Flipboard und der Leistungsrechtsschutz, äh, Rechtsleitungsschutz…

Ein geplantes Gesetz ist schon (fast) ein Gesetz. Zumindest, wenn es um das Leistungsschutzrecht und den Bundesverband Deutscher Zeitungsverlegen geht. Matthias Spielkamp mit einem Fundstück von der dpa.

Matthias Spielkamp kommentiert im Immateriblog die dpa-Meldung der Verleger zu “Flipboard“. Die Verleger haben ja bekanntlich Schwierigkeiten ihre Forderung nach einem Leistungsschutzrecht nachvollziehbar zu begründen. Spielkamp:

Jetzt aber setzen die Verleger noch eins drauf, und ihre Dreistigkeit ist geradezu bewundernswert. Das Handelsblatt veröffentlichte (online) eine Meldung der dpa, in der über Flipboard berichtet wird, zu dem die “Zeitungsverleger die Frage nach dem Urheberrecht aufgeworfen” sehen. Was es genau bedeutet, dass sie diese Fragen aufgeworfen sehen, erfährt man aus dem Artikel nicht. Das wäre auch zu viel verlangt, denn es würde bedeuten, dass die Verlage diese rechtlichen Probleme benennen könnten. Aber auf die Idee, danach mal zu fragen, kommt man bei der dpa offensichtlich nicht.

Muss man aber auch nicht, denn für klare Verhältnisse sorgt ja demnächst das Justizministerium. Obwohl, was heißt schon demnächst? Bei den Verlagen geht man offenbar davon aus, dass das Leistungsschutzrecht bereits Realität ist. Wie sonst wäre der folgende Satz zu erklären:

Das erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Donnerstag zu einer Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. “Für die Anbieter dieser Inhalte im Internet sind allerdings Fragen des Urheberrechts und des Leistungsrechtsschutzes zu klären.”

Weiterlesen…