Andreas Grieß

“Internetsucht” ist die Heilung, nicht die Krankheit

 | 22 Kommentar(e)


04.03.2012 | 

Heute schon etwas über “Internetsucht” gelesen? Dieses Thema schwappt mit ziemlicher Regelmäßigkeit in die Nachrichtenströme. Jeder dritte Jugendliche, so heißt es, leide unter Internetsucht, und diese wird dramatischer dargestellt als die Abhängigkeit von Zigaretten, Alkohol und LSD – zusammengenommen.

Regelrechte Entzugserscheinungen hätten die Betroffenen, wenn sie nicht regelmäßig auf Facebook sehen können, wer gerade was von sich gibt und wem gerade gefällt, was man selbst mit der Masse geteilt hat. Davon los zu kommen sei schwieriger, als das Rauchen aufzugeben.

Ja und? Will man hier Facebook tatsächlich auf eine Ebene mit Drogen stellen, die jährlich zahlreiche Todesopfer fordern? Die Rede ist in diesem Zusammenhang auch nicht von Leuten, die in Computerspielen versinken. Nein, es geht um Facebook, Twitter und E-Mail. Es ist auffällig, wie durchgängig negativ das Phänomen beschrieben wird. Seht her, unsere Gesellschaft wird immer technischer und schneller, und diese Leute erliegen einer Sucht. Sie sind krank. Sie brauchen Heilung.

Ja, unsere Gesellschaft ist krank. Aber vielleicht ist die “Internetsucht” nicht die Krankheit, sondern die Heilung.

Man kann das Ganze nämlich auch anders betrachten. Schauen wir, wonach die Personen (negativ assoziiert: die Betroffenen) „süchtig“ sind: nach Informationen. Nach Kommunikation. Gut, es ist vielleicht nicht besonders relevant, wenn Thomas eine Kackwurst gelegt hat, und dies fünf anderen gefällt. Aber die Aussage „Das Wetter ist heute gut“ von meinem Nachbarn hat auch nur sehr begrenzten Inhalt. Ich stehe in diesem Fall schließlich neben ihm und merke selbst, wie das Wetter ist. Es ist eben Smalltalk. Die Unterhaltung ist Zweck ihrer selbst.

Im Internet ist Smalltalk global geworden. Ich führe ihn mit Leuten in Beijing, New York und Groß-Zimmern. Diese Smalltalks hätte ich sonst nicht geführt. Doch in Zeiten von Social Media hat heute fast jeder Schulabgänger noch Jahre nach dem Abschluss Kontakt zu seinen Klassenkameraden. Das macht noch lange nicht alle zu „Freunden“, wie Facebook es nennt, aber weiterhin zu Bekannten, die sie ja zweifelsohne auch sind. Und was spricht dagegen, zu lesen, dass der Typ aus der Reihe hinter mir eine neue Freundin hat? Eine Information, die ich früher nie gehabt hätte. Vielleicht freue ich mich ja wirklich für ihn und sage „gefällt mir“.

Durch das Internet kommunizieren wir mit deutlich mehr Personen als zu analogen Zeiten. Das meiste ist Small-Talk oder Basis-Information. Aber es ist Kommunikation. Wenn die Menschen sich danach sehnen, alle paar Minuten Neuigkeiten dieser Art zu erfahren und zu teilen, spricht das dann nicht dafür, dass wir Menschen mehr voneinander wissen wollen, mehr miteinander teilen wollen als früher? Was ist daran schlecht?

Mit der Möglichkeit der quantitativ verstärkten Kommunikation ist also offenbar auch ein Bedürfnis nach verstärkter Kommunikation einhergegangen. Vernachlässigen wir deshalb etwas anderes? Mit der Erfindung der Dampfmaschine ist auch eine Welle der Mobilität einhergegangen. Womöglich laufen wir seitdem weniger und fahren weniger Fahrrad. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht haben wir einfach Möglichkeiten hinzugewonnen.

Der Begriff “Internetsucht” ist medizinisch fragwürdig und zudem negativ wertend. Im einfachsten Fall haben wir es mit einem veränderten Kommunikationsverhalten und anderen Kommunikationsbedürfnissen zu tun, ähnlich wie sich das Verhalten im Hinblick auf Mobilität verändert hat. Es spricht aber auch niemand von Automobilsucht. Im besten Fall haben wir es sogar mit einem Wandel zu einer besseren Gesellschaft zu tun, in der sich Menschen verstärkt füreinander interessieren. In der sie Freud und Leid teilen, auch wenn sie kein gemeinsames Umfeld haben und nicht von den Taten des anderen tangiert werden.

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22 Kommentare

  1. marius |  04.03.2012 | 17:47 | permalink  

    Guter Artikel!

    Was mir häufig bei der Kritik an Internet-Nutzungsverhalten fehlt ist der fehlende Vergleich mit entsprechenden nicht-digitalen Verhaltensweisen.

    Beispiel: Natürlich hat jemand ein Problem, der seinen Alltag nicht mehr geregelt bekommt, weil er die ganze Zeit nur World of Warcraft spielt. Genau so hat aber jemand ein Problem, der seinen Alltag nicht geregelt bekommt, weil er immer nur in seiner Stammkneipe rumhängt und Skat spielt. Würde man letzteren als Skat-süchtigen bezeichnen? Oder als Kneipen-süchtigen?

    Beide Verhaltensweisen sind ungesund, und beide existieren – vermutlich sogar massenhaft. Bei dem Dauerkneipenhocker würde man aber vermutlich deutlich differenzierter an das Thema herangehen. Vielleicht hat er ein Alkoholproblem, ist frustriert von seinem Job oder hat Streit zu Hause und möchte deswegen wenig Zeit dort verbringen. Das sind die realen Probleme dahinter, und um die sollte man sich kümmern.

  2. Hans Retep |  04.03.2012 | 19:05 | permalink  

    Die Geschichte von der Internetsucht war und ist Kappes. Das Internet ist lediglich Trägermedium für Kommunikations-, Konsumformen und Kreativarten. Wenn jemand stundenlang Ponos im Internt guckt ist er genausowenig internetsüchtig wie sein anloges Pendant paketsüchtig ist, weil es sich die Filme per Post kommen lässt. Was mich immer wundert: Angeblich sitzen die Deutschen jeden Tag durchschnittlich dreieinhalb Stunden vor der TV-Kiste. Wie bei einem Durchschnitt üblich, muss es Kandidaten geben, die 7 oder 8 Stunden am Tag vor der Flimmerkiste sitzen. Aber von einer Fernsehsucht habe ich bei all den Mediendiskussionen noch nie was vernommen. Anscheinend ist dieses extensive Berieselnlassen “normal”, die sedative Wirkung erwünscht.

  3. Klaus Jarchow |  04.03.2012 | 19:09 | permalink  

    Hej – und womit sollen die Therapeuten künftig ihr Geld verdienen, wenn du ihnen die ‘Internet-Sucht’ wegnimmst?

  4. Mimimimi |  04.03.2012 | 19:45 | permalink  

    Hinsichtlich der im Web 2.0 verfügbaren Menge an Information und Kommunikation kann man zumindest schon fragen, ob die unbedingt in jedem Fall gesund ist. Das ist also vor allem ein Mengen-und Zeitproblem. Forciert leider durch einen noch weithin bestehenden Mangel an thematisch-organisatorischen Strukturen im Internet und in Internet-Software, an denen es bei der Organisation, Verwaltung und Beschränkung dieser Informationsfluten bisher leider stark mangelt.

  5. Ellie |  05.03.2012 | 16:48 | permalink  

    An sich etwas zum Nachdenken. Ich für meinen Teil sehe in Facebook mehr das Problem des “Gläsernen Bürgers”. Dass die Dateien immer bestehend bleiben und für jedermann zugänglich sein könnten. Klar kann ich auch in der realen Welt überwacht und abgehört werden, doch das Risiko ist deutlich geringer und in Facebook gibt man ja FREIWILLIG Informationen über sich her. Zudem ist Facebook eine Seite, die sowohl positive als aber auch negative Themen fördert und verbreitet. Wie kann es zum Beispiel sein, dass es auf Facebook eine Hetz-Gruppe gibt, auf der tatsächlich beschlossen wird einen MENSCHEN hinrichten zu lassen? Und gleichzeitig gibt es dann eine Gruppe auf Facebook, die dagegen ist? Was ich sagen möchte, nicht die Internet- oder Facebooksucht ist das Schlimme, sondern FACEBOOK an sich! DAGEGEN sollte man etwas tun.

  6. Andreas Grieß |  05.03.2012 | 17:53 | permalink  

    @Ellie: Du meinst, man sollte etwas gegen facebook tun, weil man damit gutes wie schlechtes tun kann? Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ist das nicht mit jedem Werkzeug der Fall?

  7. sofias. mint |  06.03.2012 | 04:01 | permalink  

    internetbenutzer sind genauso schlimm wie diese lsd-tabletten rauchenden junkies…

    (wo wir grad bei medizinisch fragwürdigen aussagen sind: es gibt keine lsd-toten und keine lsd-entzugserscheinungen, nur mal nebenbei…)

  8. Mimimimi |  06.03.2012 | 04:10 | permalink  

    Das Internet kann wegen seiner direkt verfügbaren universellen Interaktivität in Information und Kommunikation wie kaum ein anderes Medium fesseln – weil User mit ihren eigenen Aktivitäten (Zielsetzungen, Planung, Suche, Medienorganisation/Bookmarking) viel stärker mit ihrer ganzen Person in die Nutzung dieses Mediums involviert sind. Insofern hat es neben seinen großen Chancen durchaus auch Suchtrisiken in seiner Beherrschbarkeit. Zumal diese Gefahren m.M. bisher auch noch relativ wenig als solche gesehen und erkannt und diskutiert werden. Die Hauptsache bei der Beherrschbarkeit der Internetnutzung sind m.M. Strukturen und natürlich such Prioritäten. Solche Strukturen zu finden und auch die eigene Internetnutzung stärker zu strukturieren, fällt vorerst noch schwer, weil Strukturen sowohl im Internet als auch in Softwaretools noch ziemlich unterentwickelte Mangelware sind. Einen richtigen Projekmanager für die Organisation und Strukturierung der Internetnutzung gibt es z.B noch garnicht. Und das, obwohl Internetnutzung doch vor allem eine stetige Abfolge kleiner und großer (Informations-) Projekte ist. Ein eklatanter Mangel, der bisher noch wenig bis kaum als solcher erkannt und empfunden wird.

  9. Lesetipps für den 6. März | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 |  06.03.2012 | 09:33 | permalink  

    [...] “Internetsucht” ist die Heilung, nicht die Krankheit: Internetsucht ist ein negativer Begriff. Was aber, wenn das Phänomen gar nichts Schlechtes, [...]

  10. Reimix |  06.03.2012 | 10:30 | permalink  

    An dem Artikel ist viel wahres dran: Das Internet macht nicht krank, aber es entfremdet weiter. Wir interagieren mit Projektionen, nicht mit den wahren Menschen. Und wir interagieren auf Wege, die Programmierer für uns ausgedacht haben, nicht auf natürlichen.

    Was auch nicht übersehen werden darf: Der Zwang zum Oberflächlichen, zum Inszenieren, zum Aufhübschen. Das Tiefe, Zweifelnde, Ehrliche ist auf Facebook nicht gefragt. Mehr Kommunikation ist nicht bessere Kommunikation! Mehr Information bedeutet erst mal nur mehr Ablenkung, nicht mehr Wissen.

  11. Christian Benduhn |  07.03.2012 | 00:39 | permalink  

    Die Nutzung des Internets ist weder die Krankheit noch die Heilung.

  12. Linkwertig: Jumio, Setlist.fm, Cloud, Internetsucht » netzwertig.com |  07.03.2012 | 07:02 | permalink  

    [...] Leuten in Beijing, New York und Groß-Zimmern. Diese Smalltalks hätte ich sonst nicht geführt.» Internetsucht ist die Heilung, nicht die Krankheit Volks-Cloud Ich bin mir nicht ganz sicher, was es da zu fordern gibt, jedenfalls fordert der [...]

  13. “Internetsucht”, Kommunikation und Reizüberflutung | danma.de |  07.03.2012 | 17:43 | permalink  

    [...] Artikel mit dem, meiner Meinung nach recht polarisierenden, Titel “Internetsucht” ist die Heilung, nicht die Krankheit hat mich bewogen ein wenig über die Art und Weise des Informationsaustausches im Internet [...]

  14. frizztext |  08.03.2012 | 10:24 | permalink  

    gut argumentiert: alles spricht “… dafür, dass wir Menschen mehr voneinander wissen wollen, mehr miteinander teilen wollen als früher! Was ist daran schlecht?”

  15. Oliver Springer |  09.03.2012 | 12:15 | permalink  

    Sofern es sich tatsächlich um ein Suchtverhalten handelt, würde ich die intensive Nutzung des Internets nicht als Therapie ansehen. Mit welcher Sucht man sich und anderen mehr schadet, lässt sich nicht so leicht sagen.

    Entzugserscheinungen können ein Problem sein. Aber dass Entzugserscheinungen auftreten, wenn man bestimmte Internetdienste nicht nutzen kann, ist erst einmal wenig aussagekräftig. Wenn Menschen sich lieben können sie ebenfalls abhängig von einander werden und Entzugserscheinungen zeigen.

    @Hans: Derzeit ist halt meist das Internet schuld. In der Vergangenheit wurde ein hoher Fernsehkonsum durchaus ähnlich betrachtet/bewertet.

  16. Mario |  09.03.2012 | 17:42 | permalink  

    Es wird bei der Internetsucht meistens über Jugendliche berichtet, aber bei der Generation bis 50 ist das nicht großartig anders.

    Ich sehe die Internetsucht keinesfalls als Heilung:

    – soziale Kontakte im realen Leben gehen schnell verloren. Bishin zur völligen Isolation von der Außenwelt sowie Trennung vom Partner.

    - manche lassen sich extra krankschreiben, damit sie keine Minute im Netz verpassen -> Verlust vom Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

    Die Internetsucht ist teilweise bei der Symptomatik mit der Spielsucht vergleichbar, deshalb sollte diese Sucht sehr ernst genommen werden!

  17. Linksverkehr KW 10/2012 » YOUdaz.com |  10.03.2012 | 22:06 | permalink  

    [...] “Internetsucht” ist die Heilung, nicht die Krankheit [...]

  18. An Amu |  11.03.2012 | 01:00 | permalink  

    Ach ja… Ich bin ja auch immer dafür, alles genau zu betrachten, bevor ich mir ein Urteil bilde…

    Wenn überhaupt, ist die übernächste Generation vielleicht erst in der Lage, damit so umzugehen, dass es zumindest keine Gefahr mehr in Bezug auf Vernachlässigung der eigenen Pflichten gibt. Weil sie keine mehr haben werden. Sie können oder dürfen oder müssen sich anders beschäftigen als mit ‘Lohn und Brot’… Social Media ist dann das Einzige, was noch da ist. Ich hoffe, ich täusche mich.

    Nein, mal im Ernst – ich selbst habe mit erlebt, wie bei ein paar Freunden, die einen sehr guten Job und ein stabiles, soziales Umfeld hatten, innerhalb von zwei bis drei Jahren alles zu Bruch ging. Und niemand von ihnen hätte öffentlich zugegeben, dass es daran lag, dass sie sogar früh morgens noch vor der Kiste saßen und in facebook kommentierten. Plötzlich und per Knopfdruck kann nun jeder so viel Bestätigung bekommen wie sonst nirgends. Das ist nachvollziehbar und ja, macht nun mal süchtig. Fast jeden übrigens. Nur keiner will es wahr haben. Es wird verniedlicht. Das man natürlich auch wirklich darüber Freunde findet und sogar berufliche Kontakte knüpfen kann, ist unumstritten und der positive Aspekt. Jedoch finde ich es total schade und auch nicht hilfreich, es NUR positiv zu betrachten. Anfänglich dachten sie noch, dass sie das Dosieren erlernen können, um nicht völlig zu verlottern… aber nun ja… gelingt den Wenigsten. Es ist keine stoffungebundene Sucht und somit auch nicht tödlich. ABER: Lebensgefahr! Denn die fängt schon dort an, wo das Leben eben in Gefahr ist. Sich selbst versorgen, Rechnungen bezahlen und nicht auflaufen lassen u.s.w.… Ich zitiere jetzt mal eine ‘Betroffene’, die kürzlich einen Aufschrei postete: “Ich kann nicht mehr und brauche Hilfe! Habe versucht, mal ein paar Tage ohne facebook. Aber die Realität, die mich erwartete, war inzwischen doppelt so unerträglich geworden, dass ich wieder rein musste, um nicht depressiv zu werden. Ein scheiß Kreislauf!”… Also. Nix lustig und harmlos. Klar? Und Heilung schon gar nicht. Mann, Mann, Mann…

  19. An Amu |  11.03.2012 | 01:21 | permalink  

    Noch mal ich. Sorry. Jeder, der Social Media studiert hat, muss natürlich ein Pro-Plädoyer halten… Erst Recht, wenn er es im Auftrag oder als Propaganda tut.
    Und ja, inzwischen sind die User das beste Futtermittel für jeden Wirtschaftszweig… Da hat man alle Schichten und Altersklassen auf einmal zusammen. Vorbei mit lästiger Flyer-Verteilung und verpöntem Vertreter- Getue… Geschickte Schleichwerbung in Form von Privatseiten und einem ‘Von Mensch zu Mensch’-Gespräch wickelt man am besten ein. Mal ehrlich: Wir spielen mehr denn je mit Hoffnungen und der einzelne Mensch wird inzwischen (auch privat!) genauso schnell ausgetauscht wie eben alles, was nicht mehr ganz neu ist. Ist nun mal so. Und ist das schön? Nein. Das nenne ich NICHT Fortschritt. Das nenne ich auch nicht Rückschritt. Das nenne ich einfach nur Verfall der Werte. Wie auch dieser Artikel so schnell unbedeutend wird wie inzwischen fast alles, was man nicht mehr aus Liebe und schon gar nicht mit Verantwortung tut. Gute Nacht.

  20. Mimimimi |  15.03.2012 | 17:32 | permalink  

    @An Amu
    Das Internet ist allenfalls ein Anlass und Mittel für Internesucht, aber nicht deren Ursache. Soll heißen, internetsüchtig wird nur, wessen Leben und Souveränität anderweitig gestört ist und deswegen -z.T. auch als Kompensation – die Nutzung des Internets nicht in den Griff kriegt.

  21. Al |  05.04.2012 | 20:11 | permalink  

    Der Artikel verharmlost und beschönigt doch total.
    Ich habe gestern bis 1 Uhr nachts in so einem (Video)-Chat gesessen und habe zugeschaut, wie erwachsene, “reife” Menschen lol bw bd und ähnlichen Blödsinn von sich gegeben haben. In dem Artikel oben wird so etwas als “Wunsch nach Kommunikation” bezeichnet.
    Also mit normaler Kommunikation hat so etwas nicht mehr viel zu tun, und von Wollen oder Wünschen kann oft auch nicht die Rede sein. Es ist ein Muss. (Ich schreibe aus eigener Erfahrung).

  22. areyoubored |  09.04.2012 | 03:24 | permalink  

    @mimimimi: So wie bei fast allen Süchten (inkl. Substanzbezogene)…

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