US-Wahl: Informationen gesucht

| 01.11.2012 | 2 Kommentare

Es gibt so viele Informationen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Die deutschen Mainstreammedien konzentrieren sich jedoch weitgehend auf jeden Schritt der Kandidaten oder newstickern, was alle Interessierten sowieso längst mitgekriegt haben. Wir hätten da ein paar Tipps.

Am 6. November wird gewählt. Wer die Berichterstattung bis jetzt langweilig fand oder einfach keine Zeit hatte, könnte im Journal der Kollegen von politik-digital.de anfangen und bei Lektüre des Themenschwerpunkts US-Wahlkampf im Fokus ein bisschen Hintergrund tanken:

politik-digital.de hat zum US-Wahlkampf eine Reihe gestartet, in der unsere Autoren aktuelle Wahlkampfphänomene näher beleuchten und kommentieren.

Dort wird beispielsweise gefragt: In welchen Serien schalten die Parteien Werbung?, oder: Wahlkampf – Who cares?, denn echtes Wahlkampffieber will sich in den USA nicht so recht einstellen.

Mir gefällt das – englischsprachige – Toqueville 2012-Projekt von Sarah Bidoli und Sebastian Horn besonders gut, das hier kurz vorgestellt wird. Die beiden sind am 7. Oktober zu einem Roadtrip durch die USA aufgebrochen:

Wir werden vom Wahlkampf berichten und vor allem der Frage nachgehen, was die amerikanische Gesellschaft spaltet und zusammenhält. Als Inspiration dient uns die Reise des französischen Philosophen Alexis de Tocqueville, die er 1831/32 durch die damals noch junge Nation unternahm. Auf diesem Blog werden wir unsere moderne Version seines Roadtrips in Videos, Bildern und Berichten dokumentieren.

Bereits am 29. September war die Reise durch Crowdfunding auf startnext gesichert, die von New York einmal durch die USA nach New York führt. Den Wahlabend werden Sarah und Sebastian in Washington, D.C., verbringen. Heute haben sie übrigens Adam und Eva im Creation Museum in Petersburg, Kentucky, besucht.

Wer sich über die riesigen Spenden für die Wahlkämpfer informieren möchte, wird bei ProPublica unter Revealing Dark Money and Big Data fündig. Über Data Mining und gläserne Wähler berichtet neben PolDi auch der Elektrische Reporter.

Die Sicht von Künstlern auf den Wahlkampf beschreibt Claudia Bodin aus New York: Eine Nation von Egoisten über Ausstellungen im „New Museum“ und New Yorker Galerien. Und falls jemand die Bedeutung von Pinocchio Politics noch nicht kennt – bitte, hier »

Sage niemand, es gebe keine interessanten Blickwinkel.
 

Nachschlag:
Frank Rieger und Fefe haben mit Rop Gonggrijp mal eben noch eine zweistündige Alternativlos-Folge aufgenommen:

In Alternativlos Folge 28 reden wir über die US-Präsidentschaftswahlen, insbesondere über Wahlbetrug bei US-Präsidentschaftswahlen. Wir erklären kurz das System des Electoral College und erzählen dann von historischen und aktuellen Methoden der Wahlfälschung.

Wer die Alternativlos-Podcasts noch nicht kennt: Ziemlich lang, sehr informativ und höchst unterhaltsam. Könntet ihr euch ja für Samstagabend vormerken, Fernsehprogramm, wissenschon …