Bloggen Frauen anders? [Update]

| 27.08.2010 | 3 Kommentare

Politik.de fragt in seiner Blogschau: "Ist es sinnvoll, in einem Medium, in dem Geschlechterdefinitionen weitaus fließender sind als in der realen Welt, in Kategorien wie „männliche Blogs“ und „weibliche Blogs“ zu denken?"

Im November letzten Jahres trat Anne Roth eine seitdem andauernde Debatte über den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Bloggern los. Den Faden nimmt politik.de nun in einer Blogschau unter dem Gesichtspunkt ‘politische Bloggerinnen’ auf:

Tatsächlich erstaunen die meisten dieser Thesen über die „weibliche Blogosphäre“. Einerseits sind Frauen doch im realen Leben die sozialen Netzwerker, die mit den Softskills und der sozialen Kompetenz. Soziale Netzwerke im Internet werden bereits jetzt schon quantitativ stärker von Frauen genutzt, obwohl deren Gesamtanteil an Internetnutzern geringer ist.

Andererseits scheinen die Thesen viel mehr Geschlechterunterschiede zu verfestigen, indem die Gründe für die geringe Sichtbarkeit weiblicher Blogs über Technik und Politik in klassischen Rollenmodellen gesucht wird.

Die Frage ist, ob es sinnvoll ist in einem Medium, in dem Geschlechterdefinitionen weitaus fließender sind als in der realen Welt, in Kategorien wie „männliche Blogs“ und „weibliche Blogs“ zu denken.

Update: In meinem Blog habe ich dazu noch einen Kommentar geschrieben:

In Ich! Ich! Ich! habe ich im Januar eine Art persönlicher Bilanz gezogen. Darin kam ich zu dem Schluß, daß Klappern, also die Erzeugung von Aufmerksamkeit, wichtig ist, um in der Blogwelt wahrgenommen zu werden. Diese Wahrnehmung ist wiederum wichtig, um Dinge, die mir am Herzen liegen, zumindest zur Diskussion zu stellen.

Mein persönliches Ziel ist es dabei, andere Menschen zum Nachdenken über die Wichtigkeit der Vernetzung und des gemeinsamen Eintretens für bestimmte Sachverhalte zu bewegen – weil das Internet eine nie dagewesene Möglichkeit des Publizierens und des tätig werdens darstellt.

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