Redaktion Carta

“Hier wird gutes Geld ohne Beteiligung der Urheber verdient” – Antwort des DJV auf Björn Sievers

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In einer Antwort auf den offenen Brief von Björn Sievers bekräftigt der Deutsche Journalisten-Verband seine Forderung, Urheber an den Einnahmen von Google zu beteiligen. Der Gesetzgeber müsse gegen die “Gratis-Unkultur” vorgehen, damit Journalisten und Verlage am Online-Geschäft partizipieren. Das “angeblich freie Spiel der Kräfte” sei nicht im Sinn der demokratischen und kulturellen Funktion der Medien.

23.07.2009 | 

Auf unsere Nachfrage an den DJV, wie er denn zum offenen Brief von Björn Sievers und den DJV-Austritt von Thomas Knüwer stehe, hat man uns folgendes Antwortschreiben übersandt. Wir veröffentlichen es hier mit ausdrücklicher Zustimmung der Autorin und des Adressaten.

“Lieber Kollege Sievers,

danke für Ihren Offenen Brief, den Sie an den DJV-Vorsitzenden Michael Konken gerichtet haben. Da dieser in Urlaub ist, möchte ich Ihnen als seine Stellvertreterin antworten und greife damit gerne das Angebot zum Dialog auf.

Was den DJV betrifft, freue ich mich, dass Sie Mitglied sind (und hoffentlich bleiben), weil wir nach meiner festen Überzeugung den argumentativen Diskurs pflegen müssen, der häufig viel zu kurz kommt. Und da sind uns alle willkommen, die sich für den Journalismus, für die Zukunft der Medien, für berufsethische Fragen engagieren und in diesem Sinne äußern.

Zum konkreten Anlass: Auch Sie betonen eingangs die Ausnahmestellung von Google, die für mich weit über die Online-Werbung hinausreicht. Google hat sein erfolgreiches Geschäftsmodell auf der systematischen Auflistung und Verlinkung zu Beiträgen Dritter aufgebaut, für die das Unternehmen keinen Cent bezahlt. In Google News wird dieses Modell aktuell ausgeweitet.

Von diesen Modellen profitieren vordergründig alle: der Konzern selbst unmittelbar durch Werbung, die (Online-) Medien durch publizitäts- und damit werbewirksame Zugriffsraten (welches Medium wollte darauf verzichten?), wir Journalisten – wie die jüngste Studie (M. Machill) ergeben hat – handwerklich in der Recherche (manchmal auch nicht) und die nichtjournalistischen Internet-Nutzer ganz allgemein im Zugang zu weltweitem Wissen.

Das alles ist unbestritten. Und der DJV wäre der Letzte, der die Vorzüge von Suchmaschinen im Speziellen und dem Internet im Allgemeinen nicht erkennen und in seine Überlegungen einbeziehen würde. So von Gestern sind wir nun wirklich nicht …

Aber neben den Vorteilen sehen wir Gefahren, auf die auch Sie aufmerksam machen. Die eine besteht darin, dass hier gutes Geld verdient wird, ohne die eigentlichen Urheber am Geschäft zu beteiligen. Die andere besteht in einer Machtballung, deren medien- und gesellschaftspolitischen Folgen erst in Konturen zu erkennen sind; denken Sie nur an die Frage, welche Anbieter und Themen (künftig) berücksichtigt werden, wer das Ranking beeinflusst etc…

Mit beiden Problembereichen muss sich der DJV als Vertreter von journalistischen Urheberinnen/Urhebern und als Verfechter publizistischer Vielfalt befassen. Letztere wird trotz der, von Ihnen zu Recht betonten, allgemeinen Meinungsvielfalt per Netz im professionell-journalistischen Bereich gerade auf lokaler Ebene erheblich eingeschränkt (nicht nur die WAZ mit ihren Einsparungen lässt grüßen). Und wenn der DJV dann – wie im Fall Google – weder durch Selbstkontrolle (die uns immer lieber als gesetzliche Regulierung ist) noch durch tarifliche Vereinbarungen weiterkommt, dann wird ein Gesetzgeber regulierend eingreifen müssen. Wie in der Vergangenheit auch.

Ich nenne nur die Stichworte Urheberrecht, Pressefusionskontrolle, Leiharbeit etc. Auf welcher Grundlage arbeiteten sonst Urheberorganisationen wie die GEMA oder die Verwertungsgesellschaften Wort bzw. Bild. Wie sonst wäre es zu einer Kopierabgabe gekommen, von der noch heute Journalistinnen und Journalisten profitieren. Vergleichbares ist auch in Sachen Internet denkbar.

In unserem Rechtsstaat ist – wenn Grundrechte dabei nicht eingeschränkt, sondern im Gegenteil gestützt werden – genau dieser gesetzliche Weg der angemessene und legitime, vor allem, wenn es um weitreichende Strukturveränderungen in der Medienlandschaft geht. Diese ausschließlich dem angeblich freien Spiel der Kräfte zu überlassen wäre nicht im Sinn der demokratischen, kulturellen Funktion von Medien, wie sie nach 1945 bewusst organisiert wurden.

Dass wir dabei das Schlagwort von der „Gratiskultur” (besser: „Gratis-Unkultur“?) aufgreifen, richtet sich selbstverständlich nicht gegen das Geschäftsmodell von focus online oder anderer Gratis-Angebote im Netz, erst recht nicht gegen Blogger. Wir greifen damit aber die berechtigten Bedenken der Medienmacher/innen auf, die inzwischen selbst problematisieren, ob es der richtige Weg war, den Gratis-Gedanken für professionelle journalistische Arbeit im Internet wie selbstverständlich nachzuvollziehen.

Inzwischen scheinen damit Fakten geschaffen worden zu sein, die als beinahe unumstößlich gelten. Aber sind sie es? Das ist die Frage an die Geschäftsmodelle von morgen, von denen dann auch wiederum Journalisten profitieren könnten.

Sie beschreiben das Dilemma der Medien treffend. Auf der einen Seite müssen sie Google den Datenzugang gestatten, um auffindbar zu sein und weltweit Gehör zu finden (das allein ist schon auf die Machtposition von Google zurückzuführen). Auf der anderen Seite wollen sie das nicht gratis erlauben, sondern am Geschäft partizipieren.

Kommen wir also noch mal zu den Urheberrechten. Die Urheber sind, wie Sie zu Recht feststellen, die Journalisten. Und die sind von ihren eigenen Auftrag- bzw. Arbeitgebern ziemlich gebeutelt. Denn häufig sollen sie Rechte abtreten, die sie von weiteren Einnahmen aus der Verwertung ausschließen. Das weiß gerade der DJV, und er kämpft auf allen möglichen Gebieten dagegen, individuell durch Rechtsschutz, tariflich, juristisch (die Axel Springer AG oder der „Nordkurier” können da aktuell Auskunft geben) und auch politisch (wieder Richtung Gesetzgeber übrigens!).

Der DJV weiß, welch schwache Karten Urheber gegenüber ihren Auftrag-/Arbeitgebern haben, wie Urheberrechte mit Füßen getreten, wie freie Journalistinnen und Journalisten mit Billighonoraren abgespeist werden. Deshalb haben wir uns auch (übrigens ausführlich begründet!) so wohlfeilen Verleger-PR-Aktionen wie jüngst zum Leistungsschutzrecht nicht angeschlossen. Der DJV-Bundesvorstand singt zwar überzeugt das Hohe Lied auf die geistigen Leistungen und die Kreativen – aber nicht unbedingt im Chor mit Medienunternehmern, die sich in der Praxis weigern, diese geistigen Leistungen und diese kreativen Freien angemessen zu bezahlen und sie an Weiterverwertung zu beteiligen.

Wir haben allerdings noch Hoffnung auf „gemeinsame Sache” zwischen Urhebern und Medienunternehmern. Durch Tarifverträge, durch Verwertungsgesellschaften, durch die noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln für Freie. Wenn wir die Hoffnung aufgegeben hätten, dass Urheber und Verleger zu gemeinsamen Lösungen finden könnten (und sei es durch Arbeitskampf oder gesetzlich bewirkt!), könnten wir einpacken. Als Gewerkschaft und als Berufsverband.

Nein, es ist nicht alles schwarz-weiß, weder im DJV noch anderswo. Deshalb, lieber Kollege Sievers: Bleiben Sie dabei, und gestalten Sie mit. Manchmal an Grautönen. Aber auch die sind wichtig in einem stimmigen Medienbild.

Ich freue mich auf weitere Diskussionsbeiträge,

freundliche Grüße

Ulrike Kaiser

Stellvertretende Vorsitzende

Deutscher Journalisten-Verband

Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten”

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13 Kommentare

  1. Wittkewitz |  23.07.2009 | 18:32 | permalink  

    Lieber DJV,

    vor einige Jahren war auch ich Mitglied. Was mich dort gestört hat und was sich noch immer nicht geändert hat, ist die Einstellung gegenüber den Verlagen. Es hat schon seit Jahren mehr oder weniger extreme Rechteübertragungen gegeben für externe Mitarbeiter – und Sie wissen besser als ich, wieviel Anteil die externe Zuarbeit von Freien an vielen Zeitungen beträgt. Es ist nicht selten so gewesen, dass nach einigen Jahren die externen Kräfte einfach neue Autorenvereinbarungen unterschreiben sollten, die keineswegs das Honorar erhöhten, aber den Leistungskatalog an Rechtübertragungen hinsichtlich der digitalen Distribution und Speicherung auffallend umfangreich neu gestalteten. Wer dieses einseitig bevorteilenden neuen Vereinbarungen nicht unterschrieb, war draussen.

    Ich habe zu jender Zeit nichts, aber auch wirklich gar keine Interessenvertretung durch den DJV gegenüber den Verlagen erlebt.

    Es erscheint in der Folge sehr unglaubwürdig, wenn nun der DJV plötzlich die Urheber in den Mittelpunkt der Diskussion rückt. Noch seltsamer erscheint dies vor allem deshalb, weil Google diese Inhalte lediglich verlinkt und nicht unter seinem Label speichert – abgesehen vom kleinen Zitat in Form einer Zusammenfassung oder den ersten zwei Sätzen.

    Google ist sicher kein Beispiel für einen verantwortungsvolle Organisation, die die Sorgen der Menschen in Mittelpunkt der Firmenstrategie stellt. Dies ist aber eher Teil einer verfehlten Auffassung von Ökonomie, die seit einigen Jahren durch den Finanzkapitalismus, also durch Investmentstrategen, realisiert wird. Zu Recht gibt es mit Umair Haque und anderen Ökonomen neue Ideen, solchen mentalen Unflat in rationale Bahnen zu lenken.

    Wenn Sie den Begriff der Selbstkontrolle isn Spiel bringen, möchte ich fragen, wo die Selbstkontrolle bei den Entwicklungen im redaktionellen Umfeld der letzten Jahre gewesen ist. Es erscheint reichlich bigott, wenn die Interessenvertretung der Geschädigten der verfehlten rückwärtsgewandten Verlagsstrategien (Zeitung als Investment) sich nun an die Seite der Täter stellen und mit ihnen in das Horn blasen: Haltet den Dieb.

    Der Dieb ist jemand, der dieselbe Strategie “Wir degradieren Gehalt erst zu Inhalt und dann zu Daten und Fakten und am Schluß der Qualitätskette zu Content” einfach schlauer ökonomisiert hat. Denn Google nutzt sowohl Netzwerk- als auch Skaleneffekte, was den Verlagen bis auf wenige Ausnahmen aufgrund fehlender Intelligenz bisher versagt blieb. Selbst kontrolle hätte sowohl Arbeitsplätze als mehrere Villen auf Sardinien retten können.

    Wenn Sie darauf hinweisen, dass Sie nicht das Lied der Verleger singen, dann verwundern sowohl Art als auch Zeitpunkt des Auftretens. Jetzt, wo weltweit kolportiert wird, dass als einziges der Search Advertising Markt zweistellig wachsen wird und in drei Jahren den Umfang des TV-Budgets überholen wird, da erreichen die Verantwportlichen plötzlich die schlechten Nachrichten über die einst in Stein gemeißelten die Finanzierungsmodelle der Zeitungen. Gratiskultur ist dann zufällig ein Schlagwort, das den DJV und die Verleger eint?

    Die Machtposition, die Google inne hat, besteht darin, anderen Inhalte zugänglich zu machen. Früher, als Inhalte gar nicht ohne Druckmaschinen verteilt werden konnten – als Inhalt und Papier noch ein zusammehängendes Produkt war – war so ein Geschäftsmodell nichtz denkbar. Die Inhalte die Google zugänglich macht, werden Google präsentiert per Content Management System. Wer es also geschafft hat, sich zu etablieren als NEUTRALER Ansprechpartner für Inhalte aller Art, der hat ein Geschäftsmodell erschaffen, das das Paper überflüssig macht. Trotzdem werden mehr Bücher verkauft als vor Google. Die Verwertungsgesellschaften sind mittlerweile in der Lage, Konzerte von Künstler zu verhindern, weil diese es sich nicht leisten können, ihre eigenen GEMA-Gebühren zu bezahlen für die eigenen Songs und die eigene Darstellungsleistung. Insofern sind Diskussionen über Verwertungsgesellschaften zwar schön, aber wenn ich bei Freunden betrachte, wo die 7 Milliarden EUR jedes Jahr an GEZ Gebühren landen, bin ich heilfroh seit einigen Jahren keinen Fernseher mehr zu besitzen.

    Kurz gesagt: Die Diskussion muss bei der Transparenz beginnen. Ich kann nur dringend raten, den folgenden Text von David Weinberger zu lesen über den Weg, genau im Netz die Objektivität über Transparenz zu erreichen, die uns die alte Schule des Journalismus immer über die Authorität des Journalisten verkaufen wollte und die mitnichten dem postmodernen Weltbild der Multi-Subjektivität entspricht.
    ( http://www.digitalpublic.de/qualitatsjournalismus-transparenz-ist-die-neue-objektivitat-von-david-weinberger

    Es ist absolut keine Zeit mehr für ein Wehklagen über Gratiskultur. Es sei denn man wollte den privaten Rundfunk abschaffen, denn auch dort wird nichts anderes getan: Externe Dienstleister produzieren Inhalte, die nach einem statistischen Algorithmus (Einschaltquote) nach Ranglisten auf die Sendeplätze verteilt werden.

    Google macht es weder anders noch besser noch schlechter. Sie streben an, mit ihrer Suchmaschine das größte Gehirn der Welt zu bauen und dann, wenn es endlich alles Wissen der Welt enthält, mit diesem Superhirn alle Probleme der Welt gegen Zahlung zu lösen.
    Die meinen das vollkommen ernst mit der Singularity. Wenn sie sich Sorgen machen wollen, dann reflektieren sie besser das Weltbild auf dem solches Gedankengut entstehen konnte. Ich verspreche Ihnen, dass das alte Selbstverständnis der Journalisten und Verleger einen großen Anteil an solch einer Hybris hat. Die Denktendenzen sind sehr ähnlich wenn sie die großen europäischen Verlage mit ihren Thinktanks als Berater für die europäischen Regierungen betrachten.

    Überlegen Sie genau, ob der DJV sich in diesem Krieg um das potentes Hirn wirklich richtig positioniert. Noch können wir reflektierten Menschen gegen solche Tendenzen angehen. Urheberrecht und Geistiges Eigentum sind allerdings Nebenkriegsschauplätze, die den falschen Kräften direkt in die Hände spielen.

  2. Robin Meyer-Lucht |  23.07.2009 | 19:38 | permalink  

    http://bjoern-sievers.de/2009/07/23/djv-antwortet-auf-offenen-brief/

    björn sievers hat die antwort auch selbst veröffentlicht, hatten wir übersehen, daher nehmen wir den text jetzt mal von der hp.

    rml

  3. DJV antwortet auf offenen Brief-Nachdruck bei CARTA « Nur mein Standpunkt |  23.07.2009 | 22:07 | permalink  

    [...] den UK, dann will die Piratenpartei keine Kulturflatrate – schocking – und jetzt gibts eine Antwort auf den offenen Brief des DJV-Kritikers Björn Sievers, der bei CARTA nochmals abgedruckt wurde. [...]

  4. 6 vor 9: DJV, ZDF, Palin, von der Leyen » medienlese.com |  24.07.2009 | 09:00 | permalink  

    [...] 3. “Antwort des DJV auf Björn Sievers” (carta.info) Der DJV antwortet auf den offenen Brief von Björn Sievers und stellt fest: “Google hat sein erfolgreiches Geschäftsmodell auf der systematischen Auflistung und Verlinkung zu Beiträgen Dritter aufgebaut, für die das Unternehmen keinen Cent bezahlt.” [...]

  5. logbuch:caasn:de » Blog Archive » Und ewig grüßt der Qualitätsjournalismus |  24.07.2009 | 11:16 | permalink  

    [...] Kaiser hat eine Antwort geschrieben auf die Kritik am DJV, der Google zur Kasse bitten möchte. Auch dieser Text ist ebenso [...]

  6. Verlink mich nicht – Irgendwas ist ja immer – Reloaded |  24.07.2009 | 11:49 | permalink  

    [...] Ich habe nach diesem Satz schon aufgehört zu lesen: [...]

  7. mork |  24.07.2009 | 14:51 | permalink  

    Meine Güte, was für eine lange Argumentation….
    Und dabei so sinnlos, denn schon im dritten Absatz nimmt die Logik Abschied:
    “Google hat sein erfolgreiches Geschäftsmodell auf der systematischen Auflistung und Verlinkung zu Beiträgen Dritter aufgebaut, für die das Unternehmen keinen Cent bezahlt.”
    Wenn man hier ein klein bisschen präziser ist, dann bedeutet ja “Beiträge Dritter” genaugenommen: Material bei dem Menschen sich freiwillig entschieden haben es a) zu veröffentlichen (d.h. es jedem Benutzer des Internet ohne Einschränkungen zugänglich zu machen), b) keinen Gebrauch zu machen von der Möglichkeit Robots auszuschließen.
    Wer sollte also wofür aus welchem Grund bezahlen?

    Außerdem ist “Auflistung und Verlinkung” falsch, denn Google News verlinkt nur und gibt die Beiträge nicht vollständig an. Falls der Auszug der ersten ~200 Zeichen schon den gesamten Inhalt des Textes widerspiegelt, dann sollte das für den Autoren vielleicht Anlass zum Nachdenken sein.

    Wann werdet ihr es begreifen?

  8. sven dietrich |  24.07.2009 | 18:16 | permalink  

    Faszinierend, dass das Konzept der robots.txt oder des meta name=”robots” content=”noindex, nofollow” so schwer zu verstehen ist.

  9. Franktireur |  24.07.2009 | 19:09 | permalink  

    Die Wahrheit ist doch ganz einfach: die Verleger wollen, daß Google weiter auf sie verlinkt, aber dafür Geld bezahlt.
    Ich frage mich nur, was die DJV und Konken damit zu schaffen haben? Würden die Verleger anteilig an ihre Schreiberlinge auszahlen? Ich glaube kaum. Für wen also arbeitet Konken überhaupt? Für die Urheber? Wohl kaum. Für die Autoren? Eher nicht. Eine solche DJV ist eigentlich überflüssig wie ein Kropf – oder sie sollte sich konsequenterweise als Ressort der Verleger-Innung verstehen und nicht so tun, als ob…

  10. Peter Wenz |  24.07.2009 | 22:37 | permalink  

    “Die machen Werbung für mich, machen mich bekannt und ich kriege kein Geld dafür?”

  11. Roderich |  25.07.2009 | 22:24 | permalink  

    Die Lokalzeitung hier im Ort hat sich die schrecklich Unart angewöhnt, unter ihren Artikeln auf die Internetangebote der Vereine und Verbände zu verweisen, um die es in den jeweiligen Texten geht.

    Wenn die Vereine und die Verbände sich jetzt zusammentun würden, dann könnten sie gemeinsam die Zeitung dazu auffordern, ihnen die Nutzung der Inhalte zu vergüten. Die Lokalzeitung verdient schließlich ihr Geld damit, dass sie die Inhalte der Vereine und Verbände kostenfrei nutzt.

    Es wäre doch schön, wenn diese Gratis-Unkultur endlich ein Ende hätte.

  12. Klaus Jarchow |  26.07.2009 | 11:40 | permalink  

    Mir kommt es vor, als sollte plötzlich der Koberer ‘Google’ auf der informationellen Amüsiermeile des Web 2.0 dafür bezahlen müssen, dass er Besucher in das Tabledance-Etablissement des deutschen ‘Qualitätsjournalismus’ gelockt hat … vom Denkansatz her ist das schon komplett gaga.

  13. Reader und Diskussion zum Urheberrecht « a Pirate’s World |  22.04.2010 | 10:29 | permalink  

    [...] mit Kugelschreibern’ und Blogger gespalten zu sein, wie man zum Einstieg hier [1], [2], [3], [4], [5] und in den zahlreichen dort verlinkten Beiträgen nachlesen [...]

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