In eigener Sache: CARTA baut um

Ein wissenschaftlicher Beirat und ein gemeinnütziger Verein sollen die publizistische Unabhängigkeit von Carta sichern.

Nach dem erfolgreichen Neustart am 26. Januar gibt sich die Autorenplattform Carta nun eine neue Organisationsform: Carta wird künftig von einem Wissenschaftlichen Beirat und einem (gemeinnützigen) Förderverein flankiert. Außerdem soll die Plattform durch die Gründung einer Unternehmergesellschaft, die Kooperation mit dem Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik und die Übernahme der Anzeigen-Vermarktung durch ZEIT ONLINE auf eine wirtschaftlich stabilere Grundlage gestellt werden. Neu sind auch die Einrichtung eines Redaktionsbüros und die Erweiterung des Herausgeberkreises. Die Veränderungen im Einzelnen:

1. Für den Wissenschaftlichen Beirat konnte Carta acht renommierte Persönlichkeiten gewinnen. Alle acht arbeiten an wichtigen Schnittstellen der Öffentlichkeit – zwischen Wissenschaft & Politik, Kunst & Journalismus, Unternehmensführung & Programmierung. Als Beiratsmitglieder fungieren:

  • Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance Berlin
  • Wolfgang R. Langenbucher, ehem. Vorstand des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien
  • Otfried Jarren, Ordinarius am Institut für Publizistik und Medienforschung und Prorektor der Universität Zürich
  • Juli Zeh, Schriftstellerin und Juristin
  • Frank A. Meyer, Chefpublizist des Schweizer Ringier Verlags
  • Lutz Hachmeister, Medienwissenschaftler, Filmproduzent und Leiter des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik
  • Armin Berger, Gründer und Geschäftsführer der Internet-Agentur 3pc – Neue Kommunikation
  • Frank Westphal, Gründer und Betreiber des News-Aggregators Rivva

2. Noch im Mai wird Carta einen Verein zur Förderung der Internet-Publizistik gründen. Er soll als Träger und Multiplikator der Idee Carta fungieren. Zweck des Vereins soll neben der Förderung hochwertiger Netz-Publikationen die Unterstützung von Bürgern, Journalisten und Wissenschaftlern sein, die zu einer aktiven Zivilgesellschaft beitragen. Der Verein wird sich mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit befassen und neue Denkansätze zum Medienwandel vorstellen und diskutieren.

3. Im Zusammenhang mit der Gründung des Carta-Vereins ist auch die Einrichtung eines Robin Meyer-Lucht-Stipendiums geplant. Gefördert werden sollen Studierende, die den Wandel von Öffentlichkeit und Netzkultur erforschen. Im Rahmen einer Mitarbeit am Projekt Carta sollen den Stipendiaten zudem praktische Kenntnisse im Bereich der Netzpublizistik vermittelt werden.

4. Kooperieren wird Carta in Zukunft mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM). Schon im Mai wird Carta in den Räumen des IfM in Berlin-Charlottenburg ein Redaktionsbüro beziehen. Das 2005 gegründete IfM versteht sich als unabhängiges Forum für die Medienbranche, die Kommunikationsforschung und die handelnde Politik.

5. Der Herausgeberkreis von Carta wurde erweitert. Neben Tatjana Brode und Wolfgang Michal ist jetzt auch Leonard Novy Herausgeber. Der Politikwissenschaftler und Journalist leitet gemeinsam mit Lutz Hachmeister das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik.

6. Als Redakteurin konnte Carta die bekannte Bloggerin Vera Bunse (opalkatze/… Kaffee bei mir?) gewinnen.

7. Im März wurde Carta als Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gegründet. Gesellschafter der UG sind Tatjana Brode und Wolfgang Michal.

8. Ab sofort übernimmt ZEIT ONLINE die Anzeigen-Vermarktung für Carta. Ansprechpartnerin ist Sandra Höfken (040-3280 4474, [email protected]).

 

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit

Wolfgang Michal, Tatjana Brode