Robin Meyer-Lucht

Gelernter/Schirrmacher: Im Haus der algorithmischen Institutionen

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Die Diskussion mit Frank Schirrmacher und David Gelernter auf der DLD zeigte: Es geht nicht darum, ob wir algorithmische Institutionen bekommen, sondern wie wir sie aufbauen.

28.01.2010 | 

Das Panel “Informavore” auf der diesjährigen DLD ließ viele Zuhörer eher ratlos zurück – und doch halte ich das Aufeinandertreffen von Frank Schirrmacher und David Gelernter für einen ganz entscheidenden Moment, um zu verstehen, worum es in der durch “Payback” angestoßenen Algorithmen-Debatte eigentlich geht – und wie sie weitergeführt werden könnte.

Frank Schirrmacher führt darin aus, dass es ihm letztlich um die Frage gehe, wie das Verhältnis von Informationen und Nutzern in Zukunft organisiert sein werde, wie Aufmerksamkeit in Zukunft organisiert wird: “Ist es nicht die größere Veränderung in der Geschichte des Denkens, wenn diese Aufmerksamkeit nun von Algorithmen und Maschinen organisiert wird?”


DLD-Panel Informavore (Video): Welche Institutionen bauen wir eigentlich gerade?

*

Hier kann man einhaken und sagen: Gesellschaftliche Gefäße, die Informationen organisieren, kann man gut mit dem Begriff der “Institution” beschreiben. Die Gesellschaft gibt sich Institutionen wie Universitäten, Parteien, Zeitungen, etc., um die Verteilung von Informationen möglichst effizient zu organisieren, wie die Institutionenökonomik herausgearbeitet hat.

Frank Schirrmacher interessiert also letzlich, was passiert, wenn wir unsere Institutionen (teil-)automatisieren, wenn die Institutionen plötzlich anfangen zu rechnen. Was passiert, wenn die Institutionen nicht mehr allein menschlich kontrolliert werden und ihre Werte letzlich von Algorithmen verwaltet werden? Schirrmacher sorgt sich also um einen Kontroll- und Werteverlust durch Technisierung.

Passenderweise saß Schirrmacher dabei nun mit David Gelernter einem Mann gegenüber, der einmal in einem Manifest über Institutionen im Netz geschrieben hat:

Institutions Afloat In The Cybersphere

Your car, your school, your company and yourself are all one-track vehicles moving forward through time, and they will each leave a stream-shaped cyberbody (like an aircraft’s contrail) behind them as they go. These vapor-trails of crystallized experience will represent our first concrete answer to a hard question: what is a company, a university, any sort of ongoing organization or institution, if its staff and customers and owners can all change, its buildings be bulldozed, its site relocated — what’s left? What is it? The answer: a lifestream in cyberspace.

Auch David Gelernter braucht auf dem Panel etwas, bis er auf seinen eigentlichen Punkt kommt. Bei Minute 9’30 aber platzt es auch ihm heraus: “The Web makes markets, not ideas. One of the most important markets it can make, is the market in ideas. The ultimate value of the web is competition: We want the ideas to compete, so that we know which are good.”

Hiermit hat man dann fast schon einen archetypischen Gegensatz zwischen zwei Positionen, wie Institutionen aufgebaut sein sollen. Für Frank Schirrmacher sollten Institutionen vor allem von Werten angetrieben und durch Menschen organisiert sein. Für David Gelernter stellt ein freier Markt eine fast schon ideale Institution dar, um die besten Informationen auszuwählen. Dass dieser Markt noch nicht befriedigend funktioniere, sei vor allem ein Problem schlechter Algorithmen.

Beim Zusammentreffen von Schirrmacher und Gelernter wird deutlich: Man kann Algorithmen als etwas sehen, was Institutionen gefährdet – oder als etwas, was Institutionen schafft. Letztlich haben dabei beide Seiten Recht: Algorithmen sorgen gerade für beides. Es ist wichtig, das erste zu thematisieren ohne das zweite aus dem Blick zu verlieren.

Die Institutionenökonomik hat herausgearbeitet, dass sich Institutionen verändern müssen, wenn sich die Kosten der Informationsorganisation ändern. Wenn es leichter wird, Informationen zu organisieren – und genau dafür sorgen Algorithmen gerade –, dann müssen sich die Institutionen notwendigerweise mit verändern. Dies ist, wenn man so will, eine Art Grundgesetz der Institutionengeschichte. Allein deshalb werden Algorithmen das Institutionengefüge ganz erheblich verändern.

Die Frage im Zusammenhang von Institutionen und Algorithmen ist also nicht die nach dem ob, sondern dem wie. Frank Schirrmacher hat – gerade aus einer konservativen Positition heraus – richtig angemahnt, dass man diesen Wandel der Institutionen kritisch beäugen muss. Gelernters “free market in ideas” und Algorithmen sind nicht zwingend neutral; häufig dienen sie Interessen und exekutieren bestimmte Wertvorstellungen. Dabei sind, hier liegt Gelernter richtig, Algorithmen ein sehr mächtiger Baustoff für neue Institutionen. Neue (teil)algorithmische Institutionen lösen klassische Institutionen auch deshalb ab, weil sie aus Nutzersicht bessere Lösungen bieten. Niemand will zurück in eine Zeit, als es Suchmaschinen noch nicht gab.

Der nächste Schritt der Debatte muss daher lauten: Welche Institutionen bauen wir eigentlich gerade? Welche Werte stecken im Code? Könnte er auch anders aussehen? Wie “liest” man algorithmisch Institutionen? Welches ist die Rolle von Individuen und Elite in den neuen algorithmischen Institutionen? Sind Algorithmen, die auf einem ganz anderen Kontinent entwickelt werden, imperialistisch?

Frank Schirrmacher hat am Samstag im FAZ-Leitartikel Google als “eine Akademie der Aufklärung” bezeichnet und gefordert: “Die Informatiker müssen aus den Nischen in die Mitte der Gesellschaft geholt werden. Sie müssen die Scripts erklären, nach denen wir handeln und bewertet werden.”

Man kann dies als Appell zu einer Wissenschaft der algorithmischen Institutionen lesen, als Wissenschaft der neuen gesellschaftlichen Informationsverarbeitungsmechanismen. David Gelernter nennt den derzeitigen Umbruch ”a tremendously exciting and hopeful time”. Tatsächlich bieten Algorithmen als Kulturtechniken im warsten Sinne des Wortes die Chance auf sehr spannende neue Institutionen. Man muss nur wissen, wie sie gebaut sind – und kritisch mit ihnen umgehen.

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56 Kommentare

  1. Verschiedenes |  28.01.2010 | 14:42 | permalink  

    “Beim Zusammentreffen von Schirrmacher und Gelernter wird deutlich: Man kann A…”…

    Beim Zusammentreffen von Schirrmacher und Gelernter wird deutlich: Man kann Algorithmen als etwas sehen, was Institutionen gefährdet – oder als etwas, was Institutionen schafft. Letztlich haben dabei beide Seiten Recht: Algorithmen sorgen gerade fü…

  2. Gk |  28.01.2010 | 15:26 | permalink  

    Ein wirklich hervorragendes Posting!

    Um die aufgeworfenen Fragen überhaupt beantworten zu können, muss man sich vermutlich mit der Methodologie tiefer befassen. Vielleicht stellen sich weitere Fragen im Spannungsverhältnis zwischen Mensch (Ethik) und Rechenmaschine (Algorithmus). Begriffe wie „Institution“ definieren sich im Web neu. Der Ist-Zustand und das technisch Mögliche (Vision) könnten beschrieben werden. Dann dürfte die Beantwortung der Fragen aufgrund der unterschiedlichen Handhabung in anderen Staaten erschwert werden.

    Es heißt so schön: „Nett, dass wir darüber gesprochen haben.“ Ja, aber bei diesem Thema finde ich es wichtig, wirklich. Mir würde vor der Vorstellung grauen, dass ich demnächst Infos im Web aufgrund eines spitzfindigen Programms vorgesetzt bekomme, die ich eigentlich nicht will. Immerhin hat die Methodenlehre immer ganz gut geholfen, neue Themen einigermaßen zu erschließen. Und das soll uns Menschen bitte keine Rechenmaschine abnehmen.

  3. Android |  28.01.2010 | 17:25 | permalink  

    Dear Mr.Frank Schirrmacher

    Since your speaking in english we’ll awnser in english.

    Why should other people listen to your obscure futuristic visions.

    We don’t care if you can’t cope with the velocity of the internet.(You are just a single individual)

    Either you start to learn with what you do not understand OR you learn to deal with your lack of knowledge.

    Yours sincerely,

    Robo arabiatto

  4. Tim Cole |  28.01.2010 | 18:35 | permalink  

    Schirrmacher ist ein Sensibelchen, aber er wird es mir sicher nicht übel nehmen wenn ich behaupte, dass er kein Informatiker ist (eher das Gegenteil). Er verwendet den Begriff “Algorithmus” deshalb nicht wie ein Computertheoretiker, also im Sinne einer Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems, sondern im pseudo-philosophischen Sinn als ein Wortverwandter des Determinismus.

    Der Mensch ist in seiner Vorstellungswelt ein fremdgesteuertes Wesen, das sich mehr oder weniger beliebig durch Außeneinflüsse manipulieren lässt. Dies ist eine zutiefst menschenverachtende Sichtweise, eine elitäre Überheblichkeit, die er in der Frankfurter Schule aufgeschnappt hat (“durch rationales Handeln die Kontrolle über Gesellschaft und Geschichte zurückzugewinnen”). Aber er hätte bei Habermas genauer hinhören sollen, der dem Einzelnen durchaus eine verantwortliche Urheberschaft für mentale Verursachung zuordnete.

    Der größte Vorwurf, den man ihm machen kann, ist dass er offenbar die Evolution nicht richtig verstanden hat. Der Mensch hat sich von Anfang an stets einer sich verändernden Kommunikations- und Informationsumgebung anpassen müssen. Das gelingt ihm auch immer wieder erstaunlich gut, auch diesemal wieder. Schirrmachers Vorstellung von einer durch Informationsüberflutung ausgelösten Rückbildung des Gehirns ist hahnebüchen. Je nachdem, vor welchem Publikum er gerade spricht, drückt er das mehr oder weniger vornehm aus, spricht wahlweise von der “kognitiven Krise” oder sagt: “unsere Gehirne werden zermanscht”.

    Unsinn! Das Gehirn bildet sich nicht zurück, es bildet sich weiter. Die Evolution kennt kein Ziel, also kennt es weder Fort- noch Rückschritt. Der Mensch ist auch nicht die Krone der Schöpfung, sondern eine Momentaufnahme.

    Wenn Schirfrmacher Mythen gebiert wie die, dass Multitasking Körperverletzung sei oder der Computer kein Medium, sondern ein Akteur, ist nicht wie Adorno oder Horkheimer ein Apostel der Aufklärung, sondern ihr Totengräber, wie mein Freund Michael Kausch (ebenfalls ein Produkt der Frankfurter Schule) auf czyslansky.net so treffend formulierte: http://www.czyslansky.net/?p=2331

    Davis Gelernter ist dagegen ein sehr kluger Mann (auch wenn ich mit seiner “lifestream of cyberspace”-Vorstellung auch so meine Probleme habe). Schirrmacher bohrt, an ihm gemessen, nur dünne Bretter.

  5. Robin Meyer-Lucht |  28.01.2010 | 19:04 | permalink  

    @ Tim Cole: Danke für den spannenden Kommentar. Sicher wäre es aber gut, mehr thematisch zu argumentieren – und sich nicht an Personen abzuarbieten.

  6. Gk |  28.01.2010 | 19:14 | permalink  

    @Tim Cole, es erscheint für Außenstehende immer etwas befremdlich, wenn Kommentare Personen kritisieren und sich mit dem Inhalt weniger befassen.

    „Aber er hätte bei Habermas genauer hinhören sollen, der dem Einzelnen durchaus eine verantwortliche Urheberschaft für mentale Verursachung zuordnete.“ haben Sie geschrieben.

    Das Zitat hat ja was, aber es wirkt unpässlich. Mit Algorithmus ist hier wohl nicht die weite Definition gemeint, sondern der ‘Computer-Algorithmus’. Der alleine kann sich auf den – und beim Web auf viele – Nutzer auswirken. Da mag der Einzelne noch so verantwortungsvoll sein, aber wenn der Algorithmus Mist ist, kommt nicht unbedingt was Brauchbares/Sinnvolles dabei raus.

    „Das Gehirn bildet sich nicht zurück, es bildet sich weiter.“ haben Sie geschrieben. Prima, wenn das so klar ist. Ohne Taschenrechner – banales Beispiel, ich weiß – dürfte das Hirn bei Rechenaufgaben früher stärker trainiert worden sein als mit. Wenn das Web immer mehr von Algorithmen ‘beherrscht’ wird, die vorwiegend einen unternehmerischen Zweck verfolgen, dann kann es durchaus sein, dass wir Nutzer plötzlich mit Infos konfrontiert werden, die wir nicht wollen und/oder die uns nicht gut tun. Web-Programme dürfen uns das Denken nicht abnehmen, sie sollten Hilfsmittel sein.

    Kurz: Die im Posting angestoßene Diskussion erscheint wichtig. Wenn denn die IT-Spezialisten ihr Wissen zur Verfügung stellen würden, wäre sie einfacher zu führen.

  7. Stefan |  28.01.2010 | 22:10 | permalink  

    @ Tim Cole: Hatten Sie nicht auf Ihrem Blog behauiptet, Schirrmacher hätte in einem anderen Zeitalter Juden verfolgt?

  8. Wittkewitz |  28.01.2010 | 22:13 | permalink  

    Können wir jetzt endlich mal aufhören, über diese mediokren, nicht substanziierbaren und pseudowissenschaftlichen Versuche von Schirrmacher zu sprechen, sich in Diskussionen einzuklinken, die er weder versteht noch weiterbringt. Das war schon bei dem Thema Demographie ganz nahe am Niveau der BamS. Nur weil die Frankfurter am Sonntag dort wildert, müssen wir nun nicht auch noch im Unterholz nach Früchten stochern.

  9. Chat Atkins |  28.01.2010 | 22:28 | permalink  

    Ist es nicht so, dass ‘diese Algotihmen’, das orakelnde Herumpaddeln auf dem geradezu H.G.-Well’schen Argument, wir würden irgendwann ‘von den Maschinen’ informativ gelenkt, höherer Blödsinn ist? Vulgärer gefasst: Bullshit!

    Das einzige, was ‘diese Maschinen/Berechnungen/Algorithmen’ tun, ist überbordende menschliche Kommunikation nach den faktischen Interessen der Menschen zu hierarchisieren. Und da sehen manche Altmedien allerdings blöd aus – mangels Interesse an ihnen. An dem Punkt sollten sie sich mal Gedanken machen – aber eben nicht solche, und sie sollten nicht über Algorithmen ersatzweise schwadronieren …

  10. Manu |  28.01.2010 | 22:32 | permalink  

    @wittkewitz:
    “Aktuell berät Jörg Wittkewitz Verlage und Rundfunksender sowie ein internationales Unternehmen in Bezug auf den Einsatz des Web.” Ihr Posting ohne jede Substanz, Klingt nach Mega-Neid. Und in dem Versuch eine Diskussion zu unterbinden die RML hier sehr schön angefeuert hat und die immerhin auch Danny Kahneman für interessant haelt (edge.org) auch sehr nach old school. Ich würde mich von Ihnen nicht beraten lassen.

  11. Doppelmoppel |  28.01.2010 | 22:46 | permalink  

    @manu: Ich finde man kann Schirrmacher kontrovers diskutieren. Allerdings finde ich auch das ein Wittkewitz, der hier so ausfällig wird, die Debatte beenden und möchte sich selbst so anpreist, einfach doch eher ein fragwürdige Person ist, Imponierend die umfassenden Kenntnissen (Raumfahrt!Rezepte!Reisen!) und das alles für PR?.
    http://www.texter.de/texter,1129,profil.html.
    Das Problem bei solchen Debatten ist wenn man das Ressentiment so spürt. Gut, dass RML sich darauf nicht einlässt.

    Spezifikation:
    Journalist
    PR-Texter
    Übersetzer
    Lektorat

    Fachgebiete:
    Bilder
    Bildung
    Business
    Bücher
    Deutsch
    Englisch
    Fahrrad
    Fernsehen
    Games
    Geschichte
    Gesundheit
    Internet
    Literatur
    Marketing
    Medien
    Musik
    Nachrichten
    Pressemeldungen
    Referate
    Reisen
    Rezepte
    Software
    Sonstiges
    Technik
    Texten
    Wirtschaft
    Wissenschaft

  12. Manu |  28.01.2010 | 22:53 | permalink  

    @doppelmoppel: ja sehr witzig, Wittkewitz gegen Kahnema – Eugene Higgins Professor of Psychology, Princeton; Recipient, 2002 Nobel Prize in Economic Sciences gegen Blogosphäre:
    “Schirrmacher feels that the loss of the notion of free will may be dangerous, especially in Germany — I have a vague sense of what he is saying — perhaps this is a return to the old idea that psychoanalysis was causal in loosening the hold of morality. There really is a lot of stuff there. ”
    http://www.edge.org/3rd_culture/schirrmacher09/schirrmacher09_index.html#dk
    Aber vielleicht hat Wittkewitz Recht? Google hilf!

  13. Nanuk |  28.01.2010 | 23:39 | permalink  

    @wittkewitz: Bilder,Rezepte, Reisen;Wissenschaft,Kundenzeitschriften – wow, Riesenkompetenz, die du da hast.Damit kann die FAZ am Sonntag natürlich nicht mithalten.

  14. Tim Cole |  28.01.2010 | 23:43 | permalink  

    @Stefan: Oh je, sagen Sie nur nicht, dass Sie genauso oberflächlich lesen wie Frank Schirrmacher!

    [full disclosure: Schirrmacher und ich treffen uns am 2. März vor der Pressekammer des Hamburger Landgerichts, weil er das, was ich über ihn und seine Bücher geschrieben habe, als "Schmähkritik" empfindet. Er hat deswegen eine Einstweilige Verfügung gegen mich erwirkt, gegen die ich Einspruch eingelegt habe.]

    Ich habe geschrieben, dass Schirrmacher die gleichen Methoden anwendet, die skrupellose Menschen, meistens Politiker oder Kulturschaffende, in der Vergangenheit immer benützt haben, um Feindbilder aufzbauen , weil sie die Menschen von ihren wahren Problemen ablenken wollen. Du hast Kopfschmerzen? Du vergißt Dinge? Das Internet ist schuld! So verkauft man politische Weltbilder, und so verkauft man Bücher (und sich selbst!).

    In diesem Kontext habe ich zwei Beispiele aus der jüngeren deutschen Geschichte bemüht, nämlich die Dolchstoßlegende und die Judenlüge. Beide wurden ja von wertkonservativen Kreisen dazu benutzt, Linke und andere Andersdenkende zu diffamieren.

    Die Judenlüge war übrigens keine Erfindung der Nazis, sondern geht mindestens auf das späte 19te Jahrhundert zurück. Sie wurde aber von den Nazis in den 30ern vor allem dazu instrumentalisiert, um die Macht zu übernehmen und diese zu festigen. Mit dem Holocaust hat das im Grunde nichts zu tun (außer dass es natürlich dafür die geistige Grundlage schuf).

    Herr Schirrmacher ist der Ansicht, dass ich ihn mit diesem Satz in die Nähe des Antisemitismus gerückt habe (wie er es bekanntlich 2002 mit Martin Walser selbst gemacht hat!). Er behauptet das auch weiterhin, nachdem ich auf http://www.czyslansky.net sogar noch einen erklärenden Blogeintrag nachgeschoben habe (den ich auf Anraten meines Anwalts ebenso wie die ursprüngliche Formulierung) vorübergehend vom Netz genommen habe), in dem ich ausdrücklich schrieb:

    „Ich behaupte nicht, dass Schirrmacher ein Nazi ist. Er ist auch kein Monarchist, Idealist, Fundamentalist oder Terrorist. Aber er verwendet Methoden, die in der Vergangenheit von den Anhängern solcher Extrembewegungen gerne aufgegriffen und verwendet wurden, um ihre fragwürdigen Ziele zu erreichen. Man kann ihm also geringsten falls vorwerfen, sich zum Handlanger zu machen. Journalisten sind dafür besonders anfällig, weil sie gelernt haben, zu verknappen, zu verdichten und dann damit zu polarisieren.“

    Das hat ihm nicht genügt, und jetzt treffen wir uns halt vor Gericht, weil ich mir den Mund von ihm nicht verbieten lassen will. Ich halte das, was ich geschrieben habe (und was zur Klärung der Sachlage leider zensiert werden musste), für eine legitime Meinungsäußerung; zwar sicher hart an der Grenze, aber da bewegt sich Schirrmacher selbst ja eigentlich andauernd. Ich finde, er muss sich das gefallen lassen, da er selbst auch ganz gerne unter die Gürtelline schlägt, wie beispielsweise Hans-Olaf Henkel in seinem neuen Buch, „Die Abwracker“, eindrucksvoll schildert. Kostprobe:

    “‘Ehe Henkel und Co. das Wort ergreifen oder Zumwinkel und Pierer das Unrecht der Welt bejammern…’, so beginnt er einen Satz, der offenbar nur dazu diente, diesen Zusammenstellung in die Welt zu setzen.

    Schirrmacher rückt damit eine herausragende, vor allem aber eine unbescholtene Unternehmerpersönlichkeit in eine Reihe mit einem geständigen Steuerhinterzieher und einem Vorstandschef, der seinem Ex-Konzern Schadensersatz wegen des Schmiergeldskandals bezahlen mußte. Geht es noch perfider?”

    Aber das ist Schirrmachers immer wieder angewandte Methode. So gehen auch Aasfresser vor: Anderen die Augen aushacken, aber empört aufheulen, wenn einer zurückhackt. Einer, der plumpe Feindbilder schafft und sie dann hemmungslos bedient. Ich würde mich keine Sekunde wundern, wenn er seine Anwaltsmeute auch schon gegen Hans Olaf Henkel gehetzt hätte, so wie gegen mich. Es würde jedenfalls zu ihm passen.

  15. Stefan |  28.01.2010 | 23:59 | permalink  

    @ Cole: absoluter Wahnsinn was Sie da schreiben. Sie sind voelllig durchgeknallt.

  16. Tim Cole |  29.01.2010 | 00:17 | permalink  

    @robin: In der causa Schirrmacher lässt sich die Person leider nicht völlig von der inhaltlichen Diskussion abtrennen. Das ist ja Schirrmachers Methode, nämlich seine Person mit übersteigerten, grob vereinfachten und letztlich hetzerischen Thesen zu verknüpfen. Ich hoffe sehr, dass du über meinen polemischen Anfangssatz hinaus weitergelesen hast, dann weißt du auch, dass es mir nicht um die Person Schirrmacher geht, sondern um den Schaden, den er mit seinem furchtbaren Buch angerichtet hat.

    Ich versuche seit mehr als 15 Jahren in meinen Artikeln, Büchern und Vorträgen, den Menschen und insbesondere den Managern in Deutschland die Angst vor dem Internet zu nehmen. Und dann kommt ein Schirrmacher, der von der eigentlichen Materie so offensichtlich keine Ahnung hat, und zerbricht als Elefant derartig viel Pozellan, dass man es eigentlich in diesem Leben kaum noch kitten kann. Das wird den Wirtschaftsstandort Deutschland zehn Jahre zurückwerfen! Und warum? Damit ein Feuilletonschreiber sein Geltungsbedürfnis befriedigen kann? Wo sind wir denn?

  17. Tim Cole |  29.01.2010 | 00:19 | permalink  

    @stefan: Vorsicht! Wenn ich Schirrmacher wäre, hätten Sie schon einen Prozess am Hals ;-)

  18. Stefan |  29.01.2010 | 00:27 | permalink  

    Ich wuerde mir diesen Wahnsinn auch nicht gefallen lassen. Judenhass ist immer Antisemitismus. Das bei einem Buch das Maschinen kritisiert als Vergleoch anzufuehren ist schlichtweg amoralisch. Ich hab’s damals auf ihrem Blog gelesen und war wie viele andere ueber den Vergleich empoert.

  19. Tim Cole |  29.01.2010 | 00:34 | permalink  

    Lieber @stefan: Dass in Deutschland das “J”-Wort starke Emotionen auslöst, ist mir klar. Ich lebe als Amerikaner seit über 40 Jahren in diesem Land (und ich tue es gerne), aber mit der ratíonalen und nüchternen Aufarbeitung der eigenen Geschte tun sich die Deutschen nach meiner Beobachtung leider manchmal etwas schwer.

    Aber das ist jetzt eigentlich “off topic”. Schlage vor, wir streiten uns auf http://www.cole.de weiter, okay? Oder per E-Mail: tim @cole.de. Dann wüßte ich auch, wer sich hinter Vornamen verbirgt – ich oute mich schließlich auch mit vollem Namen.

  20. Andreas |  29.01.2010 | 00:47 | permalink  

    @cole: Sie gehen eindeutig zu weit. Darum beginne ich den Net-Mob zu fürchten. Es ist unbeschreiblich dumm und eine Verhöhnung der Opfer. Und das ganze dann auch noch das “J-Wort” zu nennen, ist einfach ekelhaft. Sorry.

  21. keiner |  29.01.2010 | 01:30 | permalink  

    Dafür dass Schirrmacher diesen Hans-Olaf Henkel angegriffen hat, gebührt im ein Orden. Sein Satz gibt übrigens auch keine Gleichsetzung von Henkel oder Pierer her. Aber Cole und Wittkewitz haben diese Diskussion mit Argumenten ad hominem zerstört. Eitle Wichtigtuer. Man braucht doch Zensur :)

  22. Christoph Kappes |  29.01.2010 | 01:53 | permalink  

    Aus dem Off ein Zwischenruf:
    In den letzten Wochen ist ein bisschen Bewegung in die Diskussion gekommen: Die Beteiligten bemühen sich, einander zu verstehen. Das ist schwierig, weil hier unterschiedliche Denkwelten und Perspektiven miteinander zusammenstossen.
    Ich fände es prima, wenn man Schärfe vermeiden könnte.

  23. Nichts ist unmöglich... |  29.01.2010 | 08:29 | permalink  

    Ich bin dennoch erstaunt, wenn Kommentare nachträglich geändert werden können. ;)
    Oh ja, Sachlichkeit ist angebracht!

  24. Wittkewitz |  29.01.2010 | 09:31 | permalink  

    Ah, schon wieder so ein Enthüllungskommentator. Langsam beginnt es zu ermüden.

  25. storymaker |  29.01.2010 | 09:42 | permalink  

    @wittkewitz: es ermüdet, was da aus der PR-Schmiede in der alten Bahnhofstrasse kommt, inkl. behaupteter IBM Mitarbeit, die doch, unter uns, nicht mehr war als ein Praktikum

  26. Tim Cole |  29.01.2010 | 10:36 | permalink  

    Darf ich daran erinnern, dass wir an dieser Stelle eigentlich mal über die unterscxhiedlichen Definitionen des Begriffs “Algrorithmus” diskutiert haben?

    Ich habe Schirrmachers willkürliches Changieren zwischen der eher IT-mäßigen und einer pseudo-philosophischen Definition, je nach Lust, Laune und Situation kritisiert und habe ihn dabei direkt angegriffen. Da es aber auch in dem Post um ihn (und David Gelehrter) ging, und er seine eigene Person dauern untrennbar mit seinen Thesen verbindet, ist das wohl auch unvermeidlich.

    Ich bin dann von einem Teilnehmer – einem gewissen “stefan”, der es aber vorzieht, anonym zu bleiben – auf ein völlig anderes Thema angesprochen worden, nämlich ein Historikerstreit um Feindbilder – und habe darauf geantwortet.

    Seitdem wird hier nur noch – ebenfalls anonyme – persönlich beschimpft.

    Das ist weder das Niveau, das ich bislang von Carta gewohnt bin, noch eines, auf dessen Stufe ich mich herablassen möchte.

    Ich schlage vor, wir suchen uns zum Streiten einen anderen Ort – sagen Sie wann und wo, und ich werde kommen! – aber diskutieren wir hier über RMLs treffliche Steilvorlage, okay?

  27. Sebastian v. Bomhard |  29.01.2010 | 10:58 | permalink  

    Der Stil einiger Kommentatoren hier löst schon arges Stirnrunzeln aus. Kennen sich die Herrschaften persönlich? Ich bin ganz schön erschrocken über den Haß, der anscheinend aus heiterem Himmel Herrn Wittkiewitz entgegenschlägt. Er klärt drastisch, dass er mit Schirrmacher nicht übereinstimmt. Was hat denn das Thema des Blogs damit zu tun, wen Herr Wittkiewitz berät oder was er beruflich macht? Wenige Zeilen davon entfernt war noch der Vorwurf, diesmal an Tim Cole, er diskutiere über Personen zu Lasten des Themas? Gilt das dann nicht für die Kommentare zu den Kommentaren von Wittkiewitz und Cole?

    Und Personen vs. Inhalte…. Ja, wenn das immer so leicht zu trennen ist. Man kann ja lesen, dass Schirrmacher seinerseits Tim Cole vor den Kadi zerrt. Also, sozusagen, persönlich. Nicht thematisch.

    Und dann das vorhersehbare Ritual. Tim Cole hatte Schirrmacher dessen Argumentationsmethoden vorgeworfen. Sie seien in ihrer Unsachlichkeit und Gefährlichkeit vergleichbar mit Methoden, die später (unter anderem) von den Nazis missbraucht worden seien, so habe ich das Posting auf cole.de in Erinnerung. Das reicht natürlich in DE, schon verharmlost man den Holocaust oder verunglimpft irgendwen als Nazi. Oder beides gleichzeitig, das fällt auch nicht mehr auf.

    Tim Cole lernt vermutlich immer noch dazu über das Leben in Deutschland und was man hier tun darf und was nicht. Vermutlich hat er festgestellt, dass der Gebrauch eines gewissen Worts stereotypes Verhalten auslöst. Verfremdet man das Wort, wird es eher schlimmer. Also tabuisieren. Super Idee. Ich selbst mache es richtig. Ich verwende das Wort gar nicht. Nicht drüber nachdenken. Spart Ärger.

    Und um Vorwürfen vorzubeugen, ich ignorierte ebenfalls das Thema: Schirrmacher macht sich wichtig. Er hat da eine These aufgespießt, walzt sie aus, versteht aber von der Sache recht wenig. Er ist ein kluger und gebildeter Mensch, daher fällt das nicht so schnell auf. Und deshalb finde ich die Inhalte seiner Auseinandersetzung mit David Gelernter weniger spannend als die Art der Auseinandersetzung hier.

    In der ganzen Diskussion ist m.E. zuviel warme Luft. Vielleicht wird es auch deshalb so schnell persönlich….

  28. WGT |  29.01.2010 | 11:56 | permalink  

    Heute morgen habe ich das Schirrmacher Buch “Payback” zu ende gelesen. Das Buch hat ein paar interessante Aspekte, aber nur darum, weil Schirrmacher auf die gemachte Arbeit anderer zurückgreift. Seine eigenen Thesen und Schlussfolgerungen haben wenig mit der effektiven Nutzung von IT und der dazugehörigen infrastrukturellen Möglichkeiten gemein. Im Gegenteil: lt. Schirrmacher besteht das Netz v.a. aus Facebook und Twitter. Das wars. Weder der persönliche Nutzen wird dargestellt, sondern verflucht, noch der wirtschaftliche Aspekt wird im Sinne der industriellen Nutzung im Zuge der digitalen “Revolution”.

    Das Buch hat imgrunde eine maßgebliche Aussage: Das Internet verhindert Denkprozesse, weil es Synapsen verstopft. Punkt. Das Buch war das Geld nicht wert…

  29. Wittkewitz |  29.01.2010 | 12:49 | permalink  

    @storymaker

    Das ist interessant, erzählen Sie mir mehr von ihrer Welt.

  30. storymaker |  29.01.2010 | 14:00 | permalink  

    @wittkewitz: nix für ungut. bin ja selbst aus der branche und frage mich, ob dieses rumproleten wie von Ihnen uns nicht allen schadet – und auch den auftraggebern für die wir pr machen. hab mal bei katharina fleckenstein wegen diesen ausfällen hier nachgefragt

  31. Wittkewitz |  29.01.2010 | 17:21 | permalink  

    @ storymaker

    Und Sie glauben jetzt ernsthaft, dass ich auf schlecht recherchierte Andeutungen in Halbsätzen inhalltlich eingehe?

    Katharina Fleckenstein, wer ist das? Weiß Sie, dass Sie auch ihren Namen in unheiliger Weise besudeln?

    Bitte tun Sie uns allen den Gefallen und fahren ein paar Tage in den Urlaub…ich empfehle die Algarve. Es ist herrlich hier!

  32. A. Rebentisch |  30.01.2010 | 02:30 | permalink  

    Es geht natürlich nicht wirklich um “Algorithmen”, sondern um Technokratie. Denn in Wahrheit ist da kein Anliegen des Publizisten, die Algorithmen sind nur eine Masche der Saison, eine Art offene Projektion für Ressentiments, Vorwürfe werden gemacht, wo sich keiner angesprochen fühlen muss, für das Unbehagen gibt es eine prophetische, nicht-operationale Weltdeutung.

    “Der nächste Schritt der Debatte muss daher lauten: Welche Institutionen bauen wir eigentlich gerade? Welche Werte stecken im Code? Könnte er auch anders aussehen? Wie “liest” man algorithmisch Institutionen? Welches ist die Rolle von Individuen und Elite in den neuen algorithmischen Institutionen? Sind Algorithmen, die auf einem ganz anderen Kontinent entwickelt werden, imperialistisch?”

    Das sind natürlich beachtenswerte Punkte, wenn es um technokratische Institutionen geht. Nur ist es ärgerlich, so oberflächlich zu diskutierten, und vor dem Konketen auszuweichen. Technokratische Prozesse ändern die Welt. Wer mitgestalten will, muss sich um Ordnungsfragen kümmern. Die Informatiker sind schon lange aus den Nischen gekommen.

  33. Algorithmen als Institutionen? « Large Neuron Collider |  30.01.2010 | 08:22 | permalink  

    [...] optimistischeren Position von David Gelernter an der DLD Konferenz als Ausgangspunkt für einen interessanten Gedanken: Werden Algorithmen zu gesellschaftlichen Institutionen, die Informationen automatisch organisieren [...]

  34. Wittkewitz |  30.01.2010 | 12:08 | permalink  

    @ A Rebentisch

    Aus meiner Sicht liegt das Problem darin, den obwaltenden Autoritätsverlust der Physik, der durch den Siegeszug der Biologie (im Gefolge die Systemtheorie) durch eine Mathematisierung aktueller gesellschaftlichen Fragen wieder heim in das Reich der Deutungshoheit der akademischen Eliten zu holen. Die Geisteswissenschaftler arbeit ja schon länger an dem Programm, diesen mechanistischen Irrglauben mithilfe der Systemtheorie hoch bis zum Zwölffingerdarm der all-einen Naturlehre des Positivisten zu treiben.

    In dieser Tradition verhaftet, denkt und fühlt Schirrmacher normale Überlastungssituationen des Rationalisierungswahns der tayloristischen Unternehmensberater, die auch ihn als Schreiberling erreicht haben müssen, in eine konspirative Verschwörung der Technologieindustrie, die es zu skandalisieren gilt. Letztlich offenbart sich in dem ständigen mantraartigen Zitieren der Studien aus seinem Buch ein sehr unvollständiges Verständnis der Plastizität sowohl des Gehirns wie auch des sozialen Körpers, der schon ganz andere Umbrüche mit der nonchalance der historischen Geduld einfach bis zu homoöpatischen Dosen auflöst im mäandernden Strom der Evolution.

    Schelling sagt, dass die Natur im Menschen ihr Auge aufschlägt.
    Im Netz schlägt das Individuum sein Auge auf und stellt bestürzt, beglückt oder verwundert fest, dass es auf das ganzen Welt Milliarden Ichs gibt, die mit derselben Berechtigung nach Anerkennung schreien wie es selbst. Man könnte also getrost anfangen zu sagen, dass das Wort ICH eine Kategorie persönlicher Wahrnehmung bezeichnet und NICHT ein fragiles hypermentales Wesen, dass durch Information oder Desinformation dekonstruiert wird.

    Insofern beobachten wir an Schirrmacher, was aufmerksame Beobachter schon seit der Romantik sehen können. Die Transpersonale Psychologie eines Ken Wilber et. al. kann man hier verorten, sinnvollerweise können wir nun das Netz als den Ort begreifen, wo Xenophobie geheilt wird durch offene Mitteilungen aller denkbaren Weltsichten. Wer das als Bedrohung versteht, ist im tiefsten Sinne des Wortes ein Unmensch,

  35. Doppelmoppel |  30.01.2010 | 13:06 | permalink  

    @wittkewitz: Ich steig hier jetzt auch mal aus. Das ist einfach nur noch Geschwäzu. Schreiben Sie hier eine IBM Werbeanzeige a la the world at your fingertips oder was? klar, das Individuum ist ja auch in der Lage all diese Milliarden ichs kennenzulernen…. Das tut es eben nicht, sondern durch Steuerung und Algorithmen. Und neben dem 100.tausendsten Individuum lernt mich dann auch das System sehr gut kennen. Davon schreibt Schirrmacher. Ich als eine Kategorie persönlicher Wahrnehmung: das ist ungefährt Stand 1994. Soso und Xenophobie wird geheilt? Dafür sind Ihre ad hominem Ausfälle ja ein gutes Beispiel. Seit dem Arpanet weiss jeder, dass flaming eine systemische Kategorie vernetzter Kommunikation ist. Übrigens:Hab grad im Radio gehört, dass eine Brosis Sängerin nicht in die USA einreisen durfte, weil der immigration Algorithmus sie als unwillkommen identifizierze (facebook freundeskreis etc.).

  36. Thomas Glaser |  30.01.2010 | 13:09 | permalink  

    Schirrmacher schreibt von einer “konspirativen Verschwörung der Technologieindustrie”? Wo haben Sie das denn her? Selbst auf Amazon steht ja schon, das nicht die Technologien schuld sind. Ich habe das Buch gelesen. Es ist erstklassik, neu, avanciert. Das deutsche Netz mit seinem Übermass an Beratern und PR-Schreiberlingen ist halt kein Aufklärungsmedium. Siehe die Lanier-Debatte in den USA, die, auch bei Widerspruch, gedanklich geführt wird.

  37. A. Rebentisch |  30.01.2010 | 14:17 | permalink  

    “Das deutsche Netz mit seinem Übermass an Beratern und PR-Schreiberlingen ist halt kein Aufklärungsmedium.”

    Das ist eine ganz andere Frage, nämlich wie Aufklärung unter neuen Bedingungen Bedingungen möglich ist, und sich ggf. in ihr Gegenteil verkehrt. Natürlich folgt das Blog als Medium z.B. häufig bestenfalls dem antagonistischen Schema eines Karl Kraus, verzettelt sich in kleinteilige Debatten. Antagonistisch ist auch das Bauprinzip einer Schirrmacher-Debatte wie Hans-Olaf Henkel das sehr richtig anführt.

    Die Technik-Kritiker wollen die Ökonomie des digitalen Strukturwandels gar nicht verstehen, aber das ist ein anderes Thema. Sie sehen nur die Bedrohung ihrer Besitzstände und stürmen die Maschinen. Besser wäre es, die Ökonomien zu akzeptieren und dann zu schauen, was getan werden kann. Das bedeutet auch die Rückkehr einer echten Ordnungsperspektive.

    Unsere klassischen Medien versagen z.B. gerade im Zuge der Finanzkrise, weil ihre Narration nicht der Talkshow entspricht. Bei den anstehenden Reformen der Finanzmärkte zum Beispiel liegt die Herausforderung wohl kaum in der Bekämpfung der “Gier des Menschen” (d.h. Reform des Menschen) oder den Problemen einer rationalen Algorithmik der Entscheidung von Marktakteuren (d.h. Intervention in die Entscheidung), sondern ganz profan in der Aufmerksamkeit für Ordnungsfragen, für institutionelles Design, für den vorgegebenen Rahmen, in dem sich Entscheidungen abspielen dürfen.

    Nun haben wir in Deutschland in dieser Hinsicht fantastische Grundlagen, wir haben ordnungsliberale Denktraditionen, die tagespolitisch verblasst sein mögen, aber erstaunlich gut anwendbar sind auf heutige technokratische/algorithmische Herausforderungen. Viele Institutionen, die in Deutschland immer noch gut funktionieren, sind in diesem Geiste gebaut.

  38. Wittkewitz |  30.01.2010 | 14:28 | permalink  

    @Doppelmoppel

    “systemische Kategorie”
    Habe ich den Stolz des systemtheoretisch geschulten Menschen getroffen, oder können sie mir hier mal erklären, wie sich das Selbstmodell namens ICH des Menschen angesichts der Millionen von Meinungen und Standpunkten im Netz ändert? Was hat das Ganze mit IBM zu tun?
    Könnten Sie einen mir zugeschriebenen Ausfall bitte belegen. Es würde die Glaubwürdigkeit deutlich erhöhen.

    Aber zum Kern.
    Das Arpanet konnte nicht Menschen miteinander verbinden sondern interne Netzwerke dezentral miteinander verbinden. Da kommunizierten nicht Menschen miteinander.Flaming kommt aus den Zeiten des usenet, was schlappe 17 Jahre später anfing…

    Ein Algorithmus ist zunächst schlicht der Fachbegriff für Lösungsmethode. Dass dessen Repräsentation auch in der Informatik angewandt wird, diskreditiert nicht die Idee hinter dem Begriff. Aber wenn Sie meinen Kommentar oben aufmerksam gelesen hätten, hätten Sie verstanden, dass ich darin zum Ausdruck bringe, dass der Glaube an die Allmacht der Mathematik ein sektierischer Irrglaube ist, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass Ungläubige eigentlich immer aufgrund von persönlichen Angriffen, aber nie inhaltlich bekämpft werden.

    Es ist bezeichnend, dass das Institut von Heinz von Foerster, vor allem aber Gotthard Günther, in Ablehnung des Positivismus spannende Forschungen vorantrieb, die heutzutage leider keiner mehr verfolgt oder versteht. Günther schließt direkt an der Willensphilosophie von Schopenhauer an und spitzt seine Vorstellung von Subjektivität zu: “Die Technik ist die einzige historische Gestalt, in der das Wollen sich eine allgemein verbindliche Gestalt geben kann”. Das ist doch mal eine materialistische These, die viele Technikgläubige und Technikjünger heute unbewußt unterschreiben würden.

    Genau an dieser Stelle müsste die öffentliche Diskussion anschließen. Wollen wir wirklich so etwas denken, wollen wir so sein? Es sind die unausgesprochenen Überzeugungen des postmodernen Menschen, die Schirrmacher Angst machen. Leider ist er intellektuell nicht in der Lage genau diesen Überzeugungen nachzuspüren, wenn er die empirischen Studien von Psychologen deutet. Das ist kein persönlicher Fehler sondern ein methodischer.

  39. A. Rebentisch |  30.01.2010 | 15:08 | permalink  

    Algorithmen-Guru Donald Knuth sieht sich als Künstler
    http://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Knuth

    Es findet die Umwandlung des Bewusstseins in Ideologie auf anderer Ebene statt, nicht bei den Mathematikern, sondern bei den Technokraten. Das Ziel einer Technokratie ist immer die Elimination des menschlichen Fehlers. Darum wird sie – immer auch als Herschaftstechnik – “chinesische” Züge annehmen. Allerdings befürworten technisch affine Personen eine Art Hacking-Ansatz, die persönliche Kuriosität des Tüftlers passt nicht zur Kälte des Mechanismus.

    Keine öffentliche Institution zeigt dies Paradox exzellenter auf als das ultratechnokratische und abgeschirmte Patentsystem.

  40. Andreas |  30.01.2010 | 16:26 | permalink  

    @wittkewitz: Sie kennen sich aber gar nicht aus. “Das Arpanet konnte nicht Menschen miteinander verbinden sondern interne Netzwerke dezentral miteinander verbinden”
    Frage mich allmählich, wie viel Hass und Hochstaplertum sich hier breitmacht, und meine damit Beiträge wie den Ihren. Sie sind konfus. Wieso kann man denn nicht im Sinne von MYL über Inhalte reden.
    Goleman hat seine Bemerkungen über das Arpanet ja noch bei den damaligen Scientists recherchiert für sein Buch über emotional intelligence. Das war ja damals gerade der Aufreger. Hier ein kurzer Hinweis: http://www.edge.org/q2006/q06_5.html
    This phenomenon has been recognized since the earliest days of the Internet (then the Arpanet, used by a small circle of scientists) as “flaming,” the tendency to send abrasive, angry or otherwise emotionally “off” cyber-messages. The hallmark of a flame is that the same person would never say the words in the email to the recipient were they face-to-face. His inhibitory circuits would not allow it — and so the interaction would go more smoothly. He might still communicate the same core information face-to-face, but in a more skillful manner. Offline and in life, people who flame repeatedly tend to become friendless, or get fired (unless they already run the company).

  41. Wittkewitz |  30.01.2010 | 16:38 | permalink  

    @ A. Rebentisch

    Ich kann das gut nachvollziehen. Denn auch “Viren sind Teil der Netzliteratur” wie ein Interview von mir vor zehn Jahren hieß.
    Das Reimschema ist eben bei den Hochsprachen der Informatik ein anderes. Das Wesentlich ist ja nicht der Code sondern die Nutzung desselben. Es gab ja schon in frühen Zeit Hofdichter, die nur die Heldentaten des Potentaten besungen haben Und es gibt auch heute Leute, die auf eigene Rechnung dichten (Hacker).

    Es geht hier aus meiner Sicht nicht primär um das Umwandeln der Ohnmächtigen in Mächtige, was ja oft der Technologie angelastet wird. Dann müsste Schirrmacher sich als Sprachrohr der Eliten an die eigene Nase fassen. Es geht umgekehrt darum. die Deutungshoheit vieler Elitensprecher namens Journalisten nicht infrage zu stellen. Genau das tut die Elite der Programmierer, aber präzise betrachtet sind auch sie nicht in der Lage die Pragmatik abzubilden und das ist in der Semiotik aus Sicht des Lesers, also desjenigen der Wörter verstehen will, der wichtigste Teil. Wittgenstein behandelt das ganz pragmatisch in der Nutzung der Wörter durch diejenigen, die das Sprachspiel spielen.

    Man müsste diesen Gedanken nun global denken und das Netz als Vehikel verstehen, wie sich Kulturen unterhalten können, indem Individuuen sich begegenen und weder relativieren noch absolut setzen, was ihnen nur per Erziehung gegeben ist.

    Die Technologie kann also gar nicht herrschen, sondern nur dem bereits herrschenden dienen. Da aber das Netz aus dem amerikanischen Militär entstammt, tun sich in Europa noch seltsame Bruderschaften rund um Thule und andere mysteriöse Glaubenskongregationen schwer mit dem Ding. Der Ansatz ist ja im Kern ganz vernünftig, verkennt aber die Potenz des Austauschs im Zwischenreich des Virtuellen, das Rosenzweig und Martin Buber in der Dialogphilosophie so trefllch vorbereitet hatten.

    Es fehlt offenbar der Mut, die Aufklärung auf dieser Basis aus dem Korsett des Individuums in eine Weltgemeinschaft zu führen. Das Netz und damit die digitale Technologie könnten dies leisten. Es fehlt nur die Aufklärung der Intelligenzija, denn wer in die afrikanischen und asiatischen Länder sieht, die sich mit dem Netz emanzipieren, der könnte Wunder erleben, die einem Schirrmacher Tränen der Freude in die Augen treiben würden. Leider betrachtet er nur seine kleine Scholle…

  42. Wittkewitz |  30.01.2010 | 16:48 | permalink  

    @Andreas

    Sie meinen wirklich Daniel Goleman? Den zitieren Sie hier als Quelle für sein Wissen über das Arpanet? Ernsthaft? Lesen Sie doch einfach mal bei wikipedia, was dort über das Arpanet steht.

    “ARPANET (Advanced Research Projects Agency Network), created by the Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) of the United States Department of Defense, was the world’s first operational packet switching network, and the predecessor of the contemporary global Internet. The packet switching of the ARPANET was based on designs by Lawrence Roberts, of the Lincoln Laboratory.”

    Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, lesen Sie einfach mal ein Buch über die Geschichte des Computers und nicht ein pseudowissenschaftliches Buch eines Journalisten über einen Begriff wie “Intelligenz”, der bis zum heutigen Tage keine klare und übereinstimmende Definition in der Wissenschaft erzielen konnte.

  43. Wittkewitz |  30.01.2010 | 17:01 | permalink  

    Hier nochmal der Link dem Interview auf telepolis:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/4/4169/1.html

  44. Andreas |  30.01.2010 | 17:14 | permalink  

    @wittkewitz??? Was soll denn das jetzt. Minsky hat doch beschrieben, wie er über arpanet eine art von communication notes austauschte. Und auch Goleman taugt nichts? Taugt am Ende nur Wittkewitz was?

  45. Holger Sauer |  30.01.2010 | 17:21 | permalink  

    @Wittkewitz: Sehr geehrter Herr Wittkewitz (wenn Sie es wirklich sind). Sie verwechseln hier doch eine ganze Menge und haben schlicht Unrecht. Wikipedia muss man schon ganz lesen. Das Arpanet konnte natürlich schon Menschen miteinander verbinden. Bereits 1973 bestanden 75 Prozent des Verkehrs im Arpanet nur aus emails (erste email 1971). Siehe auch:
    “Indeed, message exchange in one form or another has existed from the early days of timesharing computers. Network capable email was developed for the ARPANET shortly after it’s creation, and has now evolved into the powerful email technology that is the most widely used application on the Internet today.”
    http://www.livinginternet.com/e/ei.htm

    Ich kenne Sie nicht, aber ich finde die Art wie Sie hier dilettieren etwas abstossend.

  46. *M |  30.01.2010 | 17:27 | permalink  

    Ach, vielleicht könnte Wittkewitz mal die true story der Blogpiloten erzählen?

  47. A. Rebentisch |  30.01.2010 | 17:41 | permalink  

    “Die Technologie kann also gar nicht herrschen, sondern nur dem bereits herrschenden dienen.”

    Vorsprung bei Technik und Software könnte eine ‘Waffe’ im Wettstreit polypolarer Macht sein. Eine Kollege von mir nutzt beispielsweise Skripte um typische Phrasen in europäischen Gesetzgebungsvorhaben zu finden und Änderungen zu vergleichen.
    http://euwiki.org/Tratten
    http://euwiki.org/index.php?title=FTA%2FCARIFORUM%2FIPRED1&diff=3220&oldid=3219
    Kein anderer macht so etwas.

    Oder denken wir an etwas ganz simples. Wir nehmen den RSS Dokument Feed des EU Wettbewerbsrates und twittern ihn automatisiert:

    http://twitter.com/Euronen

    Solche Kleinigkeiten kneten Macht.

    Da aber das Netz aus dem amerikanischen Militär entstammt,

    Meint Gieskannenfinanzierung der Forschung aus einem Verteidigungsbudget. Zu der Zeit hatten nicht viele Institutionen Rechner… Forschung funktioniert immer dann gut und erfolgreich, falls man die Forscher machen lässt, statt sie an die Leine zu nehmen.

    … tun sich in Europa noch seltsame Bruderschaften rund um Thule und andere mysteriöse Glaubenskongregationen schwer mit dem Ding.”

    Sorry?

  48. Wittkewitz |  30.01.2010 | 18:30 | permalink  

    Es gab und gibt schon lange die Tendenz in der Kommunikation nicht zu informieren sondern zu manipulieren. Es gibt und gab schon immer die Tendenz zu zeigen, wer den größeren Hammer in der Hand hält. Die einen nennen es Neid, die anderen Konkurrenz. Diese Form des Wettbewerbs ist Teil dessen, was wir Wissenschaft nennen. Aber es verbindet nicht die Menschen so wie die Statusnachrichten in den sozialen Netzwerken, die eher dem Vergegenwärtigen der aktuellen Lebenssituation dienen. Keiner würde die Nachricht, “Gehe morgen zum XYZ-Konzert” auffassen als Anlass, einen flame war vom Zaun zu brechen.

    Man erkennt den Irrweg, zu glauben, in einer Nachricht einer Person läge ein homunculus dieses Menschen in dem Beitrag weiter oben #45

    Dort wird allein der Austausch von Botschaften als Menschenkontakt beschrieben, der dann nach Schirrmachers Lesart mittels Algorithmen “gelöst” werden kann.

    Ein Algorithmus kennt aber nicht Beziehungsebene der Wissenschaftler miteinander. Er kann aufgrund bestimmter Wort und aufgrund bestimmter Satzkonstruktionen auf eine Bedeutung schließen. Die Beziehung, die diese Menschen miteinander haben oder eben nicht haben findet außerhalb berechenbarer Dimensionen statt.

    Erst jetzt, wo überhaupt der Kontext der Netzbotschaften den Rahmen von professioneller Kommunikation verläßt, die gut in Ontologien (Fachsprachen) modellierbar ist, beginnt doch das, was die Systemtheoretiker Emergenz nennen würden. Dieser Überfluß an Information, der an der Aufmerksamkeitsspirale von Schirrmacher als Person nagt, hat neurotische Gründe. Er nimmt all das persönlich. Er glaubt wirklich, er sei gemeint.

    Vor kurzem hat jemand in der NYT die Sozialen Netzwerke als virtuelles Abbild eiens indischen Dorfes beschrieben und den ganzen Krach und Lärm, den streitende, kochende, putzende, melkende und schreinernde Nachbarn hervorrufen als den Lärm bezeichnet den man im Web lesen kann.

    Schon jetzt sind die Geheimdienste dieser Welt nicht mehr in der Lage, all die gespeicherten Daten des Telefonabhörens, E-Mail und anderen Botschaftsübertragungen zu analysieren. Die Masse, die durch das Life-Tracking via BrightKite, gowalla, foursquare etc. entsteht wird diesen Umfang noch potenzieren. Algorithmen würden helfen, wenn die Herren und Damen in den grauen Mäntel wüssten, wonach sie suchen. Also scannen sie alles nach Schlüsselbegriffen.

    Dieses Verfahren ist, das müssen Sie zugeben etwas blauäugig. Die stockende Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zeigt sehr deutlich wie weit der Wunsch von den realen Gegebenheiten entfernt ist. Was wurde in den 80er Jahren alles vorhergesagt, wenn es denn nur die leistungsfähigen Rechner geben würde, die bereits Mitte der Neunziger schon da waren…

    Das Reden über Inhalte, ist in diesen Diskussionen offenbar deshalb so schwer, weil die meisten Menschen keine eigenen Gedanken mehr fassen können, sondern nur noch mit fremden Gedanken um sich werfen. Sie betrachten jemandes Ansichten und suchen dann nach Zitaten (im Netz!), die dazu oder dagegen passen. Hilfsweise sucht man Hinweise darauf, dass jemand einer Partei angehört, die man schlecht findet oder man findet über denjenigen die Information, dass er oder sie in einem bestimmten Viertel aufgewachsen ist oder bei einer “dummen” Firma arbeitet. Genau dann befindet man sich auf dem intellektuellen Niveau eines Algorithmus. Das Problem liegt also in den Leuten und nicht in dem Anwenden von Gleichungssystemen für die Textanalyse.

  49. eumel |  30.01.2010 | 19:03 | permalink  

    @wittkewitz: Ziemliches Geschwurbel mein Lieber.

  50. [gelöscht] |  30.01.2010 | 19:59 | permalink  

    [gelöscht]

  51. Wittkewitz |  30.01.2010 | 20:16 | permalink  

    Komisch, was hier so für Kommentare unter meinem Namen landen.
    Können Sie den #48 bitte entfernen, Herr Pachali, diesmal dann schon. letztes Mal war es ja noch ganz witzig, aber wenn man jetzt schon in meinem Namen so einen Stuß schreibt…

    Geht gar nicht.

    @*M:

    Sie kommen reichlich spät zum Jahrestreffen der anonymen Enthüllungskommentatoren…

  52. [gelöscht] |  30.01.2010 | 20:39 | permalink  

    [gelöscht]

  53. Luitpold |  30.01.2010 | 20:41 | permalink  

    @wittkewitz: ob Sie sich mit alldem hier wirklich einen Gefallen tun. Sie wirken etwas besessen, egal was jetzt von Ihnen ist und was nicht. Auch das paßt ja irgendwie.

  54. Algorithmen vs. Institutionen? | LIS in Potsdam |  03.03.2010 | 16:31 | permalink  

    [...] hervorgebracht? Robin Meyer-Lucht hatte davon schon sehr treffend berichtet in seinem Blog “CARTA“. Beitrag und Film: äusserst lesens-/sehenswert. s.a. vorheriges Blog-Post hier. [...]

  55. Hans-Michael Schmitz |  31.03.2010 | 16:17 | permalink  

    Einen interessanten Beitrag von David Gelernter zum Thema “Lifestream” habe ich heute auf The European gelesen:
    http://www.theeuropean.de/david-gelernter/2744-lifestreams

  56. » Blog Archive » This object cannot be liked II |  23.04.2010 | 19:23 | permalink  

    [...] muss Frank Schirrmacher und seine Payback-Metalität nun wirklich nicht mögen, in der Diskussion mit David Gelernter vertritt er mithin eine wichtige Position, die zwar für sich genommen [...]

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