Beckedahl/ Spielkamp vs. Keese: Leistungsschutzrecht – wozu eigentlich? Podiumsdiskussion

Was ist ein Leistungsschutzrecht eigentlich genau? Was sind die Folgen? Am 16. November veranstaltet das Institut für Medienpolitik eine Diskussion zum geplanten Leistungsschutzrecht für Verlage.

Anfang Juni erschien die Hamburger Erklärung der Verlage und forderte bessere Rahmenbedingungen für „die geistige Wertschöpfung von Urhebern und Werkmittlern“ im Internet. Anfang September erschien das Internet-Manifest und erwiderte indirekt: „Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.“

Seit Veröffentlichung dieser Thesen wurde die eine oder andere Nebelkerze hin und her geworden – eine Debatte auf offener Bühne zwischen beiden Seiten gab es bislang erstaunlicherweise nicht.

Mittlerweile hat nun die neue Koalition die Einführung eines „Leistungsschutzrechts für Presseverlage zur Verbesserung des Schutzes von Presseerzeugnissen im Internet“ angekündigt.

Kaum jemand versteht, was ein Leistungsschutzrecht eigentlich genau ist. Noch unklarer ist, was eigentlich nach seiner Einführung konkret passieren würde: wer zukünftig für was Abgaben verlangen könne. Die Verlage sind sich ganz sicher, dass ihr Online-Schicksal davon maßgeblich abhängt. Die Gegner sind davon überzeugt, dass es die Grundprinzipien einer vernetzten Wissengesellschaft bedroht. In der kommenden Woche werden die Verleger auf den Zeitschriftentagen um die Gunst der Kanzlerin in Sachen Leistungsschutzrecht buhlen.

Pünklich zu diesem Termin hat das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) eine Diskussion zwischen mit Markus Beckedahl (Manifest-Unterzeichner) und Matthias Spielkamp (contra Leistungsschutzrechte) sowie Christoph Keese (Konzerngeschäftsführer Public Affairs von Axel Springer, maßgeblicher Protagonist des Leistungsschutzansatzes) organisiert. Die Besetzung des Panels verspricht eine ebenso kontroverse wie informierte Auseinandersetzung. Moderiert wird die Veranstaltung von Lutz Hachmeister, Gründungsdirektor des IfM.

Die Veranstaltung findet am Montag, dem 16. November um 17 Uhr in den Räumen des IfM (Fasanenstraße 73, Berlin-Charlottenburg) statt.

Carta wird die Diskussion live im Netz streamen. Carta-Leser sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen und können sich unter info at medienpolitik punkt eu anmelden. Wir würden sehr freuen, Sie/ euch am kommenden Montag vor Ort oder im Stream zu begrüßen.

Weitere Artikel zum Leistungsschutzrecht bei Carta hier.