In eigener Sache: Carta stellt sich neu auf

Carta wird sich in den nächsten Monaten neu aufstellen - mehrere Varianten kommen in Frage.

Einigen Lesern von Carta ist vielleicht schon aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen weniger auf Carta geschrieben habe. Dafür gibt es einen Grund: Nach zwei Jahren intensiver Aufbauarbeit bei Carta ist für mich die Zeit gekommen, mich wieder verstärkt meiner Tätigkeit als Berater zuzuwenden und mich aus der operativen Führung von Carta zu verabschieden. Selbstverständlich werde ich Carta als Autor erhalten bleiben.

Carta wird sich daher in den nächsten Monaten neu aufstellen – sowohl organisatorisch als auch technisch. Wir denken im Kreis der Herausgeber über neue Format-, Vermarktungs-, Finanzierungs und Aggregationsmodelle nach. Dabei ist neben Wolfgang Michal, Matthias Schwenk und mir auch Christoph Kappes zum Kernteam gestoßen. Zudem steht uns Lorenz Lorenz-Meyer zur Seite. Gemeinsam eruieren wir, wie wir Carta als unabhängige Plattform nachhaltig weiterentwickeln können.

Dabei kommen, so scheint mir, im Kern drei Varianten in Frage:

  • Carta könnte einerseits nach dem Prinzip des Hub-and-Spoke-Systems mit Redaktionsassistenz weitergeführt werden – bräuchte dafür aber wohl ein verstärkt auf Sponsoring oder optimierte Vermarktung setzenden Geschäftsmodell (da Werbung & Flattr/Kachingle allein unseren Aufwand bis heute nicht tragen). Denkbar wäre auch, bei der Redaktionsstelle verstärkt auf Nutzerspenden zu setzen.
  • Carta könnte sich verstärkt auf die technische Aggregation relevanter Inhalte konzentrieren – ergänzt um eigene Autorenbeiträge.
  • Carta könnte sich darauf fokussieren, die Texte einiger weniger Kernautoren in unregelmäßiger Reihenfolge und mit geringerer Schlagzahl als heute zu veröffentlichen.

Klar ist: Keiner dieser Ansätze ist eine einfache Lösung. Der Abschied vom alten Carta-Operationsmodus fällt schwer. Carta braucht jedoch eine neue Konzept- und Finanzierungsrunde. Wir werden unsere Ansätze hier im kommenden Jahr  konkreter präsentieren und zur Diskussion stellen.

Bis dahin bleibt mir ein großer Dank an Autoren und Leser für den so wertvollen Austausch der letzten zwei Jahre und beste Wünsche für die Vorweihnachtszeit.