Ulrike Langer

Medienlinks zum Wochenstart: Twitter und der Iran

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Diesmal mit: Clay Shirky über Twitter und Iran – Praxistipps zum Social Media Journalismus – Guardian betreibt Crowdsourcing beim Spesenskandal – Prozessjournalismus

21.06.2009 | 

Top-Tipp:

Q&A with Clay Shirky on Twitter and Iran

Social Media Spezialist und NYU-Professor Clay Shirky , Autor des Buches “Here Comes Everybody”,  spricht im Interview mit dem TEDBlog über die Bedeutung von Twitter im Iran und warum Massenmedien wie CNN vor einem Problem stehen: Wer Neues über die Entwicklungen im  Iran erfahren will, ist in der Regel noch mit dem Reflex ”CNN einschalten” aufgewachsen. Doch da kommt nicht viel, denn CNN (USA) richtet sich vornehmlich an die Masse der Amerikaner, die sich nicht für den Iran interessieren. Unbedingt sehenswert ist auch dieses Video mit einer Rede von Shirky über den Medienwandel mit globalen Beispielen. Ein ins Deutsche übersetztes Interview mit Shirky über die Auswirkungen von Social Media auf klassische Medien gibt es bei Kress.de.

Weitere Tipps:

Die Ritter der Twitterrunde rufen die Revolution aus

Frank Schmiechen in der Welt (auf die Überschrift klicken) und Noam Cohen in der New York Times beschäftigen sich ebenfalls damit, wie Twitter im Iran den Journalismus beeinflusst. Leider verstehen die Kommentatoren des Beitrags in der Welt größtenteils überhaupt nicht, worum es geht.

10 Ways Journalism Schools Are Teaching Social Media

Eine Fülle von Praxistipps zum Thema Social Media Journalismus hat Vadim Lavrusik, der an der New Yorker Columbia University Graduate School of Journalism New Media Journalism studiert, bei Mashable veröffentlicht. Vgl. dazu auch 10 Strategien für den Journalismus 2.0 bei medialdigital.de.

Adding value in the new news ecosystem

Jeff Jarvis beschäftigt sich damit, wie Nachrichtenorganisationen in Zeiten schrumpfender Budgets für Auslandskorrespondenten ihre Recherchen durch Augenzeugen vor Ort ergänzen können. Allerdings müsse ein Netz verlässlicher Kontakte schon in ruhigen Zeiten geknüpft werden, damit es für eine Krisenberichterstattung schnell aktiviert werden kann.

Guardian launches ‘major crowd-sourcing experiment’ with MPs’ expenses application

Dieses Beispiel für Crowdsourcing könnte in die Geschichte eingehen: Im Spesenskandal der britischen Unterhaus-Abgeordneten hat jetzt der Guardian 700.000 Dokumente ins Netz gestellt, damit Nutzer die Recherchen der Journalisten ergänzen können. Innerhalb von 90 Minuten riefen bereits 1700 Nutzer die Daten ab.

Journalismus als Prozess

Lost and Found, ein Journalismusblog aus Graz, mit einem guten Überblick über das Konzept des Prozessjournalismus und was sich dahinter verbirgt. Mit Links zu einer Einführung von Jeff Jarvis und zu deutschen Blogbeiträgen.

New Business Models for News Project

Und nochmal Jeff Jarvis mit einem Zwischenstand über ein Projekt an der CUNY Graduate School of Journalism, das neue Businessmodelle für Journalismus jenseits von Print erforschen soll.

Die Fachjournalistin Ulrike Langer bloggt auf medialdigital, wo sie auch diese Linkstipps regelmäßig veröffentlicht. Carta übernimmt die Linktipps mit freundlicher Genehmigung der Autorin als Crossposting.

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