So wirbt Google in Print-Anzeigen für Street View

Ab Donnerstag wirbt Google Deutschland mit Print-Anzeigen für Street View. In den Anzeigen fehlt jedoch ein Hinweis auf einen Starttermin und eine Post-Adresse für Einsprüche.

Ab Donnerstag wirbt Google mit Print-Anzeigen um Verständnis für Street View. Es ist die erste Kampagne von Google Deutschland außerhalb der Fachpresse.

Die Kampagne mit dem Titel „5 Fragen zu Google und Street View“ werden ausschließlich in Print-Titeln geschaltet – womit vor allem auch skeptische Wenig- und Nichtnutzer des Internets erreicht werden sollen. Die erste Anzeige erscheint am Donnerstag im Stern (etwas versteckt auf den Seiten 40 und 41). Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine und Regionalzeitungstitel werden folgen.

Die Anzeige sieht folgendermaßen aus:

Die Google-Print-Kampagne im Stern: "Manche glauben, dass wir persönliche Daten oder Adressen sammeln, um diese zu verkaufen." (Zum Vergrößern anklicken).

(Größere Version auch bei Scribd)

Die fünf Fragen zu StreetView lauten:

  1. Was genau macht Google eigentlich?
  2. Womit verdient Google sein Geld?
  3. Was genau ist Street View?
  4. Wozu brauche ich Street View überhaupt?
  5. Inwieweit berührt Street View meine Privatsphäre?

Der Anzeigentext entspricht exakt den Fragen und Antworten, die auch auch schon auf der Street View-Website stehen. Auch die Stadtansichts-Ästhetik nutzt Google auf beiden Plattformen.

Google beteuert in dem Anzeigentext noch einmal, dass das Unternehmen keine persönliche Daten sammele, um diese anschließend zu verkaufen. Das Street View refinanziere sich durch gesponserte Links und biete keine Live-Bilder.

Einen geplanten Starttermin für Street View nennt Google in der Anzeige nicht – auch keine Post-Adresse für Einsprüche. Genannt wird lediglich die Adresse der Website Google.de/Streetview für weitere Informationen. Proteste von Datenschützern auf das Anzeigenmotiv sind somit fast schon vorprogrammiert.

Die Online-Kampagne zu Street View wird hingegen „Beautiful Places“ heißen und den Dienst beispielhaft anhand städtischer Panoramen vorstellen. Die Galerie dazu hier.

Siehe auch zu dem Thema auf Carta:

Sowie das Video: