Klassische Medien und Netzöffentlichkeit: Wer verändert hier eigentlich wen?

Die Breitband-Livesendung, die als Kooperation des Deutschlandradios Kultur und der Autorenblogs Spreeblick und Carta am 18. Februar über den Sender ging, kann nun bei dctp, der „Plattform für unabhängige Dritte im deutschen kommerziellen Fernsehen“ nachbetrachtet werden.

Moderator Philip Banse befragte eine knappe Stunde lang Johnny Häusler von Spreeblick und Wolfgang Michal von Carta zu den Wechselwirkungen zwischen klassischen Medien und Netzöffentlichkeit. Als Diskussions-Schwerpunkte hatte das Deutschlandradio die Fälle Wulff und ACTA ausgewählt. Hier noch einmal stichwortartig, welche Fragen gestreift wurden:

  • Wie hat sich das Verhältnis zwischen Netzöffentlichkeit und klassischen Medien im Lauf der Zeit verändert? (Das 3-Phasen-Modell)
  • Haben sich beide Seiten jemals mit Respekt behandelt?
  • Wieso gab es im Fall Wulff keine Gegenöffentlichkeit mehr?
  • Bekommt BILD im Mai den Henri Nannen-Preis?
  • Ist das Netz noch eine gesellschaftliche Utopie oder sind wir schon desillusioniert?
  • Wie kann man vermeiden, dass gute Debatten im Netz folgenlos versanden?
  • Warum muss man bei bestimmten Themen (Urheberrecht) immer wieder von vorn anfangen?
  • Warum haben bei ACTA beide Seiten so maßlos übertrieben? (weil beide Seiten in dieser Angelegenheit Partei sind)
  • Warum finden Themen, die keine Netzthemen sind, im Netz oft so wenig Beachtung?
  • Was bedeutet es, wenn Medien zu politischen Akteuren werden und die Politik nur noch ein Medium ist?