Facebook-Alternative Diaspora startet am 15. September

Von Diaspora erhoffen sich einige, dass es als "verteiltes soziales Netzwerk" geschlossene Plattformen wie Facebook ablöst. In zwei Wochen sollen Nutzer es erstmals ausprobieren können.

Die Entwickler des Open Source-Netzwerks Diaspora möchten in etwas mehr als 2 Wochen ihren Programmcode veröffentlichen und damit offiziell starten. Als Facebook-Alternative soll das Projekt Selbstbestimmung über die eigenen Daten und eine Dezentralisierung des Netzes ermöglichen sowie den großen Kritikpunkte an Facebook und anderen sozialen Netzwerken, die Geschlossenheit des Systems, vermeiden.

Ein Prinzip des „privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network“ ist, dass es keine zentrale Plattform gibt, sondern jeder sein eigenes Profil (genannt „Seed“) auf einem eigenen Server aufsetzen kann. So könnten beispielsweise Vereine eigene Diaspora-Server erstellen und ihren Mitgliedern diese als Service anbieten. Als nächste Diaspora-Entwicklungsstufe hofft das Team, eine Plattform ähnlich der WordPress.com-Plattform anbieten zu können, auf der sich Nutzer ohne eigenen Server Profile erstellen können.

Die Vollzeit-Entwicklung von Diaspora war laut Mashable ursprüglich nur als Sommerprojekt geplant, das den Code lauffähig veröffentlichen wollte, so dass dieser dann von anderen verbessert und erweitert werden könnte. Mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform Kickstarter haben die Entwickler dafür innerhalb weniger Tage die erforderlichen Spenden gesammelt.

In ihrem Blog kündigen sie nun an, dass sie Diaspora langfristig betreuen werden:

We aren’t going to stop working after we release. Ilya and Raphael are taking leave from NYU, and we will continue to develop and maintain Diaspora as a long term project. We have shifted our development timeline accordingly, and the first release will be the beginning of something great, not a finished summer project.

Wie die weitere Finanzierung dafür aussehen könnte, schreiben sie jedoch noch nicht.

Einer der Entwickler, Maxwell Salzberg, wird Diaspora außerdem am 4. September auf der Ars Electronica (Programm) in Linz vorstellen.

Session „Open Source Life III: Repair Society“
Creating Diaspora
Maxwell Salzberg (US), programmer, started building a distributed social network dubbed „Diaspora.“

Mehr zu Diaspora auf Carta:

Daniel Leisegang: Facebook-Alternative Diaspora: Die Freiheit liegt in der Verstreuung

(via Mashable)