Robin Meyer-Lucht

#japan #fukushima: Einige der besten Kommentar-Tweets

 | 21 Kommentar(e)


Twitter als Kommentarmedium in Echtzeit: Ich habe mal einige der Tweets zur Atomkatastrophe in Fukushima zusammengetragen, die mir besonders gut gefallen haben.

12.03.2011 | 

Hier eine Auswahl von Tweets, die mir besonders gut gefallen haben (wird kontinuierlich aktualisiert):


To us, right now, the apocalyptic headlines don’t help, the politics don’t help, the fear doesn’t help. Facts help. Save opinion for later.less than a minute ago via web


Wer jetzt nicht über den Atomaustieg diskutieren will darf nach terroristischen Anschlägen auch nicht über neue Sicherheitsgesetze reden.less than a minute ago via TweetDeck


Die “Brückentechnologie” Atomkraft scheint eine Eselsbrücke zu sein.less than a minute ago via TweetDeck


Und dann war da noch die promovierte Physikerin, die angesichts der Katastrophe in Japan meint, wir seien alle in Gottes Hand. #Merkelless than a minute ago via Echofon


Unverbindlicher Vorschlag für einen neuen CDU Slogan. http://twitpic.com/48s9epless than a minute ago via Twitpic


“Die Atomenergie ist sicher. Die Umweltbewegung hat Kernkraft zu Unrecht dämonisiert.” (Die Welt, 2008) http://bit.ly/h8w8Ahless than a minute ago via HootSuite


Gehe jetzt Nudeln essen. Kann aktuell leider nichts gegen den Super-GAU tun.less than a minute ago via Twitter for Android


Atomunfälle. Wahrscheinlichkeit: Einer in zig Millionen Jahre. Während meines Lebens ereignet: Zwei. Bisher.less than a minute ago via Twitter for iPhone


Wird in Deutschland bei einer Kernschmelze eigentlich die verbleibende Restlaufzeit des Reaktors auf die anderen AKWs übertragen?less than a minute ago via web


Offenbar braucht jede Generation ihr Tschernobyl um die Atomlobby im Zaum zu halten.less than a minute ago via web


Die Katastrophe am Hochtechnologiestandort Japan macht es ein für alle Mal unmöglich, die Risiken der Atomenergie für beherrschbar zu haltenless than a minute ago via web

(Vorschläge in den Kommentaren sehr gerne)

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21 Kommentare

  1. Jonas |  12.03.2011 | 16:24 | permalink  

    booldog
    booldog

    Atomunfälle. Wahrscheinlichkeit: Einer in zig Millionen Jahre. Während meines Lebens ereignet: Zwei. Bisher.

    Bei mir sind’s schon drei. Beim Three Mile Island-Störfall, der ja vor Tschernobyl als größter bisheriger Unfall galt, war ich noch im Kindergartenalter, aber somit sind’s in 32 Jahren drei schwere und schwerste Unfälle.

    Lässt zwei Schlüsse zu – entweder haben wir jetzt statistisch gesehen -zig Millionen Jahre Ruhe bis das nächste Mal sowas passiert, oder man hat eher Grund zu der Annahme daß sowas rein statistisch alle 10 bis 15 Jahre mal passiert.

    Das muß wohl jeder für sich selbst entscheiden.

    Bleibt die Frage, warum man Kernkraftwerke überhaupt in Zonen mit so hoher geologischer Aktivität baut. Sicher, Japan ist fast komplett ein einziges Erdbeben-Risikogebiet, man könnte fast sagen, was sollen sie denn machen… trotzdem – ich erinnere mich z.B. daran, daß ich im Urlaub mal vorbeigefahren bin am Diablo Canyon-Atomkraftwerk in Kalifornien, welches in unmittelbarer Nähe des San-Andreas-Grabens ist. Und ich konnte schon damals nicht verstehen, daß man in so einem riesigen Bundesstaat wie Kalifornien ein Kernkraftwerk ausgerechnet in eine Erdbebengebiet gesetzt hat.

  2. Matt |  12.03.2011 | 16:44 | permalink  

  3. TheGurkenkaiser |  12.03.2011 | 17:04 | permalink  

    ich bin jetzt kein rechengenie aber das mit der wahrscheinlichkeit ist doch etwas kompizierter und genau diese unsicherheiten werden von der atomlobby propagandistisch ausgeschlachtet.

    Die Wahrscheinlichkeit dass irgendwo auf der welt ein störfall passiert ist deswegen relativ hoch, weil es ja nicht nur ein akw gibt sondern viele.

    die alleinige betrachtung der wahrscheinlichkeit sagt aber nichts über das Risiko aus. Risiko ist ja wahrscheinlichkeit x Schaden. Und das ist der punkt. Wenn die wahrscheinlichkeit so gering ist, dann wäre das Versichern von AKWs ein Riesengeschäft für Versicherungen. Aber keine Versicherung der Welt versichrt gegen GAUs. Warum wohl?

    Die Frage ist, ob wir uns als Gemeinschaft ein Risiko antun, das kein Privatversicherer je übernehmen würde.

  4. Matt |  12.03.2011 | 17:12 | permalink  

    Rein betriebswirtschaftlich sollte man fragen:
    Was kostet eigentlich nur ein einzelner Pförtner für 20.000 Jahre?

    Dass ein Land mit soviel Wind und Wellen Potential wie Japan
    55 AKWs hat …..

  5. Jonas |  12.03.2011 | 17:26 | permalink  

    @Gurkenkaiser:

    das mit der Wahrscheinlichkeit ist in der Tat immer so eine Sache. Es gibt zum einen theoretische (rechnerische) Wahrscheinlichkeiten, und dann z.B. auch empirische Wahrscheinlichkeiten. Bei theoretischen Wahrscheinlichkeiten stochert man oft genug im Dunkeln und letztlich ist die Belastbarkeit solcher Berechnungen abhängig von der Güte der zugrundeliegenden (Rechen-)Modelle. Und am Ende kann man das alles in die Tonne treten, wenn empirische Befunde, und in diesem Fall die tatsächlich aufgetretenen Störfälle in einer Zeitperiode, eine ganz andere Sprache sprechen.

    Ich glaube, drei so schwere Störfälle in knapp über drei Jahrzehnten zeigen, daß bisherige theoretische Überlegungen – gelinde gesagt – nicht das Papier wert sind auf dem sie stehen. Und mal ganz am Rande, es gibt ja beinahe jede Woche irgendwo auf der Welt leichte Reaktor-Fehlfunktionen, die vielleicht nicht so dramatisch und gefährlich sind, die aber weiter untermauern, was für ein Risiko Kernenergie in der Tat darstellt.

  6. rml |  12.03.2011 | 17:44 | permalink  

    @ Matt: Nicht schlecht – aber schaffen die bei mir nur fast ganz nach vorne…

  7. Krystian Woznicki |  12.03.2011 | 18:47 | permalink  

    danke für die zusammenstellung!

    ich habe meine fünf thesen zum erdbeben jetzt um zwei neue erweitert und um einige ergänzungen angereichert:

    http://berlinergazette.de/7-thesen-zum-erdbeben-in-japan-live-internet-crowdsourcing-und-der-disaster-capitalism-complex/

  8. 7 Thesen zum Erdbeben in Japan: Live-Internet, Crowdsourcing und der Disaster-Capitalism-Complex |  12.03.2011 | 19:05 | permalink  

    [...] haben die logistischen Möglichkeiten, Prozess-Journalismus zu betreiben. Blogs wie Spreeblick oder CARTA versuchen es mit Crowdsourcing – im Gewand der Kommentar-Ebene. Teilnehmen können alle, die [...]

  9. noName |  12.03.2011 | 19:32 | permalink  

    Unter diesem Posting wurde damals mit Verwunderung die geringe Resonanz beim Thema ‘Atomenergie’ angemerkt: http://carta.info/33757/der-geheimvertrag-mit-den-energiekonzernen-chronologie-einer-veroeffentlichung/

    Muss erst etwas passieren, damit ein wichtiges Thema die entsprechende Beachtung bekommt?

  10. noName |  12.03.2011 | 19:35 | permalink  

  11. tom |  12.03.2011 | 22:19 | permalink  

    Zur Zeit sieht es so aus als würde immer mehr Radioaktivität frei: wie sich die brenzliche Lage weiter entwickeln wird ist bisher nicht abzusehen:
    http://bit.ly/fd1duk

    Experten sehen Gefahren der weiter steigenden Lebensmittelpreise – vor allem bei Fisch:
    http://bit.ly/dVUebh

    Wahrscheinlich werden auch die Hilfskräfte aus Europa bald entsandt werden um den Menschen in Japan zu helfen.

  12. Julian |  12.03.2011 | 23:18 | permalink  

    Einmal mehr beziehen wir eine Vielzahl der Eindrücke eines Unglücks aus dem Netz über Twitter erreichten uns gestern Lebenszeichen, über YouTube schockierende Bilder.

    Weniger ausgewählt als die vorgestellten Tweets von Robin Meyer-Lucht: Alle aktuellen Japan-Tweets finden optisch aufbereitet auf der Webseite http://www.mibazaar.com/japan.html

    In meinem Weblog versuche ich Meldungen aus Japan zu sammeln und auch einen Blick auf die Entwicklung der politischen Kommunikation hier in Deutschland zu werfen. Dort beginnen nun Regierung und Opposition den offenen Streit um die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke. http://www.bundestagsradar.net/?p=631

  13. Paul Ney |  13.03.2011 | 01:15 | permalink  

    [TT.MM.YYYY HH:MM] “(Vorschläge in den Kommentaren sehr gerne)” — Na dann, ich schlage die Angabe des genauen Zeitstempels — ggf. nach GMT (Greenwich Mean Time) — der Tweets vor. Das Minimum ist doch die Angabe der Nummer der Kalenderwoche. ;-)

  14. ishp consulting |  13.03.2011 | 08:45 | permalink  

  15. Robin Meyer-Lucht |  13.03.2011 | 10:07 | permalink  

    @ Paul Ney: Ich habe die Tweets über http://media.twitter.com/blackbird-pie/ integriert – eine Twitter eigene Technik. Leider scheint die in Bezug auf den Datumsstempel nicht zu funktionieren. Hierfür muss man auf den Tweet selber klicken. Offenbar ist die Lösung noch sehr beta.

    @ Ishp consulting: Sehr schöner Vorschlag – aber das Argument ist doch leider dem von T. T. extrem ähnlich, oder?

  16. Paul Ney |  13.03.2011 | 17:00 | permalink  

    @ #14, comment-25428, Robin Meyer-Lucht am 13.03.2011 10:07
    “Twitter eigene Technik [...] Lösung noch sehr beta” — Danke für Auskunft & Link. Das Problem stellt sich auch bei vielen anderen Medien-Websites, wo Kommentaren nur “vor xx Minuten/Stunden” beigefügt wird, manchmal findet man den Zeitstempel nach ein paar Tagen (neuer Seiten-Aufruf) doch vor.
    ++ Praktische Lösung: Sich die Zeit der Sichtung zu notieren bzw. einzufügen. Wird eine Web-Seite auf die Platte gespeichert, so ist die Zeit der Speicherung auch Zeit der Sichtung, mit etwas Mühe kann man die Postingzeit von Kommentaren berechnen.

    Damit ist ein kapitaler Mangel der achso hochgelobten neuen Technologien ersichtlich: Während Informationen und ihre Zeitstempel von erheblicher Wichtigkeit sind, muß man eine Tastatur blöd befingern, um genaue Angaben machen zu können… Die Super-IT-Produzenten lassen die User-Masse auch anderswo oft in Stich. Microsofts OE kann z.B. etliche Dutzende von eNewsletter pro Woche empfangen, klug gruppiert kann man sie jedoch nicht speichern, da muß man die Stapel einzeln abarbeiten; MS überläßt das Feld oft anderen Entwicklern, die produzieren dann nützliche Anwendungen… Anläßlich von sozial-politischen Umbrüchen wie z.B. in Nordafrika oder Natur- & Technologie-Katastrophen wie z.B. in Japan entsteht eine Flut von Nachrichten, will man diese vernünftig & übersichtig organisieren, muß man als Anwender oft eine höllische Arbeit betreiben…

    Witz: Ein Internet-User platzt in die Klasse oder in eine Kneipe usw. ein und ruft, mir wurde soeben zugemailt, in einer Stunde findet die Revolution vor dem Palast statt, wir sollen hingehen! Zurufe: Aber nein, das war vor einem Monat! Der User: Ach so, dann laßt uns nochmal machen…

  17. Ist Atomstrom noch zeitgemäß und gibt es Alternativen? | TechBanger.de |  14.03.2011 | 10:29 | permalink  

    [...] Strom mit Hilfe von Atomkraftwerken vorstellen. Darin wird es mir dann auch hoffentlich gewinnen, eine Brücke zur Atomkatastrophe in Japan zu [...]

  18. onlinejournalismus.de - Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Erdbeben in Japan: Umschalten auf Live-Ticker |  14.03.2011 | 16:21 | permalink  

    [...] fasst weitere Medienbetrachtungen zusammen Carta präsentiert subjektiv ausgewählte Twitter-Meldungen zur Atomdiskussion in Deutschland, die dort nach den ersten Katastrophenmeldungen aus Japan ihren Lauf nahm. [...]

  19. onlinejournalismus.de - Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Online-Medien zur Katastrophe in Japan - Update |  14.03.2011 | 16:40 | permalink  

    [...] präsentiert subjektiv ausgewählte Twitter-Meldungen zur Atomdiskussion in Deutschland, die dort nach den ersten Katastrophenmeldungen aus Japan ihren Lauf [...]

  20. Aufmerksamkeit! |  16.03.2011 | 15:28 | permalink  

  21. Paul Ney |  24.03.2011 | 13:49 | permalink  

    @ #18, comment-25514, onlinejournalismus.de – Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Erdbeben in Japan: Umschalten auf Live-Ticker am 14.03.2011 16:21
    (siehe auch #19, comment-25515, onlinejournalismus.de – Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Online-Medien zur Katastrophe in Japan – Update am 14.03.2011 16:40)
    “Carta präsentiert subjektiv ausgewählte Twitter-Meldungen” — Die sind aber auch “ewig frische” Meldungen ;-) Alles vor weniger als eine Minute, egal wann man reinschaut… Sonst lese ich OnlineJournalismus.de gerne, eine ausgezeichnete Website!

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