LSR: Niggemeier bilanziert drei Tage Kampfgetümmel & Schlachtenlärm

| 17.06.2012 | Ein Kommentar

So ganz wohl sei den Vorkämpfern des Leistungsschutzrechts wohl unterdessen nicht mehr in ihrer Haut, konstatiert Stefan Niggemeier.

“Wie Weihnachten” müsse das für manche Zeitungsverleger sein, schrieb Heribert Prantl noch am Donnerstag. Seitdem scheint in führenden Köpfen der Zeitungslobby ein Stimmungsumschwung heraufzudämmern:

Ich wette, die meisten von ihnen haben stattdessen fiese Kopfschmerzen, und nicht von einem Kater. Ich mag mich irren, aber mir kommt es so vor, als sei die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Leistungsschutzrecht kommt, paradoxerweise selten so gering gewesen wie heute, da ein Textvorschlag vorliegt.

Nach dem genüsslichen Hinweis auf Stephan Dörners Handelsblatt-Text stellt Niggemeier fest:

Wenn selbst die Redaktion des »Handelsblatts«, die beim Urheberrecht sonst eher mit der Toleranz und dem Pragmatismus eines Taliban argumentiert, zum Gegner des Leistungsschutzrechtes in der diskutierten Form wird, würde ich mir als Verlagslobbyist ernste Sorgen machen.

Selbst Christoph Keese habe nach seiner volltönenden “Alles wird gut”-Fanfare inzwischen auf Twitter einräumen müssen,

dass zum Beispiel schon eine bloße »Mehr zum Thema«-Liste mit verlinkten Überschriften unter einem Artikel für jeden nicht völligen Freizeitblogger gebührenpflichtig würde. »Rechteinhaber werden das aber wohl extrem billig anbieten«, fügte er hinzu.

Na, da sind wir ja beruhigt. Doch alles nur halb so schlimm. (Endlich haben wir auch schriftlich, dass die Axel Springer AG nicht der Gesetzgeber ist.)

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