Wolfgang Michal

Universalcode

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Der Leser der Zukunft ist ein Alleskönner: Ideengeber, Mitautor, Korrektor, Verleger und Werber. Davon sind die Autoren des neuen Journalismus-Lehrbuchs „Universalcode“ überzeugt.

07.03.2011 | 

Christian Jakubetz, Ulrike Langer und Ralf Hohlfeld planen ein Buch „über den Journalismus im digitalen Zeitalter“. Ein Lehrbuch, das auch Eingang finden soll in die Lehrpläne von Akademien und Journalistenschulen. Ein Handbuch, das die ewigen Stil-Ikonen Walther von La Roche und Wolf Schneider (zumindest ein bisschen) alt aussehen lässt. Sein Arbeitstitel heißt „Universalcode“, und das klingt schon mal schwer nach Zukunft, Kompetenz und Grundlagenwissen für Netzjournalisten und solche, die es werden wollen.

Die ersten Leseproben stehen bereits online, und die Leser dieser Leseproben werden freundlich gebeten, ihren Senf dazu zu geben. Prozess-Journalismus ist ja nie fertig. Und weil der Prozessjournalismus der Zukunft nicht nur von dem einen vorläufigen Ende her gedacht wird (nämlich vom Journalisten her), sondern auch vom anderen vorläufigen Ende (dem Leser), muss man sich das Projekt wie ein Wiki vorstellen: Dieses Lehrbuch ist ein Lehrbeispiel für das, was es lehren wird.

Zum Beispiel wird die Neugierde auf das Buch schon seit Monaten angeheizt, etwa dadurch, dass man in einer fortlaufenden Serie von Blogeinträgen minutiös verfolgen kann, wie es Gestalt annimmt. Wir erfahren, wer so alles mitschreibt, wie toll sich das neue Leser-Verlagsprojekt Euryclia um alles kümmert, und welche großartigen Reaktionen es bereits gibt. Wir erfahren sogar, welche Medien auf das Buchprojekt bereits aufmerksam machen und wer den Kaffee bei den Arbeitstreffen der Autoren ausgeschenkt hat. Transparenz ist die Mutter der modernen Eigenwerbung Glaubwürdigkeit, und nach diesem Motto können wir den Autoren beim Verfertigen ihrer Gedanken zusehen.

Das ist eine großartige Sache. Und ein Reflex auf die zugeknöpfte, in der Vergangenheit oft hochnäsige Arbeitsweise etablierter Medien. Ein Pendelausschlag in die andere Richtung. Und wohl auch eine Kinderkrankheit, die Mediensoziologen eines Tages als „Transparenzfetischismus der frühen Jahre des digitalen Zeitalters“ bezeichnen werden. Dieser Fetischismus ist – entwicklungsbedingt – unbedingt notwendig. Und möglicherweise wird das Buch sogar live lektoriert werden, und die ersten 100 Besteller können per Livestream auf YouTube verfolgen, wie ihre persönlichen 16er-Bögen von der Druckerei zusammengefaltet und gebunden werden.

Auch die Vorbestellungen für das Buch laufen bereits parallel zu den Kapiteln, die gerade noch in die Tastaturen gehämmert werden. Ein Werbe-Widget zum Einbauen in Webseiten gibt es ebenfalls. Und PayPal, flattr & Co. gehören sowieso dazu.

Das Buch soll im Handel 27,90 € kosten, was auf den ersten Blick eine kleine Hemmschwelle für die Zielgruppe bilden könnte, aber selbst die Autoren des Buches arbeiten (zunächst) – aus Begeisterung – für lau. Die Herausgeber vergessen deshalb nie den freundlich gemeinten Hinweis, dass die Zahl der Vorbestellungen darüber entscheiden wird, ob das Buch überhaupt das Licht einer Druckerei erblicken kann. So viel Hoffen und Bangen um das eigene „Baby“ darf dem potentiellen Leser heute abverlangt werden. Dafür gibt es – im Gegenzug – keinerlei Schwellen zwischen Autor und Leser. Keine Statusschwellen, keine arrogante Besserwisser-Haltung. Der Eintritt in die Zukunft ist ebenerdig und flach. Wir erleben die Wiedergeburt des Journalismus von unten.

Früher hätte man ein Buch vermutlich erst gekauft, wenn es auf dem Markt ist. Heute trägt man als potentieller Leser Mitverantwortung für das, was man vielleicht gelesen haben möchte, aber leider durch eigene Schusseligkeit oder mangelnde Anteilnahme versemmelt hat. Der Leser spendiert einen großen Vertrauensvorschuss, und der Autor spendiert seinen (vermutlich eher kleinen) Honorarvorschuss – und wenn beides in idealer Weise zusammenfällt, läuten vor dem Druckaltar die Hochzeitsglocken.

Jeder Vorbesteller erhält das Buch übrigens einen Tacken billiger, und wer sein edles Engagement außerdem dokumentiert haben möchte, wird als Risikokapitalgeber in der Danksagung der Herausgeber namentlich erwähnt.

Wo die Leser alter Schule noch ehrfürchtig um Autogramme betteln mussten, dürfen moderne Leser ihren Verfassern den eigenen Namen künftig ins Stammbuch schreiben. Denn der Leser („Du entscheidest, was zum Buch wird!“), ist heute Mit-Verleger.

Also wenn Sie mich fragen: Dieses Buch ist überfällig. Ich werde es vorbestellen. ICH WERDE ES VERLEGEN.

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Lesen Sie zum Thema Online-Journalismus auch den Beitrag: „Das Pantelouris-Experiment“

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CARTA Kaffeekasse

30 Kommentare

  1. Ulrike Langer |  07.03.2011 | 11:48 | permalink  

    Lieber Wolfgang,

    danke für diesen Beitrag, der unser Anliegen und die Aufbruchstimmung ziemlich treffend wiedergibt. Wenn Carta jetzt noch das Vorbestell-Widget für das Buch einbaut, (obwohl darauf immer noch das hässliche Cover-Dummy anstelle der geplante schönen Illustration von Anna Lena Schiller prangt), dann wäre das eine perfekte Ergänzung :-)

    Den Code zum Einbetten in verschiedenen Varianten gibt es hier (auf das grüne Quadrat klicken):
    http://www.book2look.com/vBook.aspx?id=cgsLIlErZ5&euid=&ruid=&referURL=http://medialdigital.de

  2. Bestell-Nummer: 301 |  07.03.2011 | 14:48 | permalink  

    Das Buch macht neugierig.

  3. Detlef Borchers |  07.03.2011 | 20:33 | permalink  

    “Heute trägt man als potentieller Leser Mitverantwortung für das, was man vielleicht gelesen haben möchte, aber leider durch eigene Schusseligkeit oder mangelnde Anteilnahme versemmelt hat.”

    Bekomme ich schusseliger Journalist den mir nicht verständlichen Satz erklärt? Ich habe vielleicht als Rezensent eine Mitverantwortung, ein Buch nicht grundlos zur verreißen, aber welche Verantwortung sollen Leser gegenüber Büchern oder Artikeln haben? Ich sehe da immer noch die Warenform als prägend an.

    Zwotens wäre es mal interessant, gegen La Roche und Schneider eine Liste der Sachbücher (!) anzulegen, die Journalisten bewegten, Journalisten zu werden oder sich im Journalismus zu orientieren. Dachbücher, wie Universalcode eines sein will, nicht diese Romane oder Starschnitte, aus denen das “was mit Medien machen” immer wie Löwenzahnmilch träufelt. Ich habe zweimal den Einstieg in den Journalismus gewagt (dazwischen lag ein seltsames Studium der “Medienwissenschaft”) und nenne daher

    1973 (Paetzold/Schmidt) Auf dem Weg zur Mediengewerkschaft
    1981 (Sean McBride) Viele Stimmen – eine Welt

    Ich kenne ferner einen Kollegen, den der “Ratgeber Freie Journalisten” (1987) Mut gemacht hatte, loszuschwimmen und einen anderen, der es auf Hadyattullah Hübschs “Journalismus und alternative Öffentlichkeit” (oder so) zurückführt, 1980 (oder so, gurgelfaul). Da müsste es noch viel mehr geben. –Detlef

  4. Wolfgang Michal |  07.03.2011 | 20:51 | permalink  

    @Detlef Borchers: Zu Ihrer Frage. Als vorbestellender Leser kauft man ja quasi die Katze im Sack – es sei denn, die Autoren machen schon vor der Drucklegung möglichst viel bekannt. Versäumt man es als potentieller Leser bei einem Projekt wie Universalcode, sich vorher zu informieren, dann gibt es möglicherweise zu wenig Vorbestellungen, und das Buch erscheint gar nicht. Natürlich kann es sein, dass potentielle Leser auf diese Weise zu viel Verantwortung zugewiesen bekommen.

  5. Detlef Borchers |  07.03.2011 | 22:14 | permalink  

    @4, Wolfgang Michal: Jetzt habe ich es kapiert, auch unter Nachschlag bei diesem neuen Verlegermodell des gewählten Verlages. Bei mir ist es so, das auch als Tipp an Mitleser: ich ordere grundsätzlich alle meine mich thematisch interessierenden Neuerscheinungen vorab bei Amazon. Aktuell sind es 18. In vielen Fällen schickt und berechnet Amazon bei dieser Vorbestellungsquote lustigerweise die Proof Copies/Vorabexemplare , was wiederum für einen Journalisten sehr schick ist, der online/offline whatever Rezensionen anbieten kann. So würde ich auch bei Universalcode vorgehen, wenn mich der Inhalt interessieren würde. (Tut er aber bislang nicht. Die für mich dringensten Probleme des Online-Journalismus, Trolle/Stalker und Selbstmörder etc., sind komplett ausgespart) –Detlef

  6. Ulrike Langer |  08.03.2011 | 09:13 | permalink  

    @Detlef Borchers

    “Die für mich dringendsten Probleme des Online-Journalismus, Trolle/Stalker und Selbstmörder etc., sind komplett ausgespart.”

    Das muss ich nicht wirklich verstehen, oder? Scheint mir auch nur mal so dahin geschrieben zu sein.

    Ein anderer Hinweis von Ihnen ist allerdings um so ernster zu nehmen. Bevor Sie hier so freizügig Ratschläge an andere Mitleser verteilen, “Universalcode” lieber über Amazon zu bestellen, sollten Sie eines berücksichtigen: Mit diesem Rat tragen Sie dazu bei, dass das Buch, an dem wir alle ehrenamtlich arbeiten, zu einem finanziellen Verlust für uns werden könnte. Während die Verlagsplattform Euryclia uns mit äußerst fairen Bedingungen entgegen kommt, schöpft Amazon maßlos ab. Dagegen sind Apples berüchtigte 30 Prozent Provision Peanuts. Natürlich werden wir das Buch später auch über Amazon anbieten, weil es tatsächlich viele Leser gibt, die ihre Bücher nur noch dort kaufen. Am liebsten ist uns allerdings der Verkauf über Euryclia. (Carta hat jetzt auch ein Bestellwidget, s. rechte Randpalte dieses Blogs).

    Von jedem “Universalcode” Exemplar, das über Euryclia bestellt wird (ob zum Subskriptionspreis von 24,90 € oder zum späteren Verkaufspreis von 27,90 €, landet ein im Buchmarkt weit überdurchschnittlicher Erlösanteil bei uns. Wir können mit den Einnahmen eine Online-Plattform rund um das Buch aufbauen und/oder den Autoren später wenigstens doch ein Anerkennungshonorar zahlen. Das sollte man einfach bedenken, bevor man “grundsätzlich” bei Amazon kauft.

  7. Detlef Borchers |  08.03.2011 | 14:07 | permalink  

    @6, Ulrike Langer:

    “Das muss ich nicht wirklich verstehen, oder? Scheint mir auch nur mal so dahin geschrieben zu sein.”

    Danke für die freundlichen Worte. Nein, es ist nicht so dahingeschrieben, es ist ein Anliegen, dass ich persönlich den jungen Leuten ans Herz lege. Ich arbeite hauptsächlich als freier Online-Journalist (bei Heise), ich habe zwei Fälle erlebt, wo meine Meldung mit einem Selbstmord einer Person endete und bekomme seitdem jedes Weihnachten lange Briefe der Mütter. Umgekehrt kenne ich Stalker- und Troll-Geschichten, die einen Online-Journalisten dazu brachten, sich zu erhängen und mehrere andere, den Beruf an den Nagel zu hängen. Der Kontakt zu den Lesern ist um ein Vielfaches direkter als früher, aber auch um ein Vielfaches härter und brutaler. Man wird als Journalist sehr, sehr leicht Opfer von Irren, die einen überallhin verfolgen, bis in den letzten Tweet. Man kann enormen Schaden mit Texten anrichten, die dann falsch gegurgelt werden usw. usf. Das wird ja gerne in den einschlägigen Anleitungen verschwiegen.

    Und nochwas: Ich habe meine allgemeine Buchbestellpraxis nicht deswegen genannt, um zu schädigen. Es ist meine Praxis, effizient mit Buchankündigungen umzugehen. Es gibt ein paar kleinere Verlage wie Transcript, Kadmos oder eben auch Euryclia, da mache ich das anders, aber wenn Sie z.B. auf die Wikileaks-Bücher von Domscheit-Berg und Assange warten, da gibt es nichts besseres als die Amazon-Methode – oder einen guten mitdenkenden Buchhändler. Der ist bei uns auf dem platten Lande nicht verfügbar. –Detlef

  8. Paul Ney |  08.03.2011 | 14:22 | permalink  

    [Pränumeranten] “Vorbestellungen für das Buch laufen bereits” — Die Idee ist eigentlich vor Jahrhunderten geboren, das wollte ich hier nur erwähnen. Schön zu lesen auch bei Wiki [[de.wikipedia.org/wiki/Pränumeration]]
    (nicht-klickbare Links in [[+]]-Klammern, wg. Carta-spam-Schutz)

  9. Wolfgang Michal |  08.03.2011 | 14:31 | permalink  

    @Paul Ney: Dass die Idee der Subskription alt ist, wissen Autoren und Verlag. Sie knüpfen daran an.
    @Detlef Borchers: Ihre Online-Erfahrungen würde ich in einem solchen Buch auch gern lesen.

  10. Ein Buch – das Update (38): Das beinahe fertige Cover at JakBlog |  08.03.2011 | 22:16 | permalink  

    [...] wohlgesonnen ist (und ich mich bei aller Röte natürlich gefreut habe). Den ganzen Text gibt es hier. Lange nichts mehr vom Buch hören lassen – das lag allerdings nicht an Untätigkeit, sondern [...]

  11. Christian Jakubetz |  08.03.2011 | 22:20 | permalink  

    @Detlef Borchers: Ehrlich gesagt verstehe ich Ihren Einwand jetzt auch nicht. Was sollen wir in einem Buch, das junge Journalisten aus- und ältere Journalisten auch gerne weiterbilden soll, über Trolle schreiben? Und über Selbstmörder? Zum einen sehe ich beim besten Willen nicht, dass das journalismusspezifische Probleme sein sollen. Zum anderen: Wir machen ausdrücklich kein Buch über Onlinejournalismus. Wir schreiben über Journalismus im digitalen Zeitalter, der natürlich aber genauso analog stattfinden kann. Und schließlich: Wir wollen so viel praktische Handreichung wie möglich geben. “Universalcode” wird kein Sammelband für Besinnungsaufsätze.

  12. vera |  09.03.2011 | 07:55 | permalink  

    @Detlef Borchers
    Das Problem der Trolle und Stalker hat wohl eher mit der Sichtbarkeit im Netz (= Selbstdatenschutz) als mit Journalismus zu tun.

    @Wolfgang
    Ich hab meins aber schon längst bestellt, ä-hätsch.

  13. DL2MCD |  09.03.2011 | 08:31 | permalink  

    Danke für diesen Beitrag – den die Buchschreiber offensichtlich gar nicht richtig verstanden haben :-)

    (Ein Kollege übrigens auch nicht, der hörte am Stammtisch „Universalkot“ und meinte „Ok, das paßt“…)

    „Der Leser der Zukunft ist ein Alleskönner“. Jaja, oder aber auch ein Universalbesserwisser. Warum wohl hat man früher nicht jeden Leserbrief abgedruckt, obwohl man durchaus froh war, wenn überhaupt welche kamen? Heute steht zwar auch Nützliches unter den Artikeln in der Komemntarspalte, aber ebenso häufig auch „ich hab den Artikel zwar nicht gelesen und werde dies auch nicht tun, aber das ist doch mal wieder die übliche ****-Scheiße“ und anderes ähnlich Hochqualifiziertes.

    Weiter geht es dann mit Neidern, Trollen und Stalkern, die Detlef schon erwähnte und die sich nicht auf Online beschränken. Da sind sie nur offensichtlicher und da schaukeln sich Flamewars schneller hoch, sodaß Redakteure am Morgen als Erstes zum Chef zitiert werden, weil sich nachts mal wieder ein Besoffener im Forum ausgetobt hat. Doch Journalisten sind generell zum Fußabstreifer des Lesers/Hörers/Zuschauers geworden, sobald sie transparent erreichbar sind.

    Ich hatte „nur“ einen Leser an der Backe, der nicht nur als reiches Bankersöhnchen auf mein bißchen Honorar und die vermeintliche Berühmtheit neidisch war, obwohl er sicher 10x soviel Geld hatte wie ich und dafür nicht jede Nacht arbeiten mußte, sondern Zeit hatte, blöde Kommentare zu posten. Derselbe Typ hat einem RTL-Moderator aber per SMS gedroht, seine Tochter zu ermorden. Man sollte sich schon im Klaren sein, welchen Preis man dafür zahlt, Journalist zu werden – eine Familie gründen viele gar nicht erst, es wird auch nicht gern gesehen („was, Sie haben eine Freundin? Davon stand aber nichts im Arbeitsvertrag, das hindert Sie ja am vollen Einsatz bei uns!!!“), und Partnerschaften unter Journalisten sind sehr gefährdet. Und dann noch solche Armleuchter…

    „Transparenz“, my ass. Der neue Selbstbetrug der Generation Twitter. Jeder Pups muß gebloggt und getwittert, der Fangemeinde mitgeteilt werden. Und der Chef verlangt Offenlegung der Bockwurst mit Senf, die einem Dr. Burda spendiert hat, als man dort auf einem Event eingeladen war, oder der Blumenkohlcremesuppe mit Semmel, die einem nach einem langen Messetag netterweise ein Veranstalter ausgegeben hat, wobei man nachts um 23 Uhr auf dem Messegelände München auch nichts mehr gegen Bezahlung erwerben kann und somit gar keine Wahl hat (außer irgednwann verhungert umzukippen, natürlich).

    Wären die Kollegen wirklich transparent („Chef hat mich gerade wieder zur Begrüßung angesch***en, bin gestern schon um 23 Uhr heim, weil Kind krank war“), wären sie ihren Job fünf Minuten später los. Das ist doch alles nur Schauspielerei 2.0!

    Herrlich erkannt und formuliert! Und trotzdem positiv, denn jedes Buch über Journalismus kann helfen.

    Allerdings: Ja, es sollten auch die schwierigen Aspekte rein. Denn: Die Branche ist hoffnungslos überlaufen von Leuten, die glauben, daß Journalismus ein Schlaraffenland ist, die „gerne was mit Medien“ machen wollen, die publicitygeil sind – oder auch, die etwas zum Besseren verändern wollen. Und dabei nicht merken, daß man ihnen in der Literatur nur die „Demoversion“ des Journalismus zeigt. Die zwar durchaus begreifen, daß sie als Kriegsreporter erschossen werden können, statt den Pulitzerpreis zu bekommen, aber nicht, daß sie auch als Niemand bei „Schnittenbach online“ ins Fadenkreuz von Geschäftsleuten, Anwälten, Abmahnern, Kriminellen, Verrückten und Geltungssüchtigen kommen können und daß ihr Einkommen eher prekär ausfallen könnte.

    Detlef, vielleicht sollten wir mal ein Buch über Journalismus schreiben, drei Suizide unter Lesern und Autoren, das ist heftig, das kenne selbst ich bislang nicht. Nur würde das Buch dann sicher nach 2 Tagen per e.V. verboten – und wer würde auch so was lesen wollen? (Da gäbe es dann gleich den vierten Toten, weil ein Leser nach Kapitel 3 schreiend aus dem Fenster springt). Aber ich finde, doch, so ein Buch sollte das Berufsbild nicht nur schönzeichnen, sondern auch die dunklen Seiten zeigen, damit die Interessenten vorgewarnt sind. Wer dann immer noch will, der wird damit auch klarkommen. Aber es ist schon lustig, wenn eine Trainerin dieser Tage zwei Bücher veröffentlicht, in denen sie empfiehlt, Journalisten sollten sich mehr öffnen und empfindsamer werden. Jeder Kollege könnte ihr erklären, warum das keine gute Idee ist, wenn man seine geistige Gesundheit nicht riskieren will.

    @Ulrike Langer: „Scheint mir auch nur mal so dahin geschrieben zu sein.“ Ja klar. Ist ja ein lustiges kleines Thema für den Smalltalk beim Kaffeekränzchen. Äh, hallo?

    @Christian Jakubetz: „. Was sollen wir in einem Buch, das junge Journalisten aus- und ältere Journalisten auch gerne weiterbilden soll, über Trolle schreiben? Und über Selbstmörder?“

    Sorry, auch solche Dinge gehören zum Beruf. Man muß ja nicht gleich alle Leser vom Beruf abschrecken, aber wenn man das verschweigt, ist es unverantwortlich – ebenso wie die Tatsache, dass ein flapsiger Satz im Bohlen-Stil über irgendein Vorkommnis vielleicht dazu führen kann, daß man nachher ein Menschenleben auf dem Gewissen hat – ob deshalb, weil sich ein Leser umbringt, oder aber, weil er jemand anders umbringt. So, wie die Hetzreden in den USA ja dazu führten, daß ein Troll & Stalker eine Kongreßabgeordnete anschoß und etliche andere Menschen, darunter ein 9jähriges Mädchen, abknallte.

    Lieber sich mal vorher etwas einen Kopf machen über die eigene Verantwortung, als nachher mit der zumindest moralischen Verantwortung für etwas leben zu müssen, das man so nicht wollte.

    „Journalismus ist kein Ponyhof“, um einen im Original schon saudummen Spruch mal unpassend abzuwandeln. Und das gehört m.E. schon auch in so ein Buch. Nicht nur, aber auch.

  14. DL2MCD |  09.03.2011 | 08:44 | permalink  

    @Vera: Es hat mit Journalismus zu tun, ein Bäckergeselle wird kaum verfolgt, selbst wenn er Nacktfotos von sich ins Netz kippt. Ein freier Journalist muß dagegen online präsent sein, muß mit Adresse im Telefonbuch stehen. Wird auch noch von seinen Auftraggebern gebeten, sich einen Facebook-Account zuzulegen und sich als “Fan” seines Auftraggebers einzutragen – damit jeder, dem irgendwas am Artikel des Freien nicht gefallen hat, gleich weiß, wohin er sich zu wenden hat. Auch wenn die betreffende Formulierung in Wirklichkeit vom Lektor kam.

  15. Ulrike Langer |  09.03.2011 | 09:08 | permalink  

    @DL2MCD

    Ich glaube Ihnen, dass Sie von Ihrem Beruf frustriert sind. So liest sich Ihr Kommentar zumindest. Und wenn ich auf Ihr Pseudonym klicke, lande ich auf einem Blog namens “Notizen aus der Neidbranche”. Das passt. Viele Entwicklungen im Journalismus sind ja auch tatsächlich zum aus dem Fenster springen. Allerdings bringt uns das nicht weiter. Was in es diesem Land generell und im Journalismus insbesondere zu wenig gibt, ist Aufbruchstimmung und zupackender Optimismus. Vielleicht warten aber auch viele Journalisten nur auf Initialzündungen von außen, um etwas Neues auszuprobieren anstatt immer nur den Verlust des Alten zu beklagen. Im September haben wir vom Freischreiber-Journalistenverband in Hamburg den Kongress “Mach’s Dir selbst” organisiert, der ein ziemlicher Erfolg war. Da war sie, die Aufbruchstimmung.

    Fast zeitgleich hat Christian Jakubetz im Spätsommer seinen allerersten Blogpost zu unserem Buchprojekt geschrieben. Es kann kein Zufall sein, dass sich daraufhin binnen drei Wochen mehr Autoren mit dem Wunsch ein Kapitel für lau (!) zu schreiben, gemeldet haben, als wir überhaupt unterbringen konnten.

    Sie müssen unser Buch weder mögen noch lesen. Wenn Sie es doch lesen, dann dürfen Sie es gerne verreißen – aber bitte nur dann.

  16. DL2MCD |  09.03.2011 | 09:20 | permalink  

    @Ulrike Langer: Nun, noch ist das Buch doch noch nicht fertig. Also gebe auch ich die erwünschten (Noch-Nicht-)-Leser-Kommentare.

    Nein, nur meckern bringt uns nicht weiter. Nur Schönreden aber auch nicht, denn dann fliegen die neuen Kollegen in der Praxis kräftigst auf die Schnauze und sagen “hätten wir das doch vorher gewußt”…

    Selbstverständlich lese ich ein Buch, bevor ich es rezensiere (von “Verreißen” ist ja bislang gar keine Rede). Auch, wenn michd afür manch zynische Kollegen auslachen werden, die nur die Waschzettel abtippen.

  17. Detlef Borchers |  09.03.2011 | 12:16 | permalink  

    @11, Jakubetz: ““Universalcode” wird kein Sammelband für Besinnungsaufsätze.” Soso, Besinnungsaufsatz wäre das also in Ihren Augen. Ich dachte eher an eine praktische Handreichung, von denen Sie ja so viele wie möglich geben wollen. Für mich gehören die Risiken und Nebenwirkungen der schönen neuen Online-Welt dazu, die Trolle und Stalker, im Extrem die Selbsttötungen. Oder die Abmahnungen der Abzocker, der andauernde Kleinkrieg mit Anwälten. Alles eine Frage der Besinnung.

    @12, Vera: Was bitte ist denn Selbstdatenschutz? Meine Abnehmer verlangen ja gerade, das Journalisten nun öffentlich im Netz agieren. Ich bin verpflichtet, mit meiner aktuellen Mail-Adresse und mit Realnamen in den Foren unter meinen Artikeln Rede und Antwort zu stehen (und ich profitiere häufig davon in dem Sinne, dass ich Anstöße für weitere Artikel bekomme). Allerdings nicht verpflichtet, auf grobe Beleidigungen und Drohungen einzugehen. Nur muss man das schon aushalten können… –Detlef

  18. Wolfgang Michal |  09.03.2011 | 12:34 | permalink  

    @schreibenfürgeldmann: Ich glaube, Sie haben eine etwas ängstliche Vorstellung von “Chefs”, die sich angeblich für Ihre Bockwurst interessieren. Sie übertreiben doch maßlos. Und @Detlef Borchers: Sie sind doch auch nicht im Mädchenpensionat groß geworden (sorry, liebe Mädchen).

    Allerdings scheint mir das hinter dieser kleinen Kontroverse steckende Thema, nämlich die potentiell “größere Verantwortung” für online tätige Journalisten doch zwingend für ein solches Handbuch. Aufgrund (z.T.) fehlender Filter und Gates, aber auch aufgrund der “Ewigkeitstendenz” des Netzes (fehlender digitaler Radiergummi) muss man als Online-Journalist besondere Reaktionsschnelligkeit mit besonderer Sorgfalt verbinden, dieser Journalismus ist also (wenn man es gut macht) stressiger als der herkömmliche.

  19. DL2MCD |  09.03.2011 | 12:54 | permalink  

    @Wolfgang Michal: Sie können gerne Florian Rötzer fragen. Der war dieser Ansicht, daß ich zu Veranstaltungen zum Essen gehe. Verlangte schließlich die Darlegung jeder nicht von mir privat bezahlten Mahlzeit. Und erklärete auch “Sowas recherchiert man im Netz, nicht vor Ort, sonst macht man sich mit dem Objekt seiner Recherche gemein”.

    (Ja, vorher hatte ich auch gelernt, daß Journalisten eben gerade vor Ort gehen und nicht alles nur aus dem Netz zusammenklau(b)en).

    Ich mag Kollegen auch nicht, die auf PKs nur gehen, um sich durchzufuttern. Könnte dazu auch einiges erzählen. Allerdings fahre ich ganz sicher nur für ein Mittagessen (ob nun Bockwurst oder Käfer) nicht 2 h lang und 20 € teuer zu Burda nach München. Das ist albern. Aber: Ja, genau um solchen Pieselkram mußte ich mich mit meinem Chef rumstreiten. Statt dankbar zu sein, daß ich freiwillig bis 23 Uhr unterwegs war mit entsprechenden Fahrkosten (Spesen wurden dort nicht ersetzt), gab es Diskussionen um die eventuell nicht selbst bezahlte “Luxus-Ernährung” auf den Messen.

    Ich übertreibe nicht. Nur wenn ich hier (oder in einem “Schwarzbuch Journalismus”) alles preisgäbe, was mir und Kollegen so widerfahren ist, dann müßte ich anschließend zu Frau Honecker nach Chile auf die Farm flüchten, und das mag ich dann auch wieder nicht.

  20. DL2MCD |  09.03.2011 | 13:02 | permalink  

    PS: Natürlich ist Online-Journalismus anstrengender als Print. Deshalb wird er ja auch zum Ausgleich schlechter bezahlt, man muß “schrubben” und täglich incl. Sa. So. Feiertag mindestens einen Text über 4000 Zeichen liefern. Und dabei bloß keine Presse- oder Agenturmeldungen verwenden. Und daneben noch Autoren trösten, die Probleme haben, sich gar umbringen wollen (ja, das habe ich auch erlebt, ich habe es allerdings verhindern können, bekam dafür Ärger mit dem Chef, weil ich dem Autor die Auszeit ließ, statt ihn unter Druck zu setzen), redigieren, Bilder für die Kollegen bearbeiten, etc. etc.

    Allerdings ist das Ganze kein ausschließliches Online-Problem. Der Journalismus ist generell rabiat geworden. Die schlimmsten Arbeitsbedingungen hatte ich in einem Print-Objekt.

    (Wer denkt, daß es in einem Mädchenpensionat besonders gemütlich zugeht, sollte übrigens mal genauer recherchieren *g*).

  21. Wolfgang Michal |  09.03.2011 | 14:25 | permalink  

    Mario Sixtus wirft mir gerade per Tweet “Zynismus” vor. Ich glaube, da verwechselt er was. Der Text ist so wenig zynisch wie der Elektrische Reporter.

  22. Christian Jakubetz |  09.03.2011 | 16:22 | permalink  

    @Detlef Borchers: Trolle können Sie sich auch einfangen, wenn Sie ein Blog über Katzen betreiben. Dass es im Netz sehr unschöne Auswüchse gibt, völlig unbestritten. Aber wir machen ein Buch über Journalismus – nicht über das Netz im Großen und Ganzen.

  23. Detlef Borchers |  09.03.2011 | 22:11 | permalink  

    @22, Jakubetz: Sie kennen ihn wohl nicht, den Kampf mit dem Stalker. Da lacht die Koralle, um es journalistisch zu sagen. Dennoch wünsche ich gutes Gelingen mit dem Buch. EOT meinerseits. –Detlef

  24. Paul Ney |  10.03.2011 | 01:31 | permalink  

    @ #9, comment-25330, Wolfgang Michal am 08.03.2011 14:31
    “@Paul Ney: Dass die Idee der Subskription alt ist, wissen Autoren und Verlag. Sie knüpfen daran an.” — Aber Hallo?! Mein Kommentar (#8) war als historische & kollegialische Diskussionseinlage im Geiste der Romantik gemeint. Was “Autoren und Verlag” u.U. nicht wissen, würde ich über eine eMail diskret zustecken. Auch ich wünsche dem interessanten Projekt Erfolg.

    @ #13, comment-25342, DL2MCD am 09.03.2011 08:31
    “Beitrag – den die Buchschreiber offensichtlich gar nicht richtig verstanden haben :-)” — Da ist etwas ‘ran, vielleicht auch umgekehrt ;-)

  25. vera |  10.03.2011 | 03:21 | permalink  

    cq DL2MCD @Detlef
    - kommt auf den Bäckerburschen an ,)

    Trollen und stalken ist absolut unabhängig vom Sachgebiet oder Medium. Wenn überhaupt, sind Trolle und Stalker ein allgemeines Netzthema und eher was für einen (De-)Motivations-Ratgeber.

    Meinethalben ‘persönliche Interessenwahrung’ oder ‘Schutz der Privatsphäre’ statt Selbstdatenschutz. Es verlangt niemand, daß ich meine private Internetpräsenz offenlege oder mit der beruflichen verknüpfe. Ich kann im beruflichen Kontext transparent agieren und dennoch separat als Privatperson im Netz unterwegs sein.

  26. Living the future » Blog Archive » Die Wiedergeburt des Journalismus |  10.03.2011 | 08:01 | permalink  

    [...] seinem Artikel “Universalcode” berichtet Wolfgang Michal über den Versuch von Christian Jakubetz, Ulrike Langer und Ralf Hohlfeld [...]

  27. DL2MCD |  10.03.2011 | 08:23 | permalink  

    @Vera: Es verlangt ja auch niemand, daß solche Themen seitenweise ausgewalzt werden in einem Journalismus-Buch. Doch erwähnt werden sollten sie. Und nicht nur das Trollen der Leser, sondern auch das Trollen der Chefs und Verleger, um es mal etwas niedlicher auszudrücken.

    @Wolfgang Michal: Der Text ist auch nicht zynisch. Er ist sehr gelungen.

    @Christian Jakubetz: Trolle und Stalker hängen doch nicht an Online. Der
    RTL-Moderator war online überhaupt nicht vertreten. Und wenn ich ein Katzenblog
    habe, muß der Stalker erstmal rausfinden, wo ich arbeite, bevor er mir da Ärger
    machen kann, statt zuhause vor der Tür zu stehen. Wenn er dagegen weiß, daß ich
    bei Heise oder bei der Süddeutschen arbeite, kann er sofort direkt meinen Chef
    kontaktieren – der steht ja im Impressum.

    Wie es der Typ ausdrückte, der mich und den RTL-Moderator auf dem Kieker hatte:
    “Das steht da *für uns* im Impressum”. Der hat mehrfach im Heise-Forum und auch
    anderswo Anleitungen und Aufforderungen gepostet, wie man Redakteure
    systematisch schikaniert, “rundmacht”. Ob Print, Online, TV, egal. Heise löscht
    diese Anleitungen übrigens nicht, man mag es wohl, wenn so die Mitarbeiter unter
    Druck kommen und man dann so auch welche los wird, die es irgendwann nicht mehr packen.

    Aber wie gesagt, das ist bei Online zwar alles etwas direkter und schneller,
    aber keinesfalls auf Online-Journalismus beschränkt. Es wurde auch schon in
    einem Forum eines konkurrierenden Verlages von einem Anbieter von
    Stadtplandiensten über meine Lebenspartnerin hergezogen, als ich bei Print war.
    Ursache war ein Print-Artikel von mir, der dem Stadtplandienstanbieter mißfallen
    hatte. Die konkurrierenden Kollegen fanden das natürlich erstmal recht witzig
    und wollten es nicht löschen. Hatten mich aber immerhin darauf aufmerksam
    gemacht.

    Und das Problem ist durchaus auch, daß die Verlage solche Exzesse durchaus
    mögen. Nur die Süddeutsche macht nachts ihr Forum zu, und wird da von allen
    ständig für angegriffen. Ich finde, das ist im Gegenteil verantwortungsbewußt
    den Mitarbeitern gegenüber.

    Blogger putzen üblicherweise ihre Kommentare, oder moderieren sie. Verlage tun
    das nur teilweise. Weil Flame-Wars mehr Hits und damit Werbegelder bringen als
    Artikel.

    Doch ist das nicht das Problem, sondern die Tatsache, daß Verlage dann auch
    nicht hinter ihren Leuten stehen, sondern alles glauben, was da so über die an
    Verleumdungen verbreitet wird, je bescheuerter, desto besser. (Wenn jemand
    behauptet, ich würde Millionengeschäfte in der Politik machen, dann sollte mein
    Chef sich doch überlegen, daß das wohl nicht sein kann, weil ich sonst längst
    nicht mehr für ihn arbeiten würde!). Ob nun als Leserbrief auf Papier, als Mail,
    als Post. Das hat alles total zugenommen.

    Und damit ist es nicht mehr möglich, kritischen Journalismus zu machen, bei dem
    auch mal wer nicht über den Bericht glücklich ist. Oder über Politik, wo IMMER
    jemand nicht einverstanden sein wird, egal was man schreibt. Wenn man Pech hat,
    behauptet dann die “Junge Freiheit”, man sei ein Linksradikaler, und dann fallen
    alle Braunen über einen her.

    Niemand kann sich leisten, alle Naslang rauszufliegen. Also wird nur noch über
    Gartenpflege und die “100 illegalsten Windows-Tricks” geschreiben (denn
    Microsoft stalkt keine Journalisten). Wollen wir das?

    Lieber wenigstens ein, zwei Seiten Warnungen über die Gefahren des Berufs, als die Journalistenschwemme dadurch zu lösen, daß sich Kollegen erhängen. Just my 0,02 €. Bin damit nun auch raus. Viel Erfolg!

  28. vera |  10.03.2011 | 10:16 | permalink  

    Dann sollte schon eher ein kleiner Ethikdiskurs rein oder die Anleitung, wie man mit schlimmen Ereignissen umgeht: http://www.news.de/gesellschaft/855140179/mein-boeses-ich/1/ (Jaja, ich weiss, aber es stimmt nun mal). Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, daß so ein Buch anderes zu leisten hat.

  29. Wolfgang Michal |  11.03.2011 | 11:01 | permalink  

    #21: Mario Sixtus hat seinen Tweet inzwischen gelöscht und bedauert. Feiner Zug von ihm.

  30. Christoph Kappes |  11.03.2011 | 12:08 | permalink  

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