Wolfgang Michal

Embedded Blogs

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Die freien Blogs verlieren nicht nur an Substanz, sie verlieren ihre Funktion. Sie wandern in die großen Medien ab und bilden dort fluffige Anhängsel. Was bleibt, ist ein „Nice to have“.

30.10.2012 | 

Die FAZ-Community zählt momentan 26 Blogs. Bei Spiegel Online wechseln sich 7 „Blogger“ im Tagesrhythmus ab, als Bonusmaterial gibt’s den Spiegelblog dazu. ZEIT Online führt 21 Blogs, der Zürcher Tagesanzeiger 10, die Welt 9, das Handelsblatt 8, der Tagesspiegel 6, die Süddeutsche 5, der stern 9, Cicero 8, das ZDF 8, die Tagesschau 5. Der Freitag unterhält eine ganze Blogger-Community, und die taz listet sage und schreibe 61 Blogs in ihrem Sperrbezirk auf.

Das Bloggen hat sich „im Mainstream“ durchgesetzt, als Nische und Bonusprogramm. Die Blogs sind zum integralen Bestandteil vieler Zeitungen geworden, sie sind embedded. Das ist – ohne Frage – eine erfreuliche Entwicklung, weil sich die Medien auf diese Weise Kreativität, originelle Handschriften, frische Themen und preiswerte Arbeitskraft ins Haus holen können – und sich so allmählich erneuern.

Andererseits handelt es sich streng genommen bei den meisten Blogs gar nicht mehr um Blogs, sondern um ganz normale Kolumnen. Die kann ein Medium nach eigenem Ermessen ins Blatt holen und auch wieder hinauswerfen – wie es einigen FAZ-Bloggern jüngst passiert ist. Die Blogger (bei Spiegel Online heißen sie Kolumnisten, weil sie dort prominent platziert sind) bekommen für ihre Beiträge ein Taschengeld und manchmal auch richtige Honorare, aber sie treten dafür die Oberhoheit (also die Letzt-Entscheidung) sowie die Platzierung an das gastgebende Medium ab. Sie sind nicht wirklich frei, sondern so frei, wie freie Mitarbeiter eben sein können. Das wird manchen ganz recht sein – so lange es zu keinem Konflikt mit dem Gastgeber kommt, und so lange sich die Verantwortlichen in den Medien nicht mit ihren „eingekauften“ Bloggern langweilen.

In der freien Blogszene hat diese an sich begrüßenswerte Entwicklung unübersehbar zu einer Auszehrung geführt. Auch zu einer Spaltung. Gute unabhängige Blogs sind rar geworden (aber es gibt sie noch!). Manche flüchten irgendwann unter die Fittiche edler Sponsoren oder dubioser PR-Agenturen und werden dadurch ungenießbar. Es sind jene (so die Häme aus ganz bestimmten Kreisen), die es nicht geschafft haben, zur ersten Garnitur in den Medien zu zählen. Sie bleiben in der Liga der B-Blogs hängen, um weiter auf ihren Ruf zu warten oder ihre Sonderstellung trotzig zu verteidigen. Die Blogszene ist für die Medien heute das geworden, was früher die taz war: die Journalistenschule der Nation, der Pool, aus dem sich die großen Medien die Vielversprechendsten herausfischen können.

 

Der Vorsprung ist weg

Auch ihren Unique Selling Point (USP) haben die freien Blogs verloren. Dieser USP hieß: Vom Netz verstehen wir einfach mehr! Heute kann man den etablierten Medien nicht mehr vorwerfen, sie würden vom Internet nichts verstehen. Gerade in der netzpolitischen Expertise haben die alten Medien – unter dem Druck der ständigen Kritik aus den Blogs – enorm aufgeholt. Fast alle verfügen heute über einen oder mehrere Redakteure und freie Mitarbeiter, die auf digitale Themen spezialisiert sind; ihre Berichte, Reportagen, Interviews und Kommentare spiegeln auch zuverlässiger, was rund um die Uhr im Netz und in der Netzpolitik passiert. Denn anders als freie Blogger, die nur kommentieren, wenn sie Lust und Zeit dazu haben, arbeiten die Journalisten in den Digital- und Netzwelt-Ressorts unter den Bedingungen eines normalen Berufs. Sie produzieren täglich, und ihr Aufwand wird am Ende des Monats vom Arbeitgeber bezahlt.

 

Was also bleibt den freien Blogs übrig?

Alle schnellen Antworten auf diese Frage sind vorhersehbar: Einige werden sagen, dass sie ihr (B)Logbuch völlig unabhängig von den Trends in den Medien schreiben und deshalb gar nicht verstehen können, warum man sich über die geschilderte Entwicklung überhaupt Gedanken macht. Blogs seien nun mal semi-private Tagebücher. Andere werden sagen: So ist der Lauf der Welt. Mit dieser Entwicklung müsse man sich abfinden! Die dritten werden mit dem Kopf nicken, die vierten werden ihn schütteln, die fünften werden den freien Bloggern aufmunternd zurufen: Weitermachen! Und die sechsten werden es an der üblichen Häme nicht fehlen lassen. Alle diese Reaktionen sind unnötig, denn sie wurden im vorliegenden Text bereits eingepreist.

Wer etwas länger darüber nachdenkt, wird die Folgen des „embedded blogism“ vielleicht erahnen. Wenn die freien Blogs ihre Funktion verlieren, irrelevant werden oder in den alten Medien unterkommen, dann gibt es dort auch keinen Grund mehr, die Bezahlschranken nicht herunter zu lassen. Wer keine Konkurrenz mehr hat (wie schwach diese im Netz auch gewesen sein mag), kann machen, was er will.

Der einzige Ausweg, die belebende Konkurrenzsituation wieder herzustellen, also gebraucht zu werden, ist eine inhaltliche Veränderung der freien Blogs. Sie müssen sich neuen Themen, neuen Präsentations-, Vernetzungs- und Aktionsformen öffnen, um sich wieder einen Vorsprung (und damit den berühmten Mehrwert) zu sichern. Ein paar zarte Entwicklungen gibt es, aber die Aufgabe wird nicht leicht.

DRadio Wissen hat das Thema heute (5.11.) zu einem Beitrag verarbeitet. Hier kann man ihn hören.

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49 Kommentare

  1. Hannes Schleeh |  30.10.2012 | 12:36 | permalink  

    Die ersten zarten Pflänzchen müssen gut gedüngt (Bekannt gemacht) und vermehrt (von anderen auch eingesetzt) werden. Das Tool Hangout on Air von Google+ ist eine Möglichkeit neue spannende Formen in die Bloggerszene und damit in die Medienwelt zu bringen. Mit dem Virtuellen Blogger Camp http://goo.gl/gZUkV haben wir Pionierarbeit geleistet. Dirk Elsner vom Blicklog.de hat sofort den Nutzen und Mehrwert erkannt und traut sich heute Abend damit zum ersten Mal in die Öffentlichkeit. Wir drücken ihm die Daumen und bewundern seinen Mut und Pioniergeist. Diese Medienform ist so neu und leider auch noch so unbekannt, das es einen Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung erfordert, um damit frischen Wind in die Bloggerszene zu bringen.

    Dank an Euch und Vera Bunse für Euere Unterstützung!

  2. Wirtschaftsphilosoph |  30.10.2012 | 12:45 | permalink  

    “Vom Netz verstehen wir einfach mehr!” ist nicht mein USP (abgesehen davon, dass ich meinen Blog nicht verkaufe, sondern umsonst und werbefrei ins Netz stelle), sondern dass ich als Wissenschaftler von den Inhalten, über die ich schreibe, mehr verstehen als die meisten Journalisten. Das fällt vielleicht nicht jedem im Meinungsstreit gleich auf, zumal Journalisten von Berufs wegen oft besser schreiben können und große Organisationen hinter sich haben. Trotzdem sollte es für eine dauerhafte Nische inhaltlich Interessierter reichen.

    “Wenn die freien Blogs ihre Funktion verlieren, irrelevant werden oder in den alten Medien unterkommen, dann gibt es dort auch keinen Grund mehr, die Bezahlschranken nicht herunter zu lassen. Wer keine Konkurrenz mehr hat (wie schwach diese im Netz auch gewesen sein mag), kann machen, was er will.” Diese Analyse erscheint mir ungenau. Zumindest die potentielle Konkurrenz bleibt doch bestehen. Sobald Verlagsblogs etwas kosten, hätten frei Blogs sofort wieder den Vorteil, kostenfrei zu sein. Ein zusätzlicher Mehrwert ist wünschenswert (z. B. bessere Inhalte, interessantere Themen, spannendere Verlinkung), aber gar nicht notwendig.

  3. Vera Bunse |  30.10.2012 | 12:47 | permalink  

    @Hannes
    Hey, so ganz unbeteiligt war das Digitale Quartett auch nicht. ;)

  4. Hannes Schleeh |  30.10.2012 | 12:58 | permalink  

    @Vera
    Stimmt! Die waren die ersten mit Ihrem Format. Danke für den Hinweis. Aber auch die Jungs von TechTalk2000 http://goo.gl/NI9zK haben ein großartige wöchentliche Sendung auf die Beine gestellt und sind schon lange dabei. Aber das reicht nicht, es müssen noch mehr werden um dieses Format bekannnter zu machen.

  5. plus-me.at GOOGLE | Werden die freien Blogger zum verlängerten Arm der Verlage? |  30.10.2012 | 13:08 | permalink  

    [...] Embedded Blogs — Carta Die freien Blogs verlieren nicht nur an Substanz, sie verlieren ihre Funktion. Sie wandern in die großen Medien ab und bilden dort fluffige Anhängsel. Was bleibt, ist ein „Nice to have“. [...]

  6. Gerd Stodiek |  30.10.2012 | 13:54 | permalink  

    Ein freier Blogger entscheidet selber wo seine Inhalte veröffentlicht werden, und wenn dies auch in traditionellen Medien ist, dann ist es eine freie Entscheidung des freien Bloggers.

    Hinter freien Blogs sind Menschen, die viel stärker als die Klassiker mit dem Ausdruck von Persönlichkeit glänzen, sie sind sogar subversiv! Und gerade das Subjektive und Authentische macht sie meines Erachtens immer noch attraktiv.

    Es gibt ich nicht: den “Blogger”. Es gibt Menschen mit Leidenschaft, die Inhalte publizieren und verlinken. Es gibt ja auch nicht die “Zeitungen”. Wir lieben es in Kategorien zu denken, einzuordnen, um es uns womöglich einfacher zu machen, wir sind gerne faule Menschen. Bloggende Journalisten und Blogger als Journalisten soll es auch geben.

  7. Wolfgang Michal |  30.10.2012 | 14:32 | permalink  

    @Gerd Stodiek: Subjektiv und authentisch und leidenschaftlich sind die embedded blogs doch auch. Aber was wäre Ihrer Meinung nach subversiv?

    @Wirtschaftsphilosoph: Kategorisierung ist immer ungenau, aber sie hilft.

  8. Gerd Stodiek |  30.10.2012 | 14:56 | permalink  

    Eine “Institution” im Hintergrund zu haben ist meines Erachtens weniger subversiv als wenn ein freier Blogger ohne Chefredakteur, langjährige Werbekunden Beziehungen und politischer Ausrichtung des Mediums, publiziert. Ich glaube, dass freie Blogger leidenschaftlicher sind weil sie es nur für sich machen, sie sind niemandem Lippenbekenntnisse schuldig.

    Die Frage nach der unabhängigen Finanzierung freier Blogger mit Leidenschaft fängt gerade erst an. Und authentisch sein kann jeder, klar, nur in meiner Erfahrung sind die meisten freien nicht-SEO Blogs authentischer als ‘embedded’ Blogs.

  9. Erbloggtes |  30.10.2012 | 16:36 | permalink  

    Sehr interessante Perspektiven! Vielen Dank, auch für die guten Kommentare!

    Das Gemeine an der Funktionsbezeichnung Freier Blogs als Reservearmee der Massenmedien ist ja, dass es eine unfreiwillige Funktion ist, die man daher kaum zerbrechen kann. Auch wenn ich persönlich ablehnen kann, mein Blog unter der Oberherrschaft von xy weiter zu betreiben, gehöre ich doch irgendwie zum funktionalen Komplex der bloggenden Reservearmee. Selbst der Wirtschaftsphilosoph, der wohl als Blogger unkompromittierbar ist, belebt ja die Blogosphäre und trägt so zur Reservearmee bei.

    Ist es wirklich realistisch, dass die Blogs der Massenmedien ebenfalls hinter der Paywall verschwinden. Das kann ich mir nicht vorstellen. (Die Massenmedien brauchen ja auch weiter frei zugängliche Werbetexte, um Kunden in die Fänge zu bekommen, und die könnten von den schlecht bezahlten Bloggern kommen. Der Spiegel opfert ja auch ständig Häppchen seiner Recherchen online kostenlos, um zum Kauf des Printprodukts aufzufordern.)

    Es stellt sich auch die Frage, ob man nicht nur “unter die Fittiche edler Sponsoren oder dubioser PR-Agenturen” flüchten kann, sondern auch zu Carta.info. Kann ein Blog dadurch ungenießbar werden, dass es hier crosspostet – unter dem Label “vermarktet von Zeit Online”? Hat der Autor oder die Autorin nicht auch eine Schere im Kopf (oder eine Feder mit bestimmter Farbe), wenn sie für Carta mit schreibt? Also: Fallen Blogs hier auch unter “Embedded Blogs”?

  10. Klaus Jarchow |  30.10.2012 | 17:44 | permalink  

    Welche “Funktion” der freien Blogs? Je weniger “Funktion” die Blogs zumindest im real existierenden Medienbetrieb haben, desto besser ist es für sie. Aus ‘Basic Thinking’ wird – kommerzialisiert – dann meistens ein ‘Basic Sinking’. Beim ‘Westen’ waren ja nicht nur Luschen, es war der ‘Westen’, der diese Leute luschisierte. Viele Blogs sind trotz hoher Frequenz für alte Medien gar nicht interessant (ich sage mal F!XMBR oder Feynsinn), deshalb, weil sie politisch zu sehr jenseits des trägen Mainstreams im Ungewohnten herumtexten. Während andere Blogger-Zwitter, die vorher ‘nur’ Journalisten waren, sich jetzt als Blogger zunehmend freischwimmen und damit ins Netz hineingelangen – siehe Knüwer oder Spreng. Oft also entscheidet gerade die gewisse Entfernung von Holzhausen über den Erfolg.

    Die Flucht unter ein ‘altmediales Dach’ lässt zumindest den Einfluss eines Bloggers real schwinden, was wiederum nicht im Sinne des Käufers sein kann (s. bspw. Niggemeier, seit er entlohnter ‘Spiegel-Blogger’ und nicht nur in meinen Augen ‘braver’ ist). Allerdings: Ausnahmen bestätigen immer die Regel …

    @ER: Carta crosspostet in der Regel Beiträge, die zunächst ausschließlich für ein Blog geschrieben wurden und dann auf Anfrage bei Carta ‘nachgedruckt’ werden dürfen …

  11. Wolfgang Michal |  30.10.2012 | 18:29 | permalink  

    Danke für die interessanten Anmerkungen. Mich würde natürlich am meisten interessieren, welchen “Mehrwert” freie Blogs bieten können – wenn etwa die typischen Netzthemen auch von den alten Medien bespielt werden. Einerseits lese ich immer, wie armselig die dt. Blogszene im Vergleich zur amerikanischen ist, andererseits will man vielerorts gar nicht mit den Medien konkurrieren. Beides könnte miteinander zusammenhängen.

    @Erbloggtes: Vermarktet heißt nur: Zeit Online kümmert sich um die Anzeigen-Vermarktung. Mit redaktionellen Dingen hat Zeit Online nichts zu tun.

  12. Max |  30.10.2012 | 20:38 | permalink  

    Ich finde das die Blogosphäre auch in Deutschland immer besser wird. Gerade in den letzten Jahren. Die Anzahl hochwertiger Blogs wird immer mehr. Und auch die Anzahl Blogs die ihr 5 oder 10 jähriges Jubiläum feiern und somit zu ihren Themengebieten ein richtig tolles Archiv aufgebaut haben steigt stetig. Wie häufig passiert es in den alten Medien das sie einen Eintrag von vor 10 Jahren wieder aufgreifen und weiterverfolgen.. so gut wie nie. Bei meinen Lieblingsblogs kommt das quasi regelmäßig vor, das alte Themen unter dem Licht der neuen Informationen neu überdacht werden oder eben einfach kontinuierlich weiterentwickelt werden.

    Blogs werden zunehmend die Themenarchive, zum einen durch ihre eigenen Beiträge und zum anderen durch die Verlinkung der diversen Quellen.

  13. TmoWizard |  30.10.2012 | 20:43 | permalink  

    Hallo zusammen!

    Das ist ein sehr gutes Thema für einen eigenen Artikel, und schon bei diesem Satz komme ich auf den Punkt:

    Ein freier Blogger wie ich hat die Wahl, über welche Themen er schreibt. Auch gibt es niemanden, der ihm bei seiner Arbeit Vorschriften macht. Er kann so schreiben, wie er es sich gerade denkt.

    Auch hat ein freier Blogger keinen hinter sich stehen, der dessen Artikel zusammen stutzt und zensiert.

    Naja. Mal sehen, was das für ein Artikel wird. Auf jeden Fall mit Link hierher! ;-)

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  14. Vera Bunse |  30.10.2012 | 21:10 | permalink  

    @Klaus
    Danke für die Luschisierung, ist gekauft. Das mit dem Nachdruck hättste aber jetzt auch nett ausdrücken können, auf Marketing-Neudeutsch mit viel Synergie und Fokussierung und wenigstens einmal Community. Tss.

  15. Jet |  30.10.2012 | 21:18 | permalink  

    Die Sache ist doch die:

    Gute, freie Blogs brauchen Artikel, die vernünftig recherchiert sind bzw. in denen eine gewisse Überlegung hinter dem geschrieben steht.

    Das “kostet” aber eine Menge an Zeit und Leidenschaft!

    Wenn die Menschen einfach mal mehr Zeit hätten, dann würde es mit Sicherheit viel mehr gute Blogs geben. Aber in dieser Gesellschaft ist man in erster Linie zu sehr mit dem “arbeiten” an sich beschäftigt. Der Tag hat halt auch nur 24 Std.

    Dies würde auch argumentieren, dass ab und zu Werbe-Gastbeiträge in Blogs durchaus nachzuvollziehen sind und nicht zu kritisieren!

    Mehr Einnahmen durch den Blog – Weniger “andere” Arbeit von nöten und mehr Zeit um zu schreiben.

    Allerdings passt das alles auch nur da, wo man einen intelligenten, kreativen Kopf hinter dem Blog findet ;)

    Jet

  16. Freie Blogs – es gibt sie noch! « TmoWizard's Castle |  31.10.2012 | 05:50 | permalink  

    [...] Embedded Blogs [...]

  17. Tom Hillebrand |  31.10.2012 | 09:16 | permalink  

    “Freie” Blogger? Gibt es die? Mal ehrlich: Die Blogger, die sich einst bei WordPress und Blogger/Google registrierten, nur um sich etwas von der Seele zu schreiben, sind längst bei Facebook und posten Belanglosigkeiten. Darüber wurde schon vor zwei Jahren (auch hier!) heftig diskutiert, weil die ARD-ZDF-Online-Studie befand: “Immer weniger Aktion im Mitmachnetz”. Besonders signifikant waren auch damals schon die Befunde zum Niedergang der Blogosphäre (ich habe damals auch dazu gebloggt: http://polkomm.net/blog/?p=265).

    Wer bloggt den noch? Ein paar “Monetarisierte”, aber das sind sehr wenige (Robert Basics Nachfolger). Der einzige realistische Reward für Bloggen ist der Versuch der Einflussgewinnung auf soziale, politische oder ökonomische Prozesse. Sozusagen das Bemühen um die Position eines Influencers im vormedialen Raum – um dann, eventuell, in den medialen Raum vorstoßen zu können. Massenmediale Gate-Keeper gibt es nicht, der Blogger bedient sich des kostenlosen Massenmediums, das allerdings nicht aufwandslos zu nutzen ist. Sofern Aufmerksamkeit und dadurch auch Einfluss gewonnen werden kann, rechnet sich das. Aber das schaffen nicht viele.

    Die es schaffen, haben den Embeddern (wie Zeit, Tagesspiegel und Tagesschau) nichts entgegenzusetzen, denn sie kommen ihrem Ziel wachsender Aufmerksamkeit und das auch im medialen Raum damit gehörig nahe.

    Freie Blogger sind also eigentlich nur “embedded Blogger” im Wartestand.

  18. Gregor Keuschnig |  31.10.2012 | 09:38 | permalink  

    Die einst freie, gelegentlich anarchische Textform des “Blogs” ist vereinnahmt und in redaktionelle Korsette gepresst worden. Aber es klingt ja im Artikel schon an: die meisten dieser sogenannten Blogs auf/in den Mainstreammedien sind ja (längst) gar keine (mehr).Einige wenige Protagonisten der ersten Stunde wurden vereinnahmt und sind längst domestizierte Salonschreiber. Aber sonst? Jakob Augstein, Sibylle Berg und auch der Irokese sind keine “Blogger”, sie sind Journalisten, Schriftsteller und PR-Agenten in eigener Sache (beispielsweise). Das gilt auch etliche der FAZ-”Blogs” (Gumbrecht als “Blogger” zu beschreiben, ist nur noch unfreiwillig komisch). Lächerlich geradezu wenn öffentlich-rechtliche Anstalten ihre Journalisten und Redakteure auf ihren Seiten “bloggen” lassen. Was soll das eigentlich sein? Verwertung des Papierkorbes? Oder Wandel durch Anbiederung? An wen?

    Das am Ende des Artikels beschworene Plädoyer für den Inhalt und neuen Präsentationsformen lässt eines aus: den Leser, dessen Kapazität begrenzt ist und der durch die Don Alphonsos dieser Welt längst zum Zyniker wurde.

  19. Floyd |  31.10.2012 | 09:48 | permalink  

    Wenn die Abmahnindustrie so weiter macht wie bisher, dann kann es tatsächlich sein, dass “freie Blogs” verschwinden. Persönlich lese ich beides sehr gerne, freie Blogs und auch embedded Blogs. Für meine Nische allerdings werde ich bei freien Blogs häufiger fündig. Da geht es dann oftmals auch um nicht journalistische Inhalte. Sinn und Zweck eines freien Blogs ist für mich zumindest nicht die Reichweite, sondern die Inhalte. Wie bei den embedded Blogs auch. Eine Vermischung finde ich nicht tragisch, zumal es genügend Blogger gibt, die sich davon das große Geld erwarten. Sobald aber die Paywall aufgebaut ist, wird sich vielleicht die Situation wieder etwas verändern.

  20. Jeeves |  31.10.2012 | 10:07 | permalink  

    @Floyd: “Wenn die Abmahnindustrie so weiter macht wie bisher, dann kann es tatsächlich sein, dass “freie Blogs” verschwinden.”
    Was hat die “Abmahnindustrie” damit zu tun? Wenn Blogger – wie es sein sollte und bei den “besseren” auch selbstverständlich ist – keine Inhalte klauen, bekommen sie auch keine Anwaltsschreiben.
    Das ist wie mit den Autofahrern: Einfach an die gesetzlichen Regeln halten und man wird nicht (z.B.) geblitzt und hat auch keinen Ärger mit der “Knöllchenindustrie”.

  21. Bjoern Habegger |  31.10.2012 | 10:27 | permalink  

    Ich glaube ich muss den Text noch zwei bis dreimal lesen, bis ich verstehe wo das Problem liegt.
    Der Blogger, das Blog – die Veränderung. Und nichts davon lässt sich mit einer kurzen Erklärung bildlich umschreiben.

    Ich selbst sehe meinen Blog als meine Passion – könnte aber auch damit leben wenn man sagt es ist ein “Online-Magazin” oder eine “Webseite”. Auf jeden Fall ist es der Weg den ich für mich gefunden habe, meine Inhalte der Öffentlichkeit zu präsentieren.

    Der Rest ist doch nur eine Scheinwelt mit Schubladen-Bezeichnungen und sinnlosen Diskussionen die sich im Kreis drehen. Blogs. Blogger. Das Internet. Am Ende zählt was der Mensch macht und ob er damit glücklich ist.

    Wirtschaftliche Interessen hat jeder – und wenn der bloggenden Publizist in der Wartestellung mit der Wandlung vom unabhängigen zum abhängigen Publizisten zufrieden ist – so what?

    Der formulierte Drang zu “es muss sich etwas neues entwickeln” ist doch nur eine überhebliche Abhandlung über das “oh, es langweilt mich was ihr tut”. Am Ende also nur eine weitere Hochnäsigkeit von Etablierten deren Überheblichkeit darin besteht, über das Tun der anderen zu urteilen.

  22. Vera Bunse |  31.10.2012 | 10:50 | permalink  

    @Jeeves
    Im Prinzip richtig, was du @Floyd antwortest. Wenn ich aber höre, dass sich jemand @ als Wortmarke registrieren lassen will, habe ich doch Zweifel. Ich denke auch, dass Floyd sich auf das kommende LSR bezieht, bei dem die Grauzonen voraussichtlich so groß sein werden, dass auch Blogger abgemahnt werden können, die sich ans Zitatrecht halten – bauen wir uns eben ein passendes Konstrukt, um zu klagen.

    Oder der Fall, der kürzlich die Runde machte: Da hatte eine Agentur ältere Fotos aufgekauft und im Netz gezielt danach gesucht, um in der Folge “ihre” Rechte einzuklagen. Die betroffenen Blogger konnten zum Teil schriftliche Genehmigungen der Urheber vorlegen, die nun aber plötzlich nicht mehr galten.

    Ist nicht das Thema hier, sorry, wollte es nur der Vollständigkeit halber anführen.

  23. Wolfgang Michal |  31.10.2012 | 11:00 | permalink  

    Die Spannweite der Motive für die Bloggründung ist natürlich sehr groß – von der Darstellung der eigenen Hobbys (@Habegger) bis zur Schaffung von Gegenöffentlichkeit, weil die “alte” Öffentlichkeit viele Themen und Interessen nicht mehr repräsentierte, abzulesen an den watchblogs und der Medienkritik, die in der Blogszene ja deutlich übergewichtet waren. Man wollte eine eigene Öffentlichkeit schaffen (für die eigenen Leidenschaften und Hobbys) und man wollte der alten Öffentlichkeit nicht mehr alles durchgehen lassen (Gegenöffentlichkeit). Ich denke, dass da immer noch ein riesiges Potential ist, aber der herrschende Pessimismus und die Enttäuschung (@Keuschnig, @Hillebrand) Neuentwicklungen unwillentlich ausbremst oder mit einem Schulterzucken abtut. Vielleicht bedarf es eines neuen Anlaufs einer neuen Generation, weil die erste Blogger-Generation den Weg gegangen ist, den auch die erste Generation der Grünen gegangen ist.

  24. Mathias |  31.10.2012 | 12:54 | permalink  

    Die Blogs und Kolumnen in einen Topf zu werfen, ist nicht zielführend. Es sind andere thematische Ausrichtungen, die den Kolumnen zugrundeliegen, die Qualitätskontrolle ist in die redaktionelle Arbeit eingebunden, die Bezahlung ist besser.
    Wenn alles Blogs sind, kann man auch viele Artikel in den Zeitungen, die online gelesen werden können (und kommentiert), so bezeichnen. Entsprechend mager bleibt der Erkenntnisgewinn, da ein Kategorienfehler vorliegt.

  25. Sebastian Gießmann |  31.10.2012 | 13:50 | permalink  

    Wie immer bei Wolfgang Michal gute Beobachtungen, danke dafür! Leider werden hier freie Weblogs zu sehr auf die journalistisch gemachte Öffentlichkeit hin gedacht. Oder? Andererseits kann man ihre Rolle dafür natürlich nicht genug betonen (Meinungsfreiheit! Pluralität! etc.)

    Dabei sind Weblogs doch längst mehr als Äußerungen nur eines Einzelnen, auch in der “embedded”-Variante in Institutionen, die aber auch in der Regel für mehr Offenheit sorgen kann. Eine siebte Reaktion wäre dann auch: Schaut doch mal, was Portale wie http://de.hypotheses.org für eine wissenschaftliche Öffentlichkeit bedeuten. Und seid nicht so pessimistisch, wenn es um das freie Bloggen geht. Eine Professionalisierung, wie etwa bei @netzpolitik, hat auch ihre Werte.

  26. 5x lesenswert | medienrauschen |  31.10.2012 | 14:11 | permalink  

    [...] Embedded BlogsSind die Blogs, die wir heute lesen noch “richtige Blogs”? Die freien Blogs verlieren nicht nur an Substanz, sie verlieren ihre Funktion. Sie wandern in die großen Medien ab und bilden dort fluffige Anhängsel. Was bleibt, ist ein „Nice to have“. [...]

  27. Andreas |  31.10.2012 | 14:33 | permalink  

    Interessante Gedanken. Der Vergleich mit der taz gefält mir.
    Nun ist es ja so, dass man bei einige Seiten nicht weiß, ist das Blog, ist das Online-Magazin oder was auch immer. Ich finde das zunächst einmal nicht schlimm.
    Dass einige Medien sich “Blogs halten” (indirekt ja auch Carta) ist auch legitim, wenn es die Blogger absichert und die Medien stützt.

    Ich glaube weniger, das Blogs notwendig sind, um Bezahlschranken zu verhindern. Aber sie sind oder können es sein: Innovationsmotor. Das war wie beschrieben mit Technik-Themen so, weshalb noch heute viele Blogs Gadget- und Netzthemen zum Inhalt haben.

    Die zweite oder dritte Generation sollte sich auch an Darstellungsformen wagen. Das wollen wir bei YOUdaz, auch in unserem Lokal-Projekt elbmelancholie.de
    Ich glaube, den klassischen Mediaunternehmen fehlt der Mut zu neuen Ideen. Aber gerade privat und unter der Marke “Blogger” lässt sich da leichter experimentieren, ohne das alles mit einem Gesamtkonzept des Unternehmens abgestimmt sein muss oder von drei Stellen abgesegnet wird.

  28. Wolfgang Michal |  31.10.2012 | 14:55 | permalink  

    @Matthias: Die Medien selbst rubrizieren ihre Blogs als “Blogs” (Ausnahme: Spiegel Online-Kolumnisten). Gucken Sie mal nach.

    @Sebastian Gießmann: Guter Hinweis auf hypothesis. Solche redaktionell ausgewählte “Bündelung” betreibt ja auch Carta.

    @Andreas: Innovationsmotor ja, aber eben aus fundiertem Eigen-Interesse, nicht als Lückenbüßer und Ausputzer für andere.

  29. Floyd |  31.10.2012 | 15:24 | permalink  

    @Vera: danke für die Ergänzung und Richtigstellung meines Kommentars ;) Genau das war die Intention meines Kommentars, die ich noch weiter hätte ausführen müssen. Einerseits geht es mir um das LSR, das jetzt Blogger doch nicht betreffen soll, oder doch wieder? Mir ist vieles zu undurchsichtig in den ganzen Gesetzeskonstrukten.

    Wenn es gesetzlich möglich ist, dass jemand nach Jahren ein Bild lizenziert und daraufhin anfängt Blogger abzumahnen, dann läuft etwas falsch. Denn dann kann kein Blogschreiber etwas dafür. Zumindest sehe ich das so. Ich weiss sehr wohl, dass der Artikel sich hauptsächlich auf “journalistische” Blogs bezieht. Aber es gibt auch genügend Nischenblogs, die durchaus Sinn ergeben.

    Sorry, dass ich hier nicht themenrelevant kommentiert habe ;)

    P.S: die Relevanz könnte aber in Zukunft wieder hergestellt werden, denn falls das LSR viele Grauzonen enthält, dann werden auch einige journalistisch geführte Blogs zweimal überlegen, wie sie weitermachen werden. Meine persönliche Vermutung ist dabei, dass das LSR erst der Anfang ist und uns noch viele weitere Gesetze auf Trab halten werden. Das sollte man bei der ganzen Diskussion nicht ausser Acht lassen.

  30. Vera Bunse |  31.10.2012 | 15:49 | permalink  

    @Floyd
    “Sorry, dass ich hier nicht themenrelevant kommentiert habe ;)” – nee nee, ich meinte meinen eigenen Kommentar, der hier nicht ganz passt.

  31. Mathias |  31.10.2012 | 20:13 | permalink  

    Lieber Herr Michal,
    sie rubrizieren keineswegs immer so, nicht nur bei spiegel-online. Sie zählen etwa 26 FAZ-Blogs, da müssen Sie wohl die Kolumnen mitgezählt haben. Diese erscheinen aber im Print, die für Blogs typische Kommentierung ist nicht bedeutsam, was man auch daran sieht, dass sich die Autoren nur bei den Blogs in die Kommentare einbringen. Sie sind also eher Artikeln vergleichbar, da das kommunizierende Element wegfällt.
    Und dass die redaktionelle Qualitätskontrolle und simple Dinge wie eine Rechtschreibkontrolle bei Kolumnen Standard sind, erscheint mir auch wichtig. Üblicherweise zeichnet das Blogs selten aus.

  32. Wolfgang Michal |  31.10.2012 | 21:07 | permalink  

    Gehen Sie auf die Startseite von faz.net und klicken Sie unterr dem Zeitungskopf auf “Blogs”. Und was finden Sie da?

  33. Klaus Jarchow |  31.10.2012 | 21:29 | permalink  

    Das wäre übrigens eine gute und trennscharfe Definition: Nur dort, wo der Autor im Kommentarthread aktiv diskutiert, handelt es sich auch um ein Blog. Das ganze Welt- und SpOn-Getrolle bliebe dann schon mal außen vor.

  34. Hardy Prothmann |  31.10.2012 | 22:47 | permalink  

    Lieber Herr Michal,

    ich lese Ihre Texte gerne und vermutlich haben Sie auch mit einigem recht, was Sie schreiben.

    Aber sorry, die “Blog”-Welt ist größer, als der kleine Fokus in Ihrem Artikel auf die Offline-Welt. Was ist die Botschaft? Zeitungen haben ein paar Blogs aufgemacht, die sind embedded und das wars mit Blogs? Come on – meinen Sie das ernst? Nicht wirklich – oder doch? Das wäre bedauerlich, weil ich immer dachte, Sie würden frei schreiben und jetzt denken müsste, Sie wären eingebunden.

    Schöne Grüße
    Hardy Prothmann

  35. Embedded Blogs |  01.11.2012 | 11:51 | permalink  

    [...] Carta: “Die freien Blogs verlieren nicht nur an Substanz, sie verlieren ihre Funktion. Sie wandern in… [...]

  36. Wolfgang Michal |  01.11.2012 | 12:17 | permalink  

    Lieber Hardy Prothmann,
    Sie reden das Phänomen der von den Medien eingemeindeten oder selbst initiierten Blogs m.E. klein, während sie die real existierende Blogwelt durch eine rosarote Brille betrachten. Natürlich wäre das, was Sie machen, also “Lokalblogs”, ein inhaltliches Feld, auf dem die Blogs innovativ sein könnten, aber es gibt – im Vergleich zum Bedarf – noch sehr wenige. Aber auch diese Lokalblogs würden schnell von den Medien embedded, gucken Sie sich z.B. die Anstrengungen von Lars Haider beim Hamburger Abendblatt an, Lokalst-Journalismus zu betreiben. Letztlich kommt es auf die Haltung der Blogger an: wollen sie etwas oder wollen sie nur ein bisschen Unterhaltung.

  37. Agnes Tillmann-Steinbuß |  01.11.2012 | 20:53 | permalink  

    Gerade habe ich erlebt, wie exzellent sich die Schwarmintelligenz im Internet in einem Blog zeigen kann – bei einem sehr schwierigen Thema, das viele Kenntnisse in Verwaltungs- und Handelsrecht voraussetzt – zu schwierig für die Printmedien und professionellen Onlinemedien-Gestalter. Kleine Unternehmen mussten sich selbst kundig machen, haben sich über das Internet (Blogs) zusammen geschlossen, Informationen ausgetauscht und gut geeignete Foren gefunden für Öffentlichkeitsarbeit und politische Veränderung (auch schnell auffindbar).

    Beispiel:Link

    Seit Anfang 2008 sind dort fast 400 Kommentare geschrieben worden zu einem sehr speziellen Thema, zunehmend auf dem Niveau einer exzellenten Fachzeitschrift – nur von Betroffenen in ihrer Freizeit. Das ist ein Beispiel dafür(andere wurden hier schon genannt), weshalb es für mich so wichtig ist, für das offene und freie Internet mit ebensolchen Blogs zu kämpfen.

  38. Agnes Tillmann-Steinbuß |  01.11.2012 | 21:08 | permalink  

    Pardon, in die Linkadresse ist aus Versehen am Schluss ein ” eingefügt, das gestrichen werden sollte, um zur richtigen Seite zu kommen.

  39. PR-Beiträge 44/2012: Blogger Relations & Disney-Star-Wars | kommunikationsABC.de |  02.11.2012 | 10:05 | permalink  

    [...] Embedded Blogs [...]

  40. Matthias Krämer |  02.11.2012 | 11:56 | permalink  

    Die Schließung von Embedded Blogs führt inzwischen dann wieder zur Eröffnung unabhängiger Blogs: http://biopolitikblog.de/

  41. VonFernSeher |  05.11.2012 | 01:23 | permalink  

    @Gregor Keuschnig, Wolfgang Michal

    Ich weiß nicht so ganz, warum man das Blog neu definieren müsste, denn es gibt ja schon eine ganz brauchbare Einteilung: es ist eine fortlaufende, nicht zwingend periodische Aufzeichnung eines oder mehrerer Schreiber – und zwar im Netz.

    Ein Blog ist nicht weniger Blog, bloß weil es ein Nachrichtenchef aus dem ÖR führt. Oder weil es auf dem Internetauftritt einer Tageszeitung Platz findet.

    Ein Blog ist nicht per se anarchisch oder medial unabhängig, auch wenn das manchem Wunschdenken entsprechen mag. Das kann man ja meinetwegen fordern. Aber im Umkehrschluss den Abgesang auf die Blogs zu singen, bloß weil sie dem eigenen Wunschbild (scheinbar) weniger entsprechen, ist überflüssig. Sagt einer, der eigentlich gerade gar kein Blogger ist. (Oder nach mancher Definition auch niemals war. Aus vielen der oben genannten Gründe.)

  42. Wolfgang Michal |  05.11.2012 | 10:17 | permalink  

    @VonFernSeher: Natürlich kann man damit argumentieren, dass es eh nichts Neues unter der Sonne gibt. Aber die historische Entwicklung war nun mal die, dass die Blogs eine Leerstelle besetzten und eine von den Medien unterschiedene, manchmal auch konträre Sichtweise einbrachten. Mit Wunschbild hat das nichts zu tun.

    Im übrigen hat der Hofstaat auch nie verstanden, warum sich unbedingt Parteien entwickeln mussten.

  43. egghat |  05.11.2012 | 11:35 | permalink  

    Mist, dann bin ich nicht gut. Oder wo sind die Angebote ;)

    Ernsthaft: Die Beobachtung, dass die einflussreichen und guten Blogs gerne bei etablierten Medien andocken, ist sicherlich richtig. Der Blogger bekommt so Reichweite und Prestige, das er sonst nie (bzw. 100 Jahre später) bekommen würde.

    Außerdem gibt es Geld. Die großen Medien haben schlichtweg ganz andere Einnahmequellen als ein kleiner Blogger mit 20 oder 30.000 Seitenabrufen. Und er kann dort schreiben und muss sich nicht um die Vermarktung kümmern (was kein Blogger/Schreiber/Journalist gerne macht bzw. auch nicht kann).

    Daher ist das IMHO immer noch Win-Win.

    Das große Ausbluten den Blogosphäre sehe ich übrigens nicht. Der Vergleich mit der Schule ist schon ganz gut. Die bluten ja auch nicht aus, nur weil jedes Jahr ein ganzer Jahrgang gleichzeitig die Schule verlässt …

  44. hardy |  06.11.2012 | 01:52 | permalink  

    [..] die webschau bei drw[..]

    leider nicht von martina schulte, aber was soll’s ;-)

  45. Linkdump vom Mi, 24. Oktober 2012 bis Mo, 12. November 2012 Links synapsenschnappsen |  12.11.2012 | 18:00 | permalink  

    [...] Embedded Blogs — Carta [...]

  46. Embedded Blogs – die Fortsetzung — Carta |  13.11.2012 | 14:26 | permalink  

    [...] Michal hat seinen Text über eingekaufte eingebettete Blogs am 30. Oktober hier veröffentlicht. Gleich zwei [...]

  47. Blogger verstehen und identifizieren (Teil 1) « Das Textdepot |  14.11.2012 | 21:29 | permalink  

    [...] mit der Unabhängigkeit von Bloggern, während wieder andere desillusioniert sind und meinen, die guten Blogger seien ohnehin “embedded” bei den großen [...]

  48. Über Blogs 2012 und Blogs 2013 | Erbloggtes |  31.12.2012 | 01:52 | permalink  

    [...] Die Blogosphäre ist breit aufgestellt, bietet für jeden etwas, und wird sich auch 2013 nicht in Embedded Blogs von Altmedien auflösen. Dass die Mehrheit der oben genannten Blogs von Mehreren befüllt wird, [...]

  49. Heribert Prantl, die FDP und die Blogs — Carta |  10.01.2013 | 11:04 | permalink  

    [...] Welt, das Handelsblatt, der Freitag – fast jede Zeitung von Bedeutung leistet sich heute einen Stall voller Blogs. Und viele sind besser geworden, seit die Zeitungen ein Auge auf sie [...]

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