Anti-Acta-Demos: Die zweite Welle

Trotz des Rückziehers der Bundesregierung in Sachen ACTA gingen am vergangenen Samstag wieder einige zehntausend junge Leute auf die Straße. Allerdings wurde auch Kritik an der Argumentationsfähigkeit der Redner und Parolen laut.

Der große Vorteil der „Internet“- und „Facebook“-Generation ist der: Sie macht sich ihre Berichterstattung einfach selbst. Sie ist nicht mehr darauf angewiesen, was „die Medien“ aus ihren Aktionen machen. So werden bereits Stunden nach einer Demo Filme und Fotos auf YouTube oder Facebook-Seiten hochgeladen. Und gezielt fordern die Aktivisten von netzpolitik.org dazu auf, diese Art von „Gegenöffentlichkeit“ ausgiebig zu praktizieren.

Hier einige Beispiele:

Dagegen die seriösen, objektiven und völlig unparteiischen Medien:

Der Focus etwa spricht von der „Generation Kostenlos“, die einfach nicht locker lasse. Doch auch bei den Demonstranten selbst zeigt sich Selbstkritik. So schrieb ein Kommentator bei netzpolitik.org:

„Das Positive an der Veranstaltung: die selbstgemachten Plakate, keine Krawalle, entspannte Polizei. Das nächste Mal bitte Redner, die auch politikfähige Argumente haben…

Kontraproduktive Sprüche à la ‚Scheiß ACTA Scheiße Scheiße’ und ‚Wir haben ein Recht auf kostenlose Musik und Filme’ gehen einfach gar nicht.“

Und ein anderer formulierte:

„Wir alle müssen dringend dafür sorgen, dass die Teilnehmer an den Demonstrationen das Thema ‚Reform des Urheberrechts’ besser verstehen und kommunizieren!!!

Ansonsten werden wir die Darstellung als ‚die von Facebook’, die ‚irgendwas mit Internet’ machen und (achja) ‚kostenlose Musik wollen’ nicht los.“