Redaktion Carta

ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“

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Wie unlängst beim Österreichischen Rundfunk (ORF) scheint sich nun auch im ZDF eine sender-interne Protestbewegung zu formieren. Noch anonym, noch sehr klein, aber immerhin. Carta dokumentiert den Aufruf der Empörten.

28.01.2012 | 

Das ZDF hat Sorgen. Es fühlt sich ein wenig wie das Aschenputtel unter den Öffentlich-Rechtlichen. Es wird von den Bürgern zu wenig beachtet und von den Medienjournalisten gern herumgeschubst. Nun soll es auch noch „massive Einschnitte im Personalbereich“ geben.

Zum Jahreswechsel versuchte deshalb der stellvertretende Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen, sein Team in einem fast verzweifelt klingenden Aufmunterungsbrief aus der drohenden Depression zu holen. Mit ausgiebigem Schulterklopfen für die tollen Leistungen der Kollegen und einem wohlgefälligen Blick auf das neue „revolutionäre Nachrichtenstudio“ hoffte er, den „zermürbenden Defätismus“, der sich im Sender breitgemacht habe, eindämmen zu können. Auch ein passendes Kafka-Zitat wird bemüht. Ob diese Seelenmassage hilft?

Schon meldet sich eine senderinterne Opposition zu Wort, die dem „Landratsamt vom Lerchenberg“ neues Leben einhauchen will. Zwar können die jungen ZDF-Mitarbeiter (aus Rücksicht auf ihre Verträge) dem mutigen Beispiel der offen auftretenden ORF-Kollegen (noch) nicht folgen, doch sammeln sie schon mal ihre Truppen. Über einen anonymisierten Mail-Account ging der Kassiber „Freiheit für das Zweite“ an potentielle Mitstreiter. Der erste Rücklauf, so ein Sprecher der Gruppe gegenüber Carta, sei ermutigend.

Hier der Wortlaut des Briefs:

 

Liebe Kollegen,

Schade, das ein solcher Protest beim ZDF nicht möglich ist. Wie sagte doch Nikolaus Brender im SPIEGEL: “Parteipolitische Methodik droht gerade den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu okkupieren” und “(es gibt ein) Spitzelsystem, das davon lebt, dass Redakteure den Parteien Senderinterna zutragen”.

Die Verhältnisse, die beim ORF den Protest auslösten, lassen sich “eins zu eins” auf das ZDF übertragen. Auch hier gibt es politische Einflussnahme und eine übergroße Nähe mancher Journalisten zur Politik (allein zwei ZDFler wurden als Kandidaten für Sprecher-Posten in der Bundesregierung genannt – einer ist es ja dann geworden).

Auch der Wechsel eines ehemaligen Staatskanzlei-Chefs auf einen Direktorenposten sowie die Spekulationen um einen erneuten Wechsel eines noch amtierenden Staatskanzlei-Chefs auf eine Verwaltungs-Position bleiben unkommentiert. Dies alles hat, wenn überhaupt, nur leisen Protest ausgelöst.

Wir paar jungen Nachwuchs-ZDFler müssen leider anonym bleiben, um unsere (meist befristeten/wackligen) Verträge nicht zu gefährden. WIR möchten auch noch in ein paar Jahren in einem (nahezu) unabhängigen ZDF arbeiten. Wobei WIR niemals mehr so hohe Pensionsansprüche werden verjubeln können, wie es den Hierarchen, die ein Filz-System im Haus aufgebaut haben, möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Das “Freiheit-für-das-Zweite”-Team

 

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43 Kommentare

  1. Christoph Drösser |  28.01.2012 | 19:06 | permalink  

    Eine ziemlich lahme Aktion, scheint mir. Wogegen sind sie denn nun, außer gegen “Verhältnisse”? Wenn sie sich schon nicht trauen, ihren Namen zu nennen, dann hätten die jungen Leute wenigstens ein paar konkrete Dinge benennen können.

  2. Anonymous |  28.01.2012 | 19:06 | permalink  

    [...] [...]

  3. Freidenker |  28.01.2012 | 19:32 | permalink  

    Hallo ich bin von Occupy Frankfurt – wir haben unheimlich viele Medienkontakte zu kritischen Journalisten und vielen anderen Gruppierungen und würden euch gerne Helfen – wir würden uns freuen wenn ihr uns kontaktieren würdet – da wir sicherlich viele Wege finden würden um euch zu unterstützen :)

    Ihr könnt euch auch vom Admin meine E-Mail geben lassen – oder nimmt über OccupyFrankfurt.de mit uns Verbindung auf :)

    Auch ich habe das Video von den ORF Mitarbeitern gesehen und dachte mir sofort wo bleiben unsere aus den öffentlich Rechtlichen?

    Und als ich diesen Artikel gelesen habe war ich sehr froh – steht auf denn wir brauchen freie Medien – besonders in dieser wichtigen Zeit!

    Grüße und macht weiter

    Occupy Everthing :)

  4. Wolfgang Michal |  28.01.2012 | 20:24 | permalink  

    @Hallo, Christoph. Du hast recht, der Brief ist ein bisschen zahm, aber doch auch ein Anfang.

  5. EuroTanic |  28.01.2012 | 21:41 | permalink  

    Ich würde mich schämen für eine derartige Drecksfirma wie das ZDF oder sonstige Desinformationspropaganda Maschinen zu arbeiten. Genauso wenig würde ich für die Chemie, die Pharma, das Militär, nicht als Leiharbeiter oder sonst eine menschenverachtene Organisation arbeiten. Wenn das alle machen würden hätte sich das Thema längst erledigt.

  6. Christian Edom |  28.01.2012 | 22:23 | permalink  

    Steter Tropfen höhlt den Stein. Staatskanzleien und Fernsehgremien können in weniger als einem Jahrzehnt auch ganz anders politisch besetzt werden.

  7. Frank Fischer |  28.01.2012 | 22:35 | permalink  

    @ Christoph Drösser

    Stimme Ihnen voll und ganz zu. Was soll das denn für ein dürftiges Textlein sein?

    Inhaltlich und stilistisch klingt das nach einer achten Klasse Realschule, die sich nach der Klassenfahrt beim Direktor über den ach so strengen Sportlehrer ausweint.

    Man will anonym bleiben und hat nichts besseres vorzubringen als vages Gemosere und schlechtkaschierten Neid auf die Bezüge der Chefetage?

    Okay, ich würde meine Urheberschaft an einem derart infantilen Wisch auch massiv verschleiern.

    PS.: Bevor ich mich ernsthaft ereifere, entscheide ich mich dafür, daß Ding für ein Fake zu halten. Vielleicht vom doppelpromovierten, habilitierten und befristet angestellten Pförtner, dem gerade langweilig war. Lol, rofl.

  8. frank |  28.01.2012 | 22:58 | permalink  

    Erstaunlich, dass das erst jetzt passiert. Nach der causa Brender hätte das doch mehr oder weniger sofort passieren müssen. Aber die Schmerzschwelle scheint recht hoch zu liegen.

  9. unbekannt |  28.01.2012 | 23:44 | permalink  

    Schade, dass der Vorwurf der starken Parteinähe hier als ‘dünn’ abgetan wird. Das ZDF bezahlen schließlich alle Deutschen und nicht nur die CDU-Wähler. Das öffentliche Fernsehen begründet sich damit unabhängig zu sein.

    Ich unterstütze eure Aktion und wünsche euch gutes Gelingen.

  10. Michael |  29.01.2012 | 00:21 | permalink  

    Ich denke dass das erwähnte Spitzelsystem nur eine der Möglichkeiten ist den ÖR zu kontrollieren. Die Rundfunkräte sind eine andere. Roland Koch hatte zu seiner Zeit in Hessen doch gezeigt wie man sich eine Mehrheit im Rundfunkrat beschafft. Außerdem dürfte es ähnliche Mechanismen wahrscheinlich auch bei anderen Sendern des ÖR geben.

    Massenmedien sind in jedem Herrschaftssystem, egal ob demokratisch oder diktatorisch (wobei die Grenzen dazwischen ja bekanntermaßen fließend sind), für die Machtausübung von wesentlicher Bedeutung. Das gibt man doch nicht so einfach aus der Hand.

    Außerdem denke ich das es noch andere Möglichkeiten gibt den ÖR unter politische Kontrolle zu bekommen, die etwas subtiler und unauffälliger sind. Für solche Zwecke, jedenfalls unter anderem, gibt es ja schließlich die parteinahen Stiftungen und Studentenverbände. Man zieht sich den passenden Nachwuchs heran, der Kandidat kriegt ein passendes Profil verpaßt und schon ist derjenige, den man auf einem bestimmten Posten haben will, derjenige mit den größten Aussichten.

    Die den Parteien verbundenen Unternehmen kompletieren das Bild dann noch.

    Wobei ich vielleicht noch hinzufügen sollte, dass solche Mechanismen und Verflechtungen sich meiner Meinung nach automatisch aus dem Pluralismus ergeben, der die Parteien dazu zwingt sich privatwirtschaftlich zu finanzieren.

    Im Prinzip entspricht die öffentlich-rechtliche Senderlandschaft und ihre politische Ausrichtung doch nur unserem politischem System und das sowohl auf förderaler, als auch auf Bundesebene. Zwei große Sender und zwei große Parteien, die die politische Landschaft dominieren. Oder hat es schon einen Bundeskanzler gegeben, der nicht einer dieser Parteien als Vorsitzender gedient hat?

    Na also. Ist doch alles völlig normal.

    Das einzige was man vielleicht kritisieren könnte ist, daß unsere jetzige Bundeskanzlerin nicht in der Lage ist ihre politischen Jugenderfahrungen abzustoßen und die Dinge ein wenig plump anpackt. Das ist im Prinzip ja auch das Hauptproblem unseres Präsidenten. Mal gucken was uns die Zukunft für Kandidaten beschert.

  11. Nacht dem ORF-Protest – ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“ « newsevv |  29.01.2012 | 01:46 | permalink  

    [...] http://carta.info/40965/zdf-mitarbeiter-fordern-freiheit-fur-das-zweite/ Share this:TwitterFacebookGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. [...]

  12. Kai Elves |  29.01.2012 | 09:01 | permalink  

    Ob Fake oder nicht, es wird NICHTS ändern.

    So wie in der DDR jeder wusste wie “der Hase läuft” ist es auch auf beim ZDF.

    Staatsferne?….AM AR+++ DIE RÄUBER!

    Das System als ganzes, nicht nur der GEZ-Funk, ist nicht mehr reformierbar. Man kann nur auf die Zeit nach dem Crash hoffen und bis dahin zusehen nicht unnötig viel abzukriegen.

    Eine wahre Konstante der deutschen Geschichte übrigens. Immerhin gibt es einen neuen Joker im Spiel der den Eliten das kalte Vomitieren verschafft: Das Internet.

    Jeder kann, wenn er gewillt und motiviert ist, den “Feindfunk abhören” und sich entsprechend positionieren. Natürlich wird die Masse das nicht tun, Dschungelcamp, Gossip-Quatsch (schon mal ZDF-MoMa gesehen? E N T S E T Z L I C H ! ) und der neueste Technikmüll aus Foxconn-Sweatshops kommt zum Latte eben deutlich besser. ESM? ACTA? Wattn dat?

    Also liebe Jung-Schorrnalistn, ihr seit jetzt schon gekniffen. Der Wasserkopf wird es verstehen euch elegant auszukegeln und dabei auch noch an Macht und Pfründen gewinnen.

    So ist das im Faschismus.

  13. Hans Retep |  29.01.2012 | 09:13 | permalink  

    Ich finde den Brief sehr interessant. In einem öffentlich-rechtlichen Sender, der bekanntlich ein Turm der Meinungsfreiheit ist, trauen sich Mitarbeiter Missstände nur in einem anonymen Brief anzusprechen, eigentlich eher anzudeuten. Das ist ein Mittel, das eigentlich nur aus totalitären Staaten oder großkapitalistischen Branchen mit Hire-and-fire-Mentalität inklusive Blacklist-Verfahren bekannt ist. Auf der anderen Seite kann es natürlich sein, dass diese anonymen Mitarbeiter sich zu große Sorgen machen und ihre Vorsicht übertreiben. Das hieße aber, das ZDF hat statt unabhängig denkenden Menschen nur Duckmäuser eingestellt.

  14. Christian Edom |  29.01.2012 | 09:38 | permalink  

    Ist doch klar, dass es Angst vor “Ende der Karriere” Vermerken oder funktionalen Äquivalenten gibt.

  15. Frank Fischer |  29.01.2012 | 12:59 | permalink  

    @ Kai Elves

    “Vomitieren”? Mußte ich direkt googeln…

    Nochmal zur Fake-These: daß der ZDF-Nachwuchs, also theoretisch unsere angehenden Top-Journalisten, in eigener Sache nur so dürre Worte finden soll, will mir nicht recht einleuchten.

    Beim “Dülmener Tagblatt” würde ich sowas ohne weiteres durchgehen lassen, aber beim glorreichen Zett-dee-eff?

    Die Parallele zum DDR-Staatsfernsehen ist sehr hübsch. Vielleicht sollte man dazu mal Frau Maybritt “früher SED, heute ZDF” Illner befragen.

    Die könnte da sicher Erhellendes beitragen.

  16. Christian Benduhn |  29.01.2012 | 13:01 | permalink  

    Wenn den einen ARD und ZDF zu “links” sind, den anderen zu “rechts”, scheinen sie doch die politischen Meinungen in Deutschland ganz gut abzubilden.
    Nimmt man noch die Privatsender hinzu, wird auch der eher unpolitische Teil der Bevölkerung ausreichend wahrgenommen.
    Den über das normale Maß politisch interessierten Kreisen bietet das Internet genug Möglichkeiten.
    Das Gejammer der anonymen ZDF-Praktikanten ist lächerlich. Sie wollen wie Beamte auf Lebenszeit auf Kosten der Allgemeinheit abgesichert werden, trotzdem aber keine Rücksichten auf die nehmen, die sie bezahlen.

  17. Wolfgang Michal |  29.01.2012 | 13:12 | permalink  

    Der Spiegel berichtet morgen von der schlechten Stimmung, die im ZDF herrsche und bezieht sich dabei auf den oben erwähnten Theveßen-Brief: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,811948,00.html

  18. Kand.in.Sky |  29.01.2012 | 13:26 | permalink  

    die Dummheit liegt im System. Einfach den letzten Absatz nochmal lesen.

    Wir paar jungen Nachwuchs-ZDFler müssen leider anonym bleiben, um unsere (meist befristeten/wackligen) Verträge nicht zu gefährden. WIR möchten auch noch in ein paar Jahren in einem (nahezu) unabhängigen ZDF arbeiten. Wobei WIR niemals mehr so hohe Pensionsansprüche werden verjubeln können, wie es den Hierarchen, die ein Filz-System im Haus aufgebaut haben, möglich ist.

    man gibt also zu in einer Firma zu arbeiten die durch und durch unfair und korrupt ist, beruft sich auf die schlechten Verträge UND zeigt den Willen in diesem Haus/Firma auch noch in ein paar Jahren arbeiten zu dürfen.
    Wegen der politischen Korruption?
    Wegen den wackeligen Verträgen?
    Wegen den schlechten Pensionsansrpüchen?
    Ja weswegen eigentlich..?

    Immerhin, “anonym bleiben” ist eine gute Idee, ich würde auch nicht meinen Namen in aller Öffentlichkeit beschmutzen wollen. Allerdings taucht sowas dann im Lebenslauf auf. Und ich wüsste sehr gut wen ich einstellen würde und wen nicht.
    Schweinepriester des Systems (bewusst übertrieben gewählte Rhetorik) gehören auf jeden Fall nicht dazu.

    Aber ach, was soll die Jammerei… in DE gab es schon immer Alt-Kader (Nazis, Stasi, Gladbeck-”Journalisten”) die sich erfolgreich in das neue System herübergerettet (gewählt) haben. Auf den dummen Kraut ist eben Verlass, und sei es nur die Blödheit.

    #k.

  19. ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“ — CARTA | netzaufstand.de |  29.01.2012 | 13:40 | permalink  

    [...] ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“ — CARTA. This entry was posted in Endgame, Kohle, Krise, Kultur, riot, Teil des Problems, wake up by admin. Bookmark the permalink. [...]

  20. Drei Zwei Weg |  29.01.2012 | 15:12 | permalink  

    ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“

    Man kann nicht sagen, dass der Feind in Sachen False Flag-Aktionen nicht lernfähig ist. Wann mag wohl die gute, alte Mafia – die Familie – kommen und für Freiheit, Menschenrechte, Gleichberechtigung werben?

    ZDF-Mitarbeiter fordern? Wer kann das sein? Der Kaffeeautomat? Oder die Mülltonne, dies neben dem TV-Konsumenten den Hauptanteil des faschistioden Dünnschisses de überbezahlten Propagandisten und Manipulateure des Systems ertragen muss?

    Komme mir jetzt bitte keiner mit Clausi Klebt Selbert & Konsorten und den ungezählten anderen Scheuklappen-. Drei-Affen-, GebtDenBanksterAlles-, TauscheBRDGegenEU- und Heilige Klimatius-Fraktion!

    Für das ZDF gilt nur eines: ABSCHALTEN & zwar SUBITO!

    Je schneller diese Pest vom Netz ist, desto besser.

    In den ARD-Sendern findet man wenigsten ab und an noch so etwas wie Kompetenz und journalistische Berichterstattung, eine gewisse Form vom Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, Versuch der unabhängigen Berichterstattung – im ZDF so gut wie nie!

    „Freiheit für das Zweite!“? FREIHEIT FÜR DIE BÜRGER!!! WEG MIT DIESEM SENDER!!!!!

  21. jürgen adam |  29.01.2012 | 17:11 | permalink  

    Bei diesem Thema kommt man an den Aussagen von Georg Schramm einfach nicht vorbei…
    Koch und Kellner: http://www.youtube.com/watch?v=rCfqREzOJwE

    …und dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ausser dem Aufruf zur Revolution ;-)

  22. Tom von der Isar |  29.01.2012 | 18:11 | permalink  

    Guter erster Schritt!
    Auch ich will mal beim BR arbeiten (obwohl katholisch, trotzdem ohne solche Quasi-Vorgaben;)
    Falls ihr (auch gern erst mal unerkannt) ein Interview geben wollt, meldet Euch für mein Projekt Mucazin (https://www.facebook.com/Mucazin)

  23. Falk D. |  29.01.2012 | 18:26 | permalink  

    Das ZDF ist seit ich den Fernseher mit den Mobiliar der letzten Wohnung entsorgte aus meinem Kontext gescrollt und da ich in meinem Freundeskreis mittlerweile mehr Leute als mit ohne Fernsehe kenne, fürchte ich, dass diese Palastrevolte im späteren Kontext als Streit um das schönste Rettungsboot der Titanic oder der Costa Concordia eingeordnet werden.
    Trotz des “Verfassungsauftrags” und der politischen Rückendeckung bis ins Verfassungsgericht hinein wird lineares Fernsehen nicht lange überleben. Die Kommunikationselite ist schon weg und Facebook zeigte bereits die Mallorca-Effekte disruptiver Medien.
    Ich denke Zdf und Ard werden bald so muffig riechen wie pocketfilm aus den 80ern.

  24. Elmar Theveßens Hilferuf an die ZDF-Belegschaft. | blog@netplanet |  29.01.2012 | 19:49 | permalink  

    [...] Anschaulich zum Thema auch folgendes auf Carta: ZDF-Mitarbeiter fordern “Freiheit für das Zweite!” [...]

  25. Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website |  30.01.2012 | 08:47 | permalink  

    [...] Quelle: Carta [...]

  26. Marvin |  30.01.2012 | 10:15 | permalink  

    Die CDU/CSU-Amigos werden es immer versuchen. Die (Bild-) verdummte Gesellschaft bekommt davon eh nichts mit, nach dem Motto “Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.”

  27. Farbenseher |  30.01.2012 | 11:02 | permalink  

    Ich finde diesen Aufruf ausgesprochen begrüßenswert und verstehe nur allzu gut, wenn sich die (offensichtlich jungen) Mitarbeiter nur anonym äußern. Dass sie allem Anschein nach keine festen Verträge haben, ist doch ein Symptom der Zustände, an denen das ZDF so lautstark vorbeisendet.

    Von einer unabhängigen Berichterstattung kann schon lange keine Rede mehr sein, man führe sich nur astreine Propagandaveranstaltungen wie “Das ZDF-Sommerinterview” vor Augen, wo pseudo-Journalisten vor der Kanzlerin den Bückling machen, dass es einem im Hals würgt, während missliebige Interviewpartner wie Gysi jeder Satz abgeschnitten und Unterstellungen aus der Mottenkiste des kalten Krieges hervorgeholt werden.

    Eine kritische Auseinandersetzung mit Regierungspolitik findet beim ZDF faktisch überhaupt nicht statt, während die ARD immerhin eine ganze Reihe guter, investigativ-journalistischer Formate wie “Monitor” und zum Teil hervorragende, politische Reportagen aufzubieten hat.

    Ich bezahle meine GEZ-Gebühren gerne, wenn dadurch unabhängiger, kritischer Journalismus möglich gemacht wird, für das, was ich da an hirnloser Hofberichterstattung beim ZDF sehen muss, ist mir allerdings jeder Cent zu schade.

  28. Rundfunk |  30.01.2012 | 12:38 | permalink  

    Dito im BR – ehemaliger Pressesprecher wird Intendant. Wir merken schon, wohin das führt. Dankeschön, unabhängiger Ö-R-Rundfunk. Klappt ja toll. /Sarkasmusalarm

  29. Donralfo |  30.01.2012 | 13:55 | permalink  

    Und was ist mit der ARD? Ein politikfreier Raum?
    Wenn die CDU den größten Einfluss aufs ZDF nimmt, wie durch die Ernennung des Regierungssprechers indirekt angedeutet wird, ist die ARD dann vielleicht mehr unter der Kontrolle der SPD?
    Fragen über Fragen.

  30. ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite! » carruba.de |  30.01.2012 | 14:25 | permalink  

    [...] Quelle: Carta [...]

  31. Björn |  30.01.2012 | 14:42 | permalink  

    Ob anonym oder nicht, ob unkonkret oder nicht, macht weiter so. Verlinkt es, teilt es auf soz. Netzwerken, schreibt darüber in blogs, tragt es weiter, setzt es auf diskussionsagenden; kurzum: lasst euch nicht unterkriegen! ich teile es auf jedenfall schonmal ;) Wenn es um die öffentlich rechtlichen geht, betrifft es mich direkt!!

  32. E. Stopp |  30.01.2012 | 17:22 | permalink  

    Der Brief ist noch etwas zahm, aber ein Anfang. Schon lange vermute ich ( seit Absetzung Bender) die Bevormundung beim ZDF durch die Politik. Mich wundert nur , dass man Frontal21 und Panorama noch nicht verboten hat. In den öffentl. rechtl. Sendern läuft Mainstream, mit ganz wenigen Aussahmen, wie die schon angesprochenen Sendungen, oder auch bei ARD ” Das Riester – Dilemma ” !
    Es muss endlich erkannt werden, es darf in diesem Land so nicht weiter gehen. Neoliberalismus zu Gunsten des Profits- das ist das Ziel. Ich wehre mich als Versicherungsmakler auch und verweigere mein Zustimmung zu den Schrott- Produkten der Rürup-und Riester- R Enten. Es ist die Enteignung des Volkes zu Gunsten der Kapitalisten, der Lobbyisten , der Egoisten und der Aktionäre.
    Ich verweiger auch meine Teilnahme an Foren, wo Lobbyisten den Untergang der gesetzlichen Rentenversicherung feiern wollen, wie Raffelhüschen bei Gothaer, siehe hier:
    http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de/content/brief_an_gothaer.php

    Vom öffentlich-rechtl. Sender erwarte ich investigativen Journalismus. Der Souverän ist das Volk , nicht die Lobbyisten, auch nicht die Politiker.
    Ich erwarte den Rücktritt dieser Regierung !!! Und Auflösung des Bundestages und Neuwahlen. Denn die aktuellen Mehrheiten spiegeln nicht die Volksmeinung wieder.
    Wir sollen den USA – Interessen geopfert werden, so läuft das Spiel hier.
    Wir müssen uns endlich wehren!!!!

  33. NsN 30 01 2012 Deutschlanddebatte | Eisenblatt |  30.01.2012 | 20:53 | permalink  

  34. Nachrichten sN 30.01.2012 Deutschlanddebatte | Propagare News |  30.01.2012 | 23:01 | permalink  

  35. NsN Neuigkeiten statt Nachrichten 30.01.2012 Deutschlanddebatte | staseve |  31.01.2012 | 08:06 | permalink  

  36. Markus Seppelt |  31.01.2012 | 13:50 | permalink  

    nternet – Welt-menschen-gehirn – befreit sich vom Tumor

    Wie war es früher, noch vor 25 jahren? Wenn man die gesamtmenschheit, oder sagen wir unsere westliche zivilistation betrachtet, dann waren die medien sozusagen die sinnesorgane der gesellschaft, alles was über unseren direkt privat erlebbaren horizont hinausging, dort dienten uns die medien als augen und ohren und auch grösstenteils als verstand, da die informationen über die welt da draussen ja schon vorverarbeitet waren. So erfuhren wir indirekt wie die welt da draussen angeblich ist, vielleicht in der einen zeitung mehr aus sicht der cdu, im anderen sender eher aus linker sicht aber doch im groben relativ ähnlich, nicht viel anders an schulen und universitäten

    wir waren also auf diese welt-sinnesorgane-medien angewiesen als verbindung zur welt da draussen, so gab es auch keine alternative, der informationsfluss war relativ einseitig monolog nicht dialog,und wir abhängig von dem was medien lehrer politiker usw uns über die welt erzählten, der informationsfluss hatte also meist nur eine richtung, indirekt von dritten über medien zu uns relativ vorverdaut – wir hatten nur die möglichkeit zu glauben oder zu zweifeln, aber kaum die möglichkeit tatsächlich an alternative oder völlig andere infos zu kommen

    selbst wenn jemand vielleicht einen im bekanntenkreis hatte, der durch persönliches erleben von ereignissen an universität in politik oder im ausland wusste, dass dies oder jenes so oder so geschehen war, ganz ander als in medien berichtet oder von medien verschwiegen, so konnte dies nie oder nur sehr sehr langsam die breite öffentlichkeit erreichen. Die medien und diejenigen, die sie kontrollierten hatten also sozusagen das monopol des wissens über aktuelle geschehnisse oder nichtgeschehnisse und der weiterreichenden verarbeitung von völkern und ihres gesamtbewusstseines

    wichtig dabei die einseitige flussrichtung monolog – der informationen im auge zu behalten, von den medien zum konsumenten, zum verbraucher und kaum umgekehrt, bedingt eben durch die abhängigkeit, durch den mangel an alternativen

    wie ist es nun heute – grösste teile der welt der menschen sind per internet miteinander verbunden, wie ein neuronales netz, man könnte sagen die einzelnen menschen sind wie nervenzellen des gesamt-menscheheits-gehirnes und das internet sozusagen die nervenbahnen, die vernetzung. Jeder kann jedem informationen einspeisen von fast jedem ort der welt, verbunden über mailverteiler foren twitter facebook youtube google mail blogger etc – und eben im dialog

    das monopol, aus dem die einseitige flussrichtung der informationen bedingt war, ist gebrochen, internetuser kommunizieren unter sich, wie in einem grossen weltweiten wohnzimmer ganz privat. Wie ein riesiges weltweites gehirn ohne zentrale steuerung frei und unabhängig. Und jetzt wird’s spannend, die alten strukturen wie universitäten parteien konzerne medien haben es versäumt bisher wirkungsvoll darauf zu reagieren, ihre einzige möglichkeit wäre gewesen sich offen beweglich demokratisch in den neuen informationsfluss dialog einzufinden

    das hätte aber auch bedeutet einen verlust oder die aufgabe des macht und informationsmonopols offen einzugestehen und losszulassen. Die alten strukturen und medien geben zwar nach wie vor einseitig ihre informationen heraus, aber sie sind eben nicht mehr die einzigen notwendigen sinnesorgane der menschen für das weltweite geschehen. Jeder einzelne mensch kann selbst entscheiden, selbst verarbeiten, selbst seine quellen wählen, sich sein individuelles bild machen und dies dann wieder ins gesamtneuronale netz einspeisen, wo es dann andere wieder weiterverarbeiten können

    durch dieses verhalten der alten strukturen des einseitigen monologes haben sie sich in eine art isolation manövriert, sie versuchen zwar über gewisse mechanismen bei google facebook oder youtube eine gwisse kontrolle über die verfügbaren inhalte und informationen zu halten, aber das entscheidende ist, sie gehen nicht in resonanz, in tatsächliche kommunikation, in austausch, sie nehmen nicht interaktiv am geschehen teil, sondern nur einseitig als sender, da sie ihre macht nicht loslassen wollen, die sie doch schon verloren haben, da sie eben nicht mehr die alleinfunktion als sinnesorgan der gesellschaften haben, durch internet hat jeder nach belieben sein eigenes frei bestimmbares sinnesorgan für die welt da draussen

    zwangsläufig entwickelten sich die alten strukturen (parteien medien konzerne schulen) so zu einer art tumore im neu entstandenen welt-menschen-gehirn, sie haben sich isoliert vom gesamtaustausch, von der vernetzung, vom dialog (austausch in beide richtungen!), sie halten fest an ihrem monolog, wir sprechen ihr hört zu, das führt zu einer entfremdung vom gesamtorganismus menschheit, wenn zb heute politiker wie merkel sagen so und so ist das undes ist alternativlos, dann wird darüber im netz diskutiert, es wird dann zb gefragt warum die nationalen staatsbanken nicht einfach selbst ihr geld drucken ohne zinsen dafür zu zahlen

    da die alten strukturen hierauf keine plausiblen antworten haben und auch wissen, dass sie ihre standpunkte in einer tatsächlich offenen diskussion im internet nie glaubhaft vertreten könnten bzw wohl niemanden mehr überzeugen könnten, halten sie versteinert fest am monolog – selbst auf emails an parteien oder medien bekommt man heute kaum noch antworten wenn man heikle gut formulierte fragen stellt sowie vielleicht noch vor 5 jahren – es wird ausgeschwiegen und stumpf am monolog festeghalten, weil man eben keine vernüftigen erklärungen für wirtschaftspolitik, kriege usw hat

    wie gesagt entwickeln sich so die alten und informations und machtstrukturen zu isolierten tumoren die nicht mehr in lebendigem austausch mit dem gesamtmenschenhirn verbunden sind, sie werden so denke ich nach und nach isoliert ausgehungert und abgestossen. In einem gesunden körper zb ist es so, dass alle teile und organe miteinander in resonanz und dialog sind auch das gehirn ist da nicht einseitig nur sender, wenn das gehirn zb einen schmerzimpuls von einer stelle des körpers bekommt, wird es wohl angemessen darauf reagieren müssen, da es sonst auch sein eigenes überleben gefährdet, alles ist also mit allem im dialog vernetzt, sobald sich ein körperteil zum reinen monolog entscheidet gefährdet er sich und den gesamtworganismus, man bezwichent dies als krankheit oder tumorgeschehen

    das die weltmenschheit aber kein lebensnotwendig zusammenhängender organismus ist wie ein einzelnes säugetier zb wird es langfristig die sich selbst isolierenden organe nicht mehr versorgen – die weltnetzgemeinde diskutiert draussen lebendig über alternativen, darüber wie sie leben wollen, darüber was die mächtigen tun, darüber welche probleme man empfindet und welche lösungen es gibt, sie diskutieren frei über zinslose geldsysteme, über frieden, über bedingungslosses grundeinkommen, über den 11.9, ob ein iranüberfallsinn macht usw, machen ihre eigenen videos, haben ihre eigenen fachleute, studien, experimente, tauschen erfahrungen und ideen aus

    sei es über wirtschaft, gesundheit, religion, ernährung, lebensformen, soziale fragen oder was auch immer und die alten strukturen können nur hilflos zuschauen da sie ja den wirklich demokratischen dialog verweigern, argumente haben sie keine dagegen da sonst nur auffalen würde, wie fraglich das alte system vor internet wirklich war, dazu wird ja noch weltweit geschichte aufgearbeitet, der 11.9 ist wohl das populärste beispiel. Das dumme ist noch dazu dass das internet wie ein weltweites privates wohnzimmer ist, und in so einem wohnzimmer fühlt man sich eben unter privatleuten wohl, einzelne frei miteinander kommuniziernde menschen

    was würdet ihr wohl sagen wenn ihr mit 8-10 bekannten abends in netter runde zusammensitzt und über sagen wir wirtschaft plaudert, und dann betritt ein lehrer oder politiker oder redakteur ungefragt den raum und mischt sich ein und sagt, nein da liegt ihr falsch und ihr müsst so und so denken und das ist die wahrheit, er fände wohl kein gehör und würde nach 5 min ausgebuht, es sei denn er würde sich privat gleichberechtigt am gespräch beteiligen im dialog ohne anspruch auf wahrheitsmonopol

    aus diesem grunde ist es den alten strukturen eben nach ihren bisherigen mustern unmöglich sich noch wie früher aktiv wirksam an diesem gesamt-welt-gehirn, seinem denken und seinen standpunkten zu beteiligen, es wird langsam ausgestossen abgesondert – nicht mehr ernst genommen und einzelne freie menschen weltweit werden das leben frei anarchistisch selbstbestimmt selbstverantwortlich offen flexibel die neue realität erschaffen, künstliche einmischungen der alten strukturen werden hier immer wie fremdkörper auffallen auch wenn sie sich noch so clever und geschickt anstellen, im wohnzimmer fällt eben jeder auf, der dort nicht als privatperson auftritt, man wird ihn als lobbyist, verteter, priester usw erkennen erfühlen

    so gesehen ist das alte system am ende, denn eine welt ohne internet wird es nicht mehr geben, es sei denn nach einem totalen wandel zu einer neuen art zu leben, aber dieses system wird es ohne internet nicht geben, und solange es dies internet gibt wird es wie ein freies welt-meschen-gehirn funktionieren, menschen finden immer wege sich aauszudrücken, auch in totalitärenn systemen, ein beispiel, wer in cuba castro kritisieren wollte, der lobte che – man schreibt liest dann zwischen den zeilen usw

    die alten strukturen haben das internet unterschätzt,, haben die entwicklung verschlafen, und eine alternative zur aufgabe der macht hätte es wohl eh zu keinem zeitpunkt gegeben

    willkommen im freien welt-menschen-gehirn auf dem wege zur heilung vom tumor

    kein wunder dass der tumor grad noch im todeskampf letztes aufbäumen versucht mit verzweifelten versuchen die kontrolle über das welt-menschen-gehirn zurückzuerlangen

  37. spöke |  31.01.2012 | 13:53 | permalink  

    zitat..<<<<>>>>

    Sie können in Deutschland wählen was sie wollen. Es hilft nichts.
    Wenn ein PC einen Virus hat, sollte man das System neu installieren.
    Beim letzten Tag der Deutschen Einheit standen 2 Personen vor dem Reichstag.
    Sie spannten ein Plakat auf mit der Aufschrift :,,, Ausführung von §146 GG
    So lange der Paragraph 146 im Grundgesetz nicht nach Völkerrechtlichen Bestimmungen ausgeführt wurde, so lange wird sich hier nichts ändern.

  38. Anne Beck |  01.02.2012 | 12:59 | permalink  

    @ euroTanic: Zitat: Ich würde mich schämen für eine derartige Drecksfirma wie das ZDF oder sonstige Desinformationspropaganda Maschinen zu arbeiten. Genauso wenig würde ich für die Chemie, die Pharma, das Militär, nicht als Leiharbeiter oder sonst eine menschenverachtene Organisation arbeiten. Wenn das alle machen würden hätte sich das Thema längst erledigt.
    Soweit das Zitat.

    Ach du lieber Gott, was ist das denn für eine Denke! Wir sind doch nicht mehr in der DDR! Für wen willst du Gutmensch denn arbeiten? Und wer soll die Kohle verdienen?

    Ich war nie Mitarbeiterin des ZDF, doch finde ich viele, viele Beiträge sehr kritisch und gut. Dass der Intendant stark abhängig ist von den “Weisungen” des Fernsehrats find ich nicht gut. Doch wenn ich das alles zusammen betrachte, menschelt es auch da, und man versucht, seine (politischen) Leute unterzubringen. Siehe Wulffs Aktivitäten als Ministerpräsident, siehe andere Politiker. Ich muss auch als CDU-Nichtwählerin akzeptieren, dass es im ZDF Führungskräfte gibt, die politisch anders denken.
    Wenn ich die Aktivitäten jedoch von den Privaten betrachte, wird mir übel, und ich zahle gerne die Gebühren für die Öffentlich-Rechtlichen!

  39. Anne Beck |  01.02.2012 | 14:18 | permalink  

    Die Frage No.1 zu beantworten: Ja ich kenne sie.
    Das weitere Gemenge von E-Stopp: 60er Jahre Anti-USA-Schmarrn, sprich Volksverdummung, imperiales Gehabe der USA mit ihren Fangarmen (…), wo bist du denn stehengeblieben? Es ist viel komplizierter heute. Unsere Regierung plus Opposition ist doch derzeit dabei, die verfassungsschützenden Fehlleistungen a) festzuhalten und b) daraus Konsequenzen zu ziehen.

    Krieg als Mittel zur Lösung eines Problems auszurufen, finde ich infantil und gefährlich. Das hatten wir doch schon mal in Weltkrieg 1 und 2.
    Ich kann mit deinem Einwand, E-Stopp, dass die Braunen in Magdeburg aufmarschieren, nix anfangen. Es ist eine Splittergruppe, verbohrt und zugenäht.

    Mannomann, das hat doch nix mit der Qualität des ZDF zu tun!

  40. sunstreet |  01.02.2012 | 23:17 | permalink  

    @Michael: “Wobei ich vielleicht noch hinzufügen sollte, dass solche Mechanismen und Verflechtungen sich meiner Meinung nach automatisch aus dem Pluralismus ergeben, der die Parteien dazu zwingt sich privatwirtschaftlich zu finanzieren.”

    Entschuldigung, aber wie kommen Sie denn auf die Idee, dass sich Parteien “privatwirtschaftlich” finanzieren. Da argumentieren Sie aber weit an der Realität vorbei ! Was “verkaufen” die Parteien denn ? Was bieten sie als Gegenleistung für die Zahler ? Stimmen bei Abstimmungen vielleicht ? Denken sie das doch mal juristisch weiter …

    Und gucken sie doch bitte einmal genau hin. Die Parteien versuchen zwar permanent ihre selbst erlassenen Gesetze zu unterlaufen um immer mehr Gelder zu erhalten, die ihrer Meinung nach nicht offen gelegt werden müssen. Z.B Vermietung von Standflächen an Parteitagen. Aber mit “privatwirtschaftlichen” Finanzierungen hat dies nichts zu tun.

  41. ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“ « linkepower |  02.02.2012 | 10:09 | permalink  

    [...] Quelle: Carta [...]

  42. ZDF: Öder durch Söder — Carta |  04.11.2012 | 18:02 | permalink  

    [...] hatte sich deshalb im Januar (bei Carta) eine ZDF-interne „Oppositionsgruppe“ zu Wort gemeldet. Auch im ZDF, hieß es, gebe es… „…politische Einflussnahme und eine [...]

  43. LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » ZDF-Mitarbeiter fordern: „Freiheit für das Zweite!“ |  10.02.2013 | 14:02 | permalink  

    [...] Quelle: Dokumentation des Offenen Briefes vom 28.01.2012 bei Carta [...]

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