt euch genau nichts, denn solange ein vernünftiges Wahlprogramm nicht steht, ist alle Argumentation, wie das denn wohl gemeint ist, eine Nebelkerze.

    Das ist dann eure Privatmeinung – aber nicht Parteilinie.

    Schönen Sonntag noch :)

  51. Will Rodermund |  21.04.2013 | 17:10 | permalink  

    Ein guter Artikel. Ein Standpunkt. Ich stimme dem Fazit vollumfänglich zu. Die Argumente sind nicht immer unbedingt trennscharf – und manchmal ein wenig uneundeutig – aber im Ganzen zeigt der Artikel das/die Problem(e) sehr gut: Es gibt keine einfachen Antworten auf sehr komplexe Probleme. Und die bisherigen Antworten sind polemisch und/oder ungerecht.

    Der AfD setzt sich in seiner Altersstruktur aus Politikversagern zusammen. Die gesamte Generation geboren zwischen 1940 und 1970 hat politisch versagt. Es wurden politischen Versprechen geglaubt, von denen alle wussten, dass diese nicht gehalten werden können. Es wurde gelebt, als ob es immer so weiter ginge: Gesundheitssystem, Altersversorgung und unsere Umwelt. Bekannt sind die kommenden Probleme spätestens seit Anfang der 1970er. Aber der Egoismus und die Dummheit haben uns dazu gebracht, wo wir heute sind.

    Der AfD versucht nun dieses durch Ignoranz und Veleugnung der eigenen Verantwortung der Mitglieder an der jetzigen Situation die Uhren zurück zu drehen. Versager, die sich nicht trauen, zu ihren Lebensfehlern zu stehen. Feige Ewiggestrige.

  52. mister-ede |  21.04.2013 | 18:50 | permalink  

    Ein guter und differenzierter Beitrag, der die Luftnummer der AfD aufzeigt.

  53. hardy |  21.04.2013 | 19:38 | permalink  

    “die eurofanatischen retter”

    fanatismus kann ich nach ein paar jahren eigentlich nur bei den euroneurotischen erkennen.

    ich find’s jedenfalls toll, daß es endlich diese partei gibt. bislang konnten die euroNeurotischen ja jedes forum mit ihren debilen thesen vollposten und behaupten, sie seien DIE! MEHR!HEIT!

    ich freu mich auf jeden fall auf den wahlabend …

  54. hardy |  21.04.2013 | 20:09 | permalink  

    @kerstin

    im grunde ist es vollkommen witzlos, mit diesen narzisten zu diskutieren. bei gesprächen geht es im optimalen falle ja darum, vom anderen etwas dazu zu lernen. diesen herrschaften geht es ausschließlich darum, recht zu behalten. sie “denken” alles von dem von ihnen gewünschten ende her, logik scheitert da – wie bei allen verschwörungstechnisch verseuchten – per se.

    man konnte das treiben ja schon seit jahren in allen möglichen foren (ich empfehle gerne das handelsblatt) beobachten: die unzufriedenen, die zu spät gekommenen, die von der moderne abgehängten haben das internet entdeckt und machen ihrem frust halt luft. wie weit das realiter gehen kann, sieht man “schön” in frankreich, wo nach demonstrationen mittlerweile schwulenbars überfallen werden.

    die welt radikalisiert sich, das müssen wir leider zur kenntnis nehmen, und ewige rechthaber wie die in der afd versammelten – vom verfassungsgericht so schmählich auf ihre eigenen unzulänglichkeit hingewiesenen – alten besserwisser kochen halt ihr süppchen.

    dieser gumbo besteht nun unglücklicherweise (oder g*ttseidank, je nachdem) aus allem, was den herrschaften so gegen die hutschnur geht: ausländer, islam, europa, toleranz ganz im allgemeinen. da können die programme schreiben so viel sie wollen – an einem bestimmten punkt wird die sache aus dem ruder geraten und sich die häßliche fratze der ewig gestrigen verlierer in der moderne zu sehen sein. bis jetzt können sie sich ja hinter den professoren verstecken, irgendwann wird der populist nach vorne treten und dann beginnt der ärger erst richtig.

    wir sollten froh sein, daß sie keinen zu guttenberg haben und statt dessen nur diese moralinsauren ewig gestrigen …

    geniessen wir also die show und freuen uns auf den tag, an dem _das volk_, die _mehrheit_ mit der sich sich nur allzugerne verwechseln, ihnen eine genaue auflistung ihrer zustimmung zukommen läßt.

    das wird, da bin ich mir sicher, ein spaß.

    in der zwischenzeit erfreuen wir uns der vernunft, die im moment regiert und daß sich die opposition nicht aus purer taktiererei das land in einen hexenkessel verwandelt.

    ich finde, wir gucken zu sehr auf diese auf krawall gebürsteten neurotiker, die sich ja jetzt schon mehr damit beschäftigen, gründe, warum sie scheitern werden zurecht zu basteln …

  55. chris |  21.04.2013 | 21:19 | permalink  

    Schön, dass sich mal jemand die Mühe macht, das AfD-Parteiprogramm Punkt für Punkt durchzugehen. Leider spricht das Ergebnis eher gegen die Autorin als gegen die AfD. Jessas, ist das ein krawalliger Artikel … aber zum Inhalt:

    Punkt 1:
    »Der Irrtum, Deutschland könnte ohne Euro überleben.« Warum sollte das ein Irrtum sein? Weil Deutschland eine Exportnation ist? Warum sollte sie das mit einer eigenen Währung nicht bleiben können?

    »Die Zeiten, da wir Know-how exportiert haben, sind vorbei … Wir sind also auf billigen Einkauf und teuren Verkauf angewiesen.«

    Das Gegenteil ist der Fall. Der Anteil der Produktion an der Wertschöpfung nimmt ab. Wichtiger werden Dienstleistung vor und nach der Produktion, sprich: Know-How. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/globalisierung-neu-betrachtet-1.18065659

    Dass das Ausschalten der Wechselkursrisiken ein Vorteil des Euro ist, mag sein, aber ein Grund, ihn für ewig und um jeden Preis fortbestehen zu lassen, erwächst daraus nicht. Im Übrigen gibt es auch andere Mittel, sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern. Zum Beispiel Hedge-Geschäfte.

    Dass es den € als »Gegengewicht« zum Dollar brauche ist bloße Behauptung. Das Argument beruht wohl eher auf Emotion als auf vernünftiger Überlegung.

    Weiterhin behaupten sie, die AfD hätten die Krise nicht verstanden. Den Beweis, dass Sie sie besser verstehen, bleiben Sie schuldig.

    Punkt 2:

    Sie behaupten, dass Spanien, Italien, u.s.w. nicht pleite seien. Wenn man alljährlich mehr ausgibt, als man einnimmt, über kein Vermögen verfügt und auch keine Kredite mehr bekommt, kann man das wohl als »pleite« bezeichnen, oder nicht?

    Auch hier behaupten Sie, dass die AfD Europa nicht verstanden hätte. Den Beweis bleiben Sie wiederum schuldig. Ihnen scheint nicht in den Sinn zu kommen, dass man Europa verstehen und daraus andere Schlüsse ziehen kann, als Sie. Zum Beispiel den, dass man Macht nicht unbedingt zentralisieren sollte.

    Punkt 3:

    Hier fragen Sie, wie die AfD verhindern wolle, dass die Bild-Zeitung Volksabstimmungen beeinflusst. Warum sollte man das verhindern? Man verhindert ja auch nicht, dass sie die Bundestagswahlen beeinflusst. Genausowenig, wie man verhindert, dass ARD, ZDF, taz, Faz, RTL und alle anderen Medien Bundestagswahlen und die »öffentliche Meinung« überhaupt beeinflussen. Wenn man Menschen nicht zutraut, sich ihre eigene Meinung zu bilden, sollte man sie überhaupt nicht wählen lassen.

    Punkt 4:

    »Es ist Aufgabe der Politik, auf die jeweiligen Situationen zu reagieren: zu starke Aufschwünge zu bremsen (weil die eben auch negative Auswirkungen haben) und Abschwünge aufzufangen.«

    Das ist die Sichtweise mancher (und längst nicht aller) Ökonomen und man muss sie nicht teilen.

    »Egal, wie die Wirtschaftslage ist, es wird gespart.«
    Das ist nachweislich falsch. Die Staatsschulden nehmen seit 1962 immer weiter zu (mit Ausnahme 1989). Der deutsche Staat gibt also seit einem halben Jahrhundert stets mehr aus, als er einnimmt.

    Punkt 5:

    Sie setzen »Altersvorsorge« offenbar mit »gesetzlicher Rentenversicherung« gleich. Menschen, die nicht auf das Wohlwollen künftiger Generationen vertrauen möchten, tun das vernünftigerweise nicht.

    Punkt 6 und Punkt 7:

    Die AfD teilt ihre Weltsicht nicht, nach der offenbar alles Heil vom Staat und alles Üble von

    Punkt 7:

    Punkt 8:

    Im Artikel, den Sie empfehlen steht z.B., dass Kanada, ein »Musterland für Immigranten« und »ohne Einwanderung gar nicht vorstellbar« sei – dass dort »jeder Sechste der gut 34 Millionen Einwohner im Ausland geboren wurde«.

    Darin dass die AfD sich an diesem Vorbild orientiert, erkennen Sie Positionen der NPD wieder, geißeln es als »xenophob« und phantasieren davon, dass die AfD »Grenzen dichtmachen« wolle. Das scheint mir schizophren.

    Fazit:

    Das Parteiprogramm der AfD ist in vielen Punkten unscharf und wenig konkret. Dass kritisieren sie zurecht, es liegt aber in der Natur von Parteiprogrammen. Sie bestehen meist aus wolkigen Absichtserklärungen.

    Weiterhin teilen Sie dem Leser mit, dass die AfD einiges nicht verstünde, die Wirtschaft, die Krise, Europa. Es bleibt ihm jedoch verborgen, warum er Ihrem Sachverstand mehr trauen sollte als dem der AfD-Gründer.

    Vor allem anderen scheinen Sie der AfD zu verübeln, dass sie Ihre Weltsicht nicht teilt. Dieser Umstand ist sicherlich der Feststellung wert aber dazu hätte es nicht so vieler Worte bedurft. Wer glaubt, dass das Übel der Welt von bösen Spekulanten, Hegefonds und Lobbyisten herrührt – und alles Heil vom Staat, zumal von einem europäischen zu erwarten ist … der sollte die AfD nicht wählen – alle anderen werden sich nach Lektüre dieses Artikels eher bestärkt fühlen, genau das zu tun, oder zumindest zu erwägen.

  56. hardy |  21.04.2013 | 23:46 | permalink  

    @chris

    spanien?

    barbara eisenmann – der spanische fall

    kann man gerne exemplarisch nehmen …

    aber, es geht euch ja nicht darum, etwas in einem kontext zu verstehen oder gar über einen zeitraum hinweg. ihr wollt recht haben, diskutiert über jeden ast auf jedem baum, am besten gleich über jedes blatt mit…

    und seht am ende den wald vor lauter grünzeugs nicht mehr …

  57. Kerstin Ludwig |  22.04.2013 | 00:10 | permalink  

    Chris – leider verloren: Diese Punkte gehören nicht in ein Forum, sie gehören in das Wahlprogramm. Da stehen sie nicht.

    Hier ist das die Meinung eines Einzelnen, und wenn ich mir die diversen Kommentare verschiedener Leser angucke, kann man das Wahlprogramm *sehr* beliebig auslegen. Natürlich – denn es sind nur Forderungen, keine Lösungen und die sind dann selbstverständlich interpretierbar. Weit interpretierbar, wie man sieht.

    Was ich aber lese, ist, dass sie ihre Ayn Rand sehr gut kennen. Und dass sie möglicherweise Atlas shrugged gelesen haben.

    Und warum man mir mehr trauen sollte als dem Gründer der AfD? Soll man nicht. Man soll mich hinterfragen. Ich habe kein Problem mit Kritik und kein Problem damit, wenn mir jemand sagt, dass ich falsch liege *UND* das entsprechend begründet.

    Warum man dem Gründer der AfD aber NICHT trauen sollte, sieht man am Kommentar von Will sehr gut.
    Dem kann ich mich, auch wenn er polemisch ist, nur in vollem Umfang anschließen.

  58. chris |  22.04.2013 | 01:18 | permalink  

    @hardy:
    Herzlichen Dank für Ihre Antwort, besonders für den Link.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, in welchen Topf Sie mich werfen wollen (»es geht euch«, »ihr wollt«) worum es mir geht, müssen Sie mir aber nicht erklären. Ich behaupte sogar: das können.Sie gar nicht.

    Mir geht es darum, herauszufinden, wem ich bei der nächsten Wahl meine Stimme geben sollte, deshalb habe ich diesen Artikel gelesen und musste feststellen, dass er mir keine neuen Einsichten über die AfD zu vermitteln vermag, ebensowenig wie Ihre Metaphern über Bäume, Äste und Blätter.

    Vielleicht wollen Sie mir damit sagen, dass sich mein erster Beitrag im Detail verliert. Dasselbe gilt für den Artikel selbst, aber ich will ich mich gerne etwas kürzer fassen: Die Autorin rezensiert das Parteiprogramm, verrät dabei mehr über sich als über das Programm. Ihre Kritik ist berechtigt insoweit sie unklare Formulierungen des Parteiprogramms betrifft. Zurecht kritisiert sie auch, dass das Parteiprogramm viele Ziele enthält ohne das dargelegt würde, wie diese erreicht werden sollen.

    Die Kritik an den wirtschafts- und währungspolitischen Forderungen der AfD ist dagegen nicht überzeugend denn die Autorin argumentiert nicht mit Fakten sondern mit Vorurteilen, die sie nicht belegt und die zum Teil sachlich falsch sind.
    In den anderen Programmpunkten unterstellt sie der Partei teilweise Absichten, die nicht im Programm stehen. Der Vorwurf, die AfD sei xenophob, ist schlicht absurd.

    Viele Grüße,
    chris

  59. hardy |  22.04.2013 | 01:59 | permalink  

    chris

    [,,] topf

    oh, auf dem steht “AfD-neophyten”

    neu bekehrte müssen ja zwanghaft “missionieren”. egal wo ich im moment hingucke, neophyten, die mir wortreich erklären, warum sie die wahl mit 90% gewinnen werden.

    wie gesagt: ich fordere schon seit jahren, daß endlich eine neue partei für die ganzen euroNeurotischen gegründet wird, damit dieses “wir sind die mehrheit” ein für alle mal von der wirklichkeit eines besseren belehrt wird.

    ich bestaune ja schon seit jahren (…) diese spezies in allen möglichen foren. es ist da die rede von “blockparteien”, “EUDSSR”, der bösen verschwörung der blöderberger und illuminieten, die abschaffung des euro wird unisono verlangt …

    was mir dabei nie so recht klar werden will: wie kann so ein kruder haufen, der genau so desorientiert durch die wirklichkeit stolpert wie die piraten, am ende als partei politik machen.

    bitte das wort “politik” auf der zunge zergehen lassen. das setzt so etwas wie ein solides verständnis der wirklichkeit und die fähigkeit zum kompromiss voraus. beides kann ich weder beim afd noch bei den piraten erkennen.

    sie sind ersetzt durch das narzistische “ich will den mars riegel aber jetzt!!!” an der kasse und ein sammelsurium von verschwörungstheorieen. in parteiform gegossen durch die vorstellung, daß diese partei genau das will, was der einzelne sich so unter einem marsriegel vorstellt.

    irgendwann wird dann offenbar, daß jeder einen anderen haben will und der rest “projektion” war: wir werden alles anders machen als die anderen, unsere leute sind heilige … ich wähle seit es sie gibt, die grünen und … naja, ich muss damit leben, daß “wir” uns auch an die gegebenheiten “anpassen” mussten und man uns dafür beschimpft. in zwanzig, dreissig jahren werdet “ihr” das auch verstanden haben.

    nur, ahem, kirstin hat das da oben schön gesagt, aber es ist so klein, daß es fast untergeht: alles im grunde kirchturm-politik, leute, die den teil der wirklichkeit, den sie zu verstehen in der lage sind, mit dem universum verwechseln und die, deren denke sie nicht nachvollziehen können, gerne als “fanatiker” desavourien und in hysterisches kreischen verfallen, wenn man sie auf die widersprüche aufmerksam macht.

    daß da oben so viele worte verloren werden müssen, das belustigt mich im grunde. ja, ich weiss “ihr” seid ganz furchtbar aufgeregt, der sieg ist nahe, 90% ein klacks, “ihr” könnt das wasser einfach nicht halten und habt unisono einen präkox.

    wie gesagt, ich freue mich auf den wahlabend.

    und ich hoffe mal, das feature von frau eisenmann wird wirklich gehört. es stellt einen zeitlichen und ideologischen kontext her, der erklärt, was wirklich schiefgeht mit dem euro, daß es mit namen und parteizugehörigkeit zu nennende personen gibt, die das aktuelle desaster verantworten.

    das ist nicht “DIE” eu, “DER” euro … nope, es ist die unfähgkeit dieser kanzlerin, nägeln mit köpfen zu machen. die frau gehört weg, von mir aus durch UvdL + trittin (mein dreamteam) ersetzt und dann sollte endlich auf die “bundesrepublik europa” hingearbeitet werden, ein _solidar_-system, das einen lastenausgleich schafft.

    aber, das ist meine meinung, jeder darf seine haben.

    wer am ende dann gewählt wird, sehen wir ja im september …

  60. hardy |  22.04.2013 | 02:10 | permalink  

    klitzekleines ps:

    ich verstehe die schwierigkeiten mit dem “ihr” nur zu gut, wenn ich einerseits lese, daß die NPD für sich beansprucht, ihre “uboote” entsandt zu haben und dann wiederum, daß viele wähler der FDP und … ich musste lachen … aus der “linkspartei” anzieht.

    das ist ein phänomen, das wir aus den frühen dreissigern kennen, als eben noch stramme kommunisten sich plötzlich in der NSDAP wiederfanden.

    ich wäre da auch verwirrt, dieses “wir”, das die afd nun bilden will, zu definieren und könnte mich, wäre ich ein neophyt, auch damit herausreden, daß ich mit “denen” und “denen” nix zu tun habe.

    aber wie gesagt: im gegensatz zu einer hysterischen öffentlichkeit – ich FREUE mich über die parteigründung und werde jetzt mit großem vergnügen “eurem” selbstfindungsprozess zugucken – “ihr” raubt ja offensichtlich genau denen die stimmen, die ich eh nicht abkann.

    bei “uns” jedenfalls findet “ihr” sie nicht. wir sind “aufgeklärt” und haben einen “horizont” weit über den dorfanger hinaus …

  61. chris |  22.04.2013 | 02:56 | permalink  

    @ Kerstin Ludwig:

    Auch Ihnen vielen Dank für die Antwort auf meinen Beitrag. Es lag mir nicht daran irgend etwas zu gewinnen und das, was ich schrieb verstehe ich keineswegs als Ergänzung des AfD-Programms. Ich versuchte nur einige Punkte zu benennen, in denen Ihre Kritik meiner Meinung nach fehl geht und eben auch zu begründen, warum.

    Ich bin durchaus skeptisch, ob die Vorschläge des AfD zum €-Austritt umsetzbar sind, auch wenn sie von scheinbaren Autoritäten stammen. Die reine Behauptung, dass das nicht ginge, reicht mir aber nicht aus, um die Frage zu verneinen.

    Was Will dazu schreibt, finde ich eher armselig und peinlich. Wenn ich ihn recht verstehe, wirft er den AfD Gründern vor, zwischen 1940 und 1070 geboren zu sein und in ihrer Jugend nicht die Politik vertreten zu haben, die er damals für richtig gehalten hätte oder die er aus der Rückschau für richtig hält. Ein furchtbares Vergehen, für dass er sie jetzt verbal in die Genitalien tritt. Das ist keine Polemik sondern persönliche Beleidigung.

    Von Ayn Rand weiß ich nicht mehr als ihren Namen. Von ihren Schriften habe ich noch keine Seite gelesen, aber das scheint auch nicht mehr nötig zu sein : ) (sofern ich Ihnen wenigstens in diesem Punkt vertrauen darf).

  62. hardy |  22.04.2013 | 03:38 | permalink  

    chris,

    absolute zustimmung zu deiner replik auf will.

    ich bin baujahr 56 und habe in erinnerung, daß “wir” damals andere probleme hatten. wir mussten unsere eltern fragen, was sie “damals” gemacht haben, dafür sorgen, daß zb. frauen ihre eigenen konten haben oder ohne zustimmung ihres mannes einen job annehmen durften, keine raketen von unserem boden oder auf unseren boden abgefeuert wurden und aus einer naziverseuchten gesellschaft eine wurde, in der will seinen ahistorischen quatsch absondern kann.

    das sahnehäubchen – aus meiner sicht – “wir” (d.h. der aufgeklärte teil seiner nur imaginierten uniformen gesellschaft) haben es am ende geschafft, daß es gesetzlich verboten ist, kinder zu schlagen. “die anderen” haben versucht, das alles aufzuhalten, so wie sie jetzt versuchen, eine frauenquote aufzuhalten. oder, naja, die DM wieder einzuführen …

    ich bin eigentlich ganz zufrieden mit der leistung “meiner generation”

    ich werde wohl leider nicht mehr mitbekommen, ob seine das auch sagen kann, ich befürchte, sie wird irgendwann auf einen scherbenhaufen gucken müssen.

  63. Tim Holzner |  22.04.2013 | 07:06 | permalink  

    @Chris
    Zutreffende Analyse des Artikels, Bravo! Besser kann man den Nagel kaum auf den Kopf treffen. Inhaltlich wurde Frau Ludwig vom überwiegenden Großteil der Kommentatoren widerlegt, da sie allerdings sowieso nicht mit Argumenten sondern eher mit Emotionen argumentiert bleibt der gewünschte Effekt leider eher überschaubar. Kann man nichts machen…

    @Hardy
    Da Ihre Ergüsse leider keinerlei Substanz oder Inhalt aufweisen nur soviel: Warum hauen Sie zur Abwechslung bei/vor Ihrem nächsten wirren Pamphlet über die AfD nicht einfach mal CAPSLOCK rein….Wäre mal was anderes….

    @Kerstin
    Die von mir und den anderen Kommentatoren angeführte Kritik und die hierzu aufgeführten Argumente gehören sehr wohl in dieses Forum, schließlich haben Sie sich mit diesem, vor allem von Emotionen getragenen und nicht durch Fakten/Argumenten untermauerten, Artikel weit aus dem Fenster gelehnt.

    Zum spärlichen Wahlprogramm der AfD nur soviel:
    Letztlich ist es doch für viele Kritiker der Partei der letzte Notanker, wenn alle anderen Versuche die Partei zu diskreditieren fehlschlagen. Wenn man sich dann allerdings einmal anschaut wie dürftig das Wahlprogramm der SPD auf ihrer Internetseite ausfällt….ohne Worte. Die SPD besteht seit 150 Jahren, beschäftigt eine stattliche Anzahl an Vollzeitbeschäftigten und nennt unzählige Berufspolitiker ihr Eigen und vielmehr als einzelne Phrasen mit ein wenig Fließtext kommt dann dabei auch nicht raus (natürlich mit tollen Bildern garniert, keine Frage). Exemplarisch hierzu nachstehend einmal eine Kopie des Absatzes über den “Wert der Arbeit”

    “Wir sind die Partei der Arbeit, seit 150 Jahren. Auf diese Erfahrung können Sie bauen. Im Mittelpunkt die Interessen der Menschen, die etwas leisten wollen. Die hart arbeiten, sich und ihre Familie ernähren. Das hat Wert – und einen Preis.

    Darum wird die SPD flächendeckend einen gesetzlichen Mindestlohn einführen: mindestens 8,50 Euro, garantiert. Die Lebenshaltungskosten unseres Landes lassen weniger nicht zu. Berufstätige Frauen und Männer können sonst die Familie nicht ernähren, ihre Miete nicht zahlen, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wer fleißig ist, darf nicht gezwungen werden, beim Sozialamt zusätzlich etwas abholen zu müssen.

    “Gute Arbeit“ heißt für die SPD auch, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wieder die Regel wird. Das heißt: Leiharbeit muss das werden, wofür sie mal eingeführt wurde. Als Ausgleich für kurzfristige Auftragsspitzen in Unternehmen – nicht als billiger Ersatz für Normalarbeitsverhältnisse. Darum werden wir durchsetzen, dass Leiharbeiter den gleichen Lohn bekommen wie ihre festangestellten Kolleginnen und Kollegen.”

    Super! Klasse so! Unheimlich konkret und detailliert, die sagen natürlich nicht nur was sie wollen sondern auch genau wie sie das anstellen werden. Genau das was Sie bei der AfD kritisieren oder? Wir wollen X indem wir Y….jaja, mehr als ein paar Allgemeinposten und Schlagwörter wie den Mindestlohn (der im Übrigen alleine aus tarifrechtlicher Hinsicht und somit auch im Hinblick auf Art. 9 III GG mehr als problematisch ist) werden Sie da leider nicht finden.

    Die AfD besteht streng genommen seit 1 Woche, glauben Sie mir, in 150 Jahren bekommt die Partei das bisschen Fließtext auch noch hin, versprochen.
    Und der Vergleich mit den Piraten: Haben Sie hoffentlich selber bemerkt oder? Der hinkt nämlich deshalb weil diese Partei nun seit 2006 besteht. In dieser Zeitspanne kann man auch einmal ein etwas ausführlicheres Wahlprogramm ausarbeiten, in 40 Tagen (Internetseite online gegangen) neben Job und Familie wohl eher nicht. Und warum man sich nicht mehr Zeit genommen hat, zuerst ein ausführlicheres Programm zu schreiben und auszuarbeiten? Weil die Wahl bereits in 4 Monaten ansteht und dann ist erstmal wieder für 4 Jahre Schicht im Schacht. Der ICE rast allerdings jetzt schon auf den Abgrund zu. Das Ganze hat also was mit Verantwortungsbewusstsein zu tun….

    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Holzner

  64. stefanolix |  22.04.2013 | 07:28 | permalink  

    Vorab: Ich bin kein Anhänger der AfD und ich werde sie im September auch mit Sicherheit nicht wählen. Aber trotzdem sollte man fair mit ihren Gründern umgehen.

    Die Replik von Will Rodermund trifft doch nicht vorrangig die Gründer der AfD, sondern sie trifft vor allem die politisch Verantwortlichen der Regierungsparteien zwischen 1970 und 2012. Insbesondere trifft sie die Parteien, die den Euro ohne ausreichende Kontrolle der Beitrittskandidaten und ohne ausreichende Absicherung eingeführt haben. Ich finde es nicht fair, diese Fehler den AfD-Gründern anzulasten.

    Ich behaupte, dass man den Euro immer noch retten könnte. Es müsste überall in Europa eine wirklich funktionierende Verwaltung und darin inbegriffen ein funktionierendes Steuersystem geben. Damit meine ich einerseits entsprechende Steuersätze und andererseits natürlich auch deren Durchsetzung. Das Gefälle zwischen Deutschland und Griechenland (um die beiden extremsten Beispiele zu nennen) kann man sich nicht leisten, wenn man einen Währungsverbund aufrechterhalten will.

    Griechenland ist in finanzieller Hinsicht ein failed state: Es erzielt nicht genügend Steuereinnahmen, weil es keine kompetente Verwaltung hat und weil die Griechen über Jahrzehnte mit allen erdenklichen Mitteln das Steuerzahlen vermieden haben. Gleichzeitig wuchsen die Ausgaben und immer mehr Menschen machten sich vom Staat abhängig. Teurer Konsum auf Pump würde aber auch in einem Staat mit funktionierender Verwaltung nur begrenzte Zeit funktionieren.

    Warum haben denn die Südländer nominell mehr Vermögen als wir Deutsche? Unter anderem deshalb, weil wir in einem Hochsteuersystem hohe Steuern und Abgaben zahlen und deshalb weniger Vermögen bilden können. Dafür steckt im übertragenen Sinne ein gewisses Vermögen in der Infrastruktur, im Gesundheitswesen und im Bildungswesen.

    Die EU-Politik der Zuweisungen mit der Gießkanne hat vor allem in den Staaten ohne funktionierende Verwaltung zu Invest-Ruinen und zum Abfließen des Geldes in dunkle Kanäle geführt. Investiert wurde wenig, konsumiert wurde viel. Die Schulden wuchsen über Jahrzehnte und wurden lange Zeit verschleiert.

    Hätte Zypern eine funktionierende Finanzaufsicht gehabt, hätte es in Griechenland einen funktionierenden Staat gegeben – dann stünden sie heute nicht dort, wo sie stehen. Jetzt frage ich: Sind die Staaten mit einem funktionierenden Steuersystem dafür verantwortlich, dass sich die Lebensverhältnisse in Europa angleichen? Oder wären nicht zunächst die südeuropäischen Länder am Zug, indem sie ihre Verwaltungen und ihre Steuersysteme und ihre Ausgaben in Ordnung bringen?

    Eigentlich müsste sich eine »Alternative für Europa« gründen, die dafür eintritt, dass die Fehler der bisherigen Währungspolitik, Steuerpolitik und Verteilungspolitik korrigiert werden. Nach meiner Überzeugung kann der Grundsatz einer »Alternative für Europa« nur in einer Stärkung der Eigenverantwortung von Bürgern, Unternehmen und Einzelstaaten liegen .

    Marktwirtschaft und Demokratie müssen in einem Ordnungsrahmen so weiterentwickelt werden, dass die Bürger und Unternehmen zunächst einmal Leistung bringen können, um dann einen fairen Anteil davon an das (nationale und europäische) Gemeinwesen abzugeben. Die Leistungsfähigkeit der Bürger und Unternehmen muss dabei erhalten bleiben. Der Ordnungsrahmen muss u. a. auch Spekulationsgeschäfte, Steuersparmodelle und die Verschuldung umfassen.

    Solange die einen immer weiter zahlen und die anderen immer weiter verbrauchen, wird das gemeinsame Europa nur immer neue Konflikte hervorrufen. Mit der bisherigen Politik werden die extremistischen Kräfte gestärkt. Eine »Alternative für Europa« müsste aber die Mitte stärken.

    Am Schluss noch eine Randbemerkung: Ich finde es witzig, dass einige Diskussionsteilnehmer an die Zeit zurückdenken, in der es noch die DM und das Geldwechseln gab. Wie marginal ist denn das Problem mit dem Geldwechseln gegenüber der Gefahr eines drastischen Wertverlustes unserer Währung und unserer Rücklagen?

  65. hardy |  22.04.2013 | 07:39 | permalink  

    tim (9?)

    (w)irre pamplete sind – wie die kleinschreibung – seit mehr als 40 jahren mein “markenkern”.

    CAPSLOCK wäre ja “schreien”. aber – offen gestanden – ich kichere eher leise bei der vorstellung einer AfD in 150 jahren. zu blöd, daß wir das dann hier nicht überprüfen werden können …

    aber ich werde einfach in ein paar monaten noch mal auf die haltbarkeit, die entwicklung und die wahlergebnisse zurückkommen, das wird wohl schon reichen.

    sollten noch unterschriften gebraucht werden, damit die AfD zur wahl zugelassen wird: ich bin nur allzugerne bereit, eine solche zu leisten …

    ich bin eben vergnügungssüchtig und werde gerade bestens unterhalten …

  66. Skalg |  22.04.2013 | 08:06 | permalink  

    Irgendwie erinnert mich das Programm ja an Strauß.

  67. Tim Holzner |  22.04.2013 | 08:09 | permalink  

    @Hardy
    Ich bin tatsächlich erst 8 Jahre alt, beherrsche aber trotzdem schon die deutsche Sprache inklusive der Groß- und Kleinschreibung. Des Weiteren haben mir meine derzeitigen Grundschullehrer beigebracht nicht einfach wirre Pamphlete (ja, das H gehört da wirklich rein) zu verfassen, sondern sachlich zu argumentieren und insbesondere andere Menschen trotz einer konträren Meinung zu achten und zu respektieren. Vllt. ändert sich das ja aber wenn ich einmal so groß und klug bzw. geradezu weise bin wie Sie, vllt. sind dann für mich alle Andersdenkenden die auch einmal über den eigenen Tellerrand schauen können und den gesunden Menschenverstand einschalten “Spinner” und “Fanatiker”….Was Ihr Angebot hinsichtlich der Unterschriftenliste anbelangt: Sehr freundlich, allerdings werden die 2000 Unterschriften pro Bundesland einfach nur ne Lachnummer…

    @Stefanolix
    In einer perfekten Welt könnten die Dinge die Sie ansprechen funktionieren, und die von Ihnen angedachten Lösungsansätze wären wahrscheinlich so etwas wie der Königsweg um aus der Misere hinauszukommen. Leider leben wir nicht in einer perfekten Welt und leider hat sich die EU in eine Richtung entwickelt die mit den hehren Zielen von einst nicht mehr viel zu tun hat. Es hat sich im Verlauf der letzten Jahre einfach überdeutlich gezeigt, dass die kulturellen und mentalitären Unterschiede in der EU zu groß sind um Sie nun mit der Brechstange zu nivellieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Holzner

  68. hardy |  22.04.2013 | 08:45 | permalink  

    werter tim,

    schade, daß ironie oder sarkasmus nicht zu den dingen gehört, die lehrer einem beibringen. und wer tim (9) ist, findet man nur heraus, wenn man neben der neurotischen fixierung auf den beweis, daß man “recht” hat, auch einen hang zu den eher fröhlichen seiten des netzes hat und weiß, daß er jetzt einen schülerVZ zugang hat.

    mit den neurosen der vehementen eurogegnern schlage ich mich seit jahren herum, ein besuch im handelsblatt (faz, spiegel, zeit, welt tun den zweck auch) macht einen schnell mit deren existenz und kampf um die oberhoheit am virtuellen stammtisch vertraut. auch mit deren art, die dinge “durchzudiskutieren”. vom höckchen aufs stöckchen …

    das da oben kenne ich also zur genüge, ich weiss, daß es vollkommen sinnlos ist, sich auf die “argumente” einzulassen … hat man sich erst mal darauf eingelassen, ist man schon d’rauf reingefallen und auf den leim gegangen und endet wie stefanolix.

    es ist, sorry to say, die reine zeitverschwendung.

    wie bei kartentricks: man starrt auf das ausgebreitete tehma und schon hat einem jemand hinterrücks ind die tasche gegriffen und die zeit gestohlen.sage ich, nachdem ich das spiel eine geraume zeit mitgespielt habe. es war für mich abzusehen, daß sich “das”, dieser indiffernte haufen an verschwörungssüchtigen, kleinkarierierten, ewig gestrigen, ressentiment geladenen eines tages zu einer partei formieren würde.

    ich bin hier einfach zu alt, um höflichkeiten geschweige denn interesse zu heucheln: hier mischt sich alles von “schwach & sinn”, PI über die deutschen mittelstands-”nachrichten”, gewürzt mit einer prise panik ums ersparte zu einem coctail an unappetittlichkeiten, den ich von der ersten minute an alleine schon wegen der ressenimntgeladenheit und der sucht nach rechthaberei abstoßend fand. typisch deutsch.

    in der zeit, in der ich im “spiel” war, habe ich zwei gründungen und die darauf folgenden “bekehrungswellen” erlebt, das hier ist die dritte.

    es ist jedes mal das selbe, die themen werden leicht variiert. was sich auch immer gleich ist, die eigene meinung, das denken vom gewünschten ende (typisch für verschwörungstheorien) her, ist konkurrenzlos. die anderen haben bloß keine ahnung.

    der eigene haufen wird mit DER MEHRHEIT verwechselt und die “realität” komplett ignoriert: in diesem land gibt es neben dem geplärre am stammtisch auch so etwas wie “politik”, es gibt mehrheiten und die leute wählen nun mal nicht auf “gut glück”.

    “der deutsche wähler”, so es so etwas gibt, mag keine hüpfer ins grüne. er wird, warum auch immer, die merkelsche wählen. damit alles so bleibt wie es ist. sagen mir jedenfalls die erfahrung von mittlerweile 10 bundestagswahlen.

    nicht, daß mir das gefällt, aber so ist das.

    es wird am ende darauf hinaus laufen, ob der deutsche michel das risiko eingeht, gegen die regentin zu meutern, oder ob er sich nicht doch eher fragt, ob am ende rot/grün den laden übernimmt, wenn er sein kreuz an der falschen stelle macht. (so jedenfalls die parole heute auf dem “focus”)

    es gibt eine “mitte” in diesem land, in die alles drängt. an den rändern ist bewegung. ganz einfache sache, nichts, was mich dazu bringen könnte, in der AfD etwas “gefährliches” zu sehen geschweige, einen club zu wählen, der den ganzen neoliberalen mist, den wir jetzt seit 30 jahren hier spielen, durch nationale kleinkariertheit erweitert.

    die ganze liebesmüh, dieses rechthaberische missionieren, ist komplette zeitverschwendung …

  69. Tim Holzner |  22.04.2013 | 09:41 | permalink  

    @Hardy
    Für einen Moment war ich wirklich versucht mich mit ihrem letzten Kommentar auseinanderzusetzen. Mangels Inhalts natürlich einfach nur mit der Art wie Sie hier Menschen die eine Partei verteidigen in gewisser Art und Weise herabsetzen. Dann bin ich allerdings zu dem Entschluss gekommen, dass es sinnvoller ist Ihnen einfach nur gute Besserung zu wünschen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Holzner (immer noch 8 Jahre alt und ohne SchülerVZ Zugang)

  70. hardy |  22.04.2013 | 16:27 | permalink  

    rim,

    überlassen wi das einfach dem schiedsrichter und gucken noch mal am wahlabend drauf, ob er euer wahlprogramm bereit war zu lesen, von der bereitschaft, euch den selbst angemaßten anspruch auf “recht-haben” abkauft und bereit ist, sich auf ein der historischen erfahrung widersprechenden experiment einzulassen …

    [..] Menschen die eine Partei verteidigen
    [..] in gewisser Art und Weise herabsetzen

    oh, da hat sich jemand nicht angeguckt, wie der wald- und wiesen-euroneurotiker in richtung rot / grün herumpoltert.

    meine entnervt herablassende art ist nur der spiegel dessen, womit ich seit jahren umgehen soll. jetzt gehe ich damit um, und treffe auf zimperliesen …

  71. hardy |  22.04.2013 | 18:12 | permalink  

    da sich ja niemand die mühe macht, dem afd wähler, wenn er mal nicht versucht zu “argumentieren” (sprich die leute dumm und dämlich zu quasseln), auf’s maul zu schauen, hier ein paar zufällig hrausgepickte stilblüten

    so spricht er, der _typische_ afd wähler …

    … die Systemmaden müssen fürstlich weiter bezahlt werden

    … ICH JEDENFALLS WÄHLE NICHT DIE BLOCKPARTEIEN – wähle zwischen Lebra oder Pest

    … Endlich haben wir den Status der Besatzungsmächte voll anerkannt, wir übernehmen die Ami-Philosophie.

    … Deutschland schafft sich ab. Da hatte Sarrazin schon recht.

    anmerkung: der UN-antirassismus-ausschuss hat letzte woche die brd dazu “verdonnert”, seine bevölkerung darüber aufzuklären, daß sarrazin’s thesen definitiv rassistisch sind …

    … Und ja, die verantwortlichen Politiker gehören vor Gericht gestellt! Auch das wird noch auf der Agenda auftauchen, Herr Schäuble, Frau Merkel, etc. !!

    … Es sind doch zu viele Bürger in Deutschland von den verlogenen Blockparteien, den Ökofaschisten, den volksverräterischen Sozialisten (zu denen auch die CDU zählt) maßlos enttäuscht.

    … die ganze Zeit habt ihr bei den Lügen unseres Lügenbarons Schäuble weggeschaut

    … Denkt an Stauffenberg, er hat es wenigstens versucht !

    … Wenn den Leuten in D der Kragen platzen wird, dann müssen sich Leute Ihres schlages nur noch schnell + Brut in Sicherheit bringen, da man dann anfängt solche wie Sie in Nachbarschafts-Hilfe an Laternenmasten zu knüpfen

    also, mal ehrlich, von diesem PACK möchte ich nicht gewählt werden. da hilft kein noch so schön formuliertes wahlprogramm …

  72. Tim Holzner |  22.04.2013 | 18:22 | permalink  

    Keine Ahnung worüber Sie sich da aufregen Hardy… Eigentlich entsprechen solche Aussagen doch genau Ihrem Niveau?!
    Weiterhin gute Besserung wünscht Ihnen
    Tim (8!)

  73. hardy |  22.04.2013 | 18:35 | permalink  

    und damit das nicht ohne quellenangabe bleibt, der mist ist nur das sahnehäubchen der kommentare zu diesem artikel im handelsblatt, der der AfD 19% potential prophezeit.

    so geht das da schon seit _jahren_ und nicht nur da.

    eine partei ist eben auch die summe ihrer wähler und das ist eben das klientel des afd. ob sie sich, wie hier, auf wohlfeiles “argumentieren” verlegt oder nicht: da gärt etwas, dessen geruch man nur faulig nennen kann.

    so “irre”, werter tim, apologeten der AfD für ihr publikum nicht in haftung zu nehmen, bin ich ja dann doch nicht …

  74. hardy |  22.04.2013 | 19:11 | permalink  

    tim,

    ich kann ganz gut verstehen, daß sie den aufreger nicht ganz nachvollziehen können und denken, mir mit der lächerlichen unterstellung den wind aus den segeln zu nehmen, das sei _mein_ niveau.

    ich kann mich nicht erinnern, daß bei der gründung der “grünen”, der politische gegner als “lügenbaron” diffamiert, ihm attentate prophezeit (“stauffenberg”) und den wählern der “anderen” damit gedroht wurde, ihn und seine “brut” an den nächsten laternenpfahl aufzuknüpfen.

    das mag für sie so “normal” sein, daß sie nicht nachvollziehen können, worüber ich mich aufregen könnte. ich schließe mal aus ihrem unverständnis, daß sie in der jauche da oben baden wie ein fisch im wasser.

    für mich ist das die sprache des nationalsozialismus. sie wird im “handelsblatt” gesprochen und nicht von der redaktion entsorgt. das sagt mir jedenfalls einiges über den zustand dieses landes und seiner “qualitätsmedien”.

    ihr “unverständnis”, was daran anstößig sein könnte, sagt mir wiederum alles über sie. sie können jetzt also aufhören, hier auf klug zu heucheln …

    so viel zu ihren klugen “argumenten”.

  75. Tim Holzner |  22.04.2013 | 19:32 | permalink  

    Egal was sie da nehmen Hardy, bitte setzen Sie es ab, es tut Ihnen ganz offensichtlich nicht gut. Und wenn Sie dann wieder runtergekommen sind, können Sie gleich noch einmal den Kommentarbereich des Handelsblattes besuchen und den Hinweis über Forentrolle durchsehen. Mit etwas geerdeter Selbstreflexion könnte Ihnen da vllt. sogar eine Erkenntnis kommen.
    Immer noch mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen
    Ihr Tim

  76. Kerstin Ludwig |  22.04.2013 | 19:36 | permalink  

    Entschuldigung, aber was ist das denn hier jetzt für ein Umgangston?

    Man kann sich mit einer Partei kritisch auseinandersetzen. Man kann danach darüber diskutieren, aber persönliche Diffamierungen und Unterstellungen von Drogenkonsum ist doch wohl völlig daneben.

    Und wird auch dem Forum hier nicht gerecht. CARTA hat da absolut besseres verdient.

  77. Tim Holzner |  22.04.2013 | 19:48 | permalink  

    Frau Ludwig, meinen Sie das jetzt eigentlich ernst? Lesen Sie sich bitte einmal die beeindruckenden Kommentare von Ihrem Unterstützer Hardy durch und sagen Sie mir danach bitte ob das der Umgangston ist den Carta verdient hat…Da er so ziemlich die einzige Person ist, die Ihren Artikel großartig fand, kann ich Ihre Sympathie ja noch irgendwo nachvollziehen, aber ernsthaft, so verzweifelt kann man doch trotzdem eigentlich kaum sein…
    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Holzner

  78. Kerstin Ludwig |  22.04.2013 | 19:50 | permalink  

    Wem der Schuh passt zieht ihn sich an?

  79. hardy |  22.04.2013 | 19:51 | permalink  

    forentrolle?

    nope, es ist das _stammpublikum_, das mir seit jahren so vertraut ist, wie die art, mit dem politischen gegner umzugehen.

    wie gesagt: ich habe diesem publikum bei der reaktion auf die gründung von mittlerweile drei (naja, eigentlich vier) parteien (die freiheit, pro köln, freie wähler) jetzt die afd zugucken “dürfen”:

    es sind immer die selben (soll ich die namen nennen?), die hysterisch reagieren und sofort die jeweils aktuelle variante wählen würden.sie sind der “typische” afd-wähler, das sich hinter den professoren nur versteckt. darunter herrscht der mob.

    sie haben übrigens immer noch nicht darauf reagiert, daß ich beim besten willen nicht verstehen kann, warum das da oben für sie kein “aufreger” ist. ich muss also davon ausgehen, daß es für sie eben “normal” ist.

    dann sind sie hier definitiv am falschen ort …

    ich gehe mal davon aus, daß der “typische” carta.de leser ganz genau versteht, worauf ich hinaus will – und mir vera nicht mit der schere kommt, wenn ich die assoziationen an die entstehungsgeschichte des nationalsozialismus wachrufe: es war das selbe pack, das diese partei damals wählte, das heute so _abartig_ plärrt.

    @kerstin

    [..] Unterstellungen von Drogenkonsum

    oh, ich hatte das jetzt in meiner naivität doch glatt als eine anspielung auf die blutdrucksenkenden pillen verstanden, die ich seit geraumer zeit konsumiere.

    danke für den hinweis ;-)

    was den ton betrifft: bis auf einen flappsigen “postillon”-joke fühle ich mich gerade unschuldig wie ein neugeborenes und … vor allem … in der lage, mit dem umzugehen, was tim versucht – ich schlage mich damit wirklich schon seit jahren herum und habe eine ziemliche lederhaut, was das betrifft.

    aber danke für das einschreiten.

  80. hardy |  22.04.2013 | 20:43 | permalink  

    @kerstin

    zu blöd, daß das gerade alles so holter-die-polter eintrudelte und ich die lustigsten stellen immer erst mitbekomme, wenn ich gerade meinen kommentar weggeschickt habe.

    also, zunächst, ich bin nicht dein “unterstützer”, wie tim da mutmaßt. schon gar nicht dein einziger.

    ein kleiner blick über das treiben in gradezu allen portalen des landes zeigt ja die welle von kommentaren, die reklame für die AfD machen. unter dem interview im cicero mit lucke zb. finden sich 96% afd-missionare und bei den anderen ist es keinen deut anders.

    das könnte bei naiven den eindruck erwecken, die AfD sei so etwas wie die fides und mit 2/3 mehrheit chef des landes. in wirklichkeit sind es bloß hysterisierte zombies, die gerade versuchen alles wegzubeissen und mit ihrem wortschwall alles zu ertränken, was nicht bei drei auf dem baum ist.

    du brauchst hier nicht meine “unterstützung”, du weisst selbst gut genug, welche geschichte dieses land hat, wie tief die verankerung in die europäische umgebung und den euro (73% ist die letzte zahl, die ich kenne) ist und daß dieser kleine haufen verwirrter neurotiker im september ziemlich dumm aus der wäsche gucken wird.

    ich bewundere deine geduld, dir diesen mist auch noch als ernstzunehmenden beitrag vorzuknüpfen und ihn auseinander zu legen. aber: ich denke, das ist der falsche ansatz und in dem moment, wo man sich darauf einläßt, ist man diesen jungs schon auf den leim gegangen.

    was ich – seit jahren – vermisse, ist die auseinandersetzung mit dem wahl-pack dieser klitsche und dem, was es in den foren treibt. das handelsblatt ist da wirklich symptomatisch. es gab, vor etwa einem jahr, einen kurzen moment, wo ein redakteur mal den mund aufmacht (nur einen klitzekleinen) und schrieb, wenn es nach ihm ginge, würde er 2/3 der kommentare schlicht löschen.

    ich kann ins archiv gucken und tag und uhrzeit nennen ;-)

    aber: im grunde herrscht hier eine zynische klickgeilheit (die ich jetzt carta.de nicht unterstelle!) – das handelsblatt hat sich so eine laufkundschaft (ich glaube nicht, daß dieses pack die gedruckte ausgabe liest) herangezogen, mit und von der es seither online lebt.

    wir sollten uns weniger von dem parteiprogramm einseifen lassen als mal drauf zu gucken, wie der AfD-wähler so redet. ich habe da oben eine kleine auswahl, die ich in 3 minuten zusammengestoppelt hatte, präsentiert.

    _das_, liebe kerstin, ist das problem, nicht die halbgarheiten eines programmes, das hinterher kein schwein mehr interessiert. sich hier auf diskussionen mit monothematisch neurotischen besserwissern einzulassen, ist vergebliche liebesmüh, wir gehen diesen notorischen rechthabern nur auf den leim und lassen uns vom wesentlichen ablenken.

    und das ist eben dieses vulgäre pack, das diese partei am ende aus gründen wählen wird, die nicht im programm stehen, und die man schlicht in einen punkt zusammenfassen kann: ressentiments gegen “das fremde”. weg mit der EU, weg mit den muselmanen, weg mit den “ökofaschisten”, an den laternenpfahl mit jedem, der nicht unserer meinung ist.

    der rest ist projektion. ich bewundere also den “nerv”, den du (noch) hast, dich auf das spiel einzulassen, den habe ich schon lange nicht mehr. ich kann mich darüber eigentlich nur noch lustig machen und verweise auf die aktuelle ausgabe des postillon, der einen veritablen skandal entdeckt hat.

    ansonsten: wir beide wissen nur zu genau, wie dieses land tickt und daß diese lauten kreischer sich und ihre parteiruine massiv überschätzen.

    in diesem sinne

  81. Kerstin Ludwig |  22.04.2013 | 21:21 | permalink  

    ich bewundere deine geduld, dir diesen mist auch noch als ernstzunehmenden beitrag vorzuknüpfen und ihn auseinander zu legen. aber: ich denke, das ist der falsche ansatz und in dem moment, wo man sich darauf einläßt, ist man diesen jungs schon auf den leim gegangen.

    Danke ;)

    aber mir geht es nicht um Mitglieder der AfD, die zu überzeugen oder auch nicht. Ich bin, in vieler Hinsicht, vielleicht naiv. Ich glaube, dass jeder Mensch es wert ist, das man sich mit ihm sachlich auseinandersetzt – bis zum Beweis des Gegenteils, der, wie in vielen Foren üblich, auch schnell erfolgt ist.

    Mir geht es vor allem darum, die zu erreichen, die unschlüssig sind. Mal einen Weg aufzuzeigen, wie man sich einer Partei nähern kann und wie man mit den Dingen umgehen kann, die man jeden Tag so hört (ich fürchte, “meine” Lehrer haben hier ein wenig abgefärbt).

    Wir sind doch inzwischen in einer Gesellschaft, die so laut ist, das man sein eigenes Wort nicht mehr hört.

    Mein Weg ist vielleicht nicht der, den andere gehen werden. Und ja, auch die anderen Parteiprogramme haben Lücken.

    Aber wenn man eine Alternative darstellen will, kann es wirklich sein, dass man sagt: “Wir mussten uns jetzt gründen, weil das der richtige Zeitpunkt ist, um zur Bundestagswahl genügend Stimmen zu bekommen” oder “wir haben noch kein richtiges Wahlprogramm, weil…weil, äh, OH LOOK AT THE CAT!”

    Auf andere, schlechte Wahlprogramme zu zeigen und zu glauben, das reicht – der stellt keine Alternative dar, der will nur meckern und das in Parteiform, vielleicht, weil man so auch noch die Parteienfinanzierung mitnehmen kann?

    Ich würde mir von allen Parteien wünschen, dass ihre Partei- und Wahlprogramme etwas lesenswerter wären und nicht vor Nullphrasen strotzen würden. Aber ich bin auch Realist genug, um zu wissen, dass das nicht geschehen wird.

    Aber, WENN ich als eine Alternative antreten will zu den etablierten Parteien, dann kann ich nicht mit “die machen das doch auch” hoffen, dass man mir schon glaubt, ich würde es besser machen.

  82. Tim Holzner |  22.04.2013 | 21:37 | permalink  

    Sehr geehrte Frau Ludwig, was wollen Sie mit ihrem Einzeiler eigentlich genau ausdrücken? Selbst ich als in der Kunst der Auslegung bewanderter Jurist bin nach wie vor unentschlossen. Am ehesten meinen Sie damit wohl, dass es Ihnen ganz offensichtlich egal ist, von welcher Seite der Beifall kommt? Hauptsache irgendeiner applaudiert. Da ist es dann auch egal, ob diese Person eine ganze Gruppe von Menschen, die es „wagen“ mit einer dem bürgerlichen Milieu entspringenden Partei zu sympathisieren, pauschal als rechtes Pack, als Fanatiker, Spinner und als hypnotisierte Zombies (mein Favorit!) diffamiert oder aber wiederholt und ganz konkret, aufgrund einer ironischen Bemerkung meinerseits, potentiell beleidigende Äußerungen in meine Richtung vom Stapel lässt. Ganz offensichtlich sind Personen die eine sachliche Diskussion auf der Grundlage von Fakten und Argumenten führen möchten auf Carta nicht willkommen, anders kann ich mir diese abstruse Parteinahme nicht erklären. Gleiches und Gleiches gesellt sich gern sagt man so schön, da Sie und Hardy mehrfach Ihre intellektuelle Überlegenheit in beeindruckender Art und Weise zur Schau gestellt haben, ergreife ich nun wohl oder übel die Flucht und überlasse das Feld hiermit (auf Anraten von Hardy) Ihnen und Ihrem kongenialen Partner. Viel Spaß noch beim niveauvollen Debattieren, ich muss jetzt erstmal mein, durch Hardy zu meinem Unmut enttarntes, rechtsradikales Gemüt ein wenig im Handelsblattforum erleichtern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Holzner

  83. Kerstin Ludwig |  22.04.2013 | 21:55 | permalink  

    Sehr geehrter Herr Holzner,

    dann wünsche ich ihnen viel Spaß dabei. ;-)

    Mit auch sehr freundlichen Grüßen
    Kerstin Ludwig

  84. Wolfgang Wegener |  23.04.2013 | 15:54 | permalink  

    Zitat #29: “Ein starkes Deutschland in der Mitte Europas, ungebunden durch die ganzen Bande bilateraler Verträge und “gezähmt” durch die EU – das will ganz sicher niemand.” Ich nehme mal an, ein US-Amerikaner würde zu dieser Aussage wohl sagen: Ihr Deutschen habt sie doch nicht mehr alle. Wieso wollt ihr euch gern zähmen lassen: Werdet endlich mal erwachsen!

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Natürlich finde ich die EU gut, und (bilaterale) Verträge auch. Nur dann müssen sich auch alle dran halten, z. B. an den no bail out.-Passus. Im Übrigen habe ich gestern auf Phoenix-Runde Bartsch (Linke) vs. Lucke (AfD; hoffentlich richtig geschrieben?) gesehen und angefangen zu verstehen, was die AfD überhaupt will und wie sie das erreichen wollen. Das kann man jedenfalls nicht als völlig abwegig bezeichnen, wie ich -äußerst vorsichtig formuliert – finde.

  85. AfD und LINKE: Zwei Wege aus der Eurokrise |  23.04.2013 | 16:20 | permalink  

    [...] werden. Hier allerdings geriet Bartsch in Bedrängnis. Denn er macht das gleiche Argument, wie Kerstin Ludwig vor einigen Tagen auf Carta, nämlich den Euro mit Verweis auf die positiven Auswirkungen der gemeinsamen Währung auf den [...]

  86. Interessante Links und Nachrichten 22.04.2013ff - Pirat Aleks A. |  23.04.2013 | 20:31 | permalink  

    [...] Carta wird das “Wahlprogramm” der #AfD zerflückt: http://carta.info/57165/alternative-fur-deutschland-ein-wahlprogramm/ Interessant für meine Kollegen vom #Tellerrand: “6. Bildung”. /via [...]

  87. Laura J. Leithold |  24.04.2013 | 22:23 | permalink  

    Hervorragender Artikel. Musste ich direkt weiterverteilen. Herzlichen Dank!

  88. Wolfgang Wegener |  27.04.2013 | 14:44 | permalink  

    Bei der Rente liegen wir bei der Ersatzquote (Rente im Verhältnis zum Einkommen in der Erwerbsphase) in Europa auf den unteren Plätzen: Deutschland 58 Prozent, Griechenland z. B. 110 Prozent (bezieht sich auf die letzten fünf Jahre des Erwerbseinkommens). Ähnlich sieht es bei der Dauer des Rentenbezuges aus: Ein deutscher Rentner bekommt nach Regeleintritt noch durchschnittlich 17 Jahre Rente, ein griechischer 24 Jahre. Und dann scheint in Griechenland auch noch die Sonne und es ist warm, bei uns dauert der Winter ewig, und dann kommt ein verregneter Sommer.

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oecd-studie-deutsche-rentner-bekommen-weniger-als-andere-12162202.html

    Wollte ich mal zur Nr. 5 Alterssicherung und Familie nachtragen.

  89. Kerstin Ludwig |  27.04.2013 | 16:24 | permalink  

    Die Zahlen vom Focus sind falsch bzw. suggerieren, dass es “den Griechen” hier weitaus besser geht als “uns”.

    “Im Vergleich zum Gehalt” ist eine schöne Formulierung und eine, die so schön Sand in die Augen streut.

    Vor allem sind Prozentzahlen so schön zum empören, aussagekräftiger sind aber die Vergleichszahlen: Kosten zum Lebensunterhalt ./. tatsächliche Rente in Euro.

    Und hier sehen die griechischen Rentner deutlich anders aus. 110%? Ja, aber nach meinen Informationen vom Grundgehalt (ein Grieche möge mich berichtigen, wenn ich falsch liege).

    In Griechenland ist das Lohngefüge sehr anders als in Deutschland. Dort gibt es in den meisten Berufen ein sehr niedriges Grundgehalt und eine Menge Zuschläge. Damit jetzt die Leute aber von dem Geld leben können, das sie verdienen, bekommen sie eine Menge Zuschläge. Alles in allem kommen die Leute dann auf ein Gehalt, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Das Grundgehalt, das *alleine* bei der Rentenberechnung zählt, ist jedoch sehr niedrig und liegt derzeit bei 737 Euro.
    http://www.stellenboersen.eu/arbeiten/griechenland/geld-gehalt.php

    Tjo – und ehrlich gesagt, hätte ich lieber 58% von 1800 Euro als 110% von 737 Euro.

    Hinzu kommt, dass durch die Schuldenkrise (die imho nur eine künstliche Krise ist und die dafür sorgt, dass derzeit massiv Steuergelder privatisiert werden) die Lebenshaltungskosten in Griechenland nahezu auf dem Niveau von Deutschland liegen.

    Tjo und nun?

    Bleibt von den ganzen schönen Argumenten, dass es den Griechen soviel besser geht als uns nicht mehr viel übrig, vom “schönen Wetter” und dem längeren Regelbezug mal abgesehen.

    Oder anders, sehr viel polemischer ausgedrückt: Wenns doch dort so toll ist, warum strömen die deutschen Rentner nicht in Scharen nach Griechenland?

  90. Wolfgang Wegener |  27.04.2013 | 18:43 | permalink  

    Es handelt sich nicht um einen Focus-Artikel, und die Zahlen stammen von der OECD. Beim besten Willen: Lesen Sie doch bitte die von mir verlinkte Quelle. Ok, Kerstin Ludwig hält diese Zahlen für falsch. Und die OECD hält diese Zahlen für richtig, nehme ich an. Der verlinkte Artikel stand im Übrigen auch in der von mir auch in dieser Angelegenheit hochgeschätzten Holzausgabe der FAZ vom 26. April 2013 (p. 13).

    Diese Diskussion lässt sich nur führen, indem man sich an die Fakten hält. Dass z. B. A.M. fälschlicherweise die Behauptung aufstellt, Ferienhäuser im Ausland würden beim Median des Haushaltsvermögens nicht mitgezählt (Deutschland: 51k€, Griechenland 102 k€), lässt tief blicken.

    Ich stelle jedenfalls fest – und das zeigt auch die rekordverdächtige Zahl von Kommentaren hier – dass es Diskussionsbedarf gibt. Alternativlos, wie von der auf Sicht fahrenden Kanzlerin behauptet, ist diese Art der Rettungspolitik jedenfalls nicht. Meine Meinung: Ohne abwerten zu können, werden es die Griechen nicht schaffen. Ich hoffe ja, ich täusche mich. Aber in der Politk sollte man sich am wahrscheinlichsten Szenario orientieren, wenn Probleme zu lösen sind, und nicht am Wunschdenken. Für uns gilt jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit der Satz: Wer bürgt, der stirbt.

  91. Kerstin Ludwig |  27.04.2013 | 19:38 | permalink  

    Das es Diskussionbedarf gibt: Keine Frage.

    Trotzdem halte ich die Schlußfolgerung, dass es “den Griechen” besser geht als uns hier, für unlauter, weil immer noch Zahlen miteinander verglichen werden, die nicht verglichen werden dürfen.

    Prozentzahlen sagen nichts, aber auch gar nichts über das tatsächliche Einkommen aus.

    Wenn ich hier eine Rente von 58% von 1800 Euro bekomme, ist das immer noch weitaus mehr als die 110%, die griechische Rentner von 737 Euro bekommen.

    Aber diese Durchschnittsrechnerei bringt uns doch keinen Schritt weiter, außer, dass mal wieder ein Grund da ist, auf Griechenland rumzutrampeln.

    Auf zwei Dinge sollte man sich doch eigentlich einigen können:

    1. Man kann die Renten in Griechenland und in Deutschland nicht vergleichen, ohne auch die Preisentwicklung mit einzubeziehen und die Rechnung, ob Rentner in Griechenland mit ihren “110%” überhaupt in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt sicherzustellen. Hint: Sind sie oft nicht, darum findet in Griechenland auch gerade eine massive Landflucht statt.

    2. Der Durchschnitt liefert verfälschte Ergebnisse. Wichtiger wäre der Median, der die Ausreißer nach unten und oben nicht ins Endergebnis einfließen läßt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Median

    Und wenn man DIE Zahlen hat, dann hat man auch eine faire und sachliche Diskussionsgrundlage.

    Denn eins ist doch klar: Rentner müssen von ihrer Rente leben können ohne sich am 15. fragen zu müssen, ob die 3 Kartoffeln wohl noch bis zum Ende des Monats reichen.

    Aber mit dem Zahlengeschwurbel, mit dem gerade die Leute um sich werfen – Durchschnittsrente hier, wenig Rente da – damit kann man nicht diskutieren. Das ist nur geeignet, Ressentiments zu schüren.

  92. Kerstin Ludwig |  27.04.2013 | 19:41 | permalink  

    Und wo wir schon mal bei Griechenland sind:

    WENN ein Land Korruptionsprobleme hat und u.a. deswegen in die schieflage gekommen ist, WENN ein Land keine vernünftige Steuerbehörde hat und somit Steuerausfälle in maximaler Höhe, weil hier eine Hand die andere wäscht,

    DANN wäre es zumindest für mich logisch, den öffentlichen Sektor nicht zum sparen zu bewegen, sondern auszubauen. Kredite nur zu gewähren, wenn vernünftige Korruptionsbekämpfungsgesetze erlassen UND durchgeführt werden und wenn man die Fiskalbehörden auf Betonfüsse setzt und nicht auf Ton.

    Passiert aber nicht. Statt dessen wird auf dem Rücken der Leute gespart, die eh schon nix mehr haben. Und DAS wiederum gibt gerade den Faschisten ihren Aufstieg aus dem Lehrbuch.

  93. Wolfgang Wegener |  28.04.2013 | 13:39 | permalink  

    1. Sie haben Recht, neben den Prozentzahlen sind natürlich auch absolute Zahlen wichtig. Allerdings gibt es auch in Deutschland Rentner, die “sich am 15. fragen müssen, ob die 3 Kartoffeln wohl noch bis zum Ende des Monats reichen”. Googlen Sie “Durchschnittsrente”, und Sie geraten in Foren, in denen einem schlecht werden kann. Und dies in einem Land, welches Sie von der Wirtschaftskraft, der Exportstärke, der Zahl der Patente pro Einwohner, der Rechtssicherheit usw. sicherlich nicht mit Griechenland(Oliven, korrupt von unten bis oben) vergleichen wollen.

    Der deutsche Eckrentner, jemand der 45 Jahre (also ab 20) jedes Jahr den Durchschnittslohn verdiente, erhielt 2008 1224 Euro. Solche Erwerbsbiographien sind selten. Der Durchschnittsrenter (männlich, West) erhielt 2008 950 Euro, der Durchschnitt der Neurenter 2008: 822 Euro. Davon ab gehen noch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung. Die weitere Entwicklung zeichnet sich ab (Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit, Niedriglohnbereich etc.): So sehen jedenfalls nicht Leute aus, die andere retten können. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eckrentner ).

    2. Die Griechen (Stichwort Korruption) sind auch keineswegs unschuldig an Ihrer Lage, schließlich haben Sie jahrzehntelang Pasok und N.D. in Regierungsverantwortung gewählt. Und die standen nicht gerade dafür, Griechenland in globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu machen, sondern eher dafür, andere Länder abzuzocken. Groß im Kommen ist jetzt Syriza. Die stehen bekanntlich dafür, mit der Drohung, Griechenland sei systemrelevant, weitere Hilfen von Europa zu erpressen, ohne die notwendigen Strukturreformen durchführen zu wollen. Offenbar ist das in Griechenland ziemlich populär.

    3. Wenn ich mir Merkel, Gabriel und Trittin anhöre, so bekomme ich nicht den Eindruck, dass sie deutsche Interessen vertreten: Durch Mißachtung geltenden Rechts (no bail out Klausel) haben sie Deutschland erpressbar gemacht. Ich bin mittlerweile heilfroh, dass mit der AfD, dem Thema dieses Threads jetzt wirklich glaubwürdig die Drohung ausgesprochen wird, diesen Leuten Stimmen und Macht zu entziehen. Ich bin nur überrascht, dass dies so lange gedauert hat. Als langjährig erfahrener Kommunalpolitiker weiß ich nämlich, dass sich politische Vacua nie lange halten..

  94. AfD und LINKE: Zwei Wege aus der Eurokrise — Carta |  28.04.2013 | 16:01 | permalink  

    [...] werden. Hier allerdings geriet Bartsch in Bedrängnis. Denn er bringt das gleiche Argument wie Kerstin Ludwig vor einigen Tagen auf Carta, nämlich den Euro mit Verweis auf die positiven Auswirkungen der [...]

  95. Kerstin Ludwig |  28.04.2013 | 17:19 | permalink  

    Die AfD ist glaubwürdig? Wo denn? Das Wahlprogramm ein Desaster, bei öffentlichen Auftritten gibt es nur Forderungen, keine Lösungen. Das ist Quengelpolitik, nichts progressives, nichts Neues.

    Es reicht nicht, nur den Balken im Auge anderer zu sehen – man muss auch mal sagen, wie man den entfernen will.

    Und ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Ich finde die Aussage, dass die Griechen an ihrem Elend selbst schuld sind, weil sie ja schließlich jahrelang die Pasok gewählt haben, ziemlich frech und niederträchtig.

    Wenn man “Griechenland” mit “Deutschland” tauscht, “PASOK” mit “CDU/CSU” oder von mir aus auch “Rot/Grün” (den Verursachern des HartzIV-Desasters), dann sieht man vielleicht *wie* gemein das ist.

  96. Zurück in die Sechziger — Carta |  02.05.2013 | 12:27 | permalink  

    [...] gibt eine Partei, die die D-Mark wiederhaben will, Journalisten, die von der kommenden Vollbeschäftigung [...]

  97. Andreas Moser |  13.05.2013 | 21:55 | permalink  

    Sehr konsequent ist diese AfD nicht gerade: http://mosereien.wordpress.com/2013/05/13/afd-euro/

  98. Konsumpf » Lesetipps: Red Bull | AfD | Fußballmanie lässt die Politik dahinsiechen | Wachstumswahn | Außenwerbung |  14.05.2013 | 08:11 | permalink  

    [...] Kerstin Ludwig hat auf Carta sich das „Wahlprogramm der AfD“ mal näher [...]

Sie können Ihren Kommentar mit HTML-Befehlen formatieren.