Martin Oetting

“Die Macht darf nicht mit Facebook sein.” – Ein persönlicher, romantischer Essay.

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Die Macht steckt in uns allen. Oder wollen wir, dass unser Web beaufsichtigt wird von Jedi-Rittern, die unsere Regeln festlegen – ohne dass wir wirklich wissen, wie dunkel die Seite ist, auf der sie stehen? – Der Preis, den wir für Facebook zahlen, ist zu hoch.

18.05.2010 | 

Ich bin spät dran mit dem Web. Als die heutigen Webheads in den 80ern mit Atari oder C64 lustige Dinge gecodet haben, habe ich mich für E-Gitarren interessiert – aus Holz! Ich habe davon geträumt, Luke Skywalker zu sein, mit mythologischer Geheimniskrämerei und ausgestattet mit der „Macht“. Langweilig erschien mir dagegen Star Trek, wo man always online dank Datenanalyse und Debatte fiktive Zukunftsprobleme gelöst hat.

Das erste Mal war ich 1994 online, habe ein wenig auf Yahoo rumgeklickt, das Ganze aber nicht wirklich verstanden und drum wieder sein lassen. Meinen ersten eigenen PC bekam ich 1995 – mit 23! Er war zu 99% Offline-Arbeitsgerät für’s Studium. 1998 fing ich erst an, richtig zu emailen. Ende 1998 habe ich mir ein wenig HTML beigebracht und vorsichtig meine erste eigene Domain reserviert, um um die Jahrtausendwende ein wenig mit einer eigenen News-Site zu experimentieren. Richtig zu bloggen begann ich erst 2005. Ich habe noch nie IRC benutzt. Ich kam zu Twitter ein Jahr nach „allen anderen“. RSS habe ich bis heute nicht richtig verstanden. Mit anderen Worten: ich musste das, was unser Web so wunderschön macht, in den letzten Jahren „hinterher entdecken“.

Langsam begriff ich, welches Karma in einem Link steckt. Wie viel Schönheit sich in einem Stück Code verbergen kann. Lawrence Lessigs “Free Culture“-Vortrag habe ich erst im Netz gesehen, als er ihn schon lange nicht mehr gehalten hat. Schritt für Schritt und ganz langsam habe ich erkennen gelernt, wie die gefühlte und oft auch gelebte Anarchie des Internets einen intellektuellen Reichtum schenken kann, der euphorisierend ist. Ich musste erst lachen und dann grübeln, als ich David Weinberger bei der Konferenz EuroBlog in Brüssel vor einigen Jahren sagen hörte: „If I could, I would have children with the Internet.“

Dann kam #zensursula. Und spätestens jetzt habe ich verstehen – besser vielleicht: fühlen – können, dass es viel weiter geht: dass Macht in uns allen steckt. Die Macht der vielen, die entdecken wollen, gegen die anderen, die aus Angst kontrollieren, beengen, kaputtmachen wollen. Ich konnte erleben, wie das, was eine Weile lang ein Biotop vernetzter Geeks war, so viel mehr sein kann – so viel mehr werden wird. Ich habe begriffen, dass wir es wirklich mit einem gesellschaftlichen Wandel zu tun haben, dem man sich nicht entziehen darf.

In den letzten Monaten aber hat sich meine freudige Entdeckerstimmung gewandelt. Eine fast verdeckte kleine Trauer hat sich beigemischt. Weil immer mehr digitale Vielfalt und Buntheit von einem einzigen Unternehmen assimiliert scheint, welches fast die Hälfte der globalen Web-Nutzerschaft zu seinen Mitgliedern zählt. Und dadurch viel Austausch, Diskussion und Kommunikation, die sonst im weiten Netz mittels offener Standards abgelaufen sind, auf seine Server und unter das Dach seiner wirren Regeln zieht. Natürlich hat Facebook unzähligen Menschen die Augen dafür geöffnet, was man im Web so alles machen kann. Aber mir scheint der Preis, den wir dafür zahlen, zu hoch. Nicht allein, weil wir unser Daten einem Unternehmen zur Verfügung stellen, das nach eigenem Bekunden unser aller Privatsphäre als ein Ding der Vergangenheit betrachtet.

Sondern vor allem, weil dieses Unternehmen dann, wenn es so weitergeht wie bisher, eine entscheidende Kontrollinstanz im Netz wird, die ganz ungeniert unseren Email-Austausch zensiert, oder entscheidet, wer was darf und wer nicht. Das aber läuft dem Geist des Webs, so wie ich es kennen, verstehen, lieben gelernt habe, in schärfster Weise zuwider. Es hebelt die Prinzipien aus, die das Web zu dem gemacht haben, was es heute ist – ein offener Marktplatz der Ideen, den niemand ganz allein beherrschen kann, in dem aber fast jede Idee ihre Chance bekommt. Eher still vor mich hin, mehr im Hinterkopf, habe ich den drohenden, schleichenden Verlust einer großen Idee gefürchtet: dass man absolut niemanden um Erlaubnis fragen muss, wenn man im Web eine große oder auch ganz kleine Sache machen will.

Dann kamen die vergangenen zwei Wochen. Der Orkan war nicht mehr zu überhören – laute Stimmen gaben den Gedanken, die bei mir eher still waren, vehementen Ausdruck. Sie machten daraus Zorn. Es scheint immer mehr Kommentatoren zu geben, die der Öffentlichkeit vermitteln wollen, dass das wahre größte Social Network unseres Planeten eben nicht Facebook ist – sondern das Web selbst. Und dieser Sturm macht Spaß! Die Vorstellung begeistert mich, dass wir vielleicht doch nicht gedankenlos unter das blaue Dach ziehen, sondern dass die Macht der Vielen das Web auch künftig bestimmen wird. Dass wir gemeinsam verlinken, vernetzen, probieren, einbetten, hochvoten, coden, konstruieren, ignorieren, entdecken und testen werden – ohne, dass eine Autorität sagt, was erlaubt ist und was nicht.

Was ist das wirklich Störende an den Jedi-Rittern? Dass man keiner werden kann, nur weil man möchte. Man muss dazu geboren sein; man muss die Gene in sich tragen. Selbst wenn Han Solo gewollt hätte – nie hätte er lernen können, ein Lichtschwert schwingend und 20 Meter durch die Luft fliegend fünf Gegner zugleich außer Gefecht zu setzen. Die Macht der Jedi-Ritter ist ungleich verteilt und der Zugang zu ihr hängt von den Ahnen ab. Wollen wir, dass unser Web beaufsichtigt wird von Jedi-Rittern, die unsere Regeln festlegen – ohne dass wir wirklich wissen, wie dunkel die Seite ist, auf der sie stehen?

Das Web soll anders sein. Hier soll jeder Zugang zur Macht haben, sich auf sie einlassen und sie verstärken können. Der Zugang zum Web wird besser, wertvoller, stärker, je mehr Leute an ihm mitwirken und sich beteiligen – nach Regeln, die nicht wenige, sondern wir alle festlegen.

Daher werde ich in den nächsten Wochen mein Profil zwar nicht löschen, meine Aktivität auf Facebook jedoch langsam aber sicher herunterfahren. Ich werde den Leuten, die mich über Facebook kontaktieren, künftig höflich vorschlagen, dass sie doch vielleicht einen anderen Weg wählen. Ich werde mich weiter auf die vielen anderen Kanäle stützen, mit denen ich ebenso gut oder besser Austausch und Bekanntschaften pflegen kann. Ich werde nichts mehr “liken”, stattdessen werde ich furchtbar viel einfach mögen und dann vor allem flattrn. Es kann sehr wohl sein, dass ich in einem Jahr diesen Entschluss revidieren muss. Falls es mich dann zum absoluten Außenseiter macht, wenn ich nicht mehr auf Facebook an den Diskussionen dort teilnehme. Oder falls sich an der gesamten Lage substanziell etwas geändert haben sollte. Aber solange es weder nach dem einen noch nach dem anderen aussieht, nutze ich lieber andere Wege.

Obi-Wan Kenobi und Yoda sind sich einig, wenn sie über Luke Skywalker grübeln: „Die Macht ist stark in ihm.“ Würden sie die vernetzte Webgemeinde diskutieren, dann würden sie hoffentlich sagen:

„Die Macht ist stark in ihnen.“

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CARTA Kaffeekasse

30 Kommentare

  1. Thomas Wiegold |  18.05.2010 | 19:47 | permalink  

    Jetzt bloß nicht den “Gefällt mir”-Button drücken…

    Gefällt mir. Und ich erinnere mich gern daran (so lange ist das nun auch wieder nicht her!), dass wir uns alle über unsere Blogs vernetzten und E-Mails schrieben. Und selber entschieden, wer was wo auf unseren Seiten posten kann und mit wem wir in einer Kommunikationsbeziehung standen…

    Könnte ja wieder kommen.

  2. Zeras Soup |  18.05.2010 | 20:51 | permalink  

    „Die Macht ist stark in ihnen.“ – Ein persönlicher, romantischer Essay. — CARTA…

  3. Dave |  18.05.2010 | 21:35 | permalink  

    Ich könnte mich irren, aber man bringt offenbar gerne das Internet mit dem “gesellschaftlichen Wandel” in Verbindung. Mich würde zunächst interessieren, wie dieser Wandel genau aussieht, und welcher Gesellschaftsbegriff da zugrunde gelegt wird.

    Außerdem möchte ich anmerken, dass alle Angebote, die wir jeden Tag im Internet nutzen, in privater Hand sind. Wenn Facebook deine Mails nicht zensiert, dann macht das vielleicht GMX, web.de, oder eben das Unternehmen, welches dir deine Email-Adresse zur Verfügung stellt. Oder vielleicht macht es ja auch die Telekom, o2, Vodafone oder ein anderer Provider.

    Ich finde es ja generell gut, seine Privatsphäre beschützen zu wollen, aber ich halte es für falsch, nur Mega-Konzerne wie Google oder Facebook zu beschuldigen, ebendiese zu missachten. Geben wir’s doch zu: Wir haben keine Ahnung, was mit unseren Daten im Internet passiert. Egal, wo wir sie hinterlassen. Man sollte nicht vergessen, dass das Internet keine alternative Realität ist, die irgendwo in anderen Sphären vor sich hinwabert. Das Internet besteht aus Daten, die sich auf Speichermedien befinden, die irgendwem gehören. Immer. Egal, was wir dort treiben.

  4. Markus Jakobs |  18.05.2010 | 22:11 | permalink  

    huch, jetzt habe ich beides gedückt Flattr und Like :D

  5. Tobias Barth |  19.05.2010 | 02:49 | permalink  

    @Dave: Email ist keine Plattform, sondern ein Standard. Jeder kann seinen eigenen Mailserver aufsetzen, jeder kann mit minimalem Aufwand innerhalb von Sekunden eine Adresse bei einem neuen (nicht “zensierenden”) Anbieter einrichten und wieder an der Kommunikation teilnehmen, als sei nichts geschehen. Man kann seine Art, Email zu nutzen, so verschlüsseln oder verschleiern, dass für Lauscher nicht einmal mehr erkennbar ist, dass es sich um Email handelt. Wenn Facebook Nutzer ausschließt oder Kommunikationsarten, -inhalte oder -partner privilegiert bzw. benachteiligt/unterbindet ist Sense. Es gibt keinen anderen, geschweige denn unzählige andere Anbieter wie Facebook, über die man Zugang zur gleichen Kommunikation, zu den gleichen Teilnehmern hat.
    Es kommt nicht darauf an, ob Kommunikationsmittel in privater Hand sind, sondern ob es Monopole sind.
    In diesem Artikel geht es auch nicht um Verletzung von Privatsphäre, sondern um Gatekeeper, die vorschreiben wollen, wie wir, ob wir kommunizieren, d.h. die alleinige Macht über die Regelsetzung beanspruchen.

    @Martin Oetting: Ich kann vieles aus dem “romantischen Essay” nachfühlen. Auch das leichte Spätzündertum, das das unsanfte Erwachen aus dem Traum oder zumindest dessen Gefährdung um so schmerzhafter bewusst werden lässt. Ich war glücklicherweise nie bei Facebook. Meine Verbindungen im Netz laufen schon immer über andere Wege, so dass ich das “blaue Dach” nie nötig hatte.

  6. Martin Oetting |  19.05.2010 | 07:24 | permalink  

    @Dave Tobias hat’s perfekt zusammengefasst: “Es kommt nicht darauf an, ob Kommunikationsmittel in privater Hand sind, sondern ob es Monopole sind.” Genau darum geht’s. Wenn ich lese, dass es bei Facebook Filter gibt, die bestimmten Mailcontent verbieten, oder dass manche User einfach von der Plattform geworfen und gelöscht werden, weil sie Dinge posten, die Facebook nicht gefallen, wird mir übel – in Anbetracht der Wachstumsraten und der “Konzentrationswirkung” von Facebook. Wäre es einer von vielen Anbietern, wäre mir das völlig egal.

    Aber natürlich machen wir alle gemeinsam Facebook zum Monopol, nicht Facebook sich selbst. Darum können wir auch nur gemeinsam der Entwicklung entgegenwirken.

  7. off_the_record |  19.05.2010 | 13:34 | permalink  

    Ein wenig fühle ich mit dir. Dann aber doch anders. http://off-the-record.de/2010/05/18/wenn-die-blogger-trauer-tragen/

  8. Angelegenheiten - Örgs it through the gift shop |  19.05.2010 | 14:30 | permalink  

    [...] und Datenschutz), aber beim Umgang mit Facebook bleibe ich doch lieber pragmatisch statt romantisch zu werden. Auf der anderen Seite kann ich nicht verstehen, wie man so reflexhaft für Google in die [...]

  9. Lena |  19.05.2010 | 15:05 | permalink  

    Mir hat das Realistische an dem Beitrag gefallen, dieses “ich lösche das Profil zwar nicht, fahre aber meine Aktivitäten runter, und dann sehe ich mal, was passiert”. Und ich wäre gespannt, wie das bei dir weitergeht, auch in Bezug auf Reaktionen derer, mit denen du dort vernetzt bist.

    Es ist m.E. ähnlich wie bei Google – dort bezahlen wir eben auch mit unseren Daten für Suchergebnisse, Picasa, Docs, Maps & Co. Und der Preis ist langsam verdammt hoch.

    Ich hoffe sehr, dass das mediale Hochkochen dieses Themas dafür sorgt, dass endlich ein Bewusstsein für die Datenproblematik entsteht – und zwar vor allem bei denen, die das Internet vor allem nutzen, ohne sich intensiv Gedanken darüber zu machen

  10. Ein Schuh für Schäuble » Genialer Essay zu Facebook und dem offenen und freien Internet | |  19.05.2010 | 17:11 | permalink  

    [...] “Die Macht darf nicht mit Facebook sein.” – Ein persönlicher, romantischer Essay. Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 16:11 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie kurz Gepostet abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden. [...]

  11. Martin Oetting |  19.05.2010 | 18:34 | permalink  

    @Lena Wenn es bemerkenswertes an Rückmeldungen (oder Erlebnissen) zu berichten gibt, mache ich das. Aber wie gesagt: mir geht es weniger um die Datenproblematik – da finde ich, dass jeder einfach entscheiden muss, was er auf Facebook veröffentlicht und speichert. Mir geht es um die Ausdünnung des wild wachsenden freien Webs gegenüber dem nicht-öffentlichen Gelände, das Facebook darstellt.

    Es ist ein wenig wie in der Offline-Welt: ganz langsam, schleichend gewöhnen wir uns daran, dass viele Orte, die wir eigentlich als öffentlichen Raum wahrnehmen, mittlerweile privatisiert sind. Und dass man sich dort eben nicht mehr so frei bewegen kann, wie man als Bürger eigentlich meint, es zu können. Hier in Berlin beispielsweise scheinen Sony Center und die Seite des Potsdamer Platz, die zur Daimler City zählt, öffentlich, sind es aber nicht. Wer dort protestieren will, sieht sich schnell mit ganz anderen Regeln konfrontiert als andere im wahrhaft öffentlichen Raum. Je länger dieser schleichende Prozess fortschreitet, desto mehr schränken wir ein, was öffentlich und allen zugänglich sein sollte.

    Und das passiert nun eben auch im Web.

  12. 5+1 vor elf (EU-Agenda, JMStV, romantische Verklärung, böses Netz) : netzpolitik.org |  19.05.2010 | 22:56 | permalink  

    [...] “Die Macht darf nicht mit Facebook sein.” (Martin Oetting) # Revanchefoul im Internet [...]

  13. 50hz |  20.05.2010 | 13:17 | permalink  

    Am besten gefällt mir Deine Einleitung zum Thema, da sie mich an meinen Weg ins Internet erinnert. Ich bin auch eher so ein Spätzünder, der erst mit einem Blog zum Immigrant geworden ist.
    Deine Analyse zu Facebook finde ich richtig und wichtig. Aber ich bin nicht so pessimistisch. Auch Facebook wird nicht die monopololige Macht erlangen, wie Microsoft sie einst hatte. Und ich ziehe daher auch andere Konsequenzen. Ich werde weiterhin liken und trotzdem flattrn.

  14. Harald |  20.05.2010 | 22:46 | permalink  

    Geht “Don’t be Evil” überhaupt im heutigen Internet mit der Währung “Persönliche Daten”? Zumindest bis ab einer gewissen kritischen Größe ist das zweifelhaft. Da muss Geld fließen – die dunkle Seite der Macht verlangt ihren Tribut.

  15. David |  21.05.2010 | 11:03 | permalink  

    Habe vor einigen Tagen meinen FB Account komplett gelöscht. Fühle mich viel freier als vorher. Kommentare anderer waren zu 98% sinnfrei und unwichtig. Ernsthafte Statusmitteilungen wurden nicht kommentiert – dafür aber die Partybilder umso mehr. Sowas füllt mich nicht aus, macht mich nicht zufriedener, verschwendet meine Zeit. Freunde auf FB waren oftmals nur entfernte Bekannte. Das Netz ist frei, wir sind es auch – ich muss mich nicht binden, wenn ich es nicht will! Willkommen im wahren Leben…

  16. Netzsoziologie |  21.05.2010 | 12:28 | permalink  

    “Ich könnte mich irren, aber man bringt offenbar gerne das Internet mit dem “gesellschaftlichen Wandel” in Verbindung. Mich würde zunächst interessieren, wie dieser Wandel genau aussieht, und welcher Gesellschaftsbegriff da zugrunde gelegt wird.” -Dave

    Die Frage finde ich auch sehr interessant und würde ihr gerne weiter nachgehen, hat jemand diesbezüglich vielleicht Literatur oder Links?

  17. langelika |  21.05.2010 | 12:56 | permalink  

    @ Netzsoziologie: Man stelle sich vor, die Gesellschaft würde sich nicht wandeln … und: Gesellschaftsbegriffe (?) – bitte sehr: Kneer, Georg (2001): Klassische Gesellschaftsbegriffe der Soziologie. München. // Kneer, Georg (2000): Soziologische Gesellschaftsbegriffe. Konzepte moderner Zeitdiagnosen. München.

    Und das sind “nur” die soziologischen Varianten und “nur” die Sammlungen, die Georg Kneer zusammengetragen hat (Sammelbände!) … von daher: Auswählen und Entscheiden und dann mal kucken, ob die Welt, so wie man sie wahrnimmt, da rein passt – oder halt eine neue Gesellschaft fordern und formulieren. Viel Spaß dabei.

    PS: Facebook – nicht drin, kein Wunsch hinein, aber dennoch ständig online – im “social network … web”. Sehe ich genauso.

  18. Netzsoziologie |  21.05.2010 | 17:49 | permalink  

    Dankeschön =)

  19. Facebook: Ist die Zeit gekommen? | Amys Welt |  22.05.2010 | 14:04 | permalink  

    [...] Nach­trag: Soeben den phan­tas­ti­schen Bei­trag von Mar­tin Oet­ting bei Carta gele­sen – der darf nicht uner­wähnt blei­ben: “Die Macht darf nicht mit Face­book sein.” – Ein per­sön­li­cher, roman­ti­scher Essay. [...]

  20. Stefan63 |  22.05.2010 | 14:38 | permalink  

    Aus dem Posting mußte ich natürlich auch in meinem Blog zitieren, denn

    … habe mich die Tage auch mit Flattr auseinandergesetzt und will es bald auf meiner Seite einbauen. Kollege Thorsten Z. prüft gerade, ob es auf Posterous geht

    … bezieht sich Martin O. auf die vielen anderen Kanäle. Das passt natürlich auch zu meinem Fledder-Posting

    … entdecke ich viele Parallelen – vom C64 bis zum immer später als Thorsten Zoerner Cyber-Junkie Verstehen, welche Technik und welches Tool gerade aus welchen Gründen in und nützlich ist

    … und – last but least – spielt Martin Oetting mit Star Wars herum und ich bin ein Fan.

    Und da übe ich auch meine Kritik, liebert Martin Oetting. Die Yedi-Ritter waren die Guten, die für Vielfalt kämpften. Das Imperium mit Darth Vader waren die, die alle knechten wollten. Man verzeihe mir diese Star Wars-Klugscheisserei :-)

  21. Facebook: Ist die Zeit gekommen? | Aktive Fachschaft Politikwissenschaft |  22.05.2010 | 15:33 | permalink  

    [...] Nachtrag: Soeben den phantastischen Beitrag von Martin Oetting bei Carta gelesen – der darf nicht unerwähnt bleiben: “Die Macht darf nicht mit Facebook sein.” – Ein persönlicher, romantischer Essay. [...]

  22. Facebook: Ist die Zeit gekommen? | Aktive Fachschaft Politikwissenschaft |  22.05.2010 | 15:33 | permalink  

    [...] Nachtrag: Soeben den phantastischen Beitrag von Martin Oetting bei Carta gelesen – der darf nicht unerwähnt bleiben: “Die Macht darf nicht mit Facebook sein.” – Ein persönlicher, romantischer Essay. [...]

  23. Amy |  22.05.2010 | 18:51 | permalink  

    Danke für diesen Beitrag, dem ich vieles abgewinnen & nur zustimmen kann! Auch die Kommentare hier zeigen, dass die Allgegenwärtigkeit Facebooks – einst der Vorteil, der viele zum eintreten in das Netzwerk überzeugt hat – sich langsam aber stetig ins Gegenteil wandelt. Plötzlich realisiert eine hoffentlich kritische Masse an NutzerInnen die Problematik hinter dem Unternehmen.

    Momentan arbeitet eine Initiative von Studierenden in New York verstärkt an einer Facebook-Alternative: Das Diaspora-Team versucht eine dezentralisierte, freie und sichere Möglichkeit der Vernetzung zu entwickeln.

    Ich bin gespannt ob aus den Vor-Sommerloch-Stürmen gegen Facebook & Co. sich tatsächlich handfeste Alternativen entwickeln – oder ob es beim Sturm im Wasserglas bleibt.

  24. helmut seethaler |  23.05.2010 | 17:13 | permalink  

    Seit vielen jahren gibt es meine texte ueberall im oeffentlichen raum, eifrig dokumentiert von behoerden aller art, die mit ueber 3.500 anzeigen meine neue,unabhaengige kunstform zu verhindern versuchten. hseethaler@gmx.at infos: @zetteldichter

  25. Martin Oetting |  24.05.2010 | 15:14 | permalink  

    @Stefan63 Mit der “Klugscheißerei” habe ich natürlich gerechnet … ;) Aber genau darum geht’s – wenn ich auf die “Argumentation” eingehe: wie sehr “gute Seite Jedi Ritter” ist Anakin Skywalker denn? Das scheint ja eine Frage der Zeit zu sein. Und der Umstände. Könnte ich mir bei Facebook ähnlich vorstellen.

  26. Kommentar |  26.05.2010 | 10:36 | permalink  

    man sollte facebook als das sehen, was es ist: eine plattform um zu verknüpfen und zu kommunizieren (wie tiefgründig sich die verbindungen und der austausch darstellen sei mal dahingestellt).

    wenn ich im sterne-restaurant essen gehe, weiß ich, dass ich nicht nackt auf dem tisch tanzen darf. im straßenverkehr ist mir bewusst, dass es eine eher schlechte idee ist, linksrum in den kreisverkehr zu fahren.

    wieviel information ich in facebook preisgebe ist meine entscheidung. das netzwerk als hoch flexibles adressbuch und als email client zu nutzen funktioniert für meine zwecke uneingeschränkt. bisher kann ich dort also sowohl lecker speisen, als auch rechtsrum im kreis ans ziel kommen – sobald das anders wird, kann ich immer noch meine “aktivität herunterfahren”.

  27. BrandNewWelt |  15.06.2010 | 11:33 | permalink  

    … Facebook sollte man so nutzen,wie es vor Jahren begann …. um mit Leuten, die man bei studium, Auslandsjahren und Weltreisen kennenlernte in Kontakt zu bleiben.
    Politische inhalte und sonstiges PR-Geblubber wirken
    auf dieser Daddelplatform doch zumeist inflationär.

    Die Verbindung von Twitterfeed und FB-Status ist eine Krankheit
    und führt bei mir zu intant defriending oder verberging.

  28. Goodbye Facebook | Off the record |  28.09.2011 | 12:03 | permalink  

    [...] schon eine Reihe beruflicher Gründe. Aber ich werde Facebook aus dem Weg gehen. Ich hätte das, so wie Martin Oetting, vielleicht schon viel früher tun [...]

  29. Inter-Borg |  02.10.2011 | 11:07 | permalink  

    [...] der "romantische Essay" von Martin Öttinger hat was. He's telling my life with his song. Jedenfalls teilweise. Ich bin nicht in allen Dingen so [...]

  30. Sei Avantgarde | deliberator.org |  15.04.2012 | 21:31 | permalink  

    [...] „Die Macht darf nicht mit Facebook sein.“ [...]

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