Mario Sixtus

Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?

 | 213 Kommentar(e)


Weil uns das Verlangen nach einem Leistungsschutzrecht auch 2011 wieder “über Gebühr” beschäftigen wird, hat Mario Sixtus einen zornigen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co. geschrieben.

29.12.2010 | 

Liebe Verleger,

das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich sagen: Euch hat niemand gerufen! Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht mal jemand Zeitungstexte oder so was reinkippen?“ Ihr seid freiwillig gekommen, und ihr habt eure Verlagstexte freiwillig ins Web gestellt. Zu Hauf. Und kostenlos. Ihr nehmt keinen Eintritt für die Besichtigung eurer Hyperlink-freien Wörterwüsten, weil ihr genau wisst, dass niemand dafür Geld ausgeben würde. Ihr habt seriöse und un- seriöse SEO-Fritzen mit Geld beworfen, damit Google eure Seiten besonders lieb hat. Ihr seid ohne Einladung auf diese Party gekommen. Das ist okay, ihr könnt gerne ein wenig mitfeiern. Prost! Aber wisst ihr, was gar nicht geht? Dass ihr jetzt von den anderen Gästen hier Geld kassieren wollt. Sogar per Gesetz. Verleger: geht’s noch?

Bitte unterbrecht mich, falls ich etwas falsch verstanden habe mit diesem “Leistungsschutzrecht“, was gut sein kann, denn logisch ist das alles bestimmt nicht. Ihr wollt eine Art Steuer kassieren für all die Arbeit, die es bereitet, Texte online zu publizieren. Das ist die Leistung, die geschützt und bezahlt werden soll. Nicht etwa die Texte selbst sind es, für die ihr honoriert werden wollt, sondern das Zusammentragen und online stellen. Richtig? Wo und wie dieses Geld eingesammelt werden soll, ist zwar noch nicht ganz klar, aber immerhin habt ihr da schon ein paar Ideen. Vielleicht aber könnte man dazu auch Wahnvorstellung sagen. Einer dieser Einfälle, der ein wenig nach Megalomanie, Irrwitz und gekränktem Narzissmus schmeckt, lautet: News-Aggregatoren sollen zahlen. Also Angebote wie Google News. Dafür, dass sie diese Textschnipselchen anzeigen, die als Hyperlinks dienen, die zu euren Verlagsangeboten führen. Google spült euch die Hälfte eurer Besucher auf die Seiten und jetzt sollen sie dafür bezahlen? Das ist in etwa so, als würde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.

Dann ist da noch die Idee, gewerbliche Computernutzer zur Kasse zu bitten. Pauschal und auf Verdacht. Denn sie könnten ja irgendwie davon profitieren, dass ihr umgeklöppelte Agenturmeldungen, Oktoberfest-Bilderklickstrecken und überlaufende Inhalte eures Print-Redaktionssystems ins Web pumpt. Eine Verleger-GEZ wollt Ihr euch zusammenlobbyieren. Einerseits. Auf der anderen Seite droht ihr mit rituellem Selbstmord, wenn die gebührenfinanzierte Tagesschau eine iPhone-App bereitstellt. Wie geht das zusammen? Die Öffentlich-Rechtlichen sind aufgrund ihrer Gebührenfinanzierung eure erklärten Todfeinde, andererseits wollt ihr euch in gebührenfinanzierte Verleger verwandeln? Ja habt Ihr denn überhaupt keinen Stolz?

Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite. Das ist kein Wunder. Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban. Hätte es sie damals schon gegeben, wären sie sicherlich auch gegen die Einführung des Buchdrucks gewesen, da er schließlich zu Arbeits- platzabbau in den klösterlichen Schreibstuben führt. Und die schwarz-gelbe Regierung hat ein wie auch immer geartetes Leistungsschutzrecht sogar schon in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Das ist ebenfalls kein Wunder, schließlich hat sich die politische Elite mit der alten Medien-Oligarchie prima arrangiert. Man kennt sich und weiß sich zu nehmen.

Der CTRL-Verlust-Blogger Michael Seemann hat den hübschen Begriff “Leistungsschutzgeld“ erfunden. Eigentlich wollt ihr auch ein “Leitungsschutzgeld“: Wer beruflich eine Internet-Leitung hat, soll zahlen, zu eurem Artenschutz. Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch hier nicht gefällt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.

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Crosspost mit freundlicher Genehmigung des „Magazins für elektronische Lebensaspekte“, De:bug, Ausgabe 148, Creative Commons: CC-BY

Update: Martin Oetting möchte den Text von Mario Sixtus als Anzeige schalten und ruft zu einer Spendenaktion auf.

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213 Kommentare

  1. Nicolai |  29.12.2010 | 02:18 | permalink  

    Schön, dass das mal so klar gesagt wird.

  2. Die Politik » Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? |  29.12.2010 | 06:45 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? [...]

  3. chris |  29.12.2010 | 09:05 | permalink  

    Klasse Polemik! Scharf und sauber wie ein Samurai-Schwert.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  4. Nedim Sabic |  29.12.2010 | 10:21 | permalink  

    Wenn man etwas als lesenswert bezeichnen kann, dann diesen Artikel! Vielen Dank für diesen Überblick der Absichten von Verlegern. Ich denke aber dass es praktisch undurchführbar ist, da das Internet keine Lokalität hat und somit keinem Recht unterliegt und besonders Gigant Google nicht.

  5. Alex |  29.12.2010 | 10:23 | permalink  

    Richtig gut geschrieben und so treffend. Wo kann ich unterschreiben?!

  6. Gretus |  29.12.2010 | 10:33 | permalink  

    Hallo,

    Burda und Co. werden so lange weiter Forderungen stellen, so lange sie damit Erfolg haben. Sollte Google sich darauf einlassen, für ihre Trafficbeschaffung über Google News auch noch Geld zu bezahlen, schwöre ich hiermit hoch und heilig dann eine andere Suchmaschine zu nutzen…

    Grüße

    Gretus

  7. Carsten Drees |  29.12.2010 | 10:37 | permalink  

    Sowohl inhaltlich als auch in seiner Formulierung ganz großes Tennis, Mario – genau so muss diese Verleger-Schelte in Worte gefasst werden :)

  8. Sean Kollak |  29.12.2010 | 10:40 | permalink  

    Wo wir schon mal dabei sind: Ich verlange ein Leseschutzgeld für die Nutzer!

  9. Liebe Verleger | Freischwebende Aufmerksamkeit |  29.12.2010 | 10:59 | permalink  

    [...] die Forderung der Verleger nach einem Leistungsschutzrecht so unsinnig wie abstrus ist, hat Mario Sixtus einen geharnischten Brief verfasst. Hoffentlich lesen sie ihn auch. Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht [...]

  10. creezy |  29.12.2010 | 11:03 | permalink  

    Den Text, darf man den nur verlinken oder auch 1:1 im Blog unter Quelle bringen?

  11. Kai Thrun |  29.12.2010 | 11:05 | permalink  

    Vielen Dank für erfrischenden, bedauerlicher Weise auch zutreffenden Worte. Ich hoffe noch auf den Tag, wo Google die Bande aus dem Index wirft.

  12. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA « Netcrema – creme de la social news via digg + delicious + stumpleupon + reddit |  29.12.2010 | 11:06 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTAcarta.info [...]

  13. Stilmagazin |  29.12.2010 | 11:07 | permalink  

    Herzlichen Dank für dieses offenen Worte!

  14. Philipp Otto |  29.12.2010 | 11:08 | permalink  

    Lieber Mario,

    chapeau und danke für diesen Beitrag. Die Zuspitzung ist so einfach wie wirkungsstark. Genau die richtige Reaktion. Mehr zum Hintergrund haben wir unter http://www.leistungsschutzrecht.info zusammengestellt.

    Besten Gruß
    Philipp

  15. Mario Sixtus |  29.12.2010 | 11:10 | permalink  

    @creezy Ich habe gerade eine CC-Lizenz eingefügt. Republizieren erwüscht.

  16. Sascha |  29.12.2010 | 11:10 | permalink  

    Großartiger Artikel, danke.

    Was Google in diesem Fall tun sollte, ist übrigens einfach: Mal für einen Tag oder auch nur für ein paar Stunden alle Links auf Angebote der deutschen Medienhäuser rausfiltern; meinetwegen mit der Begründung “technische Schwierigkeiten”. Wetten, die kommen danach auf Knien angekrochen und betteln darum, wieder gelistet zu werden?! Vielleich bezahlen die ja dann sogar umgekehrt Geld an Google *g*.

  17. Thomas Beumer |  29.12.2010 | 11:11 | permalink  

    Meine Tweets können auch über Google gefunden und gelesen werden! Bekomme ich von Google und den Google-Nutzern bitteschön ein Leistungsschutzgeld? Danke. Meine Kontoverbindungen …. äh… HALT! Geht ja garnicht! Ich trage meine Tweets ja nicht mühevoll zusammen, sondern schreibe sie selber! Da ich aber für Scheißhausschmierereien kein Geld bekomme, krieg ich für Tweets ja auch nix! Also: das sind lauter Geschenke von mir an Euch! Auch an Euch Verleger! Aber nicht abschreiben… äh.. zusammentragen!

    Thomas Beumer

  18. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht | gnogongo |  29.12.2010 | 11:19 | permalink  

    [...] Sixtus wendet sich an die Verleger und schreibt dazu ein paar klare Worte. Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen [...]

  19. Guten Morgen | Too much information |  29.12.2010 | 11:21 | permalink  

    [...] Sixtus schreibt bei Carta über das geforderte Leistungsschutzrecht von [...]

  20. spucky |  29.12.2010 | 11:29 | permalink  

    Großartiger Text. Thumbs up!

  21. Genialer Artikel zum Leistungsschutzrecht – eine Klatsche für die Verleger « Leben = Veränderung |  29.12.2010 | 11:35 | permalink  

    [...] Unten der Artikel im Original Wortlau, zur Quelle geht es hier: [...]

  22. Tim Krischak |  29.12.2010 | 11:38 | permalink  

    “Das ist in etwa so, als würde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.”

    Ein schöner Vergleich. Klasse Text Mario.

  23. Christian Müller |  29.12.2010 | 11:43 | permalink  

    Genialer Text, 100% Zustimmung. Ich habe den Artikel bei mir im Blog verlinkt und republiziert, ich hoffe das ist okay.

    Der Link:

    http://christianmueller.wordpress.com/2010/12/29/genialer-artikel-zum-leistungsschutzrecht-eine-klatsche-fur-die-verleger/

    Danke für diese wahren Worte.

  24. Tim Rombach |  29.12.2010 | 11:44 | permalink  

    Ich finde den Restaurant/Taxi Vergleich genial!
    SUPER Artikel

  25. Habt ihr keinen Stolz? | waschtrommler |  29.12.2010 | 11:49 | permalink  

    [...] hier gehts weiter mit Mario Sixtus bei carta [...]

  26. rollinger |  29.12.2010 | 11:56 | permalink  

    Habe den Artikel hier verlinkt.

    http://waschtrommler.de/2010/12/29/habt-ihr-keinen-stolz/

    ich hoffe das geht ok.

  27. Verlorene Links – Teil 3 - riecken.de - Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule |  29.12.2010 | 12:07 | permalink  

    [...] wie ich sie mag hingegen sehr mag, heute frisch auf Carta. Es geht einmal mehr gegen das Leistungsschutzrecht. Nicht alles stimmt – das ist bei Polemik [...]

  28. Mario Sixtus’ zorniger Brief an die Verleger bei CARTA | primus inter pares |  29.12.2010 | 12:22 | permalink  

    [...] Mehr zu : Gebührenmodell | Google News | Leistungsschutzgeld | Leistungsschutzrecht | Rant | Verlage | Verleger via carta.info [...]

  29. Search & Destroy: Klare Worte von Sixtus zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage |  29.12.2010 | 12:23 | permalink  

    [...] Crosspost mit freundlicher Genehmigung des „Magazins für elektronische Lebensaspekte“, De:bug, Ausgabe 148, Creative Commons: CC-BY, gefunden bei Carta.info. [...]

  30. Leistungsschutzrecht vs. Sixtus « Bullshit Blog |  29.12.2010 | 12:25 | permalink  

  31. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA | The America News |  29.12.2010 | 12:28 | permalink  

    [...] See the original post here: Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA [...]

  32. kusanowsky |  29.12.2010 | 12:35 | permalink  

    Lieber Mario Sixtus, liebe Kommentatoren des Artikels,
    es ist nicht schwer, einen Fallenden zu stürzen, noch einfacher ist es, ihn zu treten, wenn er sich nicht bewegen kann. Zwar kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Bemühungen um ein LSR ausgehen werden wie das Hornberger Schießen, so einfach geht es aber nicht. Der Kampfwille der Verleger ist nicht nur eine Marotte der Halsstarrigkeit, der mangelnden Fexiblität und fehlenden Erfinderlaune, ist keineswegs nur ein strukturkonservative Ideenlosigkeit. Damit soll gesagt sein: auf all dies kann man das reduzieren, damit würde man aber nur die Hälfte verstehen.

    Warum konnten Massenmedien in der Vergangenheit überhaupt funktionieren? Ein wichtiger Grund liegt in der kapitalintensiven Ausdifferenzierung einer Industrie. Dies gilt für die Produktion wie für den Vertrieb von “Inhalten”, beides sind humanintensive Kostenfresser, die nur durch Kredite finanziert werden können, für welche Zinsen gezahlt werden müssen. Das gilt für alle Verbreitungsmedien, für Presse genauso wie für Radio und Fernsehen. Diese Kapitalintensität funktioniert wie ein Exklusionsmechanismus: wer dieses Kapital nicht aufbringen kann, kann an der Konkurrenz nicht teilnehmen, kann nur Leserbriefe schreiben. Und nur durch diesen Exklusionsmechanismus konnten “Inhalte” wie andere industrielle Güter (also wie Waren) behandelt werden, obwohl sie gar keine Waren sind. Denn das Produkt kommt nicht allein durch den Schreiber zur Welt, sondern auch durch den Leser. Wenn aber der Schreiber das notwendige Kapital auf seiner Seite versammelt, bleibt dem Leser nur, dafür zu zahlen, statt für seinen Beitrag zur Produktion von Inhalten selber auch bezahlt zu werden. Denn wie sollte das funktionieren? Denn der Schreiber gibt ja nur eine Kopie eines Datensatzes her, aber der Leser darf seinen Geldschein – der ja auch nur ein Datensatz ist – nicht ebenfalls als Kopie hergeben. Wie sollte ein Bezahlen von industriellen Gütern, die keine Waren sind, funktionieren, wenn sich beide Produzenten nur gegenseitig mit kopierten Datensätzen beglücken?
    Das ist keineswegs spitzfindig, sondern der entscheidende Knackpunkt für die Zuverlässgkeit des Internets, eine Zuverlässigkeit, die sich ja nicht allein in technischen Möglichkeiten erschöpft. “Kredit” – nach alter Gewohnheit heißt: Glauben, der nur Zuverlässigkeit entsteht.
    Flattr als Lösung? Wer bezahlt den Leser für seine Mitarbeit?

    Mein Vorschlag: statt auf gescheiterte Existenzen einzudreschen wäre mal eine ernsthafte Diskussionrunde als Ratespiel zu eröffnen: Wie entsteht Geld für Sachen, also für Datensätze, die keine Waren sind? Und warum bemüht sich wohl keiner ernsthaft darum? Weil man dafür nicht bezahlt wird?
    Bei den Kommenatoren handelt es sich um ahnungslose Claqueure, welche meinen, dass es völlig ausreichen würde, wenn man etwas gut oder schlecht findet. Welch eine Kinderei!

  33. weltherrscher |  29.12.2010 | 12:38 | permalink  

    sehr schöner text!
    danke!
    zum glück hats endlich einer gesagt..

  34. Medien Mafia « Die Welt ist Scheisse – Aber ohne Geruch |  29.12.2010 | 12:40 | permalink  

    [...] Endlich sagt einer der Medien Mafia die Meinung / Wahrheit. Dem “Credo” des Textes kann man nur folgen: Verpisst euch endlich aus dem Web, ihr Medien-Mafiosis! [...]

  35. Michael Funken |  29.12.2010 | 12:41 | permalink  

    Korrektur: “Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite….” – das paßt ja fein ins Klischee (“Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban.”), ist aber falsch. ver.di jedenfalls findet “die plakative Forderung aus dem Kreis der Verlage weitgehend unklar, sowohl in rechtlichen wie in wirtschaftlichen und organisatorischen Fragen” und fordert statt dessen “Urheber first”: Also der Autor soll Geld bekommen, nicht der Verleger. Die Gewerkschaft will per Tariverhandlungen erreichen, dass auch Online-Publikationen angemessen honoriert werden – z.B. von den Verlegern. Da ist nicht fortschrittsfeindlich, sondern fair.
    http://www.verdi.de/-/znZsst ja

  36. Netzschau - webpolitics |  29.12.2010 | 12:46 | permalink  

    [...] Sixtus, mittlerweile ein alter Hase in der Online-Community, haut in einem Beitrag für Carta.info verdienterweise auf die Verleger eine. Sehr [...]

  37. creezy |  29.12.2010 | 12:51 | permalink  

    @mario
    Gracias!

  38. DJV & die Kostenstelle Journalismus, Leistungsschutzrecht, Netz statt Gesellschaft, … | Medienrauschen | Medienweblog | Social Media, Medien, Online Gaming |  29.12.2010 | 13:25 | permalink  

    [...] und ruft zu einer Spendenaktion auf: Um den Brief in Anzeigenform ins Printmedium zu bringen. Carta, Martin [...]

  39. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? | SPD-Blog Baden-Württemberg |  29.12.2010 | 13:32 | permalink  

    [...] Sixtus hat einen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co. geschrieben, bei De:bug und CARTA veröffentlicht – und jetzt steht er auch [...]

  40. Christopher Fuhrmann |  29.12.2010 | 13:32 | permalink  

    Das ist ein wirklich sehr guter Beitrag. Nur ob die Verleger sich davon beeindrucken lassen bezweifle ich. Ich finde diese Regelung mehr als lächerlich und überflüssig. Für was soll man denn noch alles bezahlen? Wo soll denn das ganze Geld herkommen? Steigt mein Gehalt auch wenn neue Gebühren verlangt werden?!
    Warum machen die ihre Internetseiten nicht komplett kostenpflichtig und schließen sie eben für nicht bezahlende Besucher, anstatt so einen Affentanz aufzuführen.

  41. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? | Rot steht uns gut |  29.12.2010 | 13:32 | permalink  

    [...] Sixtus hat einen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co. geschrieben, bei De:bug und CARTA veröffentlicht — und jetzt steht er [...]

  42. Marc Sauerwald |  29.12.2010 | 13:34 | permalink  

    Danke

  43. Fritz |  29.12.2010 | 13:55 | permalink  

    “Euch hat niemand gerufen”? Ich weiß gar nicht, ob das wahr ist. Aber sei’s drum.

    Die Argumentation ist natürlich griffig und “unwiderleglich”, aber nicht auf der Höhe des Problems. Was ist mit den monopolartigen Strukturen in der Internet-Werbung? Was ist – Gedankenexperiment – wenn sämtliche Verlagsinhalte ab morgen nicht mehr im Internet zu lesen sind? Was ist, wenn Online-Content noch mehr den Weg der Gratiszeitungen geht (null Redaktion, nur noch Anzeigenakquisition, “Shop” und Affiliate-Marketing – gibt ja viele solcher Sites im Internet)? “Haut doch ab!” ist jedenfalls keine zukunftsfähige Lösung – für niemanden, auch für die nicht, die auf Gratis-Inhalte pochen bzw. sich ihren Medienkonsum so vorstellen, dass immer irgendwelche anderen dafür zahlen.

    Ich weiß nicht, wie sich die Strukturen der Neuen Öffentlichkeit zurechtzuppeln. Im Moment sind jedenfalls zahlreiche Überspannungen zu bemerken, die irgendwann eine Weiterentwicklung erzwingen. Mein größte Sorge ist nicht, dass Google oder ähnliche Monopolgewinner etwas von ihrem reichtum teilen müssten, meine Sorge sind eher solche Dinge wie Apple sie vorhat, also geschlossene, privat regulierte Content-Vermittlungs-Burgen, wo Apple gleichzeitig links und rechts die Hand drauf hat und aufhält, also sowohl bei den Contentproduzenten als auch bei der werbetreibenden Wirtschaft. (Gerade heute: “Apple has secretly built a massive server farm in Maiden, North Carolina that should come online any day now, if it hasn’t already. The facility is five times larger than Apple’s existing data center in Newark, California.”)

    @ kusanowsky “Wie entsteht Geld für Sachen, also für Datensätze, die keine Waren sind?” Da nimmst du einen extremen weiten Schwung und ich weiß nicht warum. Die Wirtschaft besteht schon seit langem immer weniger aus “industriellen Gütern” und immer mehr aus Dienstleistungen. “Ware” ist daher ex definitionem alles, wofür jemand Geld auf den Tisch legt. Eine Arie in der Oper, Mitfahren im Auto, Schnee schippen, SAoftware schreiben – was du willst. In der Regel zahlt man für die Arbeit, die man sich spart, gelegentlich auch für einen vollständig imaginären “Wert”. Den Leser nicht nur als Konsumenten der Arbeit anderer, sondern auch als Produzenten zu betrachten, ist mir zu philosophisch. Natürlich ist ein z.B. ein Zeitungs-Text oder ein philosophischer Essay ein Arbeitsprodukt – und eine Ware in dem Moment, wo es dir jemand abkauft. Es ist immer die gleiche Frage: Wer bezahlt die Arbeit? Wenn ich die gleiche leckere Tüte Plätzchen woanders geschenkt bekomme, dann sage ich dem Bäckermeister natürlich: Geschenkt würde ich ihre Kekse nehmen, aber zahlen? Wer hat sie denn aufgefordert, Plätzchen zu backen?! Haun sie doch ab mit Ihren Bezahlkeksen … und kleiner Tipp: Drucken Sie doch Coca Cola auf die Plätzchen drauf.

  44. Leistungsschutzrecht « in2china |  29.12.2010 | 14:10 | permalink  

    [...] Leistungsschutzrecht [...]

  45. Philipp |  29.12.2010 | 14:27 | permalink  

    Der Kommentar hat meinen Tag gerettet. Vielen Dank!

    Genau wie bei der Musik auch, werden die Bürger jetzt als Kriminelle angeprangert, weil Sie es wagen, Dinge umsonst zu hören, lesen etc, für die Sie in der heutigen Zeit eh kein Geld übrig haben. Musiker werden heute “gemacht”, wie kleine Frankensteins. Die Superstars haben eine kürzere Berühmtheitsspanne als Eintagsfliegen Lebenszeit. Musikpiraten sind ebenfalls kein neues Phänomen, wenn man bedenkt, dass die ersten Piraten noch mit dem Kassettenrekorder auf ihren Lieblingsradiosendern darauf gewartet haben, dass ihr Lied kommt. Daraus wurde dann ein sog. Mixtape erstellt. Weit verbreitet gewesen das Ganze. Konnte man nicht prüfen, war also nicht so schlimm. Im Gegensatz zu heute. Jetzt geht das mit dem Journalismusin die selbe Richtung. Stumpfe Geldmacherei. Wenn jeder, wie die Bildzeitung auch, seine Homepage sperrt, um diese als App anzubieten, schauen wir einfach mal wie populär Apple produkte in Zukunft noch sind. Bürger sind nämlich auch keine Golddukaten-scheissenden Esel.
    Es ist doch so: Der Bürger soll Geld zahlen. Wenn die Verlage aufhören, ihr Angebot über Printmedien zu verteilen und sich alleine auf das Netz beschränken, dann ist das eine Sache. Das Mafia-Schutzgeldgesetz als zusätzliche Einnahmequelle zu verstehen eine andere. Blogger veröffentlichen auch Inhalte im Netz. Dort will keiner Geld dafür.

  46. Leistungsschutzgeld Nein Danke |  29.12.2010 | 14:29 | permalink  

    [...] in „Magazin für elektronische Lebensaspekte“, De:bug, Ausgabe 148, Creative Commons: CC-BY – via Carta Tweet Liebe Verleger, das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich [...]

  47. INJELEA Blog | Spendenaufruf für Offenen Brief an die Verleger |  29.12.2010 | 14:32 | permalink  

    [...] das sie de facto eine Gebühr für Verlinkungen im Internet erhielten. Mario Sixtus schreibt jetzt einen zornigen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co, in dem er die Verleger zum Rückzug aus dem Internet auffordert. Martin Oetting ruft zu Spenden [...]

  48. noName |  29.12.2010 | 14:33 | permalink  

    Wenn ich das so lese, muss ich denken, dass die Verleger völlig meschugge sind. Oder einfach nur kackendreist?

    Schöner Text vor Sylvester.

  49. kusanowsky |  29.12.2010 | 14:40 | permalink  

    @fritz “Die Wirtschaft besteht schon seit langem immer weniger aus “industriellen Gütern” und immer mehr aus Dienstleistungen.” Das stimmt. Entscheidend geht es um die Frage der Unternehmensfinanzierung. Auch ein Dienstleister muss Sicherheiten bei einer Bank hinterlegen. Das geht entweder dadurch, dass er eine Sachkapitalinvestion vornimmt und damt pfändbares Kaptial beschaft, oder er kann so etwas wie eine Stellung auf Markt als Kapital angeben, also: Informationen über Nachfrage, die nur er bedienen kann. Im Pfändungsfall würde also der Unternemer seinen Stuhl einem anderen überlassen. Dass du das Verhältnis von Schreiber und Leser als komplementäres Verhältnis als zu philosophisch beiseite legst, zeigt, dass dir (wie übrigens der Mehrheit der Gesellschaft) der reale Produktionsprozess von “Inhalten” eher egal ist. Niemand schreibt etwas, wenn keiner liest. Über “schwere” Ware kann ich mich infomieren, ohne diese zuvor überhändigt zu bekommen. Über schwerelose Ware aber kann ich nichts wissen, es sei denn ich habs schon gelesen. Etwa einen Zeitungsartikel. Dass man gewohnt ist, für eine Zeitung schon zu bezahlen, noch bevor man sie gelesen hat, hängt mit Referenzstrukturen zusammen und damit, dass man immer auch eine schwere Ware, die Produkt einer kapitalintensiven Produktion ist, erwirbt. Diese Referenzstrukturen können sich nur durch eine Asymmetrie zwischen Schreibern und Lesern entwickeln. Aber ohne die Leser schreibt keiner, auch nicht, wenn nichts kostet. Jedenfalls lässt sich solipzistisch nicht ermitteln, dass man etwas produziert hat. Das Internet macht nun endlich das Probelm sichtbar, das man schon vorher hatte, nur vorher konnte alles “Informieren” nur und ausschließlich über den Erwerb von schweren Waren geleistet werden, was übrigens das Raubkopieren von Büchern und Schallplatten sehr teuer machte. All das heißt: die Unternehmensfinanzierung von Medienunternehmen konnte nach der gleichen Logik funktionieren wie die Finanzierung aller anderen Unternehmen auch. Aber das Internet macht eine Strich durch die Rechnung, weil die Logik der “schöpferischen Zerstörung” so nicht funktioniert. Und jetzt?

  50. monitor |  29.12.2010 | 14:42 | permalink  

    Das Problem ist doch, dass die Verantwortlichen in der Verlagsbranche seit 15 Jahren den Schlaf der Gerechten schlafen.

    Das Problem ist, dass die Verantwortlichen auch heute nicht wissen, was Microcontent oder was RDF ist. Wenn sie das wüssten und das Wissen umgesetzt hätten, dann gäbs gar keine Konflikte mit Google.

    Das Leistungsschutzrecht ich nichts anderes als eine verschleierte Untätigkeitsabgabe, mit der die Verlagsmanager ihre Untätigkeit der Vergangenheit im Nachhinein alimentieren wollen.

    Tatsache ist, dass die Verlage weder technologische noch inhaltliche Konzepte für die nächsten zehn Jahre haben. Die eigenen Strukturen sind ineffizent. Und es sind dann die Regeln der Marktwirtschaft, dass ineffiziente Strukturen verschwinden.

    Die Einführung des Leistungsschutzrechtes wird diesen Prozess nur verlangsamen und eine Erneuerung dieses wirtschaftlichen Bereiches verhindern. Die Konzepte sind längst da. Anstatt eines Leistungschutzrechtes sollte man eher für eine Abwrackprämie für Verlage nachdenken.

  51. Stefan |  29.12.2010 | 14:46 | permalink  

    Danke dafür!

  52. Florian |  29.12.2010 | 14:47 | permalink  

    :-) Weiß schon, warum ich nur noch im www. meine Nachrichten sozusagen zusammenlese und mich von den Printmedien (allerdings auch mit einem weinenden Auge) verabschiedet habe (+ so langsam, aber sicher auch von den TV-Nachrichten).

  53. …als würden Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen…  uteles Blog  |  29.12.2010 | 14:49 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? [...]

  54. Felix Zimmermann |  29.12.2010 | 15:08 | permalink  

    Sehr gut, der Vergleich mit dem Restaurantbesitzer, dem Taxifahrer und den Gästen dürfte auch für Verleger so lebensnah sein, daß sie vielleicht endlich verstehen, was für ein Unsinn das Leistungsschutzrecht wäre. Aber nur vielleicht.

  55. Lesestoff des Tages - Compyblog |  29.12.2010 | 15:18 | permalink  

    [...] des Tages Ich bin mal so frei, auf diesen äußerst lesenswerten offenen Brief des Herrn Sixtus an die Verleger zu verweisen. Und dem meine Zustimmung zu bekunden. [...]

  56. chefarztfraulicher:beobachter » Leistungsschutzgelderpressung |  29.12.2010 | 15:28 | permalink  

    [...] Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch hier nicht gefällt. Nehmt e… (Mario Sixtus; via carta). Tags: Internetkriminalität, Mario Sixtus [...]

  57. Heiner Kruse |  29.12.2010 | 15:43 | permalink  

    Eine höhere Instanz müsste entscheiden, ob es sich bei bestimmten Inhalten um schützenswerte Güter handelt. Diese Art Werturteil hat unsere Politik lange abgelehnt, weil sie die Marktregulierung durch Nachfrage unterläuft.
    Lässt man zu, Güter als schützenswert zu betrachten, müssen diese entsprechenden Kriterien gerecht werden: hat die Allgemeinheit etwas davon? Berichterstattung müsste objektiv sein, schlechte Recherchen müssten zu Entlassungen führen, Werbung dürfte nur begrenzt erlaubt sein. Salopp gesagt haben wir dafür das Angebot der öffentlich rechtlichen Anstalten. Damit ist ein gewisser Bedarf der Allgemeinheit zunächst gedeckt, weiteres Geld sollte man wohl eher für Umweltschutz, Kindertagesstätten, Altenheime, Gesundheitswesen und Asbestentsorgung aufwenden….

    Verleger, die ihre Leistung bezahlt haben wollen, müssen selbst ihre Daseinsberechtigung nachweisen, indem sie Abonnenten werben.
    Ansonsten wird ihr Angebot nicht gebraucht. Sonst müssten doch auch zB Musiker geschützt werden, die veruschen Musik zu verkaufenb, obwohl es sie im Internet überall kostenlos gibt- Geschützt werden sollten Musiker wie Verleger aber davor, dass andere unerlaubt ihre Inhalte in gleicher Form wie die käuflichen Inhalte einstellen, indem entsprechende Seiten vom Netz genommen werden. Dagegen haben aber die Internet Service Provider etwas, und das ist das eigentliche Problem.

  58. Mind Store marketing |  29.12.2010 | 16:01 | permalink  

    Vielen Dank!

  59. Tom Ruthemann |  29.12.2010 | 16:20 | permalink  

    Vielen Dank! Wunderbar auf den Punkt. Spricht mir aus dem Herzen – auch wenn ich selbst Redakteur bin und mehr als 20 Jahre für Tageszeitungen geschrieben habe.

    Die Verleger (in seltener Einheit mit den Gewerkschaften) haben das Medium bis heute nicht verstanden. Bitter Bitter.

  60. Tim Bruysten |  29.12.2010 | 16:30 | permalink  

    @Mario: …gute Zusammenfassung des Diskurses der letzten Jahre, der seinen vorerst traurigen Höhepunkt sicherlich in den letzten 18 Monaten mit den Themen #Vorratsdatenspeicherung, #JMStV und dem #”Leistungsschutzgeld” ;-) erlebte. Das Lebensgefühl der Masse der Medienverständigen des 21. Jahrhunderts entspricht ganz sicher dieser Meinung, die keinerlei weiterer politischer Rechtfertigung bedarf. Aber eben eines bleibt: eine im Kern richtige, dennoch populistische Meinungsäußerung.

    @kusanowsky + weitere: Was oft implizit angesprochen wird und in Diskursen wie dem diesen einfach zu oft unbewusst mitschwingt, ist das unsichere Gefühl der Orientierungslosigkeit. Wir verlassen die Postmoderne (endlich) und erobern uns ein neues kulturelles Zeitalter. Was auch immer das bedeuten mag, neue Formen der Kommunikation, ihrer Gesten und Normen, sowie der sich darauf etablierenden Wertschöpfung müssen gesucht und gefunden werden. Konservatismus ist hier extrem kontraproduktiv.

    Probleme eines neuen Zeitalter können nicht mit den Lösungen des vergangenen angegangen werden und schon gar nicht von der Ethik eines vorhergehenden Zeitalters bewertet werden. Gleichzeitig wechseln wir aber nicht nur unsere kulturelle Ökologie und damit auch unsere Ökonomie, vielmehr befinden wir uns (hoffentlich) in einer Phase, in der die technologische Beschleunigung wirklich rekursiv wirksam und die Exponentialität der Denkmaschinen auch in anderen Lebensbereichen verfügbar wird.

    Der Wandel durchzieht uns folglich von allen Seiten und er ist mit Sicherheit erklärungsbedürftig; mehr noch: Er fordert uns zu völlig neuen Design- und Ästhetikkonzepten heraus. Die im Raum stehenden Fragen nach den Primaten von Performats vs. Dokument (@kusanowsky), Identität und der Transparenz enthalten sich auch gegenseitig…

    Wenn die Gesellschaft dabei beim Schlagen im Vorbeigehen ihre Medien neu erfindet, bleibt, wie von Mario schön beschrieben, bei den Händlern der alten Medienkultur oft nur ein verblüffter Gesichtsausdruck zurück. Über diesen kann man sich lustig machen… oder vermitteln helfen.

    Wenn jedoch politische Strukturen wie in unserem Fall noch nach den Regeln der Moderne spielen und die Protagonisten der Postmoderne nun die Gesellschaft in ein Museum verwandeln wollen um ihre Pfründe zu sicher, muss die Gesellschaft sich wehren. Insofern hat Mario wieder recht mit seinem Pamphlet, auch wenn der kulturelle, der ästhetische, der historische, der xyz-Diskurs tiefer und weiter gehen muss; es besteht auf einer ganz oberflächlichen politischen Ebene Handlungsbedarf, der sich ebensolcher Reflexionen verschließt.

  61. ben_ |  29.12.2010 | 16:31 | permalink  

    Leider ist das mit dem “einfach wieder abhauen” so eine Sache. Ich erlaube mir mal, aus dem Text “Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft” zu zitieren.

    “125. Es ist nicht möglich, einen DAUERHAFTEN Kompromiss zwischen Technologie und Freiheit zu finden, weil die Technologie die weitaus stärkere gesellschaftliche Kraft ist und durch WIEDERHOLTE Kompromisse ständig in die Freiheit eingreift.”

    Ein überraschend frischer Text, den zu lesen ich jedem ans Herz legen kann.

  62. t3n-Linktipps: Leistungsschutzrecht, Webdesigner und Schreiben, Charity-Aktion, IT-Fails 2010, Übernahmekandidaten 2011 » t3n News |  29.12.2010 | 16:39 | permalink  

    [...] Leistungsschutzrecht einen offenen Brief an die deutschen Verleger geschrieben. Unter dem Titel „Ja, habt ihr denn gar keinen Stolz?“ appelliert er an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co.: „Haut doch einfach ab aus dem Web, [...]

  63. Hardy Prothmann |  29.12.2010 | 16:41 | permalink  

    Guten Tag!

    Wenn das so weitergeht, fordert die Bild demnächst noch ein spezielles Leistungsschmutzrecht.

    Beste Grüße
    Hardy Prothmann

  64. Tharben |  29.12.2010 | 16:42 | permalink  

    Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.

    Ich bin dafür. Ich bin auch dafür, dass Google die Ableger alter Holzmedien aus dem Index kickt. Aber leider wird es eher einen schattigen Deal mit den Verlegern geben.

    Die Netzneutralität wird von den Telcos und Netzgiganten als Maßnahme zur Festigung ihrer Vorherrschaft momentan ohnehin abgeholzt. Da kann die Politik ihren Kumpels aus den privatwirtschaftlichen Verlagen auch schnell noch ein Gesetz zum Gelddrucken schenken. Auf Kosten der Allgemeinheit, natürlich.

  65. Knöllchen | Too much information |  29.12.2010 | 16:56 | permalink  

    [...] Sixtus hat, wie heute morgen schon erwähnt, einen ganz netten Text gegen das geforderte Leistungsschutzrecht geschrieben. Martin Oetting ist nunr auf die Idee [...]

  66. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? | e13.de |  29.12.2010 | 17:23 | permalink  

    [...] daß man ihn nicht nur in Gänze zitieren möchte sondern netterweise auch darf – Mario Sixtus bittet ums Republizieren und hat den Text unter eine CC-Lizenz [...]

  67. Kommentar von Tim Bruysten zum kulturellen Wandel « Differentia |  29.12.2010 | 17:44 | permalink  

    [...] 29. Dezember 2010 von Kusanowsky In der gerade ablaufenden Diskussion bei CARTA um den Artikel von Mario Sixtus hat Tim Bruysten einen bemerkenswerten Kommentar geschrieben, über den ich noch etwas nachdenken [...]

  68. Simon |  29.12.2010 | 18:29 | permalink  

    “Leistungsschutzgeld” wunderbar!
    Insgeheim hab ich ja schon immer vermutet: die Verleger nehmen das ganze Geld nicht stellvertretend für Autoren, sondern für das Papier auf dem sie drucken …
    Das muss ihr neues neoliberales – mach aus Scheiße Gold – Geschäftsmodell sein; oder auch kurz gesagt: AG.

  69. Masoud Kamali |  29.12.2010 | 18:50 | permalink  

    #Leistungsschutzrecht gibt es nicht und wird nicht geben! Gema und GEZ schon!

  70. Martin Hufner |  29.12.2010 | 20:54 | permalink  

    Sixtus, da stimme Ihnen zu. Ich fürchte jedoch, das alles ist vergebens. Es wird kommen, was kommen wird. Und einen passenden Grund wird man dafür finden. Leider haben wir keine Alternative auf welche wir ausweichen könnten.

    Hat man früher mal noch einfach gesagt bekommen: “Geh doch nach drüben”, bleibt einem diese nie wirklich existierende Alternative aber komplett verwehrt.

    Nur der Appell an eine Gefühlsregung bringt nichts. Stolz kennen die weder im Guten noch im Schlechten. Stolz ist nie ein guter Ratgeber.

  71. Tobi Nehren (@Fison) |  29.12.2010 | 20:54 | permalink  

    Sehr geehrter Herr Sixtus, ein sehr amüsante und wie ich finde, im Kern richtiger Brief. Herrn Kusanowsky sei gesagt, dass es eventuell auch und vor allem die Verleger sein sollten, die über finanzielle wie strukturelle Ressourceh verfügen, um Diskussionen und Arbeitskreise ins Leben zu rufen.
    Es wäre an Ihnen Lösungen zu debattieren und zu erdenken wie im Zeitalter digitaler digitaler Reproduzierbarkeit Urheberrechte funktionieren, geistiges Eigentum gewertschätzt und Verwertungsketten geregelt werden können. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Debattenfreudige Netz-Nerdvolk dazu keine Lust hätte.

  72. Tim Bruysten |  29.12.2010 | 21:20 | permalink  

    Der Diskurs geht in so einem Medienschwarzenloch weiter: http://www.facebook.com/betweendrafts/posts/129236590472994

  73. Leistungsschutz für Verlage « Cyberer’s Weblog |  29.12.2010 | 22:58 | permalink  

    [...] Arbeitgeber ist ein Verlag. Und trotzdem muss ich diesem Post (http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-st…) [...]

  74. Enrico |  29.12.2010 | 23:17 | permalink  

    Es wird der Tag kommen, da schließt Google diese parasitären Subjekte, im Volksmund auch Verlagswebsites genannt, aus dem Index aus. Das gejammere kann ich mir jetzt schon vorstellen und ehrlich gesagt entwickelt sich allein beim Gedanken daran Schadenfreude!

    Was wird da nicht getrickst um auch noch den letzten Seitenaufruf aus jedem Besucher zu kitzeln? Wie armseelig wird der geneigte Leser zum klicken gezwungen wenn er eine bestimmte Information erhalten möchte? Und wie krank sind die aufgerufenen Preise für diese Werbeflächen?

    Hinzu kommt ja noch dieser fast sarkastische Ausdruck des Qualitätsjournalismus! Da wird fleißig aus Foren und Blogs abgeschrieben, wen interessiert denn der Wahrheitsgehalt wenn die Schlagzeile stimmt?

    Ich hätte kein Problem wenn 80% der Webangebote am Besten gleich samt Printausgabe in die Insolvenz fahren. Vielleicht wird dann drastisch über eine Änderung des eigentlich nicht tragbaren Geschäftsmodells nachgedacht!

  75. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Habt Ihr denn überhaupt keinen Stolz? : Jörn Schaars feine Seite |  29.12.2010 | 23:22 | permalink  

    [...] Ich übernehme diesen Text jetzt einfach mal komplett, zumal der Autor Mario Sixtus explizit um eine Republikation bittet. Der Text steht unter der [...]

  76. JB |  29.12.2010 | 23:57 | permalink  

    Danke für diesen Artikel, den ich voll und ganz unterschreibe. Außerdem wollen wir nicht vergessen, dass ein nicht geringer Prozentsatz der Zeitungsinhalte auf Recherchen im Netz (Google!,ausländische Publikationen, Blogs) beruht. Welcher Kaberettist sagte jüngst “Zeitungen sind Blätter aus Papier, auf denen man nachlesen kann, was vor zweit tagen im Internet stand?”

  77. » Zitat des Tages Nachtwächter-Blah |  30.12.2010 | 01:01 | permalink  

    [...] des Tages: Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban – Mario Sixtus [...]

  78. links for 2010-12-29 « Sikks Weblog |  30.12.2010 | 01:21 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA Wutjournalist Mario Sixtus schreibt den Verlegern mal, was er so davon hält, dass diese ein Leistungsschutzrecht fordern. Schlüssig argumentiert und wunderhübsch formuliert :-) (tags: wrb Leistungsschutzrecht) [...]

  79. Thomas Reintjes |  30.12.2010 | 07:07 | permalink  

    Könnte bitte “Gernot Hassknecht” diesen Text vertonen?

  80. Lesetipps für den 30. Dezember | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 |  30.12.2010 | 07:09 | permalink  

    [...]  Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?: Mario Sixtus haut auf die Pauke und deckt dabei einige Ungereimtheiten in der Argumentation der [...]

  81. Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? |  30.12.2010 | 07:22 | permalink  

    [...] CARTA: “Weil uns das Verlangen nach einem Leistungsschutzrecht auch 2011 wieder “über Gebühr” b… [...]

  82. J. Seidl |  30.12.2010 | 08:30 | permalink  

    danke, klar und deutlich!

    ledzep

  83. Linkwertig: Die Meldungen der Woche » netzwertig.com |  30.12.2010 | 09:02 | permalink  

    [...] Offener Brief zum Thema Leistungsschutzrecht von Mario Sixtus an Deutschlands Verleger » Martin Oetting will den Brief über eine Spendenaktion als Anzeige in die FAZ [...]

  84. DRadio Wissen |  30.12.2010 | 09:28 | permalink  

    Der Brief steht jetzt bei DRadio Wissen als MP3 unter CC-by zur Verfügung.

  85. Trackback | fingolas.blogspot.com |  30.12.2010 | 10:14 | permalink  

    [..] Deutsche Verleger fordern immer wieder, ihre Inhalte im Internet sollen besser geschützt oder finanziell belohnt werden [..]

  86. Living the future » Blog Archive » Mario Sixtus Brief muss auch in die Holzmedien. Ein Spendenaufruf |  30.12.2010 | 10:35 | permalink  

    [...] deutschen Verleger fordern ein Leistungsschutzrecht. Mario Sixtus hat diese Forderung in einem offenen Brief entschieden [...]

  87. Heinz Müller |  30.12.2010 | 10:41 | permalink  

    Das habe Sie schön geschrieben, Herr Sixtus.
    MfG @HeinzMueller

  88. Danke |  30.12.2010 | 11:42 | permalink  

    Schöner Text, klare Botschaft! Vielen Dank!

  89. Offener Brief von Mario Sixtus zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage « Die wunderbare Welt … |  30.12.2010 | 11:43 | permalink  

    [...] Elektrischen Reporter Mario Sixtus war heute auf Charta.info der folgende Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co. zu lesen, den ich mit diesem RE-Post [...]

  90. nach der Musikindustrie folgt die Verlagsbranche in die Ratlosigkeit online Geld zu verdienen |  30.12.2010 | 11:50 | permalink  

    [...] in Business Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ihr wollt eine Art Steuer kassieren für all die Arbeit, die es bereitet, Texte online zu publizieren. Das ist die Leistung, die geschützt und bezahlt werden soll. Nicht etwa die Texte selbst sind es, für die ihr honoriert werden wollt, sondern das Zusammentragen und online stellen. via carta.info [...]

  91. Mark aus Hamburg |  30.12.2010 | 12:12 | permalink  

    Sind Verleger anwesend? Lesen die das?

  92. Horst Horstmann |  30.12.2010 | 12:38 | permalink  

    *kniefall*

  93. Peter Jebsen |  30.12.2010 | 13:11 | permalink  

    “Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite”, behauptet Mario. Dafür sehe ich keine Anzeichen. Michael Funken hat schon die ver.di-Position erläutert (http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/#comment-22429), die DJV-Position steht hier: http://www.djv.de/Leistungsschutzrecht-Verleger.3080.0.html?&type=123. Der DJV ist nicht auf der Seite der Verleger, sondern vertritt die Interessen der Urheber. Die müssen berücksichtigt werden, sollte die Leistungsschutzabgabe kommen.

  94. Elf Worte, Schnipsel und Leistungsschutzrechte der Presse | FiFo Ost |  30.12.2010 | 13:16 | permalink  

    [...] sein. ?Mario Sixtus vermutet, dass die Verleger nicht etwa die Texte selbst honoriert werden wollen, sondern das Zusammentragen und online stellen der Texte. Nach dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger soll das Leistungsschutzrecht [...]

  95. Hannes Weber |  30.12.2010 | 13:17 | permalink  

    Liest sich ja smooth weg, aber so richtig richtig ist das alles nicht. In den Anfangszeiten des World-Wide-Web haben Zeitschriften, Verlage und Mediendienste, wie dpa, Reuter, der Spiegel unter anderem durch ihr starkes Engagement bei Compuserve und AOL mehr als mitgeholfen das Web für alle attraktiver zu machen und waren somit mitverantwortlich für den Boom in den späten Neunzigern. Für viele User war die Hauptmotivation für den Interneteinstieg sich online bei der etablierten Presse zu informieren. An Blogs und Socialmedia war damals noch nicht zu denken. Ausserdem war mit Bertelsmann in Deutschland direkt ein Verlag an der massiven Ausbreitung des Web maßgeblich beteiligt.
    So gesehen kann man wohl kaum argumentieren, dass die Verlage ins Web gekommen sind als die User schon da waren – das Gegenteil ist der Fall. Mit einer Print-Veröffentlichung dieses Artikels würden wir uns imho ziemlich lächerlich machen.
    Den endgültigen Durchbruch für das Web als Informationsmedium haben wir im Übrigen CNN und der Berichterstattung zum 9/11 und dem anschließenden Irakkrieg zu verdanken.

  96. Aufmerksamkeit! |  30.12.2010 | 13:41 | permalink  

    @sixtus Das ist ein netter und amüsanter Text. Ich bin sicher, dass er auch schon in den Redaktionen/bei den Verlegern angekommen ist. Falls hier die Befürchtung besteht dass nicht, einfach den Text mit der Anmerkung “Bitte Lesen” vertwittern oder faxen :-). Geht schnell und spart Geld. Ich möchte die Aktion von Hern Oetting nicht schlechtreden, da ich die Spendenidee an sich okay finde, das Geld sollte nur anders verwendet werden. Denn eine Anzeige in den Printmedien zu kaufen, um die Verleger mit ihrem Begehren zu kritisieren, während man ihnen das Geld in den Rachen wirft, ist etwa so logisch, als würde Greenpeace die Verseuchung des Meeres durch BP kritisieren und die Anzeige dazu im BP Magazin schalten.
    Ich würde vorschlagen, das Geld für ein Gutachten auszugeben, das auf sachlicher und rechtlicher Ebene Argumente gegen diesen Irrsinn liefert und im konkreten Gesetzgebungsverfahren nützlich sein kann. Denn da spielt die Musik.
    Bei allem Spaß, der auch unbedingt seinen Platz haben muss, aber lachen bisher die Verleger nicht lauter?

  97. Leistungsschutzgeld >> 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation |  30.12.2010 | 13:49 | permalink  

    [...] ganzen Text gibt es bei carta. Und wer ich findet, dass man den Verlegern diesen Text ins erste Buch drucken sollte, kann das [...]

  98. Android |  30.12.2010 | 13:53 | permalink  

    Der guten Ordnung halber hier ein Auszug aus dem Carta-Autorenprofil für diejenigen, die den Hintergrund des Autors nicht kennen:

    “Für das Handelsblatt produzierte er (Sixtus) von 2006 bis 2010 den preisgekrönten Video-Podcast “Elektrischer Reporter”, dessen Format er seither für das ZDF weiterentwickelt.”

  99. Das #Leistungsschutzrecht. Abschied von der schöpferischen Zerstörung « Differentia |  30.12.2010 | 15:11 | permalink  

    [...] 30. Dezember 2010 von Kusanowsky Dass kurz vor Jahresfrist durch den Artikel von Mario Sixtus bei Carta der Leviathan noch einmal Wellen schlagen will, scheint nach den Aufwühlungen, die von Wikileaks [...]

  100. Sixtus statt Böller |  30.12.2010 | 16:11 | permalink  

    [...] Carta einen ziemlich großartigen Text des geschätzten Mario Sixtus. Es handelt sich um einen offenen Brief an die deutschen Verleger in Sachen Leistungsschutzrecht mit der Überschrift “…. Und hiermit sei dieser Text ohnehin zur dringenden Lektüre empfohlen. Auch ich bin bekennender [...]

  101. Diskurskratie vs. Utopiekratie — Wavetank |  30.12.2010 | 16:47 | permalink  

    [...] diesem Sinne ist gestern mancherorts eine Diskussion und andernorts ein Diskurs entbrannt. Es wäre dem System Hypertext wie der Intelligenz der Leser [...]

  102. Treffende Polemik gegen die Verlegerforderung nach einem Leistungsschutzrecht |  30.12.2010 | 16:51 | permalink  

    [...] inhaltlich punktgenau treffenden offenen Brief an die Verleger geschrieben. Der Beitrag “Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?” steht unter CC-Lizenz gestellt und darf und soll weiter verbreitet werden. Woran ich mich mit [...]

  103. Zorem |  30.12.2010 | 16:53 | permalink  

    Für das kostenlose Internet wird auch bezahlt. Soweit ich weiss, arbeitet Sixtus für ZDF, MDR oder 3SAT. Seine Auftraggeber werden vom Gebührenzahler über die GEZ finanziert. Wer im Glashaus einer sicheren Umlagefinanzierung sitzt, sollte nicht mit Steinen auf die Gruppe werfen, die ähnlich komfortabel leben möchte.

    Verlage haben bisher keine Idee zur Finanzierung ihrer Onlineaktivitäten. Eine Gebühr oder Umlage ist der falsche Weg, doch wir werden uns damit abfinden, dass es das kostenlose Netz nur für die Inhalte gibt, die fremdfinanziert werden. Dies sind dann Werbung, Marketing und PR. Hochwertige oder gewünschte relevante Inhalte wird der Nutzer bezahlen, wie eine Tageszeitung oder ein Apple App.

  104. Lesenswerte Artikel 30. Dezember 2010 |  30.12.2010 | 17:01 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? [...]

  105. Henric |  30.12.2010 | 17:38 | permalink  

    @Hannes Weber
    Also ich bin über keinen Verleger ins Internet gekommen, und ich kenne keinen bei dem das so war. Woher haben Sie die Idee, dass das bei der Mehrheit so gewesen sein sollte? Compuserve und AOL hatten in sich geschlossene Communities und waren genauso uninteressant für mich wie BTX. Die Anfangstage des Internet für mich waren Chat-Rooms im ICR, handgecodete Websites mit drehenden @-Zeichen und Foren. Das ist heute auch nicht viel anders, nur, dass es heute Blogs, Youtube und Facebook sind. Nicht einmal meine Mutter (jetzt seit zwei Jahren online) ist wegen irgendeiner Publikation online gegangen (sie liest z.B. nichtmal SPON) – für sie zählen E-Mail, Reiseseiten und Webcams aus fernen Urlaubsorten. Also bitte, das Internet hat tausend Dinge zu bieten für die man keinen Verleger braucht…

  106. Leistungsschutzrecht – Spendenaktion « flippah |  30.12.2010 | 17:59 | permalink  

    [...] Carta.info gibt es einen schönen offenen Brief zum Thema Leistungsschutzrecht. Und eine Spendenaktion läuft, diesen als Anzeige in der FAZ zu [...]

  107. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA | OldKid@web:~$ |  30.12.2010 | 18:09 | permalink  

    [...] via Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA. [...]

  108. noName |  30.12.2010 | 18:59 | permalink  

    Prima Idee mit der Spendenaktion.

    Lt. der AGB dürfte eine Steuerabzugsfaehigkeit nicht gegeben sein. Ein gemeinnuetziger Verein (CARTA? ;)), der für solche Aktionen u.a. eingesetzt werden würde, würde einen zusaetzlichen Anreiz schaffen… Ihr Onliner braucht sowas – zur Vermeidung eines bloedsinnigen Leistungsschutzrechts etc.

  109. Netzbürger Brenrhad » Sixtus-Knaller statt Silvester-Böller |  30.12.2010 | 19:58 | permalink  

    [...] ist Martin Oettings Idee umstritten, den bei Carta veröffentlichten “Sixtus-Brief” als Anzeige in eine dieser Leistungsschutzrechts-Zeitungen (LSrZ) zu veröffentlichen. Warum [...]

  110. Aufmerksamkeit! |  30.12.2010 | 20:29 | permalink  

    @tknuewer Habe gerade ihren Artikel gelesen
    http://www.indiskretionehrensache.de/2010/12/sixtus-leistungsschutzrecht-spende/
    Ist ja nicht wirklich falsch, was Sie sagen.
    Wichtig für mich ist aber die Unterscheidung, dass guter Journalismus gewürdigt werden muss. Wenn er in etablierten Zeitungen stattfindet, dann muss er dort gewürdigt werden, wenn er in Blogs stattfindet, dann dort.
    Ich denke, wir müssen hier unbedingt 2 Dinge unterscheiden: Die wertvolle Presse, in welchem Medium sie auch immer stattfinden mag, die geeignet ist Meinungsvielfalt und damit Demokratie zu sichern, und die Presse, egal in welchem Medium sie stattfindet, die manipuliert, Klickstrecken produziert, sich zu Oligarchien, die demokratiefeindlich sind zusammentut……

  111. Aerar » Lesetipp: Leistungsschutzrecht |  30.12.2010 | 20:29 | permalink  

    [...] von Artikeln in ihren Online-Angeboten erhalten möchten. In diesem Fall hat Mario Sixtus einen leicht verständlichen Text verfasst, der auf diese Pläne aufmerksam macht und sie entsprechend bloßstellt. Darüber hinaus [...]

  112. Aufmerksamkeit! |  30.12.2010 | 20:32 | permalink  

    ….und ergänzend: Da man der ganzen Geschichte nur an der “Wurzel” wirklich beikommt, wäre ich immernoch für ein Gutachten.

  113. noName |  30.12.2010 | 21:07 | permalink  

    Zur Gutachtenidee: http://carta.info/31685/burda-vorstand-leistungsschutzrecht-ist-letztlich-gesetzlich-eingefuehrter-paid-content/#comment-17337 ;)
    Die obige Spendenaktion (Anzeige) + Gutachten wären zu begruessen.

  114. Arne Babenhauserheide |  30.12.2010 | 22:26 | permalink  

    Danke für den klaren Text!

    Ich lese die Taz online und habe ein Onlineabo, d.h. ich zahle jeden Monat 20€, obwohl ich die Texte auch gratis haben könnte. Und ich bin nicht alleine damit.

    Wenn die anderen Verlage das nicht schaffen, dann sind sie ihren Kunden auch nicht wichtig genug für ein Leitungsschutzrecht.

    Flattr ermöglicht freiwilliges Zahlen, also warum nutzen die großen Verlage das nicht einfach um zu sehen, ob ihnen ihre Kunden freiwillig Geld geben? Die Antwort ist leider klar: Das kann jeder andere im Netz auch, weil die Einstiegsinvestition viel zu niedrig ist, um den „Pöbel“ draußen zu halten. Und damit ist es kein Quasi-Monopol mehr.

    Eine bundesweite Zeitung zu veröffentlichen und durch Abos Geld zu verdienen braucht eine große Anfangsinvestition. Ein Blog aufzumachen und Flattr einzubinden kostet 2€: Die Flattr-Gebühr für einen Monat.

    Nebenbei: So wie ich den Flattr-Knopf sehe hat dieser Artikel auch schon gut 20€ gebracht. Würde jeder zweite Internetnutzer Flattr verwenden, wäre das sicher noch viel mehr. Wenn also jemand Inhalte im Netz unterstützen will, warum geht nicht jemand zu den Providern und bietet ihnen eine Partnerschaft mit Flattr an? Für die Verlage könnte es sich sogar rechnen, den Nutzern die Hälfte der Flattr-Gebühr zu bezahlen (oder 1€ pro Monat), wenn nur genug von den Nutzern die insgesamt 2€ Flattr-Gebühr dann bei den Verlagen lassen.

  115. gonzoradio.net » The daily Radio 30.12.2010 |  30.12.2010 | 22:35 | permalink  

    [...] auf den Tisch zu hauen, hatte Martin Oetting. Der offene Brief zum Thema Leistungsschutzrecht von Mario Sixtus soll in eine große überregionale Tageszeitung. Leider nicht ganz billig. Wer also noch ein [...]

  116. MartinHohenberg |  30.12.2010 | 23:05 | permalink  

    > Das ist kein Wunder. Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban.

    DANKE. Zitat des Jahres :)

  117. Gegen “Leistungsschutzrecht für Verleger” – Für “@Sixtus statt Böller” | Schlatterblog |  30.12.2010 | 23:08 | permalink  

    [...] die momentan laufende Diskussion um ein Leistungsschutzrecht für Verleger und verweist auf einen auf Carta veröffentlichten offenen Brief von Mario Sixtus der einige Wellen geschlagen hat und den man sich auf jeden Fall zu Gemüte führen [...]

  118. Peter Jebsen |  30.12.2010 | 23:12 | permalink  

    @MartinHohenberg: Es ist in der Tat ein lustiges Zitat, aber – in Bezug aufs LSR – in der Sache falsch (wie schon in früheren Kommentaren dieses Threads dokumentiert).

    Hier sind die Positionen der beteiligten Gewerkschaften noch mal zusammengefasst: http://sozialgeschnatter.wordpress.com/2010/12/30/offener-brief-von-sixtus-verlegerschelte-und-ein-bisschen-gewerkschafts-bashing/

  119. Paul Ney |  31.12.2010 | 00:55 | permalink  

    BDZV-Präsident Helmut Heinen hat eine Aussage zur Lage der Zeitungswirtschaft gemacht und u.a. auch “paid content” gefordert, so berichteten Printmedien (Gestern, 30.12.2010); das ist beim BDZV noch nicht “online”. (BDZV= Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.; auf die Angabe einer klickbaren Webadresse für “bdzv.de” wird hier verzichtet, damit der Kommentar sich nicht im Carta-Filter verhängt.)

    Wirklich bedenkliche Sache, aber sie muß auch global-historisch und strategisch betrachtet werden. Die Geschichte der Menschheit ist auch die Abfolge unzähliger Technischer Revolutionen (TR), Wirtschfatszweige und sozial-politische Systeme veränderten sich oder … Eine besondere TR war durch die Speicher-Schreibmaschinen und (insb. seit den 80ern) Bürokomputern eingeleitet worden — das hat die Büroarbeit jeglicher Art nachhaltig verändert, die Zeitungswirtschaft hat davon auch profitiert. Das Internet (eine weitere TR) und die gegenwärtige Wirtschaftsflaute lasten schwer auf die Zeitungswirtschaft, verständliche Weise wird auch die gesellschaftliche Kompensation gesucht. Jedoch kann man nicht so viele Subventionen erwarten (und sogar fordern), um TR und Krise wettzumachen.

    Ein wirklich geistreicher und auch zynisch-bissiger offener Brief von Mario Sixtus, da ist noch ‘was drin, was die vielen (nun über 100) Reaktionen ausgelöst hat.

  120. Arno Karrasch |  31.12.2010 | 01:26 | permalink  

    Guter und richtiger Artikel. Allerdings würde ich die öffentlich-Rechtlichen ebenfalls in dieser Schublade sehen. Hat auch niemand gerufen und bescheren uns jetzt Sendezeiten. Und können Formate wie “Hallo Ü-Wagen” nicht in die Onlinezeit retten; wer also wird uns in Zukunft die Idee hinter den Öffis ins Internet transportieren, wenn alte Strukturen die Gesamtgebühr verschlingen? Muss man sich wundern, wenn Derartiges Begehrlichkeiten in ähnlich gestrigen Strukturen weckt??

  121. neutro |  31.12.2010 | 03:34 | permalink  

    @Fritz: “(Gerade heute: “Apple has secretly built a massive server farm in Maiden, North Carolina…times larger than Apple’s existing data center in Newark, California.”)”

    Der Bau der Serverfarm ist weder neu noch geheim. Tatsächlich wurde darüber schon vor Monaten berichtet.
    Montag, den 22. Februar 2010:
    http://www.macerkopf.de/apple/news/apples-serverfarm-in-north-carolina-luftaufnahmen-vom-baufortschritt-video-00985.html

    Ebenfalls Februar 2010:
    http://www.hardwareluxx.de/index.php/news/allgemein/wirtschaft/14523-apples-neue-server-farm-nimmt-langsam-form-an.html

    @ kusanowsky: Defekte Lingualsimulation oder Nonsensgenerator?

    Die etablierten Medien sind dermaßen schlecht (geworden), daß man diese im Netz ohnehin nicht wirklich vermissen würde. Abgesehen von Heiße-Luft-Schreibern wie Kusanowsky findet man durchaus informative und interessante Quellen abseits der gleichgeschalteten (deutschen) Presse.

    Grandioser Artikel, Mario!
    Wir brauchen kein weiteren mafiösen Strukturen wie die GEZ, mit deren Hilfe uns die ÖR zwangs”informieren”.

  122. Peter Jebsen |  31.12.2010 | 05:04 | permalink  

    @Arno Karrasch: Die Öffentlich-rechtlichen “hat auch niemand gerufen”? Is’ klar, die haben sich von selbst eingeführt. Die Rundfunkentscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sind eine Erfindung von Wikipedia.

    Und: Die ÖR “bescheren uns *jetzt* Sendezeiten”? Das ist in der Tat ein völlig neues und überraschendes Phänomen. In der guten alten Zeit gab es natürlich keine verordneten Sendezeiten. Das hat damals alles der freie Markt geregelt.

  123. OH |  31.12.2010 | 09:59 | permalink  

    @# 109 Arne B.

    Exakt. Ich habe mittlerweile die “Zeit” abonniert, obwohl ich nur dazu komme, Bruchteile zu lesen…

    Es ist Aufgabe der Verleger, entweder die Menschen davon zu überzeugen, dass das, was sie liefern, Geld wert ist, oder aber das was sie liefern zu ändern in etwas, was den Menschen Geld wert ist. Das ist das kleine 1×1 des Marketings und wer meint, das durch gesetzlichen Zwang ändern zu müssen, der ist schlicht unfähig, ein Unternehmen zu leiten und sollte sich selbst und seine offensichtlich unfähige Marketingabteilung wegrationalisieren. Damit würde er den Anteilseignern, ob sie nun Gesellschafter, Aktionäre oder was auch immer sind, einen wesentlich größeren Gefallen tun.

  124. Liebe Verleger, ... | ReneHesse.de |  31.12.2010 | 10:25 | permalink  

    [...] steht.Brief von Mario Sixtus, Lizenz: Creative Commons: CC-BY, Eingelesen von DRadio Wissen, via carta Original: de-bug Google Mail Desktop-Benachrichtigungen mit Chrome-ErweiterungGoogle Chrome mit [...]

  125. Fritz |  31.12.2010 | 10:49 | permalink  

    “Es ist Aufgabe der Verleger, entweder die Menschen davon zu überzeugen, dass das, was sie liefern, Geld wert ist, oder aber das was sie liefern zu ändern in etwas, was den Menschen Geld wert ist.”
    Ja, das ist natürlich die klassisch markt-liberalistische Position. Genau darauf läuft es bei Sixtus hinaus, der selbst aber schon im Schutzraum der ÖR überlebt.
    Diese Position leidet daran, sich nicht den Folgen stellen zu wollen, d.h. der Dialektik der Märkte. Lässt man den Liberalismus sich voll und unreguliert austoben, fördert man unvermeidlich Konzentrationsprozesse – der Markt schafft sich tendenziell selbst ab. Das ist immer das theoretische Ideal der Konzerne – Apple, Google und Microsoft möchten sich am liebsten ihre Märkte so designen, dass sie sich ihnen nicht mehr stellen müssen.
    Im Bereich der Medien hat Konzentration eine ganze Reihe unangenehmer Folgen, die vermutlich keiner erleben möchte, der hier am liebsten das ganze Verlegergesindel in den Mülleimer der Geschchte kippen möchte.
    Aber der Markt war doch früher auch liberalistisch geregelt? Stimmt. Aber etwas hat sich geändert: Die Konzentration im Online-Werbemarkt ist der Pferdefuß. Die Ressourcen einer Redaktion wurden ja noch nie nur vom Leser bezahlt, sondern zu einem guten Teil von der Werbung. Was nun? In liberalen Märkten sind natürlich Füchse ganz schnell darauf gekommen: Warum Zeitung machen, ich mach nur den Immobilienteil. Oder den Gebrauchtwagenteil. Weg waren die Kleinanzeigen. Prinzipiell hat das Internet in atembraubender Art und Weise Konzentrationsprozesse im Werbemarkt gefördert, weil es immer nach dem Prinzip funktioniert: “fat gets rich”.
    Flattr ist eine schöne Nebeneinnahme. Die Idee dahinter entspricht dem Hut, den der Straßenmusikant vor sich aufs Pflaster stellt. Es ist eher ein Armutsmodell als ein Geschäftsmodell. Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde flattr eine tolle Sache, aber das ist doch nicht ernsthaft eine Zukunft, dass man Journalisten rät, doch einfach virtuell die Hand aufzuhalten.
    Tut mir leid: Je länger ich über Sixtus-Beitrag nachdenke, desto bescheidener finde ich ihn. Verknöcherung und Erstarrung – scheint mir – gibt es nicht nur bei den Gewerkschaften.

  126. Sascha Müller-Jänsch |  31.12.2010 | 11:09 | permalink  

    Welch wohltuender Wutausbruch!

  127. web-crap » Post Topic » Die VerlagsGEZ kommt! |  31.12.2010 | 11:59 | permalink  

    [...] die sich erst hübsch zurecht und dann stellen sie das Wahlvieh vor der Trog zum abspeisen. Herr Sixtus hat einen amüsanten Text dazu geschrieben. GD Star [...]

  128. K♥tzbröckchen: 25.12. – 31.12. | Kotzendes Einhorn |  31.12.2010 | 13:50 | permalink  

    [...] Sixtus hat einen wunderbaren Artikel über Leistungsschutzrecht geschrieben. Nun ist die Idee den Artikel per Anzeige in eine große Zeitung zu bekommen. Das [...]

  129. DIY-Blogschau: Sylvesterideen | D I Y |  31.12.2010 | 15:09 | permalink  

    [...] weniger karitative, dafür mehr netzpolitische Aktion “Sixtus statt Böller” damit der Offene Brief von Mario Sixtus zum Leistungsschutzrecht in einer Tageszeitung als Werbung veröffentlicht werden kann. Oder doch [...]

  130. Sixtus schreibt gegen Gebühren | Zorems Meinung |  31.12.2010 | 16:50 | permalink  

    [...] http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-st… Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit Gebühren, Sixtus verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. ← Verkaufstraining und Verkaufstrainer [...]

  131. Hans |  31.12.2010 | 18:31 | permalink  

    “Das ist in etwa so, als würde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.”

    Es sollten entweder mehrere Restaurantbesitzer sein oder “die IHM Gäste bringen” heißen. So ist der Satz jedenfalls nicht korrekt…

    Beste Grüße und guten Rutsch!

  132. Vom Tun und Lassen — Wavetank |  31.12.2010 | 19:31 | permalink  

    [...] die Quellen. Hier der offene Brief an die Verleger von Mario Sixtus auf Carta zum Leistungsschutzrecht oder, wie ich es aus einer ganzen Reihe von Gründen nenne, [...]

  133. OH |  31.12.2010 | 23:50 | permalink  

    @#123

    “Ja, das ist natürlich die klassisch markt-liberalistische Position. ”

    Nein, es ist die Position, dass jemand, der ein Gehalt dafür kassiert, genau das zu tun, auch genau das tun sollte, und nicht seine Arbeit an den Staat delegieren sollte während er weiter sein Gehalt bezieht.

    “Diese Position leidet daran, sich nicht den Folgen stellen zu wollen, d.h. der Dialektik der Märkte. Lässt man den Liberalismus sich voll und unreguliert austoben, fördert man unvermeidlich Konzentrationsprozesse – der Markt schafft sich tendenziell selbst ab. Das ist immer das theoretische Ideal der Konzerne – Apple, Google und Microsoft möchten sich am liebsten ihre Märkte so designen, dass sie sich ihnen nicht mehr stellen müssen.”

    Erstens hat das Gesagte überhaupt nichts mit marktliberalistischer Ideologie zu tun, sondern schlichtweg damit, dass Leute in einer Firma, die eingestellt wurden, einen ganz bestimmten Job zu machen, diesen auch tun.

    Zweitens sind Konzentrationsprozesse eben nur dann unvermeidlich, wenn einige das nicht tun.

    Der letzte Satz zeigt nun deutlich, dass schlicht die Welt da draussen nicht verstanden wird. Denn genau das was Apple & Co vorgeworfen wird, ist das was die Verleger machen wollen: Anstatt sich dem Markt zu stellen soll der Staat ihn bitteschön auf dem Silbertablett servieren. Apple tut genau das nicht: Apple hat über Jahrzehnte darauf hingearbeitet, ein bestimmtes Image zu haben. Das hat viel Geld, Schweiss und Tränen gekostet. ABER: Es war erfolgreich. Heutzutage könnte der schlechteste Verkäufer der Welt eine Palette Apple-Produkte binnen eines Tages abverkaufen. Genau diese Arbeit aber wollen sich die Verleger gerne sparen.

    Es ist jeden klar, dass ein Unternehmen den Bach runtergeht, wenn die Verkäufer keine Leistung bringen. Tatsächlich aber ist das Marketing genauso wichtig. Der Verkäufer sichert das Einkommen heute – das Marketing sichert das von morgen und übermorgen. Wenn ich Marktentwicklungen verschlafe und nicht darauf reagiere, dann habe ich eben schwerwiegende Fehler gemacht. Wer sich hier nicht den Folgen stellen will sind die Verleger. Die möchten am besten ohne eigenen Einsatz möglichst großen Reibach machen. Und genau das zu sichern ist NICHT Aufgabe des Staates.

    “Aber der Markt war doch früher auch liberalistisch geregelt? Stimmt. Aber etwas hat sich geändert: Die Konzentration im Online-Werbemarkt ist der Pferdefuß. Die Ressourcen einer Redaktion wurden ja noch nie nur vom Leser bezahlt, sondern zu einem guten Teil von der Werbung. Was nun?”

    Aha. Es hat sich was geändert. Und? Ist etwa der Pressemarkt der einzige, in dem sich Dinge radikal ändern? Unfug. Nochmal: Dass ein Geschäftsmodell irgendwann nicht mehr trägt ist N.O.R.M.A.L. Als guter Unternehmer weiss man das und ist entsprechend flexibel. Die Konsequenz aus dem von Ihnen gesagten ist schlicht und ergreifend: Wenn der eine Geldgeber nicht mehr genügend abwirft muss ich mir andere suchen. Entweder ich bekomme die Leser dazu, BEREIT ZU SEIN, mehr zu zahlen (Nicht: Ich zwinge sie dazu) oder ich suche mir andere Geldgeber: Z.B. in dem ich mein Renomee nutze, bestimmte Produkte zu empfehlen, und mich darüber mitfinanziere. Wie von etlichen Zeitungen bereits praktiziert.

    Es passiert hier absolut nichts ungewöhnliches.

  134. Peter |  01.01.2011 | 02:53 | permalink  

    Viel Lärm um wenig!
    Die Rechnung ist ganz einfach:
    Im Grundgesetz festgeschrieben ist die Freiheit von Presse, Rundfunk und Film. (Art. 5)
    Letzteres wird angeblich garantiert durch das Zwangsgeld, von vielen fälschlich GEZ-Gebühr genannt.
    Ehe es jemand vergisst: 7,6 Milliarden Zwangsgeld-Einnahmen im Jahr! jedes Jahr! Und ab 2013 die Haushaltsabgabe, Betriebsstättenabgabe, Autoabgabe…..
    Auch nicht vergessen: Bisher konnte man den Fernseher wegwerfen und dadurch jedes Quartal Geld sparen. Diese Freiheit soll jetzt allen genommen werden.

    Und da kommt die gedruckte Presse, die für das demokratische Gemeinwesen vermutlich wesentlich wichtiger ist als die 95 % Unterhaltungs-TV der Öffentlich-Rechtlichen, und sagt: Moment mal! So eine komfortable Einnahmequelle steht uns genauso zu!

    Da haben sie einfach mal Recht, ob das nun Leistungsschutzrecht oder sonstwie heißt.

    @monitor (#48)
    “Die eigenen Strukturen sind ineffizent. Und es sind dann die Regeln der Marktwirtschaft, dass ineffiziente Strukturen verschwinden. ” – wenn das stimmen würde, wären ARD und ZDF doch längst abgeschaltet und niemand müsste mehr Zwangsgeld entrichten, oder?

    Eine andere Frage ist, ob es nicht besser wäre, den Verlagen das LSR vorzuenthalten und den ÖR sofort das Zwangsgeld weg zu nehmen – in einem.

    Aber auf die Verleger zu schimpfen, ohne zugleich noch viel härter die Geldverschwendung bei den Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten anzuprangern,
    ist im milderen Fall Ausdruck der Unfähigkeit, das Gesamtsystem im Blick zu haben.

    Wenn aber der Autor Mario Sixtus auch noch ein Profiteur der hervorragenden Finanzausstattung der Öffentlich-Rechtlichen sein sollte, dann wäre sein Beitrag einfach nur schäbig.

  135. Neujahrstag - riecken.de - Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule |  01.01.2011 | 07:22 | permalink  

    [...] und vor allem auch die damit verbundenen ethischen Grundsätze findet sich hübsch verstreut in Diskussionen bzw. Kommentarlawinen zu Mario Sixtus offenen Brief an die Zeitungsverleger. In der Tat kann heute jeder zu einer publizistischen Institution werden: Auch riecken.de hat in [...]

  136. Rechte und Rollen — Wavetank |  01.01.2011 | 20:29 | permalink  

    [...] den Diskursen und Diskussionen der letzten Tage (siehe: Mario zum Leistungsschutzrecht, der Austausch dazu bei Dr. J. auf Facebook, mein Artikel vom 30.12.2010, die Antwort darauf vom [...]

  137. 11111011011 / 3233 / 7DB | DSB & PimPH im GnBK |  01.01.2011 | 21:20 | permalink  

    [...] Verleger der Zeitungen und Zeitschriften möchten Geld für nichts (interessant dazu der Offene Brief von Sixtus), ALG-II-Bezieher sind nicht mehr rentenversichert, für Autos gibt es neuen Sprit und die [...]

  138. Fritz |  01.01.2011 | 21:43 | permalink  

    @OH Vielleicht bin ich noch nicht wieder ganz klar im Kopf, aber den Unterschied zwischen deiner Position und dem klassischen Liberalismus, dem zufolge sich der Staat so weit wie möglich aus den wirtschaftlichen Daseinskämpfen herauszuhalten habe und einfach die unternehmerischen Kräfte walten lassen sollte, damit das Beste für die allgemeine Wohlfahrt entsteht, diesen Unterschied sehe ich nicht. Ist aber auch egal. Ich gebe nichts auf Begriffe und Parolen…
    Natürlich geht es weder darum, unternehmerische Bequemlichkeit zu fördern, noch darum, dass auch in Zukunft möglichst viel Papier bedruckt wird, geschweige denn darum, dass Verleger vor Wettbewerb geschützt werden müssten. Im Raum steht einzig und allein die Frage, wie sich journalistische Arbeit refinanziert. Und eben damit gibt es ein Problem, dass nicht mit dem Versagen und dem Strukturkonservatismus einzelner Verlagslenker zu tun hätte. Sogar die New York Times sieht ihrem Ende entgegen. Und die haben weiß Gott ziemlich früh und konsequent versucht, durch offensives und experimentierfreudiges Verhalten ihre Position zu verteidigen.
    So viel wie ich weiß, ist es bislang weltweit keinem Verleger gelungen, die Strukturkrise des Journalismus so zu lösen, dass wieder mehr Journalisten eingestellt statt abgebaut werden könnten. Die vorherrschende Tendenz ist eine radikale Abwertung der journalistischen Arbeit – und das geschieht überraschenderweise konträr zum boomenden Konsum journalistischer Texte. Ich vermute, viele nutzen heute weit mehr journalistische Erzeugnisse und Quellen als früher (für mich kann ich das jedenfalls so feststellen).
    Die Litanei des „Selber schuld, ihr dummen Verleger“ hat ja in vielen Fällen ihre unbezweifelbare Berechtigung. Sie hilft aber niemanden und sollte nicht den Blick dafür verstellen, dass wir es nicht mit individuellem Managementversagen zu tun haben, sondern mit einem Strukturproblem. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass die Presse über ihre Breite noch nie so wirklich toll funktioniert hat. Zu dem, was als Massenerzeugnis an den Kiosken aushing, war es ja immer schon nötig, Gegenöffentlichkeit herzustellen. Unglaublich, was früher alles NICHT und von niemanden gedruckt wurde. Unglaublich, welche Kontrollmacht ein Verbund wie Döpfner/Friede Springer/Angela Merkel bis heute haben. Unglaublich die Verbindungslinien zwischen CDU und ZDF. Das alles führt mich aber zur Frage: Wäre es nicht spätestens jetzt an der Zeit, über Möglichkeiten nachzudenken, bestimmte journalistische Anstrengungen (also „Qualität“) zu prämieren bzw. strukturell zu bevorzugen? Jetzt – weil wir sonst endgültig in der Breite nur noch eine Öffentlichkeit haben, die praktisch nur noch aus Boulevard besteht?
    Dass jede Form von Gebührenmodell die dämlichste aller denkbaren Lösungen wäre – geschenkt! Braucht man doch nicht ernsthaft drüber reden. Aber es gibt doch ganz andere Möglichkeiten. Vermutlich Dutzende. Und mit diesen Argumentationslinien a la Sixtus p.p. verbaut man sich die Offenheit der Debatte. Und deshalb meine ich: Mit umgekehrten Vorzeichen sind einige, die den Verlegern hier so derb den Vogel zeigen, genauso strukturkonservativ wie jene.

  139. Björn |  02.01.2011 | 10:18 | permalink  

    Sehr schöner Brief! Danke!

  140. INJELEA Blog | Lesezeichen (weekly) |  02.01.2011 | 14:30 | permalink  

    [...] alles wie bei jeder anderen Konferenz.” tags: Darmstadt barcamp bcda Telekom HR .for.injelea Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA“Weil uns das Verlangen nach einem Leistungsschutzrecht auch 2011 wieder “über Gebühr” [...]

  141. Michael Bayer |  02.01.2011 | 16:14 | permalink  

    Lieber Mario Sixtus,

    danke für Ihren Wutausbruch – auch wenn es etwas schmerzt, die eigene Arbeit als hyperlink-freie Wörterwüste beschrieben zu sehen. Aber, zugegeben, noch zu oft trifft Ihre Einschätzung zu, vor allem an Wochenenden und Feiertagen.

    Blenden wir mal die Schutzrecht-Sache aus und nehmen einen journalistischen Blickwinkel ein. Ein interessantes Gesamtbild entsteht, wenn ich Ihr Papier zusammen mit dem anderen Wutausbruch auf Charta lese. Selbst große Weblog-Projekte sagen also, sie haben nicht “den finanziellen Background für risikoreiche Behauptungen im investigativen Bereich und auch nicht die Ressourcen, Artikel von Autoren auf sachliche Richtigkeit und juristische Unangreifbarkeit zu prüfen”. Ich will jetzt nicht erklären, dass eine Zeitung jeden Tag super-investigative Geschichten bringt. Aber dann und wann schon, und zwar sachlich von der Redaktion geprüft und juristisch von der Rechtsabteilung.

    Offenkundig haben sowohl Blogger als auch traditionellen Redaktionen ihre Stärken und Schwächen. Und vielleicht sollte man die Verleger doch nicht vertreiben aus dem Web. Weil sich beide Seiten ergänzen – und sich auf Dauer möglicherweise auch näher kommen können.

  142. Michael Bayer |  02.01.2011 | 16:26 | permalink  

    Eine sachliche Nachprüfung ergab, dass ich besser Carta geschrieben hätte – sorry.

  143. Die große Blog-Kennenlernaktion – Staffel 2 | Wuensch-Media |  03.01.2011 | 07:28 | permalink  

    [...] Diskussionen zur Verlagsbranche betrachtet werden, welche ja gerade in der heutigen Zeit (z.B. Diskussion um das Leistungsschutzrecht, etc.) recht kontrovers diskutiert werden. Neben diesem Ansatz scheint [...]

  144. Verlegerforderung “Leistungsschutzrecht” – eine Polemik |  03.01.2011 | 09:01 | permalink  

    [...] Dieser Artikel erschien ebenfalls auf der Webseite “Carta”. Ein Weiterverbreiten unter der Beachtung der CC-Lizenz wird von Mario Sixtus ausdrücklich gewünscht. [...]

  145. Publikative ≠ Presseverleger | der presseschauer |  03.01.2011 | 10:48 | permalink  

    [...] dass ich durchaus bereit bin für Inhalte zu bezahlen, habe ich für das Abdrucken des Textes „Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?“ von Mario Sixtus Geld [...]

  146. Kurz notiert – 03. Januar 2011 | volkerdaschner.de |  03.01.2011 | 13:10 | permalink  

    [...] Mario Sixtus’ Brief zum Leistungsschutzrecht … Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch hier nicht gefällt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen. [...]

  147. Juliane Weuffen |  03.01.2011 | 15:10 | permalink  

    Ich habe mir erlaubt, diesen Brief ebenfalls zu veröffentlichen:

    http://textblicke.de/2011/01/leistungsschutz-fur-verleger-im-web/

    Und vielen Dank für die klaren Worte!

    Juliane Weuffen
    textblicke

    Texterin (und damit eine von denen, die von diesem Schutzgeld auch nie etwas sehen würden)

  148. Anonymous |  03.01.2011 | 15:38 | permalink  

    [...] [...]

  149. Frank Huber |  03.01.2011 | 16:02 | permalink  

    Eigentlich ein ganz schöner deutscher problemorientierter Text. Doch der konstruktive Vorschlag (=Geschäftsmodell, wie man es besser macht – hier mein bereits vor Jahren gebloggter Vorschlag: http://bit.ly/9AZzjW ) fehlt leider. Das Thema “Leistungsschutzrecht” wird der Markt lösen. Und dann? Google wird weiter Milliarden verdienen und über Steuerschlupflöcher via Irland und die Niederlande in die USA schleusen. Am Ende gibt es 2, 3 Milliardäre im Pleitestaat Kalifornien mehr und wir lesen alle CARTA und sind gleich arm (aber hoffentlich wenigstens sexy).
    Mein Fazit: Das Leistungsschutzrecht ist ein verzweifelter Hilferuf, der nicht nur zeigt, wie wenig die Verleger das Internet verstanden haben, sondern auch wie gefährdet der Qualitätsjournalismus ist. Wenn der werte Autor nicht als rasender Reporter von den Verlegern und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen qua kommender Zwangs-Haushaltsabgabe gefördert worden wäre, hätte er diesen Brief vielleicht nie schreiben können. Ergo: Sixtus ist keine Lösung – denn eine anwendbare und wirkungsvolle Lösung hat in Deutschland aktuell niemand für das Problem.

  150. malte |  03.01.2011 | 19:52 | permalink  

    super, super, super! sehr guter text.

  151. Ach, Frau Piel… | unlesbar.de |  04.01.2011 | 03:17 | permalink  

    [...] abschließend noch eine Empfehlung zum Weiterlesen, ein Rant von Mario Sixtus bei carta.info. “Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht mal jemand Zeitungstexte [...]

  152. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? « Blog.Bayern-online.de |  04.01.2011 | 09:20 | permalink  

    [...] http://bit.ly/fT8RFy [...]

  153. Verlegerforderung Leistungsschutzrecht. |  04.01.2011 | 12:50 | permalink  

    [...] Weil uns das Verlangen nach einem Leistungsschutzrecht auch 2011 wieder “über Gebühr” beschäftigen wird, hat Mario Sixtus einen zornigen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co. geschrieben. Liebe Verleger, das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich sagen: Euch hat niemand gerufen! Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht mal jemand Zeitungstexte oder so was reinkippen?“ Ihr seid freiwillig gekommen, und ihr habt eure Verlagstexte freiwillig ins Web gestellt. Zu Hauf. Und kostenlos. Ihr nehmt keinen Eintritt für die Besichtigung eurer Hyperlink-freien Wörterwüsten, weil ihr genau wisst, dass niemand dafür Geld ausgeben würde. Ihr habt seriöse und un- seriöse SEO-Fritzen mit Geld beworfen, damit Google eure Seiten besonders lieb hat. Ihr seid ohne Einladung auf diese Party gekommen. Das ist okay, ihr könnt gerne ein wenig mitfeiern. Prost! Aber wisst ihr, was gar nicht geht? Dass ihr jetzt von den anderen Gästen hier Geld kassieren wollt. Sogar per Gesetz. Verleger: geht’s noch?<< Übernahme von den Nachdenkseiten, aber die Quelle ist: Carta [...]

  154. Howto: Piss off the Net – „Monika Piel“-Style | Gormulus |  04.01.2011 | 15:26 | permalink  

    [...] Und eines wollen wir mal klarstellen: die freie Verfügbarkeit von Inhalten ist nicht irgendein auszumerzender Geburtsfehler, sondern die ursprüngliche Intention des Netzes. Der Geburtsfehler von Verlagen, die sich nun in der Onlinepublikation ihrer Inhalte versuchen, ist, ihr Totholzgeschäftsmodell krampfhaft auf das Internet übertragen zu wollen und zu glauben, dass d…. [...]

  155. getoba |  04.01.2011 | 17:15 | permalink  

    Einer der lesenswertesten Artikel seit der Jahrtausendwende !

  156. Michael Michaelis |  04.01.2011 | 22:20 | permalink  

    Das zunächst einmal eine nette Polemik, der man nur zustimmen will – die doofen Verleger halt, die das Internet nie verstanden haben, und dies auch nach zwanzig Jahren noch immer nicht tun. Ich würde hier liebend gerne einfach bloß beistimmen. Das wäre schön bequem, würde aber ausblenden, daß solche Positionsbestimmungen im „Meinungskampf” nichts bewirken, sondern eben nur bequem sind. Insofern hat Klaus Kusanowsky[1] einen echten Knackpunkt benannt: wenn man seine Meinung äußert, verändert man nichts, sondern klopft sich bloß selber auf die Schulter im Glauben, die „richtigen” Dinge jetzt auf den Weg gebracht zu haben oder zumindest auf ihrem „gerechten” Gang zu unterstützen und zu fördern. Das ist Einfalt in Reinform, und in fast allen (deutschen) Blogs in eben dieser Reinform zu bewundern. Der Artikel von Sixtus liegt da ganz auf der gewohnten Linie.

    Das – immer wieder vorgebrachte – Argument lautet: die Verleger alten Schlags sind alles Internetausdrucker, die keine Ahnung haben von den Möglichkeiten einer noch nie dagewesenen Technik. Dabei ist es doch eine einfach zu beantwortende Frage, ob all die (Computer-)Analphabeten, die komplett von ihrer WordPress-Installation abhängig sind, um auch nur einen einzigen Satz ins Internet zu schreiben, mehr vom Netz verstehen, als die Old-School-Verleger? Technisch sicherlich nicht. Man maßt sich hier letztlich an, die Möglichkeiten einer Technik zu verstehen, die man nicht versteht.

    Der Witz an der ganzen Veranstaltung ist jedoch, daß die Debatte mit Technik nichts, mit Politik aber alles zu tun hat. Die „Technik” des Internets ist für die Debatte ungefähr so interessant wie die technischen Details bei der Reproduktion eines Flugblatts durch die Buchpresse Gutenbergs vor fünfhundert Jahren. Mehr noch: am Prinzip des technischen Verfahrens hat sich nicht das mindeste geändert.

    Das grundlegende Problem ist, daß es Arbeit gibt, deren Ergebnisse nicht zur Ware taugt. Das hat die journalistische Recherche (heute, im Zeitalter von Twitter) mir der wissenschaftlichen Forschung (seit dem Buchdruck) und der Arbeit der Frauen im Haushalt (seit Beginn des Bürgertums) gemeinsam. Ich habe keine Lust, mich zu wiederholen, und verweise auf meine Reprise der Grundlage der marx’schen Ideologiekirik[2], und auf prizipielle Überlegungen über das Wissen im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit[3].

    [1] http://differentia.wordpress.com/2011/01/01/das-leistungsschutzrecht-ein-apotropaischer-abwehrzauber/
    [2] http://www.michael-michaelis.de/htdocs/comment/0906181750_krit/der-tisch-der-tanzt-zur-grundlage-der-marxschen-ideologiekritik
    [3] http://www.michael-michaelis.de/htdocs/netzwerkprodukte#Ideen

  157. Frederik |  05.01.2011 | 17:49 | permalink  

    Wahnsinn! Super Artikel… Schön, mal sowas erfrischendes zu lesen!

  158. whistleblog.net » Raps & Rants. |  07.01.2011 | 00:47 | permalink  

    [...] “Gaza Youth” der Welt. World shut your mouth! sage ICH mit Julian. Cope nicht Assange. Verleger, haut ab aus dem Internet wütet unter Vorbehalt der Sixtus und wir alle im scheißreichen Westen schmeißen rund [...]

  159. Linktipps #7 |  07.01.2011 | 11:07 | permalink  

    [...] Ja, habt Ihr denn überhaupt keinen Stolz? Der freie Journalist Mario Sixtus bei Carta über die Verlegerforderungen nach einem Leistungsschutzrecht. [...]

  160. Link-Ecke #28 | campino2k |  07.01.2011 | 13:40 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? Google spült euch die Hälfte eurer Besucher auf die Seiten und jetzt sollen sie dafür bezahlen? Das ist in etwa so, als würde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen. [...]

  161. input input input « LaThreepwood |  07.01.2011 | 15:13 | permalink  

    [...] Sixtus über die Verlegerforderung Leistungsschutzrecht, eine der lustigsten Karnevalsideen der Verlagsfunkenmariechen schlechthin. [...]

  162. Ein Verdienstkreuz für die Dinos, bitte! at JakBlog |  07.01.2011 | 20:36 | permalink  

    [...] Sixtus ging zu Jahresbeginn noch ein Stück weiter und wetterte gegen die Verleger, niemand habe sie zur Onlineparty eingeladen, weswegen sie doch bitte einfach aufhören sollten zu nölen. Auch da möchte man nicht wirklichen [...]

  163. Theo |  07.01.2011 | 21:26 | permalink  

    Lieber Mario Sxtus,

    nicht alle Verleger sind schlecht,
    nicht alle Verleger haben das gleiche Geschäftsmodell oder die gleiche Zielgruppe,
    nicht alle Gewerkschafter sind fortschrittsfeindlich,
    nicht alle Gewerkschafter sind Unbürger und wehren sich gegen Gutes,
    nicht alle Internetnutzer sind gut.

    Die Wertschöpfungskette in einem Verlag besteht im Übrigen nicht im Verfassen von Texten, sondern im redigieren, strukturieren, speichern und eben auch im Verbreiten. Gerade Letzteres erwartet der Autor vom Verlag. Um in der Metapher zu bleiben; es ist kein Taxifahrer, sondern ein Shuttledienst des Reataurants.

    Der Artikel ist scharf und pointiert geschrieben, aber mir ist er zu
    - polemisch,
    - undifferenziert,
    - polarisierend
    - und letztlich auch beleidigend.

    Gruß von Theo

  164. anni |  08.01.2011 | 23:51 | permalink  

    schöne Polemik =)

    Aber es gab und gibt bessere Gewerkschaften als den deutsche-fdp-wähler-journalistEN-verband… und die hätten auch während der Erfindung des Buchdrucks nicht geschadet, aber da stand gerade die Abschaffung der Leibeigenschaft an.

    Link zur (etwas Konzeptlosen) Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht

    http://leistungsschutzrecht.info/

  165. Radio Eins Medienmagazin: Monatsrückblick “Zwischen den Jahren” — Was mit Medien |  09.01.2011 | 13:29 | permalink  

    [...] wird sogar Geld gesammelt, damit der Text als Anzeige in überregionalen Zeitungen erscheinen kann. Den Link zu dem Sixtus-Text packen wir noch auf unsere [...]

  166. World Wide Wagner – Medienmagazin vom 08.01.2011 |  09.01.2011 | 17:42 | permalink  

    [...] SWR) – Vorschlag: ARD-TV-Jugendkanal; O-Ton: Peter Boudgoust, SWR-Intendant – Marius Sixtus mit Offenem Brief an die Verleger Studiogespräch Autor: Daniel [...]

  167. leistungsschutzrecht? nein danke! — colorless.gifts |  10.01.2011 | 04:34 | permalink  

    [...] der name barbara streisand im zusammenhang mit strombewegungen innerhalb der blogosphäre, liefert mario sixtus aktuell das futter für einen potenziellen nächsten move im www. kurz vor jahreswechsel hatte der [...]

  168. Leistungsschutzrecht » Urheber, Verleger, Profitgier, Leistung, Recht, Vermittler » neusprech.org |  10.01.2011 | 22:14 | permalink  

    [...] die Schöpfer geistiger Werke ausbeuten. Der Begriff L., den sich Verleger vor einiger Zeit für ein neues Recht ausgedacht haben, das sie gern installieren würden, kann daher nur genial genannt werden: klingt er doch wie eine [...]

  169. Leistungsschutzgeld | aktuelles | XSBlog2.0beta |  10.01.2011 | 23:24 | permalink  

    [...] Artikel ist so gut, den muss ich einfach verlinken: Mario Sixtus zum Leistungsschutzrecht. “Liebe [...]

  170. zeitungsleser |  12.01.2011 | 12:32 | permalink  

    Bis auf die TAZ und Anzeigenblätter sind alle heute noch erscheinenden Zeitungen nicht in einer Phase der Freiheit entstanden, sondern unter nichtdemokratischen Umständen (http://de.wikipedia.org/wiki/Pressegeschichte#Presse_in_der_Besatzungszeit_1945.E2.80.931949). Spätere Neugründungen konnten sich dagegen nicht durchsetzen, weil die Märkte schon weitgehend verteilt waren, nur neue Nischen wurden auch von Newcomern besetzt (Ökotest, c’t, Focus, Landlust).

    Wir haben mit dem Vorpreschen internetbasierter Medien und Verteilmechanismen also in Deutschland zum ersten Mal einen echten Wettbewerb, der nicht durch eine “Obrigkeit”, Diktatur oder Besatzungsmächte (bzw. deren Statuten) eingeschränkt ist.

    Verleger haben heute die Wahl:
    * ausgewogener Journalismus ohne Refinanzierung (Wikipedia-Modell)
    * ausgewogener Journalismus als öffentlicher Dienst (öffentlich-rechtliches Modell)
    * profilierter Journalismus in der Nische (kommerzielles Modell)

    Die Mischform einer öffentlich-rechtlichen Umlagenfinanzierung für profilierten Journalismus unter Kontrolle von Privatleuten (Verlegern) lässt sich in unserem Rechtssystem nicht legitimieren.

    Da sowohl Wikipedia als auch die öffentlich-rechtlichen Medien durch ihre gesicherte Finanzierung quasi eine Ewigkeitsgarantie haben, wird es vor allem für kommerzielle Modelle ungemütlich.

    Eine sinnvolle Prognose lautet demnach, dass die meisten kommerziellen Verlage nicht in der heutigen Form überleben werden. Nur wer sich profiliert, überlebt und wächst sogar, wenn die Konkurrenz schwindet.

  171. Arne Babenhauserheide |  12.01.2011 | 15:25 | permalink  

    @Zeitungsleser: Mit fehlt hier die Aussage, was denn ausgewogen ist. Die Bild ist definitiv nicht ausgewogen. Spiegel auch nicht mehr (ist rechtslastig geworden).

    Wer definiert Ausgewogenheit? Die Mehrheit? Oder der Besitzer? Ist es ausgewogen, wenn eine Zeitung schreibt, dass Musikpiraten den Plattenfirmen Millionen an Kosten verursachen (durch die nicht-realisierung von erträumten Einnahmen, bezahlt von Geld, dass die Tauschbörsennutzer gar nicht haben)?

    Und mir fehlt eine Information dazu, wie die Taz in das Bild passt. Könnte es sein, dass einfach nur immer mehr Leute merken, dass die Zeitungen eben nicht verlässlicher sind als das Blog von nebenan, die Journalisten also ihren Job einfach nicht gut machen – zum Teil unter dem Druck der Werbekunden?

    Wenn ein Blog mir mehr interessante Informationen liefert als eine Zeitung gibt es keinen Grund, die Zeitung zu kaufen. Allerdings nicht, weil ein Amateurblog billiger ist, sondern weil die Informationen weniger fremdgesteuert werden.

    Ansonsten ist das Medium Internet nämlich für Zeitungen ideal: Kein totes Holz mehr zu bezahlen, so dass eine Zeitung mit ein bis zwei Leuten anfangen kann (z.B. als Blog). Wenn genug Leute sie lesen, kann sie professionell werden, z.B. über Spenden, Flattr, Fördermitglieder (Taz, Abgeordnetenwatch) oder Premiuminhalte (in besonderem Design, mit Bildern aufgepeppt, …). Und wenn sie gut läuft, können Schritt für Schritt mehr Journalisten dazu kommen, bis sie zu einem großen Zeitungshaus wird.

    p2pnet trägt sich inzwischen übrigens: http://www.p2pnet.net/

  172. zeitungsleser |  12.01.2011 | 16:20 | permalink  

    @Arne

    Ausgewogenheit kann auf zwei Wegen zustande kommen. Von “oben”, indem gesellschaftlich relevante Gruppen die Arbeit von Journalisten kontrollieren wie bei den öffentlich-rechtlichen Medien. Oder von “unten”, indem sich die Journalisten gegenseitig kontrollieren und korrigieren wie bei der Wikipedia. Das Endprodukt ist dann ein Kompromiss, dem man das Prädikat “ausgewogen” verleiht.

    Bild, Spiegel und andere sind hingegen profilierte kommerzielle Angebote, die eben nicht “ausgewogen” sein können, sondern Gruppeninteressen dienen müssen, damit sie Käufer finden. “Ausgewogenheit” wäre ihr Tod.

    TAZ (Verlag ist Zweck-Genossenschaft) und Landlust (Verlag ist ein Verband ohne Gewinnerzielungsabsicht) spielen da eine Sonderrolle, weil sie sich nur bedingt den Marktregeln unterwerfen müssen.

    Wäre der Markt “fair” zu allen kommerziellen Medien (unabhängig von ihrer inhaltlichen Ausrichtung), käme es auch bei diesen zu einer Ausgewogenheit – zumindest wenn man alle Medien betrachtet und nicht nur ein Einzelnes herausgreift. Anzeigen werden jedoch nicht fair verteilt, sondern interessensgesteuert, deshalb fehlen zu bestimmten Themen kommerzielle Medien.

    Durch die geringen Kosten der Blogsoftware wäre es Verlagen möglich, diese Themen zu besetzen – diese liegen jedoch manchmal zu weit weg von ihren erfolgreichen Print-Produkten, die vom durch Anzeigen verzerrten Markt profitieren.

  173. CSU versucht sich am Negative-Campaigning | SMichel.org |  13.01.2011 | 17:19 | permalink  

    [...] Wenn sie einen Beschluss zur Vorratsdatenspeicherung verfassen, dann muss dieser vom AK Vorrat korrigiert werden. Ihre Verlegerfreunde werden von Mario Sixtus mit ihren lustigen Vorderungen wieder weggeschickt. [...]

  174. Doppelmoral - Mein Kommentar für DRadio Wissen | G! - gutjahr's blog |  14.01.2011 | 11:16 | permalink  

    [...] Mario Sixtus so trefflich geschrieben hat: Wir feiern hier eine Party. Wenn dann ständig ein Tanker wie der [...]

  175. Ingo Lembcke, Hamburg |  14.01.2011 | 18:27 | permalink  

    zu 32. @kusanowsky:
    Die ersten Ansätze für ein Bezahlen von Ideen gibt es, flattr ist ein Beispiel, Kickstarter ein anderes .

    Was ich ablehne, ist eine Zwangsabgabe, direkt oder indirekt, es gibt schon zu viele: GEZ / GEMA / Kopierabgabe auf Fax / Drucker / Brenner / PC / Leermedien.
    Die Quartalsergebnisse mind. von Axel Springer rechtfertigen eine Schutzabgabe überhaupt nicht. Alle würden darunter leider, aber ob kleinere Verleger davon profitieren, ist offen. Die grossen will ich nicht noch mehr unterstützen.
    Wie es schon geschrieben wurde, keiner ist gezwungen, im Internet zu publizieren, keiner muss über Google gefunden werden.

  176. Fritz |  14.01.2011 | 19:38 | permalink  

    Ja, richtig, Zwangsabgaben will keiner. Schon weil mit Gebühreneintreiberei der ganze Entertainment-Journalismus, den deutsche Verlage bekanntlich überwiegend produzieren – Gala, Bunte, BILD, Programmzeitschriften, etc bis zum Erbrechen – pauschal mit gefördert werden würde.
    Aber: Vielleicht gibt es ja ganz andere Finanzierungsunterstützungen für das, was man als wichtig für die demokratische Willensbildung bezeichnen könnte? Um nur mal die naheliegenste zu nennen: steuerliche Absetzbarkeit von Abos für Zeitungen und Zeitschriften, die eine Reihe von Kriterien erfüllen?
    Wenn eine funktionierende, kritische, professionell recherchierende Öffentlichkeit konstitutionell wichtig ist, kann und darf der Staat dann zusehen, wie die Magazine und Zeitungen unter dem Druck der sich verändernden Märkte ihre Redaktionen immer weiter ausdünnen? Wie redaktionelle Vielfalt eingeht? Wie überhaupt die ganze kritische Öffentlichkeit an den Bettelstab gebracht wird?
    Ich meine nein.
    Das Perspektive ist ja nicht, dass die herkömmlichen Medien eingehen. Die werden schon irgendwie überleben. Aber in welcher Verfassung?!

  177. web-crap » Post Topic » Fuck you, you’re killing the internet* |  16.01.2011 | 21:31 | permalink  

    [...] Das kann man wohl auch gut zur neuen ARD-Intendantin und der Springerpresse sagen. GD Star [...]

  178. Der Preis von Freibier - PRmacher |  17.01.2011 | 17:32 | permalink  

    [...] Bresche springt die Blog-Szene, die mittlerweile wütend gegen das Leistungsschutzrecht anrennt. Mario Sixtus auf Carta, Netzpolitik oder Stefan Niggemeier sind dafür bevorzugte Adressen. Für alle, die sich [...]

  179. Perlentaucher will auf Zäune im Netz verzichten | Gemeingüter |  20.01.2011 | 12:21 | permalink  

    [...] Und da wir einmal dabei sind: Wer das mit dem Leistungsschutzrecht verstehen will, könnte bei diesem pointiert Offenen Brief von Mario Sixtus anfangen. [...]

  180. Offener Brief von Mario Sixtus zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage | hannes-jaehnert.de |  20.01.2011 | 16:17 | permalink  

    [...] Elektrischen Reporter Mario Sixtus war heute auf Charta.info der folgende Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda & Co. zu lesen, den ich mit diesem RE-Post [...]

  181. Der Komet kommt. Vom Aussterben der Zeitungen | Das Online-Magazin mit Tiefgang. |  25.01.2011 | 12:07 | permalink  

    [...] dies ist MedienmanagerInnen schon bewusst. Und sie agieren ähnlich unkreativ und dumm wie der schon länger dahinsiechende Dinosaurier [...]

  182. Scheiße man, die Zeitung stirbt! : netzpolitik.org |  02.02.2011 | 10:32 | permalink  

    [...] den Leser können die Online-Varianten der Tagespresse in ihrer jetzigen Gestalt kaum gewinnen. Mario Sixtus’ metaphorischer Vorwurf, Zeitungshäuser würden das Internet ohne Sinn und Verstand mit den Inhalten ihrer [...]

  183. Ale |  03.02.2011 | 10:28 | permalink  

    DANKE!!!

  184. "Verleger: geht's noch?" | palisadesberlin |  05.02.2011 | 11:59 | permalink  

    [...] erschienen in De:Bug, Ausgabe 148, Crosspost, Creative Commons: CC-BY Arbeitsplatz, BILD, Blogger, commentarist, Computer, Gesetz, Google, [...]

  185. Last exit 2010 — Konstantin Klein |  07.02.2011 | 09:44 | permalink  

    [...] Nein, sie haben keinen Stolz. Und ich habe dafür gespendet, dass Wutbürger Sixtus seinen Rant demnächst gedruckt sehen kann. Damit die Welt des Journalismusses ein betterplace.org werde.  [...]

  186. Kanonen gegen Online-Spatzen » Spiegelfechter |  07.02.2011 | 17:51 | permalink  

    [...] [...]

  187. alt-shift-x.de » Blog Archive » Commedy Gold von der Holzpresse |  10.02.2011 | 19:20 | permalink  

    [...] und hat heute schon den Sixtus veranlasst einen wütenden Brief an die Verleger raus zu jagen, das ist übrigens der “read of the day”. “Was findest du daran jetzt komisch Zing?”, ist die berechtigte Frage. Na ja ganz [...]

  188. Verlegen im Kaufhaus | der presseschauer |  13.02.2011 | 14:17 | permalink  

    [...] fände ich es nur fair, wenn Sie ein kostenfreies Abdrucken des Kommentars zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger, von Mario Sixtus, in der FAZ, die ja sonst als Sprachrohr der Verlegerinteressen zu dienen [...]

  189. Journalistenschulen. – ichschwörsdir |  20.04.2011 | 23:29 | permalink  

    [...] Der Vorteil einer Schule wäre ganz klar die Zeit. Man hat Seminare, an der DJS entwirft man ein Magazin, das heißt, da braucht man auch ein Konzept, man ist nicht dem Tagesgeschäft unterworfen, muss also nicht einem ohnehin schon in der Alltagshektik versinkenden Redakteur einen Text zum Redigieren unterjubeln. Man ist kein Bittsteller, sondern  kann experimentieren, Erzählstränge ausprobieren und banale Fehler machen, da man keinen Zeitdruck im Nacken hat. Auch wenn ich gut und fast nur unter Druck arbeiten kann, die Aussicht auf Entfaltungsraum ist ein nicht zu schlagendes Argument. Vor allem dann, wenn ich mit mehreren Menschen in einer Klasse bin und man sich gemeinsam Themen aushecken kann. Das ganze Programm, nimm’ dir dir Zeit, es wird ganz wunderbar. Das war mein Hauptgedanke, darum kam für mich ein Volontariat überhaupt nicht in Frage. Es gibt noch mehr Gründe, zum Beispiel, dass ich grundsätzlich meine Probleme mit Verlagen habe (Stichwort Leistungsschutzrecht). [...]

  190. Großartige Merker gesucht! | Digitale Notizen |  19.05.2011 | 10:51 | permalink  

    [...] oder nicht) ins Internet stellen. Das ist erstaunlich und man muss dazu den Einstieg des Offenen Briefes als Gegenposition lesen, den Mario Sixtus Ende vergangenen Jahres den Verlegern schrieb, um zu [...]

  191. Leistungsschutzgeld | Franz Binder |  23.06.2011 | 21:07 | permalink  

  192. Christoph Keese wirbt bei Google unter “Mario Sixtus” « Stefan Niggemeier |  08.09.2011 | 01:49 | permalink  

    [...] Sixtus” sucht, den Namen eines (befreundeten) Journalisten, Bloggers und Kritikers deutscher Verlage im Allgemeinen und des Verlagslobbyisten Christoph Keese im Besonderen, bekommt man bei Google zu den Ergebnissen [...]

  193. Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel: Warum beleidigen Sie Menschen, die ein Grundrecht wahrnehmen? | pushthebutton.de |  20.09.2011 | 16:51 | permalink  

    [...] Sixtus hat diese unverschämte Forderung auf den Punkt gebracht: Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen [...]

  194. Ware Information » Leistungsschutzgeld |  18.10.2011 | 11:25 | permalink  

    [...] Der Blogger Marios Sixtus schreibt in einem offenen Brief an die Verleger unter dem Titel: “ Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?”. Es geht natürlich um den Versuch der Verlage, ihre Mitarbeit an den von ihnen publizierten [...]

  195. Ohne Stolz, mit Doppelmoral und wenig Intellekt? » Euch, Massen, Menschen, Konzepte, iTunes, Facebook » netzmilieu |  22.11.2011 | 22:55 | permalink  

    [...] kam die Idee der “Verlegerpauschale”, zu der Mario Sixtus alles gesagt hat (“Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?”). Jetzt weist Richard Gutjahr in einem sehr lesenswerten Artikel (“Eure Doppelmoral kotzt [...]

  196. Ibbtown.com » Guten Morgen |  02.02.2012 | 21:23 | permalink  

    [...] Sixtus schreibt bei Carta über das geforderte Leistungsschutzrecht von [...]

  197. Schwarz-Gelb: Das #Leistungsschutzrecht kommt « The Dead Cat Bounce |  04.03.2012 | 23:09 | permalink  

    [...] zum LSR finden sich u.a. bei Netzpolitik.org oder den Bloggern/Journalisten Stefan Niggemeier, Mario Sixtus und Vera Bunse. Ein Pro & Contra zum Leistungsschutzrecht hat auch die „Initiative gegen [...]

  198. Impactsuspect » “Leistungsschutzrecht” kommt nun scheinbar doch |  05.03.2012 | 00:13 | permalink  

    [...] und fundierteres zu dem Thema findet ihr bei Netzpolitik und Kaffee bei mir. Ausserdem ist dieser ältere Rant von Sixtus noch zu erwähnen. Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | [...]

  199. Erkauft sich die Koalition durch das Leistungsschutzrecht gute Schlagzeilen? | Henning Tillmann |  05.03.2012 | 00:14 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? (Mario Sixtus auf carta.info) [...]

  200. Guttenberg-Galaxis gegen Google » Computer, Szene » Hightech und Blech |  06.03.2012 | 16:55 | permalink  

    [...] gegen das Leistungsschutzgeld. Für Sixtus und andere ist es auch eine Frage der Ehre, das Leistungsschutzgeld abzulehnen. Als angemessene Reaktion könnte Google die Angebote der großen Verlage aus dem Index [...]

  201. Der Wahnsinn Leistungsschutzrecht - und warum ich nicht mehr auf Verlage verlinke |  19.06.2012 | 08:48 | permalink  

    [...] Halten wir für Einsteiger einmal fest, worum es hier geht. Die sterbende Industrie der Zeitungsverlage fordert seit langem eine Beteiligung an Personen, Autoren, Institutionen oder Unternehmen, die sie zitieren – sei es automatisch oder von Hand. Es ist eine Art Kohlepfennig unserer Zeit, dieses Leistungsschutzgeld, wie Mario Sixtus es nennt. Vollkommen richtig fragte er die Verlagslobby: “Habt ihr überhaupt keinen Stolz?” [...]

  202. Das Leistungsschutzrecht simulieren? | agenturblog.de |  19.06.2012 | 11:55 | permalink  

    [...] einfordern, unterstützen oder gar umzusetzen gedenken, einfach einzustellen. Komplett. Verleger, geht´s noch? [...]

  203. Markus |  19.06.2012 | 13:06 | permalink  

    Verstehe ich das richtig: Google = gut, Verlage = böse?
    Aha, klar.

    Ansonsten kann ich Theo zustimmen, und noch einen Aspekt hinzufügen:
    Menschen lesen unbewusst hauptsächlich Artikel / Texte, die Ihre Meinung bestätigen (http://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler)

    In einer fiktiven Zukunft, in der es keine Verlage (und TV-Sender und Printmedien) mehr gibt, und das Internet komplett anarchisch ist (wie es wohl vielen Bloggern und Netzaktivisten vorschwebt), ist jeder Mensch in seiner eigenen kleinen Welt gefangen, die er sich durch die Blogs, die seine Meinung unterstützen, zusammengebastelt hat.

    Die Forderung “Verlage raus aus dem Internet” ist wohl das dümmste, was ich je gehört habe. Aber sie passt: Wenn man den Bestätigungsfehler zugrunde legt, bewegen sich alle Blogger wohl mittlerweile in einer eigenen Parallelwelt, in der die eigene Meinung uneingeschränkt richtig ist, wobei die Mauern um sie herum naturgemäß immer stabiler werden. Super Sache!

  204. Nics Bloghaus | Leistungsschutzrecht: Deutschland schaltet sich ab |  19.06.2012 | 13:39 | permalink  

    [...] Mario Sixtus: Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn über­haupt kei­nen Stolz? [...]

  205. Arne Babenhauserheide |  19.06.2012 | 16:21 | permalink  

    @Markus: Du siehst hier einen wichtigen Effekt nicht: Die meisten Leute kennen viele ihnen ähnliche und einige sehr unähnliche Leute. Dadurch ergibt sich eine effizientere Strukturierung: Small World. Die ermöglicht das effizientes Routing von relevanten Informationen – auch in einem sozialen Kontext. Verlage sind also nicht nötig, um die Selbstbestätigung zu durchbrechen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen

    Denn Blogs bestätigen nicht immer *nur* die eigene Meinung: Jeder bringt da einen Teil seiner eigenen Ideen mit ein. Und jeder kennt ein paar ganz andere Leute.

    Und wer sagt denn Verlage raus aus dem Internet? Die sollen gerne drin bleiben. Sie sollen nur nicht erwarten, dafür bezahlt zu werden, dass jemand ihre Werke empfiehlt.

  206. Dominik Schmidt {do-s} – Ein Gespenst geht um: Das Leistungsschutzrecht |  19.06.2012 | 19:17 | permalink  

    [...] unterschreibe hiermit den offenen Brief von Mario Sixtus. Mit Ausnahme der Aussage, dass Leser kein Geld für die Angebote ausgeben [...]

  207. Volker König » Blog Archiv » (Leistungsschutz)Gerechte Strafe [Update 2] |  20.06.2012 | 09:53 | permalink  

    [...] ihnen den meisten Traffic ins Haus spülen. Aber das hat Mario Sixtus schon längst mit deutlicheren Worten gesagt. Daniel Schultz bringt es auf den Punkt: Schon heute habe die Verlage über eine von Google [...]

  208. Carlos Camorra |  23.06.2012 | 14:32 | permalink  

    Zukunft der Verlagshäuser?

    Jedes Internetangebot lebt doch ausschließlich über den Traffic! Es ist das Blut in den Adern eines jeden Internetangebotes!! Ohne Traffic keine Aufmerksamkeit, ohne Aufmerksamkeit keine zahlenden Werbekunden/ Abokunden. Jetzt hierfür Geld verlangen zu wollen ist absurdum!! Das wäre als wenn ich von facebook Geld dafür verlangen würde, das Sie mir die kostenlose Möglichkeit zur Verfügung stellen, das ich mit meinen Freunden in Kontakt treten und neue Freunde finden kann???

    Verständnis für die Initiatoren!

    Natürlich verstehe ich auch, das grade die großen Verlagshäuser ein zunehmendes Finanzierungsproblem bekommen/ bzw. längst schon haben! Sie haben immense Fixkosten für z.B. große Verlagsgebäude (teilweise sogar richtige Glaspaläste) eine Schar von Festangestellten etc. etc. das alles muss bezahlt werden – ist klar. Gleichzeitig verlagert sich der Informationskonsum immer mehr ins Internet und immer mehr Menschen wollen/kaufen keine papierbasierten Informationsangebote (was ja auch Klasse für die Umwelt ist – so mal am Rande:-)

    So wie es mir scheint, haben die Initiatoren des LSR aber wohl bisher keinen wirkliche Strategie gefunden Ihr altes Unternehmensmodel (Zeitungsverlag) fit zu machen für diese Veränderung im Informationskonsum. Anders kann ich mir so ein Gesetzentwurf der besagt:
    “Wenn Du für mich kostenlos Werbung machst – Musst DU dafür aber auch bezahlen”
    erklären.

    Wird das LSR die Verlage retten?

    Meine Meinung ganz klar NEIN! Es wird dazu führen (wie jetzt schon zusehen) das einfach auf die Verlinkung der Onlineangebote dieser Initiatoren verzichtet wird, was zu einem empfindlichen Traffic Einbruch führen wird, dass sich wiederum logischerweise auch auf die Werbeeinnahmen des Portals auswirken wird. Letztendlich muss sich jedes privatwirtschaftliche Unternehmen einem veränderten Markt anpassen. Sollte dieses nicht gelingen, ist es dann vielleicht halt an der Zeit die Reißleine zu ziehen? Das wird dann Arbeitsplätze kosten, das ist zwar bedauerlich, aber wohl unumgänglich? Denn den zig tausenden Schlecker angestellten hat auch niemand geholfen? Oder gibt es jetzt eine Kosmetik Nutzungsgebühr?

    Was wird das Ergebnis des LSR sein?

    Die Verlage werden leer ausgehen, Traffic verlieren und unterm Strich NICHTS! erreichen. Die entstehende Informationslücke wird schnell & gerne durch gute Blogger & freie Journalisten besetzt werden, die sich über den Traffic von Google und der Netzgemeindschaft freuen werden und Ihren Content durch Werbung und eigene Bezahlangebote und Dienstleistungsangebote finanzieren.

    Auch die öffentlich rechtlichen werden mit Sicherheit gerne die Informationssuchenden aufnehmen :-). Google wird meiner Meinung nach NIEMALS dafür zahlen das Sie eine Textvorschau in den Suchergebnissen anzeigen dürfen, sondern sich einfach andere neue Quellen suchen (ganz einfach nach dem Prinzip everybodys darling is good for Google)

    Und die Lorbeeren der Bundesregierung? Mehr Innovationskultur? Mehr Wissensarbeiter?

    Warum so ein Gesetz, das unserer Informationsgesellschafft nur schadet? Der eigentliche wirkliche Schaden der dabei für die Deutsche Informationskultur im Netz entstehen wird ist der, das die Menschen Angst haben werden Informationen mit anderen zu teilen bzw. Sie an Ihren Entdeckungen teilhaben zu lassen, weil Sie befürchten müssen das raffgierige Abmahnanwälte und große (Millionenschwere!) Verlagshäuser Sie zur Kasse beten werden, weil diese sich nicht wissen anders zu finanzieren….

    Leistungsschutzrecht zum Wohle des Standortes Deutschland oder eher Gefälligkeit für ein paar Initiatoren, den es an alternativen mangelt?

  209. Leistungsschutzrecht: abgeschwächter Blödsinn bleibt trotzdem noch Blödsinn — 48techblog |  31.07.2012 | 15:51 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? [...]

  210. Wochenrückblick? Ach was: Jahresrückblick 2010-2012! « Sikks Weblog |  06.10.2012 | 18:15 | permalink  

    [...] Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz? — CARTA [...]

  211. Contra: Leistungsschutzrecht für Presseverlage | HLCI Kontrovers |  17.12.2012 | 19:03 | permalink  

    [...] von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.“ So beschreibt Mario Sixtus in seinem offenen Brief an die Verleger deren Forderung nach einem LSR. Und damit trifft er den Nagel auf dem Kopf: Allein [...]

  212. Pro/Contra: Leistungsschutzrecht für Presseverlage | HLCI Kontrovers |  20.12.2012 | 19:45 | permalink  

    [...] von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.“ So beschreibt Mario Sixtus in seinem offenen Brief an die Verleger deren Forderung nach einem LSR. Und damit trifft er den Nagel auf dem Kopf: Allein [...]

  213. # dominik schmidt – Ein Gespenst geht um: Das Leistungsschutzrecht |  02.07.2013 | 18:17 | permalink  

    [...] unterschreibe hiermit den offenen Brief von Mario Sixtus. Mit Ausnahme der Aussage, dass Leser kein Geld für die Angebote ausgeben [...]

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